allein zu finden. Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur. Er hat das ewige Leben als eine göttliche Gabe aus Gnaden empfangen.
Das Sterben Jesu ist für uns die Erlösung vom ewigen Verderben.
Krankheit und Not umgibt den Erdenpilger. Das Leben ist voll Unruhe, Mühe und Arbeit. »
Wohl dem Menschen, der in Wahrheit sagen
kann:
„Wenn nach der Erde Leid, Arbeit und Pein Ich in die goldenen Gassen zieh' ein,
Wird nur das Schau'n meines Heilands allein Grund meiner Freude und Anbetung sein!"
Sie ruhen von ihrer Arbeit, denn ihre Werke folgen ihnen nach. Sie werden nicht um ihrer Werke willen selig, sind nicht durch eigenes Verdienst errettet, sondern durch den lebendigen Glauben an das am Kreuze auf Golgatha vollbrachte Erlösungstverk.
„Denn aus Gnaden seid ihr errettet worden, durch den Glauben; und dasselbe nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. Denn wir sind Sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen. Darum gedenkt daran, daß ihr, die ihr weiland nach dem Fleische Heiden gewesen seid, und die Vorhaut genannt wurdet von denen, die genannt sind die Beschneidung nach dem Fleische, die mit der Hand geschieht, daß ihr zu derselben Zeit wäret ohne Christum, fremd und außer der Bürgerschaft Israels und fremd von den Testamenten der Verheißung; daher ihr keine Hoffnung hattet, und wäret ohne Gott in der Welt." (Eph. 2, 8—12.)
Aber ihre Werke folgen ihnen nach.
Sehen wir zu, daß wir vor Ihm unbefleckt und unsträflich im Frieden erfunden werden.
Sie ruhen. Sie ruhen in der Glückseligkeit, wenn sie im HErrn entschlafen sind. Wenn Kinder Gottes sterben, so gehen sie heim zu Christo und werden Ihn dann sehen von Angesicht zu Angesicht.
Das Leben für sie ist Christus, und Sterben ist ihr Gewinn. Ja, noch mehr- Es wird die Posaune schallen, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst; die Lebenden in Christo werden verwandelt werden und Ihm cntgegengehen, den sie lieben, um bei dem HErrn zu sein allezeit.
Sieh, das ist Lebenshoffnung im Todesweh! „Was kein Auge gesehen und kein Ohr ge- hört und in keines Menschen Herz gekommen ist, das hat Gott bereitet denen, die Ihn lieben." „Ewige Freude wird über ihrem Haupte sein, Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen." „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, denn das Erste ist vergangen."
Ewiges Leben ist in Christo bereitet Doch, teurer Leser, hast du dieses Leben ergriffen? Bist du aus dem Tode zum Leben durchgedrungen, aus der Finsternis zum wahren Lichte gekommen?
Wenn du diese Frage noch nicht mit einem freudigen, gewissen „Ja" beantworten kannst, so tue an diesem Totensonntag dein Herz auf.
„Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit Ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Bot- schafter für Christum, denn Gott vermahnt durch uns; so bitten' wir nun an Christi Statt: Laßt euch versöhnen mit Gott. Denn Er hat Den, der Sünde nicht kannte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß' wir würden Gottes Gerechtigkeit in Ihm." (2 Kor. 5, 19—21.) O. D.
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Iie Lieöe Gottes.
„Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab." (Joh. 3, 16.) Ter Vater gab Seinen Sohn. Höher konnte Er Seine Liebe nicht preisen und erweisen, als mit dieser Tat.
Vom Throne der Herrlichkeit hinweg auf diese Erde des Fluches, des Jammers gab Er Ihn dahin. Nicht in große Herrlichkeit und Pracht, sondern in die größte Niedrigkeit und Armut und Geringschätzung gab der himmlische Vater Seinen Sohn. Doch wir sehen klarer und völliger, was es heißt: „Der Vater gab den Sohn," wenn wir naä, Golgatha schauen. Ja, „also hat Gott die Well geliebt," daß der furchtbare Kelch des Leidens an Jesu nicht vorübergehen konnte, wenn er an uns vorübergehen sollte. Gott hat die Welt geliebt und hat das Liebste und Teuerste was Er hat, nicht verschont.
Wie furchtbar ist doch die Sünde, daß sie einer solchen Sühnung, einer solchen Liebestat Gottes zu ihrer Tilgung bedurfte!
Wir sehen den Dulder ohnegleichen in Seiner namenlosen Qual. Wir sehen, wie die Sonne sich verfinstert und dunkle Nacht den Sohn Gottes umhüllt. Wir sehen auch, wie des Vaters Angesicht sich Ihm verbirgt. Wir hören Ihn rufen: „Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?" Wir sehen, wie furchtbar unsere Sünde ist, daß sie durch keinen anderen Preis weggetan werden konnte.
Wir sehen weiter, wie ernst es unserem Gott war, daß uns geholfen würde, daß wir erretlet würden. Ewiges Heil, ewiges Leben, ewige Herrlichkeit ist für uns erivorben durch das Leiden und Sterben des Sohnes Gottes Gottes.
Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott Seinen eingeborenen


