Ausgabe 
27.2.1916
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vor der Ewigkeit und ist, ivie ich fürchte, noch nicht errettet."

Ich folgte noch an dem gleichen Nachmittag der Aufforderung. Die Kranke und ihre Mutter begrüßten mich freundlich. Das arme Mädchen, das einundzwanzig Jahre alt war, litt im höchsten Grade an der Auszehrung und hatte offenbar nur iioch wenige Tage zu leben.

Ich zog mir einen Stuhl an ihr Lager und erkundigte mich nach dem einen und andere». Schließ­lich fragte ich sie, ob sie glücklich sei.

Ich warte darauf, daß die Engel mich in den Himmel holen," versetzte sie.

Wie steht es denn mit Ihren Sünden?" fragte ich.

Sie warf mir einen überraschten Blick zu und erwiderte, fichllich beunruhigt:Daran habe ich nie gedacht."

Der Himmel ist ein heiliger Ort," fuhr ich fort,und Gott ist ein heiliger Gott. Sie können also nie in den Himmel kommen, nie vor Gottes Angesicht treten, wenn nicht alle Ihre Sünden ab- geivaschen find. Kein Engel kann Sie in den Him­mel bringen Es gibt nur einen Weg dahin: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes. Es reinigt jeden, der an Jesum glaubt, von aller Sünde."

Die Kranke ivarf mir einen Blick zn, der Kunde davon gab, wie ernst sie meine Worte auffaßte, und fragte mit zitternder Stimme:Ist das wahr?"

Gottes Wort spricht so," erwiderte ich.Warten Sie, ich will Ihnen etwas ans dem Buche Gottes vorlesen." Damit schlug ich 1 Joh. l, 7 auf und las:Das Blut Jesu Christi, Seines Sohnes, rci- »igt uns von aller Sünde."

Sie sann einen Augenblick über das Wort nach, dann bat si^.nich:Wollen Sie es noch einmal le;en, aber, bitte, langsamI"

Ich gehorchte und las, jedes einzelne Wort be- tonend, den Vers noch einmal.

Wieder dachte sie nach. Dann plötzlich rief sie: Hochgelobter He>land! Kostbares Blut!"

Ich war nicht ivenig überrascht über diesen Ans- ruf. Wie war eine so plötzliche Änderung nur mög­lich? Aber die Folge beivies, daß die Kranke wirklich errettet ivar. In einem Augenblick >var sie vom Tode zum Leben übergegangen. Der Heilige Gei» hatte die Erwähnungihrer Sünden" dazu benutzt, um ihr Gewissen zu erreichen. Er hatte sie von ihrer Schuld übeiführt, und ohne Zöger» halte sie ihren verlorenen Zustand anerkannt. Daraiif hatie dasBlut" und der Eine, tvelcher es auf Golgatha vergossen .hat, ihr Gewissen von der Sündenschu'ld befreit, und von diesem Nachmittag an wartete sie nicht mehr auf die Engel, daß sie sie in den Himmel holen sollten, sondern nur noch auf Den, der Sein Leben für sie geopfert hatte. Bis zur Stunde ibres Heimgangs kamen immer wieder die vier Worte über die Lippe» de tlro.nfen :Hochgelobter Jesus! Kost­bares Blut!'

Ja, Jesus und Sein kostbares Blut sind völlig genug, um jedes Bedürfnis der Seele zu stillen Das erfuhr schon der Räuber am Kreuz. Durch den Glauben an Den, welcher gekreuzigt neben ihm hing, war ihm der Weg von der Nichtstatt zum Paradiese Gottes geöffnet. Und dieser Weg gilt !! für jedermann. Es ist der einzige. Der Herr sagt l! von sich selbst:Ich bin der Weg und die Wahrheit j und das Leben, Niemand kommt zum Bater nis nur durch mich." (Joh. 14, 6) Das wolle jeder ]! beherzige», der bis heute gedacht hat, er könne au seinem eigenen Wege in den Himmel kommen I

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Gott hat die Welt geliebt.

Wir würden es begreiflich finden, wenn es biebe: Gott bat feinen Lohn geliebt, oder: Gott hat die (iitgcl geliebt. Aber wir leien: Gott bat die Welt geliebt die Mensche» weit, die Gesamtheit aller Menschen, von denen es l:eifn: Sie find alle abgewichen und allesamt untüchtig geworden. Ta ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer!"

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Versammlungs-Anzeigen.

Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, (öberstraße 14.

Jeden Sonntag IV» Uhr: Sonntagsfchule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8 1 /* Uhr: Versammlung.

4V» Uhr: Christlicher Verein junger Männer.

Jeden Mittwoch 8V» Uhr: Bibelstunde.

Jeden Freitag 8 1 /» Uhr: Gebetsstunde.

Sonntag, den 5. März: Versammlungen in Altenbuseck und Wieseck; abends 8 Uhr: Grünberg, Frauenstunde: 9. März: Beuern.

Anzeigen für die Nummern 1316 bis zum 12. März bs. Is. erbeten.

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