Ausgabe 
20.8.1916
Seite
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kannst du in Seinem Wort lesen, auch wird sie überall durch die Predigt Seines Evangeliums kund- gemacht. Mußtest du es nicht schon erkennen: Es gibt nur einen Gott und einen Erlöser, ohne Ihn bin ich verloren, nur durch Ihn kann ich gerettet werden? O, wenn dir dies klar geworden ist, dann eile, dich in Jesu Wunden zu bergen, bleibe nicht länger draußen stehen,, du weißt nicht, wie lange du noch Zeit hast! Wenn du einmal den Ruf Gottes vernommen hast und bist ihm nicht gefolgt, so hast du keinen Grund mehr, dich zu entschuldigen, wenn Gott dich vor Seinen Richterstuhl fordert!

Glaube an den HErrn Jesüm Christum, so daß du Ihn als deinen HErrn anerkennst, dann wirst du selig, gerettet aus dem Verderben für eine Ewigkeit im Reiche des Lichts!

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Ich 6in die Tür.

Ich bin die Tür. So jemand durch Mich eingeht, der wird selig werden und wird ein- und aus­gehen und Weide finden."

Joh. 10, 9.

Jesus ist die einzige Tür, die in das Reich der Gnade führt. Nun kommt es darauf an, daß wir von dieser Tür, von diesem Zugang Gebrauch machen. Und dazu hat jeder Erlaubnis. Jesus sagt: So jemand durch Mich eingeht." Dadurch hebt Er alle Beschränkungen und Bedingungen, welche Menschen gemacht haben oder machen, auf. Diese Tür ist offen für jedermann. An Fabriktoren steht wohl die Inschrift:Unbefugten ist der Eintritt verboten." Aber durch diese Tür einzugehen, dazu ist jeder befugt. An mancher Haustür habe ich schon gelesen:Verein gegen Hausbettelei." Das soll heißen: Bettler werden von dieser Tür abgewiesen. Das tut Jesus nicht. Auch den ärmsten Bettler weist Er nicht ab. An anderen Türen habe ich schon die beiden Worte gelesen:Geschlossene Gesellschaft." Auch diese Inschrift steht nicht an der Tür, die Jesus heißt. Jeder ist willkommen, jeder darf eintreten. Da steht auch nicht:Nur Mitglieder haben Zutritt." O nein, man kann ganz fern von Gott geivesen sein sein Leben lang, und man darf doch kommen. Ist das nicht herrlich? An der Tür von Ärzten steht zu lesen:Sprechstunden von dann bis dann." Wenn man zu einer anderen Stunde kommt, dann ist der Doktor nicht zu Hause. O wie gut, daß unser Doktor Jesus immer für uns zu sprechen ist, daß auch in dieser Hinsicht keine Beschränkung besteht!

Es ist ganz einerlei, wer da kommt und wie er kommt, wenn er nur kommt und durch die Tür eingeht I Niemand ist ausgeschlossen. Jeder ist ein­geladen.So jemand durch Mich eingeht, der wird selig werden." So lange man draußen ist, ist man in Gefahr. Sobald man drinnen ist, ist man in

Sicherheit, ist man geborgen. Selig werden, das heißt: errettet werden. Man ist gerettet, wenn man bei Jesu ist. Dann hat der Teufel kein Anrecht und keine Macht mehr.

Und weiter sagt der HErr: Wer eingegangen ist, der wird ein- und ausgehen und Weide finden. Wer eingeht, der kommt nicht in ein Gefängnis, wo er nun sitzenbleiben müßte, sondern er kommt in die Freiheit, wo er ein- und ausgehen darf. Eingehen, um Erquickungen zu haben in der Gemeinschaft Jesu und der Seinen ausgehen, um das zu verkündigen und zu rühmen, was man erfahren und empfangen hat, damit ckuch andere kommen und auch eingehen und auch Weide finden. Weide finden, das heißt: völlige Genüge haben. Was wir brauchen, das finden wir in Ihm, das haben wir in Ihm.

Liebe Seele, ^bist du drinnen, oder bist du noch draußen? O, so laß dich bitten:Komm zu dem Heiland, komm noch heute! Du wirst selig werden! Du wirst Weide finden! E. M.

Gesät und geerntet.

Kaiser Napoleon III. hatte den Erzherzog Maximilian im Jahre 1864 durch feierliche Zusage seiner Unterstützung dazu veranlaßt, nach Mexiko zu gehen und mit Hilfe der französischen Truppen sich zum Kaiser von Mexiko zu erklären. Bald jedoch kam Maximilian durch den Widerstand der mexika­nischen Nationalpartei in arge Bedrängnis. Treulos zog Napoleon seine Truppen zurück und überließ den edeln Maximilian der Macht seiner Feinde. Zuletzt von den Mexikanern in der Festung Queretaro ein­geschlossen, wurde er durch Verrat gefangen und mit den ihm treu gebliebenen mexikanischen Generalen am 19. Juni 1867 erschossen. Maximilians Ge­mahlin, die Kaiserin Charlotte, wurde wahnsinnig und kehrte so in ihr Vaterland Belgien zurück. Drei Jahre waren seitdem verflossen, es schien Gras ge­wachsen zu sein über Maximilians Grab, aber die Geschichte war ausgezeichnet in den Büchern Gottes; Gott weiß den Schuldigen zu finden. Auch Napoleon wurde eiugeschlosseu in der Festung Sedan und mußte sich mit seinem ganzen Heer als kriegsgefangcn er­geben. Wenn er auch in die barmherzige Hand eines edeln Feindes fiel, als er sich Kaiser Wilhelm I. am 2. September 1870 ergab, so blieb er doch ein entthronter, heimatloser Fürst; er starb in England am 9. Januar 1873. Napoleons einziger Sohn war inzwischen englischer Offizier geworden; er ging nach Südafrika, um gegen die Eingeborenen zu kämpfen, fiel den Koffern in die Hände und wurde von diesen erschossen. So suchte Gott an dem Sohne heim, was der Vater an Maximilian ge- sündigt.Was der Mensch sät, das wird er ernten." Das ist oftmals schon hier auf Erden in erstaunlicher