und ewig gültiges Werk. Darum komm nur, wie du bist, als ein verlorener Sünder; komm heute noch und glaube von Herzen an Jesum, so wirst du alles umsonst empfangen und ewig glücklich sein!
„Also Hat Kott die Welt gelieöt!"
(Joh. 3, 16.)
„Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an Ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben habe." Es ist dies ein herrlicher Spruch aus dem Munde Jesu, der die Wahrheit und das Leben ist, Gottes eingeborener und ewiger Sohn. Er richtete diese Worte an den Pharisäer Nikodemus, dem Er zuvor gesagt hatte: „Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen;" und: „Ihr müsset von neuem geboren werden." Nikodemus, obwohl er der Meister und Lehrer in Israel, war, verstand die Worte nicht und fragte erstaunt: „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist?" Ja, Gott allein kann dem Herzen des Menschen Verständnis darüber geben, daß und wie er neu geboren werden muß. Gott allein kann auch den Menschen innerlich erneuern, ihm neues Leben schenken und ihn vom ewigen Tod und Gericht erretten. Aber Gott kann es nicht nur, Er will es auch tun. Gott, der Liebe ist, liebt die Menschenkinder. Ja, Gott hat so sehr die Welt geliebt, die feindliche, arge Welt, daß Er für sie Seinen eingeborenen Sohn dahingab in Tod und Gericht, um jeden zu erretten, der Sein großes und freies Heil im Glauben ergreift. Hier allein, in dieser wunderbaren Liebestat Gottes, in dem Opfer Seines Sohnes, ist noch Rettung für den Menschen zu finden. Zu Ihm darf er vertrauensvoll seine Zuflucht nehmen; so entflieht er dem zweiten und ewigen Tode, der sonst sein gerechtes und unausbleibliches Teil ist. Gott will den Tod und die Verdammnis des Sünders nicht, nein, Er will sein Heil und sein Leben. Daß hat Er uns bewiesen, indem Er Seinen Sohn für uns zum Opfer gab.
In dem Tode des HErrn Jesu, des Sohnes Gottes, ist aber nicht nur Gottes Liebe zu den Sündern geofsenbart worden, sondern auch Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit gegen die Sünde. Gott legte auf Ihn, Seinen geliebten Sohn, unsere Schuld; und Er, der Heilige unk> Gerechte, litt für die Ungerechten und Verlorenen, auf daß ein jeder, der an Ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben Kabe. So sagt uns der HErr Jesus selbst im obigen Spruche. So gewiß Gott die Welt geliebt und Seinen Sohn für uns dahin
gegeben hat, ebenso gewiß geht der, welcher von Herzen an den Sohn Gottes glaubt, nicht verloren, sondern findet in Ihm das ewige Leben.
Wer aber jetzt, am Tage des Heils, das Heil, das ihm geboten wird, nicht annimmt, nicht des HErrn Jesu Eigentum wird; wer Ihn nicht als seinen Heiland und Erlöser ergreift, der tritt Gottes Liebe und Heil mit Füßen. Für ihn gibt es kein Entrinnen. So eile denn du zu Jesu; errette deine Seele I
ZL
„Ahne Keld und umsonst."
Alles, was Christus am Kreuz erworben, wird den Menschen „ohne Geld und umsonst" zuteil. Der Mensch braucht nichts zu geben, daß er selig werde. Die Gnade ist frei Aber das scheint vielen zu einfach, zu billig und folglich unglaublich, und deshalb haben die schönsten Einladungen und die köstlichsten Verheißungen Gottes für sie keinen Wert. Wie sie sich der angebotenen Gnade gegenüber verhalten, kann uns folgendes Ereignis trefflich illustrieren.
Als ein warmherziger Christ einen Spaziergang auf einem Seitengeleise der Eisenbahn machte, sah er eine rohgebaute Hütte und wurde gewahr, daß das Dach derselben zerfallen war. Er fragte sich, ob wohl jemand in einem so armseligen Häuschen wohnen könne, und als er an die Tür kam, fand er eine bejahrte Frau und ihre erwachsene Tochter. Er faßte den Entschluß, das Häuschen ausbeffern und wohnlicher machen zu lassen, ehe der Winter sich einstellen würde, und ging weiter.
Der gute Entschluß jedoch war bald vergessen, und wochenlang sogar dachte er nicht mehr an die zerfallene Hütte. Als er aber eines Morgens zum Fenster hinaus auf den mit Schnee bedeckten Grund schaute, kamen ihm die alte Frau und ihre Tochter wieder ins Gedächtnis, und er machte sich seiner Nachlässigkeit wegen allerhand Vorwürfe. „Aber," dachte er, „ich kann jetzt noch hingehen und ihnen wenigstens einige wollene Decken hintragen; die werden ihnen bei diesem kalten Wetter wohl zugute kommen." Er machte sich sogleich auf den Weg. Als er nahe an die Hütte kam, sah er, daß die alte Frau ganz betrübt am Fenster saß. „Sie wird ganz gewiß verstehen, daß ich ihr etwas Gutes bringe," dachte er, ihr das Paket mit freudigem Gesicht entgegenhaltend.
Mit finsterem Gesicht aber schaute sie ihn an, und schüttelte, ohne ein Wort zu sagen, nur den Kopf. Er klopfte an die Tür, öffnete sie und trat ein. „Fort mit Ihnen I" rief sie ihm zu. „Ich will nichts von Ihren Waren!" und schlug ihm die Tür vor dem Gesicht zu.


