Ausgabe 
4.6.1916
Seite
4
 
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Gin taubstummer Mole des Evangeliums.

Ich stcmd vor Jahren in M. am Bahnhof, so erzählt ein Christ, und wollte abreisen. Verkommen, müde und unsauber war ich, mein letztes Geld war draufgegangen beim Einlösen meiner Fahrkarte zur nächsten Stadt. Dort wollte ich mein Glück versuchen.

Da trat ein Taubstummer an mich heran, nahm ein Stück Papier aus der Tasche und schrieb auf dasselbe:Jesus ist mein Erlöser; Er hilft nur jeden Tag! Lies Joh. 3, 16!"

Dann steckte er den Zettel in meine Rocktasche. Ich fuhr mit dem Zuge davon: arm, hungrig und krank.

Ich steckte nachlässig meine Hand in die Tasche und suchte den Zettel.

Selbstverständlich wußte ich nicht, was im Evangelium Joh. 3, 16 stand, aber ich fühlte in meinem Elend, daß ich das um jeden Preis wissen müßte. Sofort nach meiner Ankunft in der Stadt ging ich in ein Haus. Doch bevor ich noch der Frau, die mir die Tür öffnete, mein Begehren aus- sprechen konnte, sagte sie hart:Fort, ihr Bettler!" Ich antwortete:Ich bin kein Bettler, ich bitte nur um die Erlaubnis, einmal in Ihre Bibel sehen zu dürfen."

Die Frau sah mich erschrocken, ja verächtlich an und schlug die Tür zu.

Ich ging ins nächste Haus; dort gab man mir eine Bibel, in der ich sofort das schöne Wort fand.

In der Nacht lag ich in einem alten Schuppen, schlief aber wenig. Es war eine Nacht der Trauer und Tränen, der Reue und Einkehr, aber es war auch die glücklichste Nacht meines Lebens. Immer und immer wieder mußte ich an den Zettel und an die Liebe Gottes zu den Sündern denken, wie sie mir entgegentrat und wie ich sie in Joh 3, l6 gelesen hatte:Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, aus daß alle, die an Ihn glauben, nicht verlor'engehen, sondern das ewige Leben haben." Also auch mich liebte Gott; auch für

m > ch und meine Schuld und Schmach war Rettung da und ewiges Leben in Seinem Sohne. Ja, Gott ließ mich in Jesu Gnade und ewiges Leben finden. Und nun bin auch ich ein erlöster Mensch, der wie der Taubstumme sagen kann:Jesus ist mein Er- löser; Er hilft mir jeden Tag!"

Teurer Leser, ist diese Gnade auch schon dein Teil? Und wenn nicht, warum nicht? Lies doch, was dort in Joh. 3, 16 für dich steht!

Und kennst du diese Liebe und das Glück, das sie gibt, dann laß sie dich drängen, wie sie den un- bekannten Taubstummen drängte, auch andere zur Quelle des Lebens und Friedens, zu Jesu, zu führen.

K

Gerecht und doch öarmyerzig.

Vor einiger Zeit wurde ein Richter in Amerika berufen, einen Gefangenen zu verhören, der in früheren Zeiten sein Freund gewesen war. Es handelte sich nur um ein Vergehen, das durch eine Geldstrafe gesühnt werden konnte. Immerhin war der Fall schlimm genug, und der Richter verurteilte den Gefangenen zu einer ziemlich hohen Strafe. Jemand, der sein früheres Verhältnis zu dem Gefangenen kannte, hielt ihn für unfreundlich, daß er das Gesetz so streng handhabte, konnte aber nicht umhin, seine Unparteilichkeit zu bewundern. Alle aber waren erstaunt, als der Richter, nachdem er das Urteil gesprochen, seinen Platz ver- ließ, sich neben den Verurteilten stellte und die Strafe bei Heller und Pfennig für ihn bezahlte. Er hatte sowohl seine Achtung vor dem Gesetz wie sein Mit- leid für den Mann gezeigt, der es übertreten hatte. Er diktierte die Strafe, und dann bezahlte er sie selbst. So hat Gott in der Person Seines lieben Sohnes gehandelt. Er hat dem Sünder die Strafe nicht erlassen, aber Er hat sie selbst erlitten. Sein eigener Sohn, welcher kein anderer ist als Gott selbst, hat die Schuld bezahlt, welche durch menschliche Versündigungen ent- standen war. __

versaininlnngs-Anzergen.

* - - - - > Bezirk Niederweisel

Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstr. 14.

Jeden Sonntag lVa Udo: Sonntagsschule; 4 Udo: Jungfrauen verein; S'lt Uhr- Versammlung. 4/a Uhr- Christlicher SSerem , ,l l?J} er Männer. Jeden Mittwoch 8 l /z Uhr: Bibelstunde Jeden Freitag 8'/« Uhr:

Gebetsstunde.^ nachmittags: Altenbuseck; abends: Beuern, Frauenstunde; 28. Mai, nachmittags: Nordeck, Frauenstunde; abends:Wlßmar. Frauen­stunde; 28. Mai, abends: Wieseck, Versaiumlung; 80. Mai, abendo: Klein- linden; l. Juni (Himmelfahrt), nachmittags: Beuern; 4. Jum. abends: Altenbuseck, Wißmar und Wieseck; 12. Juni (2. Pfingsttag), nachmittags. Nordeck, abends: Kleinlinden, Frauenstunde; 12. Jum, abends: Beuern.

Bezirk Bellnhausen.

Jeden Sonntag 2 Uhr: Versammlung im Vereinshau» Bellnhausen.

Bezirk Sich.

Lich, VereinShauS: Jeden Sonntag 12?/, Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungsrauenverein; 8'/» Uhr: Versammlung.

21. Mai: Watzenborn, Jahresfest. 4. Juni: Holzheim. Jahresfest. 25. Inn!- Burkhardsfelden, JahreSfest. 28. Mai und 13 Juni: Dorfgill. 25. Mai und IS. Juni: Langsdorf. 3». Mai: Ettingshausen. 81. Mai: Ober- bessingen. 8. Juni: Billingen 7. Juni: Wohnbach. 8. Juni: Watzenborn.

12. Juni (2. Pfingsttag) in Fauerbach: GemeinIchaftSfest. 18. Juni in Kirchgöns: GemeinschastSsest. Zu diesen Festen ist jedermann freundlich eingeladen.

Bezirk Sellnrod.

1 Juni (Himmelsahrt): GemeinschastSsest in Grofieichen. 11 Juni (1. Pfingsttag)- GemeinschastSsest in Unterseibertenrod. Zu diesen GemeinschastSsesten ist jedermann freundlich eingeladen.

Bezirk Schotten.

Schotten, Hauptstr 99. Jeden Sonntag 12 Ubr: Sonntagsschule; S Ubr- Versammlung. Jeden Dienstag S Uhr: GebetSstunde. Jeden Donnerstag 9 Uhr: Bibelstunde. Nidda, Burghof. Jeden Sonntag 8'k Uhr: Versammlung. Jeden Montag 9 Uhr: Gebetsstunde. Jeden Dienstag 9 Uhr: Bibelstunde. Betzenrod. Jeden Sonntag 8 Uhr: Versammlung. Jeden Freitag 9 Uhr: Bibelstunde. Ran stad t. Jeden Mittwoch 9 Uhr: Versammlung. Lifiberg. ?kkden Sonntag 8 Uhr: Ver­sammlung. Sonntag, den 21. Mai, nachmittags 8 Uhr: Gemelnschafto- bonserenz in Nidda. Am Himmelfahrtstagc: Drei- B-rsammlung Forsthaus Finkenloch.

Anzeigen für die Aunrnrern 25-28 bis zunr 4. Jnni ds. Js. erbeten.