Ausgabe 
20.8.1916
Seite
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Weise zu erkennen. Womit jemand sündigt, damit n itb er gestraft.

Viele Eltern finden in den Sünden ihrer Kinder ihre eigene Jugend wieder und erfahren mit Schrecken, - der Apfel nicht weit vom Stamme fällt. Aber was wird es erst sein, wenn in der Ewigkeit das ganze Wort erfüllt wird:Wer auf sein Fleisch sät, wird von dem Fleische das Verderben ernten I" Dann werden die Menschen, die hier den Heiland von sich wiesen, weil ihnen Geld, Lust und Ehre lieber waren als der gekreuzigte HErr, für ewig ernten, was sie säten: Verderben. Das Feuer des Gerichts wird sie ergreifen, ihr Platz wird da sein, wo der Fürst dieser Welt, der große Feind Jesu, im Feuer­see sein ewiges Ende findet.

Wer aber auf den Geist sät, der Stimme Gottes folgt, die unsichtbaren Verheißungen für kostbarer achtet als die vergänglichen Schätze, wird im Vater- hause Gottes eine ewige Freudenernte halten mit Jubel.

Möchten wir alle begreifen, daß das Wort Gottes im praktischen Leben völlige, unabänderliche Wahrheit ist! Es ist eben Gott, der da redet. Er redet nicht nur zu Fürsten und Gewaltigen, Er redet auch zu den Niedrigen und Geringen, denn bei Gott ist kein Ansehen der Person. Schon Hiob hatte es erlebt und bezeugt:Die Unheil pflügen und Mühsal säen, ernten es. Durch den Odem Gottes kommen sie um." (Hiob 4, 8. 9.) Scheinbar geht ja alles natürlich zu auf Erden, und doch ist es der heilige, gegenwärtige Gott, der mächtig redet zu den Herzen der Menschen, wenn in so vielen Fällen die Leute schon hier auf Erden ernten müssen, was sie gesät haben; wenn die Betrüger betrogen werden, wenn die Verleumder verleumdet werden. Gott sucht heim, und Gott weiß den Schuldigen zu finden. Freilich nicht alle ernten schon hierauf der Erde, was sie gesät haben; an den meisten wird erst in der Ewigkeit das Wort Gottes völlig erfüllt werden.

O Menschenkind, deine Worte und Wege sind die Saatkörner einer ewigen Ernte! Welche Ernte ist es, die du für deine Seele vor- bereitest? v. V.

L

Hiufe Gott an!

Rufe Mich an in der Nos, so will Ich dich erretten, so sollst du Mich preisen." Ps. 50, 15.

An Not fehlt es nicht unter den Menschen; wo wir ein wenig tiefer hineinsehen, ist Not, oft große, anhaltende Not. Würde man die Menschen nicht kennen, so könnte man sich höchlich wundern, daß Gott sie auffordern muß, Ihn in der Not anzurufen. Man sollte meinen, daß selbst Leute, die in gewöhnlichen Zeiten nicht beten, Gott wenigstens in Notzeiten von selber anrufen würden. Dem ist aber leider nicht so; es gibt viele Menschen, die alles auslaufen, überall Hilfe suchen, nur nicht bei Gott. Steigt die Not auf das höchste, und versagt alle Menschenhilfe, so murren sie am Ende gegen Gott; dazu ist Er ihnen noch gut genug. Du armes Volk! Ein Ochse kennt seinen Herrn, aber du kennst deinen Gott nicht! Andere rufen Gott an in der Not; sie werden von Ihm erhört, aber sie preisen Ihn nicht. Sie suchten nicht Gott, sie suchten nur Hilfe, sie wollten es leichter haben; dazu sollte Gott ihnen den Handlanger machen. Nachdem Er Seinen Dienst getan hat, kümmert man sich nicht mehr um Ihn. Solche Leute find schändliche Leute! Aber warum hilft ihnen Gott? Durch Güte wollte er sie zur Buße leiten, aber sie wollten nicht. Die rufen Gott in der Not recht an, welche sich durch die Not demütigen und in die Buße führen lassen; die nicht nur Erleichterung und Hilfe, sondern Gott selber suchen. Solche errettet der HErr am liebsten, nicht nur aus der Slot, sondern aus der Sünde, und diese Erretteten haben dann ein Loblied für ihren Gott, ein Loblied in Wort und Tat. G. Sch.

Versammlungs-Anzeigen.

Bezirk Gießen. Stadtmisston Gießen, Löberstr. 14 .

'«eben Sonntag 1>/e Uhr' @onnta8äfif|Ule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8'/« Ußr Versammlunc;. Jeden Mittwoch 8 l /a Uhr: Bibelstunde. Jeden Freirag 8'/* Uhr Gebctsslunde.

Sonntag, den 13. August, abends: Altenbuseck, Frauenstnnde; in Wißmar und Wieseck: Versammlung. Sonntag, den 20 August, nach­mittags- Nordeck und Beuern. Sonntag, den 27. August, nachmittags: Altenbuseck; abends: Wieseck; in Wißmar abends Frauenstnnde Sonntag, den 3 September, nachmittags: Nordeck und Beuern; rn Klemlmden abends Frauenstunde.

Bezirk Frieöberg. Friedberg, kleine Köhler gasse 8.

Jeden Sonntag 1»/, Uhr Sonntags'chule; 4 Uhr; Jungsranenverein; S'li Uhr Versammlung. Jeden Donnerstag v Uhr- Bibel- und Gebets- slunde. Jede» Samstagabend s Uhr; Männer- und JünglingSverem

Sonntag, den IS August; Missionsfest in Leidhecken. Sonntag, den 2J. August; Versammlung in Stammheim, Dorheim und Assenheim. Sonntag, den 27 August; Versammlung in «tammheim, Dorheim, Schwal­

heim, Erbstadt, Watzenborn und Lich Sonntag, den » September; Missionssest in Vilbel, Versammlung in Stammheim und Assenheim! den 10. September; Missionsfest in Schwalheim; de» 17. Seplember; Ge- meinschaftslwnferenz in Dorheim. Text; Ofsb. 2, 17.

Bezirk Lich-Schotten.

Sonntag, den 18. August, nachmittags >/r8 Uhr; Männer- und Wnglingskonferenz in Lich. abends; Versammlungen in Lich, Nidda und Schotten.

Sonntag, den 20. Angnst, nachmittags 8 Uhr; Gemeinschafts- konserenz in Nidda. Versammlungen in Lich, Ettingshausen, Oberbessingen, Villingen, Langsdorf, Dorsgill. Schotten und .'! dda

Sonntag, den 27. Angnst; Versammlungen in Lich. Burkhardsselden, Dorsgill, Schotten, Betzenrod, Lißberg, Ranstadt und Nidda, Wochenversammlungen wie gewöhnlich.

Anzeigen für die Nummern 3740 bis zum 27. August ds. Is. erbeten.