Sohn gefctnbt hat in die Welt, daß wir durch Ihn leben sollen.
Gott hat Seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß Er die Welt richte, sondern daß die Welt durch Ihn selig werde. O. D.
K
„Das Knde."
(1 Kor. 15, 24.)
Nicht der Tod ist das Ende des Menschen, sondern die Ewigkeit mit ihrem Wohl oder Wehe. Aber wie wenige Menschen blicken voraus auf den ernsten Augenblick, wo ihre Seele diese Welt verläßt und in die Ewigkeit geht, um Goit zu begegnen! Die Vergnügungen oder auch die Sorgen des Lebens nehmen die Herzen anderweitig in Anspruch und lassen sie nur für den gegenwärtigen Augenblick leben. Und doch eilen wir alle unaufhaltsam der Ewigkeit entgegen.
Wir haben hienieden keine bleibende Wohnstatt. Nichts ist so gewiß als dies. Selbst der härteste Zweifler gibt notgedrungen die ernste Wahrheit zu, daß wir auf Erden nur Gäste sind, daß wir hier kein dauerndes Heim haben.
So gestatte denn, lieber Leser, daß ich die Frage an dich richte: „Wie steht's um dein ewiges Heil und Heim?"
„Gott hat dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt." Darum haben hienieden alle 'Menschen das Gefühl der Heimatlosigkeit. Dieses Gefühl kann schwächer oder stärker sein, kann zeitweise ganz verdrängt werden. Aber es ist da und bricht ungerufeu wieder mächtig hervor. Die Bedürfnisse des menschlichen Herzens weisen uns von selbst über die Welt hin auf die Ewigkeit. Wir begehren ein Heim, das ewig währt, und wo das Herz ewig selig ist. Ein solches Heim gibt es, Gott sei ewig dafür gepriesen, der auch Seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern Ihn für uns dahingegeben hat, um uns dorthin zu bringen. Ja, dazu kam Jesus Christus, Gottes Sohn, auf Erden; da;u litt und starb Er für uns sündige Menschen am Kreuze, um unsere Sündenschuld zu sühnen, um uns für das ewige Heim in der himmlischen Herrlichkeit zu gewinnen und passend zu machen; denn „nichts, was unrein ist, kann dort eingehen"!
Wie schön und lieblich sind aber die Worte, die der HErr vor Seinem Weggang aus der Welt an die Seinigen richtet: „In dem Hause meines Vaters sind viele Wohnungen ... Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten, und wenn Ich hingehe, euch eine Stätte zu bereiten, so komme Ich wieder, und will euch zu Mir nehmen, auf daß, wo Ich bin, auch Ihr seiet." (Joh. 14, 3.) Und wie herrlich ist Sein Gebet zu Gott, Seinem Vater: „Vater, Ich will, daß die, welche Du mir gegeben hast, auch bei Mir feien!" (Joh. 17, 24.)
Da, wo Jesus Christus, Gottes eingeborener und vielgeliebter Sohn, thront, bei Ihm im himmlischen Vaterhause, ist das ewige Heim der Erlösten, das Ziel aller, die in dieser Zeit der Gnade sich mit ihrer Schuld vor Gott gebeugt und ihre Zuflucht genommen haben zu Jesu Christo, dem Heiland der Sünder. Er selbst wird kommen und sie zur Herrlichkeit holen.
Das Ende der Gottlosen und aller Unbekehrten aber ist für alle Ewigkeit im Feuersee, zusammen mit denen, für welche derselbe zuerst bereitet wurde: mit dem Teufel und seinen Engeln. Keine Hoffnung ist mehr da für sie; keine Morgenröte einer Erlösung oder besseren Zeit geht je auf über ihnen. Wahrlich, ein schreckliches Ende, teurer Leser, das ewige Teil aller, die unversöhnt mit Gott in ihren Sünden sterben, wie auch aller, die da leben und in ihren Sünden gesunden werden, wenn der Herr herniederkommt zum Gericht! O, welch ein Ende!
Wenden wir aber unseren Blick von diesem schrecklichen und ewigen Teil der Gottlosen, vor welchem das Herz erbebt, hinweg zu dem der Gerechten. Sie sind die Bewohner des Himmels, sind „allezeit beim Herrn". Sie umgeben in einer unübersehbaren Zahl als die teuer Erkauften ihren Erlöser und- HErrn. Er schaut in ihnen „die Frucht der Mühsal Seiner Seele". Und sie fchauen Sein Antlitz und folgen Ihm, wohin irgend Er geht. In der Fülle Seines Lichts und Seiner- Herrlichkeit und Glückseligkeit stehen sie da. Die Liebe Gottes füllt ihr Herz auf ewig, und sie beten Gott an und Jesum, das Lamm.
In dieser flüchtigen Zeit hienieden müssen wir wählen und uns entscheiden, welches unser Ende sein wird, unser Teil in Ewigkeit. Hast du gewählt? Ist Jesus Christus, Gottes Sohn, dein Erlöser? Bist du heilsverlangend um Vergebung deiner Sünden und um Gnade zu Ihm gekommen, in Ihm geborgen? „Wer den Sohn hat, hat das Leben; werden Sohn Gottes nicht hat, hat dasLeben nicht, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm " (Joh. 3, 36)
O bedenke das Ende! Eine Ewigke 11 voll von namenlosem Weh oder voll unaussprechlicher Herrlichkeit folgt auf dieses kurze, wechselvolle Leben dieser Zeit. Was wird dein Ende, dein Teil dann sein? — Nimm dieses Wort der Warnung zu deinem Segen hin; es ist deiner ganzen Beachtung wert. Es zeugt von Gottes Liebe und Erbarmen zu dem Sünder und zugleich von Gottes Gerechtigkeit und Gericht über die Sünde. Es redet von dem vollkommenen Heil, das Gott durch das Opfer Seines geliebten Sohnes für jeden Menschen bereitet hat, um ihn zu retten. Aber es redet auch von dem gerechten Gericht derer, welche das große und freie Heil Gottes verwarfen oder versäumten, dessen sie zu ihrer Erlösung, um in Gottes Herrlichkeit eingehen zu können.


