mächtigen" zu trete,!. O mein Freund, bedenke un diesem deinem Tage, was zu deinem Frieden dient!
Laß dich aufrütteln zu einer Erkenntnis über deinen gefährlichen Zustand! Fliehe,
während es noch heute heißt, zu Jesu, der allein von dem kommenden Zorn zu erretten vermag!
Kile lut not.
Am 15. Juli 1900 verunglückte im Hasen von Sunderrand ein deutscher Matrose. Der Dampfer hatte den Hafen erreicht und legte an, um seine Ladung zu nehmen Beim Anlegen stand jener Matrose an der Winde, welche das Schiss mittels eines Drahtseils ans Land zieht. Sein offener Hemdärmel wurde von dem Seile erfaßt, er wurde unter dasselbe gezogen, und im Nu schnitt ihm das Seil, auf welches die gewaltige Last des Schiffes drückte, den Kopf ab. Am Sonnabend zuvor war der See- mannsmissionar an Bord gekommen und hatte die Leute zum Gottesdienst eingeladen. Der Verunglückte, an welchem gerade die Wache war, hatte sich entschuldigt, diesmal nicht kommen zu können, und hatte gesagt: „Das nächstemal!" Aber noch vor dem „nächsten Male" war er schon in der Ewigkeit! „So _ kann's gehen," sagst du, der du dies liest. Ja, so kann's gehen, aber wer weiß, ob nicht vielleicht auch mit dir? Bist du dessen so gewiß, daß der gnadenreiche Heiland, der so gern schont und Geduld trägt und wartet, auch in bezug auf dich gebeten hat: „Laß ihn noch dies Jahr!?" (Luk. 13, 8.) Bist du noch nicht mit Ernst und Entschiedenheit in die Nachfolge des HErrn eingetreten, o so schieb's nicht auf; denke nicht: „im nächsten Jahr," nein: „heute, so ihr Seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht!" (Ebr. 4, 7.)
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„Ich Bin der Weg."
(Job. 14, 6.)
„Ich bin der Weg." Unter diesem Bilde stellte der HErr Jesus Sich Seinen Jüngern dar, als Er im Begriff stand, diese Erde zu verlassen und zum Vater zurückzukehren. Es ist in der Tat ein einfaches, leicht verständliches Bild. Jeder weiß, was ein Weg ist, und wozu er dient. Niemand kann von einem Ort zu einem anderen kommen, ohne einen Weg zu benutzen. Was will nun der HErr Jesus damit sagen, wenn Er von Sich als dem Wege ipricht? Wohin führt dieser Weg, von dem Er redet? Er führt in den Himmel, zum Vater! Denn Er selbst fügt sogleich hinzu: „Niemand kommt zum Vater, als nur durch Mich."
Höchst ernst und wichtig sind diese Worte des HErrn; denn sie belehren uns, daß cs nur einen Weg in den Himmel gibt. Die Gedanken der Men- schen, daß es viele Wege in den Himmel gäbe, und daß ein jeder nach seiner Weise selig werden könne, sind also völlig verkehrt. Der HErr erklärt sie mit diesem einen Worte für Torheit. Er sagt nicht: „Ich bin ein Weg," sondern: „Ich bin der Weg," der einzige Weg. „Niemand," wer es auch sein mag, ob äußerlich ehrbar oder gottlos, „kommt zum Vater, als nur durch mich." Alle Wege des Menschen sind daher nur Seitenpfade des breiten Weges des Verderbens und endigen in der ewigen Verdammnis. „Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint; aber sein Ende sind Wege des Todes." (Spr. 14, 12.)
Wohl ist es wahr, daß zwischen denen, die auf dem breiten Wege des Verderbens wandeln, ein großer Unterschied besteht. Der eine ist offenbar gottlos und wälzt sich in dem Schlamm der Sünde, ein anderer ist weltlich gesinnt und jagt den Vergnügungen dieser Welt nach, hält sich aber von groben Lastern und Schandtaten fern; ein dritter ist brav, auch äußerlich fromm und religiös; ein vierter endlich kümmert sich zwar nicht um Gott und Gottes Wort, lebt aber in der Stille der Wissenschaft und Weisheit und sucht sich und andere einem hohen, edeln Ziele zuzuführen. Aber wie groß auch der Unterschied sein mag, von Natur sind alle Menschen gleich und wandeln auf demselben Wege, dessen Ende Verderben ist. Das ist sehr demütigend für den Stolz des Menschen; aber es ist die göttliche Wahrheit. Alle seine Bemühungen, sich zu bessern und ein neues Leben zu beginnen, die Trennung von den Sünden und Vergnügungen dieser Welt, all sein Beten und Fasten, sein Bibellesen und Almosengeben, ja, alles ist vergebens; er ist und bleibt auf dem breiten Wege, der zur Verdammnis führt. Um errettet zu werden und in den Himmel einzugehen, kann es nichts nützen, sich äußerlich zu verändern oder zu bessern. Man muß von neuem geboren werden! Der Mensch muß sich und sein Leben und Streben aufgeben; er muß den einzigen Weg betreten, der zum Himmel führt. Und dieser einzige Weg ist Jesus. Er ist der Weg zum Vater, Er ist die Tür; und wer durch diese Tür eingeht und diesen Weg betritt, der wird errettet werden. (Joh. 10, 9.) Wer aber nicht zu Jesu kommt und durch den aufrichtigen Glauben an Ihn Vergebung seiner Sünden empfängt, wird in seinen Sünden sterben und ewig verlorengchen, mag er noch so sehr bestrebt gewesen sein, sich den Himmel zu verdienen. Aus eigener Kraft, „aus Gesetzeswerken, wird kein Fleisch vor Gott gerechtfertigt". „Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und werden umsonst gerechtfertigt durch Seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christo Jesu ist, welchen Gott dargestellt hat zu


