i
r
Aufwärts!
Gemeinscbaftsblalt für Ressen.
▼
r
♦
r
Erscheint wöchentlich einmal.
Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.
verlsg Oer «ucbtzsncklung «er Pilflermission «letzen.
Redakteur: Stadtmissionar Heninann-Gießen. Mitarbeiter:
Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Ducken Nächst, G. m. b. £>., Soff.’!.
Nr. 24. Sonntag, den
11. Juni 1916. 9. Jahrg.
Der richtige Weg.
Vor fünfundsiebzig, auch noch vor fünfzig Jahren gingen die Leute zu Fuß. Vor fünfundzwanzig Jahren waren die Fußwanderungen zur Seltenheit geworden, denn das Eisenbahnnetz war so weit ausgebaut, daß große Fußtouren selten noch nötig waren. In den letzten Jahren hat man aber Verständnis dafür gewonnen, daß man bei Eisenbahnfahrten Land und Leute wenig kennen lernt, und die Fuß- Wanderungen sind wieder modern geworden. Über diese Wendung freuen wir uns (wir wollen hier nicht von den bedauerlichen Auswüchsen reden), denn ein an große Märsche und Turnübungen gewöhnter junger Mann kann auch ini Kriege die Strapazen weit besser ertragen und mehr leisten als ein verweichlichter Jüngling.
Doch bei diesen Wanderungen kommt es nicht selten vor, daß man sich mitten im Walde an einem Kreuz- weg nicht einig ist, welcher Pfad zu dem erwünschten Ziele führt, und diese Meinungsverschiedenheiten arten zuweilen in Streit aus.
Doch es gibt auch verschiedene Auffassungen über den Weg zum Himmel, und da ist es bedeutsam für jeden Leser dieses Blattes, zu wissen, ob wir in bezug auf diesen Weg etwas Sicheres und Gewisses erfahren können, oder ob wir darauf angewiesen sind, uns mit Meinungen und Auffassungen zu begnügen.
Weil unser Weg durch dieses Leben so kurz ist, sollte niemand mit der Vergewisserung über den Weg zum Himmel zögern.
Gott sei gepriesen. Sein teures, untrügliches Wort ist ein Wegweiser, der nicht täuscht. Der Sohn Gottes selbst hat gesagt: „Ich bin der Weg!" (Joh. 14, 6.)
Jesus kam von Gottes Thron herab zu uns auf diese Erde, um uns, die Verirrten und Verlorenen, zu Gott zu bringen. Nachdem Er hier, inmitten der sündigen Menschen, gelebt, gelehrt und
gewirkt, wird Er, der allein Reine und Heilige inmitten der Menschenkinder, von diesen verworfen und gekreuzigt. Gott aber hat Ihn aus den Toten auferweckt und durch Seine Rechte alsHeiland und Retter erhöht. So ist Christus, der nach der Schrift gestorben ist für unsere Sünden (1 Kor. 15,3), der das Gericht »rdul- det, Tod und Saran überwunden hat und nun zur Rechten Gottes thront, unser Weg geworden zu Gott und zu Gottes Herrlichkeit.
Durch Jesum bietet Gott nun allen Menschen Vergebung, Heil und Frieden an.
Du kennst, teurer Leser, den einen Weg noch nicht, wenn dein Herz noch nicht Frieden hat mit Gott; denn wer ihn kennt, hat die Gnade der Vergebung empfangen, hat Frieden mit Gott und rühmt sich der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. (Röm. 5, 1.) Gott gab uns nur einen Weg, auf dem Er uns willkommen heißt und auf welchem wir Ihm nahen können. Gottes Wort erklärt uns: „Wer den Sohn hat, der hat das Leben, wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht." (1 Joh. 5, 12.) Und dieses Leben ist das neue, göttliche Leben,


