Ausgabe 
11.6.1916
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ohne welches niemand Gott schauen, niemand in den Himmel eingehen kann. Dieses ist der richtige Weg. £> D.

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Die Mr und der Weg.

Wie wohltuend ist es für einen verirrten Rei- senden, der vor Ermattung fast niedersinkt, wenn ihm jemand den rechten Weg zeigt, auf welchem er sicher und schnell das Ziel seiner Reise erreichen kannl Wie dankbar ist er dem Retter in der Notl Nun, auch wir sind solche Reisende, auch wir sind verirrt; wir befinden uns auf der Reise zur Ewigkeit und sind von Natur von dem Wege zum Himmel weit entfernt. -Laßt uns deshalb mit Aufmerksamkeit auf Den hören, der gesagt hat:Ich bin die Tür; wenn jemand durch Mich eingeht, so wird er errettet werden." (Joh. 10, 9.) Und wiederum:Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch Mich." (Joh. 14, 6.)

Weißt du, wer es ist, der also spricht? Es ist der HErr Jesus Christus, der eingeborene Sohn Gottes, Gott, geoffenbart im Fleische. Es ist Der, welcherdie Wahrheit" genannt undin dessen Munde kein Trug erfunden wurde". (1 Petri 2, 22.) Er sagt:Ich bin die Tür; Ich bin der Weg." Welch eine Ruhe, welch einen Frieden gibt das der Seele! Welch ein Glück, sagen zu können:Er, der nicht lügen und sich nimmer täuschen kann, ist mir die Tür zu Gott geworden und zum Wege, der mich sicher in den Himmel führt"!

Beachte aber wohl, daß der HErr Jesus nicht sagt:Ich um eine Tür",Ich bin ein Weg", cck» ob es verschiedene Türen und Wege gäbe. O nein; Er sagt:Ich bin die Tür, durch welche man eingehen muß, um errettet zu werden," und:Ich bin der Weg, der einzige Weg, der zum Vater führt". Nur durch Ihn ist ein Zugang zu Gott, ein Weg in den Himmel, und außer oder neben Ihm ist auch sonst nichts erforderlich, um errettet zu werden.Es ist in keinem anderen Heil, es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir errettet werden müssen." Er ist dis Tür, der Weg und der Erretter.Niemand," sagte er,kommt zum Vater als nur durch Mich.

Durch Mich, durch Mick allein kommt man zum Vater; durch Mich allein rau..:'ü: eingehen und errettet werden."

Vielleicht bist du nicht gleichgültig über deine Sünden, sondern fühlst sie und trägst Leid darüber. Gott gebietet den Menschen, daß sie alle allent- halben Buße tun sollen. (Apg. 17, 30.) Dein Leid und dein Schmerz sühnen nick«-, deine Tränen rei­nigen nicht, deine Gebe .' erretten nicht. Aber wenn du m Wahrheit bedrückt und bekümmert bist und

Frieden und Errettung suchst, so ladet der HErr dich zu sich:Kommt her zu Mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und Ich werde euch Ruhe geben!" Matth. 11, 28.) Er hat ein vollkommenes Heil bereitet.

Gehe denn, geliebter Leser, durch diese einzige Tür in den Himmel ein, betritt durch den Glauben den einzigen Weg, der zum Vater führt! Komm! Jesus selbst ladet dich ein. Er spricht:Wenn j e m a n d" sei er jung oder alt, gelehrt oder un­gelehrt, reich oder arm, ehrbar oder unehrbarwenn jemand durch Mich eingeht, so wird er errettet werden." Komm zu Ihm, der gesagt hat:Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßeni"

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Der einzige Weg.

Man pflegt wohl sprichwörtlich zu sagen: Viele Wege führen nach Rom." Aber in den Himmel führt nur ein einziger Weg. Und der heißt Jesus. Wenn es mehrere Wege gäbe, dann würde Jesus sagen:Ich bin ein Weg." Aber so sagt Er nicht. Er sagt:Ich bin der Weg." Und dann bekräftigt Er dieses Wort noch durch das andere: Niemand kommt zum Vater, denn durch Mich." Die Menschen meinen, man könne auf allerlei Weise in den Himmel gelangen. Wenn man seine religiösen Pflichten erfüllt, sagen die einen. Wenn man ein moralisches Leben führt, sagen die anderen. Wenn man treulich seine Schuldigkeit tut, sagen die dritten. Und so geht's fort. Das ist alles gut und schön. Das hat seinen Wert hier für diese Zeit, wenn man ein moralisches Leben führt und seine Pflicht erfüllt. Aber in den Himmel kommt man damit nicht. In den Himmel kommt man nur so, daß man als ein Sünder zu Jesu kommt und Seine sündenvergebende Gnade erfährt. Dieser Weg ist ganz sicher. Auf diesem Wege kommt man ganz gewiß in den Himmel, aber auf keinem anderen Wege jottft. E. M.

Der Gerechte für die Ungerechten.

Wir lasen aus alter Zeit von zwei Brüdern, von denen der eine ein großer Verbrecher und zum Tode verurteilt worden war. Als das Urteil gefällt wurde, erschien plötzlich sein Bruder und wünschte, mit den Richtern zu sprechen. Die Brust dieses Bruders war mit Medaillen und Ehrenzeichen ge- schmückt, und an seinem Leibe trug er viele Narben. Er flehte die Richter um Barmherzigkeit für den Verbrecher an und erbat sie um seinetwillen. Er entblößte seine Brust und zeigte die vielen Wunden und Stiche, die er bei der Verteidigung seines Landes davongetragen hatte.Bei diesen Wunden," sagte