Kannst du in seliger Erfahrung der Liebe Gottes, in freudiger Erwartung des HErrn sagen: i bin
bereitI?" San.-Uffz. M.
Keilsgervißheit durch den Klauben.
Sobald der Sünder bußfertig sich der Herrschaft Thristi unterwirft, kommt Christi Heilstat ihm zugute, und er ist berechtigt, dieselbe gläubig sich anzueignen. Eben dies bleibt aber nun der suchenden Seele oft noch dunkel und ungewiß. Sie steckt bei aller Ernst- Hastigkeit des Suchens und Ringens oft noch voller unklarer, verkehrter Anschauungen hinsichtlich ihrer Errettung. Sie kennt und sieht den Glaubensweg nicht. Sie hat für alles andere eher ein Verständnis, ist zu allem anderen eher geneigt, als klaren Auges und freudigen Herzens auf Christum zu blicken und in Seiner Person und Heilstat ihre Errettung zu sehen. Ich möchte deshalb in dieser Hinsicht so klar und einfach reden, daß niemand länger mißverstehen
kann. _ a
Jesus Christus selber ist, auf Grund Seines Opfers, die Rechtfertigung der Seele vor Gott. Jesus hat, wie jemandes kräftige Worte es sagen, „unsere Sünden zerstört, unseren Tod zerknirscht, unsere Hölle zerbrochen". „Das ist der hohe, köstliche, überschwengliche Schatz, der uns in Christo gegeben und geschenkt ist, welchen kein menschliches Wort beschreiben, kein menschlicher Verstand erreichen kann. Allein der Glaube kann und muß es fassen." Aber was es heißt, zu glauben und inwiefern man auf dem Wege des Glaubens zum Heil gelangt, eben das ist der suchenden Seele vielfach dunkel und ungewiß. Sie schlägt zunächst ganz andere Wege ein, um das Heil zu erlangen. Sie tritt mit der Sünde in ern ernsthaftes Kämpfen und Ringen ein. Sie betet und schreit zu Gott um Vergebung und Erlösung und ist entschlossen, mit alledem bis zum äußersten fortzufahren. Sie hat ihren Plan, nach welchem sie bekehrt zu werden gedenkt. Sie rst entschlossen, zu beten und zu ringen, bis sie
Erhörüng finde!. Sie rechnet damit, daß ein Gefühl
großer innerer Freude ihr ankündigen müsse, daß sie erhört und bei Gott in Gnaden sei. So sucht aber die Seele, sowenig sie sich darüber klar ist, nicht in den festen ewigen Heilstatsachcn, sondern sie sucht es in ihren Gefühlen und Empfindungen, in ihren Ent- Müssen und Gebeten. Nimmermehr wird sie aber auf diesem Wege zum Ziele kommen.
Tief steckt der Irrtum, selbst etwas tun und wirken zu müssen, um in das Reich Gottes einzugehen, in uns allen. Und auch dann, wenn wir genügend mit dem Evangelium vertraut sind, um zu wissen, daß wir nicht durch gute Werke unsere Seligkeit verdienen können, meinen wir doch, durch unsere Bitten, Kämpfe und Ge- fühle uns in ihren Besitz bringen zu müssen. Aber wir gehen so, wenn auch unter christlichem Schein und Namen, den Weg des Gesetzes und nicht den des Evangeli- ums. Die aber mit des Gesetzes Werken umgehen, sind und bleiben unter dem Fluch. (Gal. 3, 10.) Und je ernsthafter und entschlossener der wahre Christussucher in eigener Arbeit und in eigener Kraft sich müht, um so tiefer muß er oft diesen Fluch empfinden, um so mehr muß er erkennen, daß Schuld und Macht der Sünde gleich unzerreißbaren Ketten und Stricken ihn umfangen halten. Nicht dem in eigener Kraft Kämpfenden und Ringenden spricht die Heilige Schrift die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, zu, sondern allein dem Glaubenden. „Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit." (Röm.4, 5.) „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm." (Iah. 3, 36.) Die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, „kommt durch den Glauben an Jesum Christ'zu allen und auf alle, die da glauben." (Röm. 3, 22) „Gott macht gerecht den, der da ist de» Glaubens an Jesum." (Röm. 3,26; 5,1.) „Glaube an den HErrn Jesum Christuin, so wirst du und | dein Haus selig." (Apg. 16, 31.) G. N.
Verfanrinlnngs-Anzeigen.
Bezirk Gießen, Stadturifston Gießen, Löberstr. 14.
Jeden Sonntag Uhr: Sonntagsschule;
-1 Uhr: Jiingfraueiivercin; 8Vr Uhr: Verfamnilnng. -P /-2 Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch 8'/- Uhr: Bibelstunde. Jede» Freitag 8 1 /- Uhr: Gebetsstiinde. I» der Gebetswoche jeden lbend im Vereinshaus Gebetsstunde.
Sonntag, den 23 . Januar: Frauenstunden in Altenbuseck und Wieseck; abends 8 Uhr: Grünberg; 21 .: Beuern Sonntag, den 30. Januar: Versammlungen in Nordeck und Wißmar; abends 8 Uhr: Grünberg. t. Februar: Altenbimck; 3.: Kleinlinden
Bezirk Lich.
Lich, Vereinshaus: Jeden Sonntag 12^/r Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenstunde; 8 Ubr abends: Versammlung. Jeden Freitag Kriegs- gebetsstunde.
2. Januar: Dorfgill und Holzheim; 4. und 25. Januar: Ettingshausen; 5. und 26. Januar: Obcrbessinge»; 6. und 27. Januar: Burkhardsfelden; 1l. Januar: Villingen; 12.: Wohnbach; 13.: Watzenborn; 18 : Dorfgill; 20.: Langsdorf. 16. Januar: Gemeinschaftskonferenz in Nidda,
43—51.
16. Tert:
floh. 1,
Anzeiaen für die Nummern —8 bis zuin 16. Januar ds. Js. erbeten.


