Ausgabe 
27.2.1916
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bnnertbor zu machen und birö ohne Zögern, denn die Lonne war dem Untergang nahe; auch fühlten sie wohl, daß sie die Nacht nicht mehr überleben würden. Da gedachte der Kapitän in seiner höchsten Net des allmächtigen, erbarmenden und allwissenden Gattes und bedeutete seinen Leidensgesährten, daß sie beten wollten, und es stieg aus bangen Herzen Gebet und Flehen zu Gottes Thron.

In der nämlichen Stunde saß der Führer des Schiffes, welches sie gesehen hatten, auf dem Deck, in seiner Bibel lesend. Da siel ihm das Buch aus den Händen; er bückte sich, um es aufzuheben, und indem dies geschah, kam er dazu, einen Blick auf die sinkende Sonne über das Meer zu werfen, und da­bei entdeckte er das entfernte Notsignal, von der glühend feurigen Sonnenscheibe beleuchtet, doch nur eine kurze Sekunde, denn im nächsten Monient war die Sonne auch dem Gesichtskreis entrückt. Aber er hatte genug gesehen, um zu verstehen, was sich zu- trug; und nach einer bangen Stunde, in welcher die armen Schiffbrüchigen bereits sich verloren glaubten, hörten sie Ruderschläge von einem Boot. Kurz da­nach waren sie gerettet.

Wir wissen nicht, ob jenen acht Schiffbrüchigen diese Erfahrung zum Segen geworden ist und ob sie sich im Lichte Gottes als verlorene Sünder erkannt haben und die Errettung ihrer Seelen bei' dem ein­zigen Mittler zwischen Gott und uns gesucht haben.

So hat auch mancher Krieger in den Jahren 19141916 vor einer heißen Schlacht Gott um gnädige Bewahrung gebeten, und Gott hat viele solck er Gebete gnädiglich erhört. Wie herrlich wäre es nun, wenn alle diese Gott die Ehre brächten und die Erlösung, die durch Christi Blut für sie geschehen ist, mit dankbarem Herzen erkennen und annehmen würden! O. D.

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Knechtschaft und Freiheit.

Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. So euch nun der Sohn freimacht, so seid ihr recht frei." Joh. 8, 34. 36.

Das ist eine traurige Knechtschaft, in die man durch die Sünde gerät. Mit jeder Sünde verliert man mehr seinen freien Willen, bis mau endlich ein ivillenloser Gebundener der Sünde ist, daß man sündigen muß, man mag wollen oder nicht. So ist der Trinker ein Knecht seiner Leidenschaft. So ist auch der, welcher die Wege der Fleischeslust geht, ein Sklave der Sünde. Ach, bist du vielleicht auch io ein Sklave deiner Sünde? Es gibt n»r einen Weg der Rettung. Nicht gute Vorsätze und nicht i omme Gelübde helfen dir. Nur Jesus kann er- > eiten und befreien. Der Sohn Gottes macht frei, Er macht recht frei, wahrhaft frei, völlig frei, dau- mib frei. Willst du frei werden, mein Freund? Dar» komm zu Jesu und glaube an die Erlösung,

die Er vollbracht hat auf Golgatha, auch für dich! Du brauchst kein Sklave mehr zu bleiben. Du kannst frei werden! Jesus starb für dich. Die Er­lösung ist vollbracht, deine Erlösung, deine Er- rettung. Glaub es nur und danke Ihm, und du wirst es erfahren: Er macht frei, recht frei!

E. M.

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Jesus ruft dich.

Voni Kreuze her leuchtet der Gnadenschein über alle Völker und Zeiten. Der Sohn Gottes streckt Seine durchbohrten Hände aus, um allen zu helfen, alle zu retten, alle zu trösten und zu erquicken. Er ruft nicht die Würdigen und Verdienstvollen und Tugendhaften nein, Er ruft alle. Sein wunder- bares Herz strömt über von Liebe und Erbarmen gegen alle Menschen. Sein kostbares Opfer reicht aus für jeden Schaden, Seine Liebe und Tröstung genügt für jedes Leid. Da ist draußen im Felde kein General und kein Tambour, für welchen nicht dieser lebendige, wunderbare Heiland Hilfe und Kraft, Weisheit und Segen hätte in Fülle. Da ist kein Admiral und kein Schiffsjunge in unserer Marine, dem nicht der HErr alle Bedürfnisse seines Herzens und Gewissens stillen wollte. Da ist kein Greis, kein Weib, keine Witwe und keine Waise im weiten deutschen Lande, für welche nicht Friede und Freude, Hilfe und Segnung zu finden wäre bei diesem großen Retter und Freunde Jesus.

Aber für diese vollkommene Gabe göttlicher Liebe sind die meisten Augen blind, die meisten Ohren taub, obwohl nichts Irdisches oder Vergäng­liches jemals diese größte Gabe ersetzen könnte: Frieden mit Gott durch unseren HErrn Jesum Christum, Gewißheit der Gnade und der vollkomme­nen Vergebung, unzerbrechliche Hoffnung ewiger Herrlich! it.

Nun, mein Freund, das ist eine Liebesgabe, die kommt vom Himmel her durch das Wort Gottes, durch das Wort des Evangeliums. Sie ist nicht bereitet durch liebende Hände aufopfernder Menschen, sic ist nicht bezahlt mit Gold oder Silber. Sie kommt aus dem Herzen Gottes, des ewigen Schöpfers, der Licht und Liebe ist.Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der au Ihn glaubt, nicht ver- lorengehe, sondern ewiges Leben habe." (Joh. 3, 16.)

Wie steht es mit Ihren Sünden?"

Auf einem Gange durch die Stadt wies mein Begleiter auf ein Haus, in welchem ein junges Mädchen schwerkrank darniederlag. Er bat mir!', die Kranke zu besuchen, und sägte hinzu:Sie fiel