Ausgabe 
9.4.1916
Seite
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einem Gnadenstuhl durch den Glauben an Sein Blut/' (SRöm. 3, 2225.)

Du mußt, teurer Leser, hier die Entscheidung treffen, den Weg, welcher Jesus heißt, betreten und selig werden oder deinen eigenen Weg wandern und verloren gehen.

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Durch Kottes Kunde öewahrt.

Ich durfte es erfahren so deutlich wie nie zu­vor, daß Gott, wie Ec die großen Geschicke der Völker in diesem Weltkrieg lenkt, so auch meine Wege, der ich doch nur ein Sandkörnchen Ihm gegenüber bin. Was früher nur eine Sache des Glaubens, ein Er­gebnis christlicher Erziehung und Umgebung war, hat diese Kriegszeit, in der man stündlich dem Tod ins Auge sieht, mir zur felsenfesten Gewißheit gemacht Jetzt weiß ich es, daß ich allezeit in Gottes Hut stehe, daß ohne Seinen heiligen Willen mir nichts geschehen kann, daß alle Feinde mit ihrer List mir nichts tun können, wenn Er es nicht haben will. Ich weiß es; denn ich habe es erlebt, erlebt, wie man es nur im Krieg erleben kann. Es war am 15. Februar v. I. (diesen Tag werde ich nie vergessen können, sollte ich meinem Gott nicht undankbar iverden), als ein feind­liches Schrapnell in meinen Unterstand fuhr und ihn vollständig zerstörte. Erst wenige Minuten zuvor hatte ich ihn verlassen. Hätte ich etwas länger verweilt, es konnte sich nur um Minuten handeln, ich lebte heute nicht mehr. Denn nicht weniger als 13 Sprengstücke vom Geschoßmantel fand ich bei den Aufräumungs- arbeiten. Meine Waffen, mein Mantel und noch mehrere eigene Sachen waren vernichtet. Schon am Morgen desselben Tages war, als ich kaum aufgestanden und hinausgegangen war, ein Stück vonder Wand eingefallen. Hätte ich noch gelegen, die ganze Erdmasse hätte meinen Kopf verschüttet. Ich frage: Kann Gott mir deutlicher zeigen, daß Er auch meine Wege lenkt, daß ohne Seinen Willen kein Haar von meinem Haupte fällt? In Seine "and kann ich mich getrost täglich von neuem mit Leib

und Seele befehlen. Als ich nach ungefähr 10 Minuten zu meinem Unterstand zurückkehrte und das Werk der Vernichtung sah, warmein erster Gedanke: Gott hat dich soeben wunderbar errettet. Ich konnte nicht anders, ich sank im Schützengraben auf meine Knie und dankte Gott für meine gnädige Errettung. Das Erlebnis aber ist für mich außerdem ein neuer Beweis dafür, daß Gott auch heute in unserer modernen Zeit noch Wunder tut.

Lobe den HErrn, o meine Seele, ich will Ihn loben bis in den Tod!" H. M.

K

Der Hietter.

Der Retter kam aus Davids Stamm,

Der Held, der starb als Gottes Lamm Für uns, die Menschenkinder.

Q, welch ein großes Wunder tut Für jeden Sein Versöhnungsblut,

Der Rettung sucht als Sünder.

Gnade, Gnade,

Heil und Leben will Er geben,

Frieden spenden

Allen, die zu Ihm sich wenden.

HErr Jesus Christus, Gottes Sohn,

Du kamst zu uns vom ew'gen Thron,

Zu sühnen unsre Sünden.

Das führte Dich zum Kreuzaltar,

Dort brachtest Du Dein Leben dar;

Wer kann solch Heil ergründen?

Preis Dir, Ruhm Dir!

Tief im Staube rühmt der Glaube Deine Gnade,

Die uns führt vom Todespfade.

So laß Dein Wort ein Hammer sein,

Der auch zerschlägt das Felsgestein,

Die Herzen Dir bezwinge I O streu ins Herz durch Deinen Geist Dein Wort tief ein, das sich erweist Als Saat, die Frucht Dir bringe!

Segne, segne;

Ja, wie Regen komm Dein Segen,

Herr, zur Stunde

Auf Dein Wort aus Deinem Munde!

Vers ammlungs-Anzeigen.

Bezirk Gießen, Stadtmission Gießen, Löberstr. 14.

Jeden Sonntag IVs Uhr: Sonntagsschule;

4 Uhr: Jungsrauenverein; 8V» Uhr: Versammlung. 4Vs Uhr: Christlicher Verein junger Männer, Jeden Mittwoch 8V* Uhr: Bibelstunde, Jeden Freitag 8 7* Uhr: Gebetsstunde.

Bezirk Sich.

Lich, Vereinshaus: Jeden Sonntag 127i Uhr: Sonntagsschnle; 4 Uhr: Jungfrauenverein; abends 8 Uhr: Versammlung.

Anzeigen für die Nummern 1720

28. März und 18. April: Ettingshausen; 29. März und 19. April: Oberbessingen; 30. März und 20. April: Burkhardsfelden; 2. April: Holz­heim und Dorfgill; 4. April: Villingen; 5. April: Wohnbach; 6. April: Watzenborn; 11. April: Dorf, gill; 13. April: Langsdorf.

Ostermontag in Lich:

- Gemeiuschastskonferenz. -

Text: 1 Kor. 15, 5058.

bis zum 9. April ds. Is. erbeten.