hätten, ist jetzt in der Herrlichkeit auf dem Throne Seines Vaters. Er trug die Strafe, sühnte die Schuld in Seinem Tode, und Gott hat Ihn erhöht zu Seiner Rechten. Und Ihm ist alles Gericht übergeben; doch bis jetzt hat Er es verschoben und harrt, daß Er gnädig sei. Noch redet Er zu uns und hat »ns die ln bliche Botschaft von Seiner überströmenden Gnade gesandt; noch steht Er bereit, dich aus deinem Verderben zu erretten und dich des ewigen Lebens teilhaftig, ja sogar zu einem „Erben Gottes und Miterben Christi" zu machen. (Röm. 8,17.) Welch eine wunderbare Gnade! Tod und Verdammnis hast du verdient, Leben und Herrlichkeit bietet Er dir an; und Er will cs Dir ohne Geld, ganz umsonst schenken. (Jes. 55, 1; Offb. 22, 17.)
Auch ist Seine Errettung eine gegenwärtige Er- rettung; du kannst sie heute noch empfangen; nichts, wird von dir gefordert, als daß du dich dieser Gnade unterwirfst. Gott weiß, daß du ein Sünder bist, und in der Person Jesu bietet Er dir vollkommene Gnade und ewige Herrlichkeit an. Komm zu Jesu, glaube an Ihn, und alle deine Bedürfnisse als Sünder werden befriedigt sein; ja, es wird dir mehr- gegeben, als dein Herz je hätte wünschen können. In Ihm sindest du „die Erlösung, die Vergebung der Sünden"- (Kol. 1, 14), in Ihm „das ewige Leben" (Joh. 3, 16. 36); in Ihm wirst du „fähig gemacht zu dem Anteil am Erbe der Heiligen in dem Lichte". (Kol. 1, 12.)
ZL
Bürgschaft.
„Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden .mit Gott." Rom. 5, 1.
Die Gerechtigkeit Gottes entscheidet für einen Sünder, der zu Jesu gekommen ist, nicht gegen ihn.
Der begnadigte Sünder schaut-mit tiefem Schmerz zurück auf die Menge seiner Sünden und Ungerechtigkeiten, aber ohne Furcht vor einer künftigen Strafe; denn Christus, der ewige Gottessohn, hat die Schuld Seines Volkes völligbezahlt.
Er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünden willen zerschlagen; die Strafe liegt auf Ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch Seine Wunden find wir geheilt. (Jes. 53, 5.)
Weil Gott gerecht ist und nicht doppelte Bezahlung verlangt, so kann eine Seele, für welche der HErr Jesus als Bürge gestorben ist, nicht in die Hölle geworfen werden.
Wenn eine Seele zu der Überzeugung kommt: „Gott ist gerecht", so verursacht dieses zuerst großen Schrecken, aber hernach wird derselbe Glaube an Gottes Gerechtigkeit ein Grundpfeiler des Vertrauens und Friedens.
Weil Gott gerecht ist, so muß ich als Sünder ohne Beistand, ohne Bürgen Strafe erdulden; aber Jesus hat die Strafe der Sünde für mich erlitten, und Er vertritt mich, und nun kann ich als ein Sünder, der in Christo steht, nicht mehr gestraft werden.
Weil Jesus als Bürge für mich eingetreten ist, trifft die Strafe für die Sünde mich nicht.
Jesus hat ein volles Sühnegeld be- zahlt zur Abwendung des göttlichen Strafgerichts für alles, was Sein Volk verschuldet hat, und weil Gott gerecht ist, fordert Er keine Genugtuung von irgend jemand, der da ist des Glaubens an Jesum.
Unsere bestimmte Hoffnung besteht nicht darin, daß wir etwa keine Sünder wären, sondern darin, daß wir Sünder sind, für welche Christus gestorben ist.
Unser Glaube ruht nicht darin, was wir sind, was wir tun, was wir fühlen, sondern darin, was Christus ist und was Er für uns am Kreuze auf Golgatha getan hat.
„Ich weiß sonst nichts zu sägen,
Als daß ein Bürge kam,
Der meine Schuld getragen,
Die Rechnung auf sich nahm;
Und sie so völlig hingezählt,
Daß von der ganzen Menge Auch nicht ein Stäublein fehlt."
O. D.
ZL
Wist Du Christus, so hilf Dir seköst und uns.
Am grausamen römischen Galgen, dem Kreuz, hängen drei zum Tode Verurteilte. In der Mitte der einzige unter allen Menschen, der im Bewußtsein Seiner Heiligkeit von Sich sagen konnte: „Welcher unter euch kann Mich einer Sünde zeihen?" Die beiden anderen empfangen, was ihre Taten wert sind.
Alle drei leiden die unsäglichsten Schmerzen. Alle drei sind das Bild unmenschlichsten Jammers im furchtbarsten Maße. Alle drei, nur äußerlich betrachtet, befinden sich in gleicher Verdammnis. Doch wie verschieden sind sie in ihrem Innern!
Der heilige, göttliche Erlöser trägt der Welt Sünden und denkt, fühlt und empfindet auch in der Todesnot für andere. Die Selbstsucht ist Ihm fremd. Er hat gelebt für die Welt, Er stirbt für die Welt, um sie auf ewig mit Gott zu versöhnen.
Die beiden Missetäter zu Seiner Rechten und Linken haben das niedrige Leben der krassesten Selbstsucht geführt. Sie haben versucht, ihr Leben dadurch zu gewinnen, daß sie taten, was ihnen gefiel, gleichgültig, ob's vor den irdischen oder göttlichen Gesetzen recht oder unrecht war. Sie haben ihr Leben verloren, wie es jeder schließlich verlieren wird, der nur sich selbst lebt. Im Leben jagten sie denselben Zielen und Genüssen nach. Doch jetzt in der


