Ausgabe 
3.12.1916
Seite
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Wenn ich auch so manche schöne Frucht sehe, die am Baume unseres Volkslebens in diesem Kriege offenbar wird, so sehe ich doch mit Sorge in die Zukunft im Blick auf die innere Entwickelung unseres Volkes. Zwar ist ein gewisser religiöser Zug in unseren Kriegern hier draußen nicht zu leugnen. Aber es sind nur ganz Vereinzelte, wo dieser Zug etwas tiefer geht. Die Masse begnügt sich mit einer gewissen äußerlichen Religiosität, und dabei findet man bei vielen sogar offenkundige Abkehr von allem Göttlichen. Von einer wirklichen Bekehrung zu Dem, der für unsere Sünden aufs Kreuz ging, von einer Erneuerung des Herzens und Lebens will man nichts wissen. Wie ernst ist das angesichts dieses gewaltigen Sterbens rings um uns hier draußen! Wie soll das erst werden, wenn der Krieg mit seinen Schrecken, mit seinem täglichen Mahnen an den Tod vorüber ist! Die Stimmung in der Heimat, diese Gleichgültigkeit gegen all das Sterben und Leihen, das Leben und der Ton auf der Straße, in Vergnügungslokalen, die Theater und Kinos usw., das alles läßt doch ahnen: wie wird's erst nach- hl"- sein!

Die Erfahrung lehrt, daß das Böse immer den größeren Einfluß ausübt. Diejenigen, die aus dem Felde mit ernsterem Denken zurückkommen, werden sich unverstanden fühlen und werden gegen diesen Strom von Weltgeist nicht die Oberhand gewinnen, um so weniger, als eine Riesenschar, und sicher nicht die Schlechtesten, nicht zurückkehrt.

Nur wer in Wahrheit sich Jesu, dem Ge­kreuzigten, hingegeben hat und sich von Ihm erneuern ließ zu einem neuen Menschen (Joh. 3, 3; 2 Kor. 5, 17), wird ein Salz sein inmitten dieser dem Verfall entgegengehend: n Welt!

Gott schenke unserem Volke viele solcher Frauen und Männer, die inmitten der Finsternis der Sünde ein Licht sind, um irrenden, suchenden Seelen den Weg zu weisen, der aus dem Gefängnis herausführt in die Freiheit! Dieser Weg heißt: Jesus! (Joh. 14,6)

Indem ich Ihnen nochmals herzlich danke für Ihre freundlichen Zeilen bin ich

Ihr ergebener

H. von Jagow, Hauptmann d. Res."

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An unsere Leser!

Die dritte Kriegsweihnacht steht vor der Tür. Noch lodert die Kriegsfackel hell, und es ist, als ob der Friede ganz von der Erde genommen ist". (Offb. 6, 4.) Was sagt uus dies? Jedenfalls soviel, daß die Zeit sehr ernst ist und das Volk Gottes mehr denn je sich bereit machen muß auf den Tag der Zukunft unseres HErrn. Daß viele unserer Leser in die selige Stellung des Wachen und Beten, des Warten und Eilen auf den Tag der Zukunft unseres HErrn kommen, sind wir bereit, jedem der uns 80 Pfennige einseudet, das soeben bei uns er­schienene Buch von Markus Hauser: Komm, HErr Jesu! (fort. Mk. 1.) franko zu lief rn. Es haben mich selten Bücher so bewegt und gesegnet, wie die von M. Hauser. Das vorliegende war mir hier draußen vorm Feinde ein besonderer Segen. Es gibt uns Licht über das Warten auf den HErrn, die Braut des Lammes, den Antichrist, die erste Auferstehung, die Entrückung, Jesu Kommen zur Hochzeit, Jesu Kommen mit Seinen Heiligen und den Vernich mngskampf, das tausendjährige Reich, das Weltgericht und das neue Jerusalem und ist zugleich ein mächtiger Ansporn zur völligen Hingabe an den HErrn. Wir können unseren Lesern keinen besseren Weihuachtswunsch als den geben, daß der Helle Morgenstern in den Herzen voll aufgehe, und dazu will das Lesen des Buches helfen nnd das wünscht allen von Herzen für die Buchhandlung der Pilgermission K. Peters, z Zt. im Felde NB. Dieser Ausnahmepreis gilt nur für die Leser dieses Blattes. Das Buch kann nur von uns so be­zogen wirden, sonst kostet dasselbe Mk. 1. und lOPfg. für Porto.

Vers ammkungs-Anzergen.

Bezirk Gießen, Stadtmission Gießen, Löberstr. l4.

Jeden Sonntag IV, Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 87* Uhr: Versammlung. 4V* Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch 8'/, Uhr: Bibelstunde. Jeden Freitag 8'/, Uhr: Gebetsstunde.

3. Dezember, nachmittags Altenbuseck, abends Wißmar und Wieseck. 10. Dezember, nachmittags Nordeck und Beuern. 17. Dezember, nachm. Alten- buseck, abends Wißmar und Wieseck. 24. Dezember,

nachmittags Nordeck. 25. Dezemher, 1. Christ- tag, abends Beuern und Wißmar. 26. Dezember, 2. Christtag, nachm. Altenbuseck, abends Kleinlinden.

Vom Sonntag, den 14., bis Sonntag, den 21. Januar, findet im Vereinshause der Stadtmission ein Blbeltursus statt. Beginn jeden Nachmittag 27- Uhr, abends 87- Uhr. Ziel unseres Bibelkursus ist eine gründliche Einführung in die Heilige Schrift.

Wer Nachtquartier wünscht, wird gebeten, sich bis 7. Januar bei Stadtmissiouar Herrmann anzu­melden. Lebensmittel müssen mitgebracht werden.

Anzeigen für die nummern i4 Ipritrltens bis zum ,7. Dezember d. 3$. erbeten