Ausgabe 
2.7.1916
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hnmgegangen. Die anderen freuen sich, auch bald des Leibes Bürde abzulcgen und eingehen zu dürfen in die Herrlichkeit Dessen, der ihres Herzens Freude und Krone geworden ist. Denn sie sind nicht nur hoch betagte sondern hochbegnadigte Menschen, welche die ihnen in der Frühe des Lebens schon angebotene Erlösung aus Gnaden angenommen haben und als Jesu Eigentum ihres Lebens Straße dahinzogen.

Ist es bei den lieben Alten im Leserkreise auch so? Ist nach langem, vielleicht mühevollem Leben nicht nur große Lebensmüdigkeit, sondern ein noch größeres Verlangen nach der Herrlichkeit droben und eine unumstößliche Gewißheit des einigen Lebens vorhanden? Und auf was gründet sich diese gewisse Hoffnung? Aus dein pflichttreues und vor Menschen­augen vielleicht makelloses Leben oder auf das Verdienst und die Barmherzigkeit und Gnade Dessen, der für uns zur Sünde gemacht wurde, auf daß wir würden in Ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt" ? Im ersteren Falle wäre mir bange um dein Sterben und das, was danach folgt; im letzteren Falle aber dürfen und wollen wir fröhlichen Herzens miteinander einstimmen in den Jubelsang des Apostels Petrus in seinem ersten Briefe:Gelobt sei Gott und der Vater unseres HErrn Jesu Christi, der uns nach Seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu einem unvergäng­lichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, welche bereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit. In derselbigen werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wo es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf daß euer Glaube rechtschaffen und viel köstlicher erfunden werde denn das vergängliche Gold, das durchs Feuer bewährt wird, zu Lobe, Preis und Ehre, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus, welchen ihr nicht gesehen und doch lieb habt, und nun an Ihn glaubt, wiewohl ihr Ihn nicht seht, und werdet euch freuen mit unaussprechlicher und Herr- licher Freude und das Ende eures Glaubens davonbringen, nämlich der Seelen Seligkeit." ll Petri 1, 3-9). G. H.

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Das Werk ist voköracht.

In einem kleinen Dorfe lag ein armer Mann auf dem Krankenlager und war dem Tode nahe. Eines Tages kam ein alter Herr aus der Nachbar- jchaft zu ihm und fragte ihn freundlich, ob er nicht etwas für ihn tun könne.Ich bi» sehr glücklich," war seine einfache Antwort.Jesus hat alles für mich gut gemacht. Er ist für mich gestorben Er hat auf dem Kreuze meine Errettung vollbracht, und

jetzt ruhe ich mit glücklichem Herzen in Seinem vollendeten Werkei" Wenige Stunden nachher entschlief er ruhig in seinem HErrn.

Mein lieber Leser! Ruhst auch du in diesem vollendeten Werke des HErrn Jesu? Nur in diesem Falle bist du glücklich zu schätzen; denn dann man- delst du jetzt schon in Frieden mit Gott kraft des Blutes Christi, das dich heilig und untadelig vor Ihn hingestellt hat; du kannst mit Ruhe an die Zukunft denken, mag sie auch deinen baldigen Abschied in sich bergen. Der Tod hat für dich keinen Stachel mehr; er ist nur der Bote, der dich aus diesem armen Leben in die ewige Herrlichkeit einführt, in eine Herrlichkeit, die kein Auge gesehen, kein Ohr gehört hat und die in keines Menschen Herz gekommen ist. Du wirst mit jenem armen Manne angesichts des Todes sagen können;Ich bin sehr, sehr glücklich." Hast du aber noch nicht auf die freundliche Stimme des HErrn gelauscht und noch nicht Seine Gitte und Gnade geschmeckt, o, dann schwebst du in großer Gefahr. Ohne es zu wissen oder nur zu ahnen, stehst du über einem Vulkan, der jeden Augenblick auszubrechen droht. Wie viele Tausende von Menschen werden täglich von dem SchnitterTod" hinweggerafft, und wer weiß wie bald die Reihe an dich kommt! Vielleicht heute noch! Und wie willst du dann vor einem heiligen und gerechten Gott bestehen, da du den Weg, auf welchem allein Gnade und Errettung für dich zu finden ist, nicht eingeschlagen hast? So gewiß Gott jetzt bereit ist, dich in Christo anzu- nehmen, so gewiß wird Er dnnn dich für immer aus Seiner Gegenwart verbannen und dem ewigen Feuer überantworten, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln. Cr selbst ladet dich jetzt ein, zu Ihm zu kommen; dennjetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils". Auch hat Gott alles getan, wodurch arme, verlorene und völlig ver- derbte Sünder, wie wir alle von Natur find, fähig gemacht werden können, in Seiner Gegenwart zu erscheinen. Zu diesem Zwecke gab Er Seinen eingeborenen Sohn, und zu diesem Zwecke floß das Blut Jesu auf dem Kreuze; Er hat alles erworben, was ein Sünder bedarf. Und jeder, der an Ihn glaubt, kann jetzt mit Freimütigkeit Gott nahen und alle Segnungen dieses vollbrachten Werkes umsonst in Empfang nehmen. Die Schrift sagt:Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben." (Joh. 3, 36.) Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an Ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben habe." (Joh. 3, 16.) Und in Seiner großen Liebe denkt Er auch an dich, teurer Leser. Glaube an Jesum und vertraue auf Sein vollbrachtes Werk, so wirst du völlig errettet und zu einem Teilhaber des ewigen Lebens und der ewigen Herrlichkeit werden. Du kannst diesem Werke nichts hinzufügen. Es bedarf's auch nicht; es ist ein göttlich vollkommenes