Ausgabe 
16.4.1916
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Aufwärts!

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Erscheint wöchentlich einmal.

Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.

Uerlag der Bucbbandlung der Pilgermission Liehen.

Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. in. b. H., Cassel.

Nr. 16.

Sonntag, den 16. April 1916.

9. Jahrg.

4>as Kreuz.

Was waren da- für dunkle, bitt're Stunden,

Als ich dem Kreuze meines .Heilands fern noch stand,

Verzagt und mutlos, krank an tausend Wunden,

Noch nicht geborgen war in Jesu starker Hand.

Als ich noch einsam ging auf ungebahnten Wegen.

So müde schleppend nianche inn're Herzensnot So durstig nach der Liebe Gottessegen,

So fern der Heimat lichtem Morgenrot!

Doch mit dem ersten Schritt zur .Kreuzesrichtung,

Da brach der neue Tag mir strahlend an,

Das Glück ward mein, als ich auf höchster Lichtung Ihn fand, den hochgelobten Schmerzensmann l Nun spricht das Kreuz, an dem Er Frieren machte,

Mit Gottes Forderung und meinerSündenlchuld,

An dem Er selbst sich mir zum Todesopfer brachte.

Von Seiner Liebe täglich mir, von Seiner Gotteshuld.

Steht es in deinem Leben auch als Siegeszeichen,

Zeigt es auch dir bereits den Weg ins Vaterhaus?

-ahst du den Heiland schon für dich erbleichen lind strecktest du schon deine Arme nach Ihm aus ?

Halt unter diestm Kreuz du schon gekniet, st-ür die Erlösung Ihm gedankt in heißer Glut?

Ob wohl der Gottesfriede schon dein Herz durchziehet, Den man nur findet in des Lammes Blut? Eh. F.

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Aie Wersöhnung am Kreuz.

Gottes Sohn ist Menschensohn geworden. Die Gläubigen des alten Bundes haben auf Ihn ge­wartet, nach Ihm ausgeschnut.

Die Väter haben Sein geharrt.

Bis daß die Zeit erfüllet ward,

Da sandte Gott von Seinem Thron Das Heil der Welt, Dich, Seinen Sohn."

Und iveshalb ist Gottes Sohn der Menschensohn geworden? Er kam, um zu suchen und zu erretten, was verloren ist.

Und wann will Er erretten? Wann will Er seligmachen? Ach, denkt niancher, wenn alle

Menschen vor Gott stehen iverden, dann wird d>e Enischeidnng getroffen werden, und dann wird jeder, der genug ge­betet hat und fromm und gut gel vt hat, selig in den Himmel eingehen, und die anderen Menschen werden zu ewiger Verdammnis verurteilt werden.

Doch nein, die Vergebung der ünden ist etwas Gegenwärtiges, ein Vorrecht des heutigen Tages, eine Freude dieser Stunde.

Sobald ein Mensch seinen ver­lorenen, sündigen Zustand erkennt und dann sein Vertrauen auf Jesu Blut setzt, an Ihn glaubt, hat er schon Ver- gebung aller seiner Sünden empfangen.

Ja, Gott ist die Liebe, und wer dieses recht erkennen will, der blicke hin nach Golgatha auf das Kreuz! Dorr kling der eingeborene Sohn Gottes, um die Sühnung für unsere Sünden zu vollbringen und uns einen Weg zum ewigen Baterhause Gottes zu bereiten.

In der Wüste mußten die von den Schlangen gebissenen Israeliten aufblicken auf die durch Moses erhöhte eherne Schlange, und dann waren sie errettet.

Dieses ist ein Hinweis auf den gekreuzigten Heiland. Er erduldete das Gericht für unser böses Wesen in Gedanken, Worten und Werken und auch für unser böses Herz, die Quelle aller Bosheit.

Siehe, welche große Liebe du verachtest, wenn du gleichgültig an Dem vorübergehst, der gekommen ist und in Seiner unausforschlichen Liebe Sein Leben für Seine Feinde zum Opfer dargab, der

als Gottes Lamm der Welt Sünden ge­tragen hat!

War dir bis heute das Evangelium dunkel und verdeckr das Wort vom Kreuz eine Torheit, o so