Aufwärts!
Gemeinscbaftsblatt für fiessen.
Erscheint wöchentlich einmal.
Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.
Uerlag der Buchhandlung der Pilgermi$$ien Siehe».
Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. m. b. H., Cassel.
Nr. 39.
Sonntag, den 24. September 1916.
9. Iahrg.
Sanitäter.
Ungeheuer viele Wunden schlägt der mordende Krieg, reiche Ernte hält der Tod, niegeahnte Zerstörungen richten die heutigen Kampfmittel im Kriegs-
als mit der Waffe in der Hand dem Feinde die Stirn zu bieten. Aber weit gefehlt! Denn meistens pfeifen die feindlichen Kugeln und Granaten auch über die Köpfe dieser braven Samariter hin, die oft noch mitten im Feuer hilfsbereit zur Stelle sind,
gebiete an. Andererseits aber wird wiederum alles Menschenmögliche getan, des Krieges Schrecknisse zu lindern und die geschlagenen Wunden zu verbinden und zu heilen. Dazu gehört in erster Linie der Dienst der wackeren Sanitätstruppen im Felde. Im Frieden mag wohl mancher gedacht haben, daß solcher Dienst viel weniger anstrengend und gefährlich sei,
um ihren verwundeten Kameraden bcizuspnngen und sie aus dem Bereich des Todes fortzuschaffen. Und welchen herzzerreißenden Jammer müssen sie dabei oft schauen und dürfen doch nicht schwach und mutlos werden, sondern müssen tapfer zugreifen mit starker und doch mit linder Hand!
Auf Tragbahren werden die Schwerverwundelen


