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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
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Jahrgang (939
Zreitag, den (. Dezember
Nummer 93
Die Hochzeitsreise
Statt Siska recht zu geben, wurde Roosje vor Wut ganz blaß. »WiE schrie sie. ..du. die ich im Schweiße meines Angesichtes
»iel zutraulicher.
iingen alle etwas tief. Leierkästen und einige lärmende R Gassenhauer gröhlten, störten das der Natur dargebracht, hit dem die armen Leute auf den Flügeln des Gesänge
esanges ihren Gefühlen
Lauf ließen.
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Liebe für das zu
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liebte, gegen Roosje zu verteidigen.
meinte sie schüchtern, „sie wird sehr traurig sein, wenn sie i ihr, daß sie Sie nicht besuchen
:te, die sie liebte, gegen Roosje zu verteidigen. Ra rAi"i4s^At>w ItA »MtrS , hicuuv jic. ju/uu;ivm, r/|iv wn erfährt ... Gewiß, es ist nicht recht von iv., — „ ...---- , . . ,
mt ... Aber schließlich, sie ist doch ganz jung verheiratet ... 3d) hab s «en ja erzählt: Als ich jung verheiratet war, ging ich nur zu meiner beit und konnte es nie erwarten, meinen Mann wiederzusehen. Aber tzdem muß ich zugeben, daß Frau Margarete ..
»Frau I?" unterbrach Roosje Siskas Erklärung.
Entschuldigen Sie, Fräulein Orietje; trotzdem muß ich zugeben, sie recht hartherzig zu Ihnen ist" .Nicht wahr?"
»3a, recht hartherzig, Baesin.
In dem Gefühle, sein Kind würde die Fehler und Vorzüge in Mutter erben, verfolgt« er, wie sich Margaretens Geist im Verhältn
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• - - . • —/ — — —■ Angesichtes er- osne|ZX raus diese Nahrung bestand: in der Woche v m Sonntag mit einigen Gramm gekochten ionat zehn Franken an deine Eltern schickst, i>e ..." — Die verdiene ich schwer genug, igft es, Grietje schlechtzumachen!? Ich kann aber nicht d u, du Tellerspülerin."
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z und sagte eines Tages zu ihrem Mann: ieber als meiner, er ist weniger gesund, aber
9.
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Sie dachte an das Testament. — „Au ihrer Stelle hätte ich das nicht getan; es rft ein Zeichen des schlechten Charakters einer Tochter, die ihr« Mutter nicht liebt."
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Eines Tages befanden sich Paul und Margarete an den Ufern der prächtigen Teiche von Rouge-Cloitre. Sie sahen eine weiße Schnecke im
cht zu gehorchen, so werfe ich dich hinaus, und du wirst sehen, wie Du aus meinem Testament herausfliegen wirst."
Diese Neuigkeit, daß sie, das arme Mädchen, im Testament einer reichen tu bedacht sei, versetzte Siska zunächst in freudige Bestürzung; aber hätte gar zu gern ihrer Herrin den Gehorsam verweigert. In ihrer edlichen Seele entspann sich ein Kampf zwischen dem Wunsche, Roosje gen des Testamentes nicht zu mißfallen, und der Gewohnheit, Mar-
auch hier Mädchen, Frauen und Kinder vor den Ile diese Lieder klangen in Moll; wie instinktmäßig angen alle etwas tief. Leierkästen und einige lärmende Rüpel, die gemeine hte Abendständchen,
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Mutter enden, verfolgt« er, rote sich Margaretens Geist im Verhältnis zur Natur entwickelte; er wollte ihr absichtlich nicht die Siebe zur Natur predigen und war jedesmal froh, wenn er bei ihr Verständnis dafür entdeckte. Wenn der .Kleine" groß genug fein würde um zu begreifen, würde Margarete in ihm schon den Sinn für das Wahre Gute und Schön« wecken; Paul roar dessen gewiß. Sie besaß jene' starke Lebensweisheit, die darin bestand, stets an das unaufhörlich unfern Blicken bald erschlossene, bald verschlossene Unbekannte zu denken und doch das Leben so zu nehmen, wie es ist; nicht sich ein anderes zu erträumen, sondern von ihm das zu fordern, was er uns geben kann: Arbeit, Mühe und inmitten tiefer und beständiger Freude Seelenruhe und mutige Hoffnung, den Stern und Führer wackerer Herzen.
11.
Eines Tages gingen sie zu Fuß den Ruysbroeker Kanal entlang heim; is dämmerte, die schöne, stille, feierliche Dämmerung eines Iuliabends. Die vollkommene Klarheit des Himmels rief den Gedanken an die Unend- hchkeit wach. In dieser schwermütigen Stunde, wenn die Arbeit endet und iie Ruhe beginnt, bemächtigt sich der Seele ein erhebendes Gefühl. Paul mb Margarete begegneten singend heimkehrenden Arbeitern. In die Stadt zekommen, hörten sie Haustüren fingen. All,
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Baesin, und sicherlich wurden meine Hände bas an den'Tellern klebt. Ich (lebe Frau tehen Sie? Sie roar gut und lachte mit mir. r auf mick). Wenn Sie noch weiter so grob
■w w ■ M>Ben, Sie und Ihre Teller. Sie haben kein rei' roer wäscht, näht und bügelt, holt alles Hutter? Bin ich das nicht? Und Sie werfen ,ten vor' ble ich verdiene; woanders kann undzwanzig haben, wenn ich wollte. Dafür
-X/iwX — Sie streifte ihre Aermel hoch: „Wenn ,. . , . r- Sr wcm auch, was sie leisten können. Wenn
bei Ihnen bleibe, obwohl Sie mich wie einen Hund behandeln bann tue ich es nur, weil Sie gut zu Frau Margarete waren. Das' beweist daß Sie hier etwas haben." Siska zeigte auf ihr Herz. „Sonst, bas erkläre ich Ihnen ganz offen: Regt voor de vuist, Recht gebt vor Gewalt, sonst ließe ich Sie ohne weiteres sitzen."
Unb damit drehte sie Roosje den Rücken zu und legte in ihrer Anfügung eine Schaufel Kohlen auf die Kartoffeln. Als sie sich bann wieder 9too5je zuwandte bemerkte sie in ihrer Verwirrung nicht die langsam auf den Tifch fallenden dicken Tränen der alten Frau. 9
, "Swka!" sagte sie, „geh fort, wenn du willst, laß die arme, alte Mutter ohne Kind allein. Laß mich sterben, laß mich verrecken! Wozu ist man nod; nutze, wenn man alt ist? Liebe nur Fra—a—u Margarete, recht so! ülber mich ... Weil meine Tochter mich verläßt, weil alles mich verläßt mußt du mich eben auch verlassen!"
Siska meinte.
„Baesin, Herrin, seien Sie nicht traurig. Ich liebe Sie auch, glauben
Sie mir. Alles, was ich gesagt habe, war nur im Zorn gesagt."
Sie fiel Roosje um den Hals, und Roosjes Tränen wurden Freuden- tränen, weil sie nicht mehr allein auf der Welt war.
Sie beschlossen nun, in aller Stille auszuziehen und die Gardinen an den Fenstern zu lassen, bis sie anderwärts eine neue Wohnung gefunden haben würden; sie schworen, nie den Fuß über die Schwelle dieses Lumpendoktors" zu setzen, der für sich allein die ganze Liebe, alle Gedanken Znetjes in Anspruch nahm, Grietjes, jetzt die so leicht vergeßliche Fra—a—u Margarete.
W.<Us Roosje Liefen, EHMuß.Maßt-hatte, wurde sie ganz blaß und
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meine kleinen, niedlichen Weibchen, die mir aus der Hand fressen, viel lieber."
Ein anderes Mal entschlüpfte Margarete ein bezeichnender Ausspruch: es handelte sich um einen zahmen Sperling, der sich ganz an das Hausmädchen angeschlossen hatte und ihr überallhin, sogar auf die Straße, folgte. Das kleine, etwas traurige Tierchen barg sich stets im Kopftuch !einer Freundin oder faß zwitschernd auf ihrem Kopfe. Margarete wollte auch gern solch ein Bögelchen haben, aber der, auf den ihre Wahl fiel, roar zu gesund und lebhaft und weniger zutraulich. Daher roar sie auf das
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