„Ei," dachte er „sie ist der Meinung, ich wollte ihr Waren verkaufen! Kein Wunder, daß sie unwillig ist, wenn sie solche Waren sieht und doch kein Geld hat, das Nötige zu kaufen. Ich muß es ihr irgendwie klarmachen, daß es ein Geschenk ist."
Er öffnete wieder die Tür, um einzutreten. Empört über solche Frechheit, rief sie zornig: „Fort mit Ihnen I" Er merkte jetzt, daß sie taub war und daß die Tochter nicht zu Haufe sei. Was sollte er jetzt machen? Würde er das Geschenk bei ihr lassen, so würde sie es ihm gewiß in den Schnee nachwerfen. „Vielleicht wird sie es verstehen, wenn ich ihr die Decken zeige," dachte er, öffnete^ das Paket, hob die Decken heraus und legte sie auf den Tisch. „Ich Hab' ja gesagt, daß ich sie nicht will! Warum gehen Sie denn nicht fort?" rief sie entrüstet und wandte sich, fast weinend, von ihm. Er breitete die Decken aus, hielt sie vor sie, nickte mit dem Kopfe, lachte freundlich und versuchte sie ihr in die Hand zu legen, aber umsonst. Wiederholt rief sie: „Warum gehen Sie nicht? Warum plagen Sie mich, wenn ich Ihnen ja sage, ich kann sie nicht kaufen?"
Er versuchte noch einen Plan, nahm die Decke, legte sie ihr um die Schulter und fing an laut zu lachen.
Jetzt schien es ihr auf einmal einzuleuchten; erstaunt und furchtsam schaute sie ihn an und fragte: „Für mich?" Er nickte freundlich. „Ein Geschenk?" fuhr sie hoffnungsvoll fort, und als er ihr wieder zunickte, rief sie, vor Freude weinend: „Ein Geschenk für mich!" und drückte ihm wiederholt die Hände, ihr Herz mit unaussprechlichem Dank erfüllt.
„Kommt her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken!" ruft uns der Heiland zu. Ewige Ruhe, seligen Frieden reicht Er uns dar, und wie sind wir oft so taub gegen Seine freundliche Stimme, so blind gegen Seine Liebe!
Aliegerleutnanl ImmeLmann,
der vor kurzem das 15. feindliche Flugzeug heruntergeholt hat und für seine großartigen Leistungen mit dem Orden Pom 1 le mörite ausgezeichnet worden ist, schrieb unter dem 5. Februar der Leitung des Deutschen Vereins gegen Mißbrauch geistiger Getränke jn Berlin:
„Veranlaßt durch einen Artikel in der „B. Z.", fragen Sie mich nach meiner Stellung zu der Alkoholfrage. Ich nehme heute gern Gelegen- heit, Ihnen Ihre Frage zu beantworten, da ich dabei die Hoffnung hege, es könnte mit dazu beitragen, den einen oder den anderen vom Trinken abzuhallen.
Ich halte in der Tal nichts für lähmender und niederdrückender als den Genuß geistiger Getränke, in welcher Form das auch sei. Ich habe selbst Gelegenheit gehabt, zu beobachten, daß sogar kleine Mengen Alkohol die Entschlußfähigkeit, die Denkkraft, die Geistesgegenwart ungünstig beeinflussen; von den nachteiligen Wirkungen eines Rausches brauche ich wohl nichts zu sagen, denn die sind ja selbst dem größten Alkoholfreuud mindestens in körperlicher, oft auch 'k geistiger Beziehung deutlich vor Augen getreten. Wie für alle, die ein schnelles Fahrzeug führen, zum Beispiel Lokomotivführer, Automobilisten, so ist auch für uns Flieger das Meiden des Alkohols ein Haupt- erfordernis, um erfolgreich tätig sein zu können, ohne über überanstrengte Nerven klagen zu müssen." Auch der ebenso erfolgreiche und vielgenannte, gleichfalls mit dem Orden Ponr le m&ite geschmückte Fliegerosfizier Bölcke ist, wie wir zuverlässig erfahren, enthaltsam, ebenso Direktor Fokkei, den ein selbst sehr erfolgreich gekrönter Fachmann als „wohl den besten zurzeit lebenden Flieger" bezeichnet«..
Versaininlungs-Anzeigen.
Mmiffian «Rieften. Cöfcerftt. 14. I Bezirk Lich
ttair* «letzen. Stadtmission «letzen, Löberstr
Jeden Sonntag 1»/.Uhr- Sonntagsschnle; 4 Uhr: Jung!°auenbere,n;
8'/. Uhr - Versammlung, 4v-Uhr: Christlicher Verein langer Männer Jeden Mittwoch S'ls Uhr: Bibelstunde, Jeden Freitag 8'/- Uhr: Gebetsstunde.
18. Juni, abends: Wißmar; Wieserk: Altenbuseck. abends Frauen- ftunde: 2b, Juni, nachmittags Nordeck: abends: Beuern, Frauenstunde.
2. Juli, nachmittags: Altenbuseck; abends Wieseck: in Wißmar abends Frauenstunde, g. Juli, nachmittags: Nordeck; abends: Beuern; in Statt- linden abends Frauenstunde. _
Bezirk Lriedberg. Lriedberg, «leine «öhlergaffe 8.
Jeden Sonntag l'/r Uhr: Sonntagslchule; 4 Uhr: Jungfrauenverein:
8>/, Uhr: Versammlung. Jeden Dounerstag « Uhr: Bibel- und Gebeis- siunde. Jeden Samstag « Uhr: Männer- und Junglingsverein
Jeden Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung im Erholungsheim „Bethesda". Franksurterstraße 87',,-. und jeden Freitag, abends Uhr: Bibelstunde, Ernst Ludwigring-Peusion Bindewald. Jeden Dienstag, abends 9 Uhr: Versammlung in Vilbel, Gasthos Lur Stadt Cassel.
Sonntag, den 2 Juli, nachmittags 8 Uhr: Frauen- und Jungsrauen- lonserenz in Friedberg; 4, Juli: Frauenstunde; b Juli: Versammlung in Stammheim und Schwalheim; 6. Juli: Versammlung IN Dorheim.
Xtueiaen für die Slummern 29—32
18. J»»t: tat Sambach
Sonntag,
Bezirk Lich.
Sich, VereinShaus: Jeden Sonntag 12»/. Uhr: Sonntagsschule ; 4 Uhr : Jungsrauenverein; 8 1 /» Uhr: Versammlung. x. .
5 9. Juli: Lich : Gemeinschastskonsereuz und Versammlung im Freien. 1». Juli (nicht 26. Juni) Burkhardsfelden: Jahressest.
Bezirk Niederweisel.
Fest im Freien in Kirchgöns. 2. Juli: Fest im Freien
Bezirk Sellnrod.
___ den 2. Juli: Geineinlchastskonseren, ÜI Sellnrod, Text
d«r Besprechung: RSm. 8. 1-1«. 1«. Juli: Fest im Freie» Ni Helpershain.
Bezirk Schotten.
Schotten: Sonntags 12 Uhr: Sonntagsschule, abends « * Versammlung - Dienstag, abends 9 Uhr: Gebetsstunde; Donnerstag, abends «Uhr- Bibelstunde, Betzenrod: Sonntag, nachmittags 8 Uhr: Versamm- lnna- Freitag abends 9 Uhr: Bibelstunde Nidda: Sonntag, abends 1 / 2 « Uhr: Versammlung; Dienstag, abends 9 Uhr Vibelstunde, Sonntag,
den 18 Juni, nachmittags 3 Uhr: Gemeinschastskonferenz m Nidda,
Libberg: Sonntag, nachmittags 3 Uhr, Versammlung, Ranstadt, Sonntag, abends ',.« Uhr: Versammlung
bis «im 3. Iuli ds. Js. erbeten.


