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Vorfrühling.
Von Paul 5) e g f e.
Stürme brausten über Nacht Und die kahlen Wipfel troffen.
Frühe war mein Herz erwacht, Schüchtern zwischen Furcht und Hassen.
Horch, ein traut geschwätz'ger Ton Dringt zu mir vom Wald hernieder.
Nisten in den Zweigen schon Die geliebten Amseln wieder?
Dort am Weg der weihe Streif — Zweifelnd frag' ich mein Gemiite: Jst's ein später Winterreif, Oder erste Schlehenblüte?
Oie Schollenfahrt der „Hansa^-Männer.
Von Hans Ernst.
Siebzig Jahre sind es nun bald her seit dem Tage, der für Bremerhaven denkwürdig war. Alle Schiffe im Hafen hatten ihren reichsten Flaggenschmuck angelegt, König Wilhelm von Preußen war in Begleitung des Grafen Bismarck nach Bremerhaven gekommen, Tausende und aber Tausende von Schaulustigen umsäumten die Ufer, sie alle wollten dabei sein, wenn eine mutige Schar von Männern auszog, im höchsten Norden unserer Weltkugel Entdeckungen zu machen. Unter dem Oberbefehl des Kapitäns Koldew ey feilte" an diesem Tage die zweite deutsche Nordpolexpedition ihre Fahrt in die Heimat des ewigen Eises antreten. Der König ließ sich die Offiziere und Gelehrten vorstellen, die an der Expedition teilnahmen, auch mit den Mannschaften unterhielt er sich längere Zeit, ehe die beiden Schiffe, die „Germania" und die „Hansa", die Anker lichteten und unter dem Beifall und den Abschiedsrufen der Menge, von zwei Dampfern geschleppt, der Nordsee zueilten.
Die Expedition stand von Anfang an unter keinem günstigen Stern. Während die „Germania", die mit einer Dampfmaschine ausgerüstet war, ohne Schwierigkeiten die Kante des Grönlandeises erreichte, hatte die „Hansa", ein Segelschiff, sehr mit widrigen Winden zu kämpfen. Trotzdem traf auch sie, etwa einen Monat nach der Abreise an dem vereinbarten Treffpunkt ein, von dem beide Schiffe versuchen sollten, durch das Eis nach Grönlands Küste vorzudringen. Das Wetter schien für das Unternehmen zunächst verhältnismäßig günstig, gemeinsam drangen beide Schiffe auch eine kurze Strecke in die Schollen ein, aber bann traten jene dichten Nebel auf, die in diesen Regionen so häufig sind, und infolge eines mißverstandenen Signals wurden die Schiffe voneinander getrennt. Als die Sicht wieder besser wurde, suchten die Männer der „Hansa" vergeblich den Horizont ab. Von der „Germania", dem Fllhrerschiff, war keine Spur mehr zu entdecken. Nie wieder sind die beiden Schiffe zusammengetroffen.
Für die „Hansa" begann ein verzweifelter Kamps mit dem Eise. Am 24. August kam man der Küste ziemlich nahe, deutlich lagen Grönlands Berge vor den Nordpolfahrern. Da trat ein tückischer Sturm auf, der alle Hoffnungen zuschanden machte und das Schiff weit zurück ins Eis trieb. Die nächsten Tage brachten starken Frost. Immer dichter schloffen sich die Eisschollen um "das Schiff zusammen, und gegen Mitte September 1869 war die „Hansa" vollständig eingefroren. Gegen die Macht der (Elemente mußte sich jede Anstrengung der Menschen wirkungslos zeigen. Die „Hansa" hatte höheren Gewalten zu gehorchen. Wind und Strömung trieben das Schiff immer weiter von feinem Ziele ab, nach.Süden.
Mit Umsicht und Energie begannen die 14 Männer der „Hansa" ihre Vorbereitungen für die Eisfahrt ins Unbekannte zu treffen. Es war sehr wohl möglich, daß die „Hansa" den Eispressungen widerstand und im nächsten Frühjahr freitauen konnte. Wahrscheinlicher aber war, daß das Schiff zwischen den Schollen zerquetscht und unbrauchbar wurde. Danach richteten sich die Maßnahmen der Besatzung.
Mit vieler Mühe schafften die Männer sämtliche Kohlenvorräte auf bas Eis, die die „Hansa" für die „Germania" an Bord hatte. Aus ihnen wurde unter dem Toben des Sturmes ein Haus errichtet, groß genug, um alle 14 Mann zu beherbergen. Als Mörtel diente Schnee, den man mit Wasser vermischte, und der sofort zu Eis gefror. Das Dach wurde aus Stangen und Vettern errichtet, die mit Segel überdeckt wurden. Für einen schützenden Schneemantel sorgte der Himmel selbst. Neben dem Hause lagen die drei Boote der „Hansa", die man „Hoffnung", „Bismarck" und „König Wilhelm" getauft hatte. An Lebensmitteln, Kleidern und den notwendigsten Instrumenten fehlte es im Kohlenhause nicht. Die „Hansa"- Männer waren so für den schlimmsten Fall vorbereitet. Trotzdem sollten noch vier Wochen vergehen, ehe das Kohlenhaus als Obdach benutzt werden mußte.
Cs war ein Monat voll banger Erwartungen. Immer unruhiger wurde bas Cis, immer heftiger der Sturm aus Norden. Mächtige Eis- maffen drückten das Schiff so stark zusammen, daß die Decknähte sprangen wnd die Planken sich bogen. Das Schiff bebte und stöhnte wie ein Tier, i>as sich gegen eine drohende Gefahr sträubt und wehrt. Am 18. Oktober wurde das Schiff leck. Obwohl alle 14 Mann die Pumpen bedienten, stieg Idas Wasser im Schiff immer mehr. Die Pumpen konnten nur dadurch vor dem Einfrieren geschützt werden, daß sie unaufhaltsam in Bewegung stieben. Die Aussicht, das Schiss zu retten, fchwand an diesem Tage völlig. Mit unsäglicher Mühe wurde bei einer Temperatur von — 20 (9rab Der restliche Proviant auf das Eis aeschleppt und so viel Holz und Kohlen geborgen, als nur möglich war. Malt und Taue wurden als Brennmaterial Serettet, ebenso die Bretter der Deckaufbauten.
Am 19. Oktober früh versank die „Hansa" spurlos zwischen den Schollen. 127 Tage hatte die Besatzung ihr stolzes Schiss unter den Fußen
gehabt, 200 Tage sollte sie nun auf einer schwanken, treibenden Eisscholle verbringen, ehe sie in ihren Booten ihr Eisfeld "uerlieg und gerettet werden tonnte.
Das Eisfeld, auf dem die „Hanfa"-Männer einer ungewißen Zukunft entgegentrieben, war etwa 15 Meter dick, von denen nur 1% Meter über das Wasser emporragten, und maß etwa 7 Seemeilen im Umfang. Trotz dieser Starte und Größe blieb es ein äußerst gebrechliches Fahrzeug, das bei dem Toben des Sturmes leicht zersplittern konnte. Die drei Boote wurden deshalb six und fertig ausgerüstet, um jeden Augenblick, wenn das Eisfeld zerbarst, die Schiffbrüchigen ausnehmen zu können. Man belud sie mit den notwendigsten Lebensrnitteln und machte sie fegeifertig.
Die nächste Sorge war dem „Hansa"-Hause gewidmet. Aus den Kajüten waren allerhand Gegenstände gerettet worden, die nun im Hause ihren Platz fanden. Segel und Decken bildeten Tapeten, an denen Karten, Spiegel und Instrumente als Zierat hingen. Für Wärme sorgte der Kochherd und ein Ofen; Pritschen ersetzten Stuhl und Sofa. Der Raum war trotz seiner 7 X 4,50 Meter sehr beengt, und wenn alle 14 Schiffbrüchigen versammelt waren, war bas Haus völlig vollgestopft.
Fern von allen Menschen, fern von jeder Rettung, trieb die Scholle längs der Küste Grönlands südwärts. Bei klarem Wetter waren die Berge Grönlands deutlich zu sehen, und vielleicht hätten die Schissbrüchigen auch bas Festland, über die Schollen springend, erreichen können, aber die Männer wären wahrscheinlich dort dem sicheren Tode ausgeliesert gewesen, denn unmöglich war es, sämtliche Lebensrnittel an Land zu bringen sowie die Geräte. So bot die Fahrt auf dem Eisfeld zunächst die größten Aussichten, gerettet zu werden. Nachtdienst und Verteilung der Arbeit wurden wie auf dem Schiss beibehalten. Nur zuweilen bot die Jagd eine Abwechslung. Neben Seehunden, Eisfüchsen und einem Walroß wurden auch Eisbären erlegt, die frisches Fleisch für die Kochtöpfe und Decken für die erstarrten Glieder lieferten.
War bis zum Weihnachtsfest das Wetter einigermaßen ruhig geblieben, so änderte sich die Wetterlage mit dem Eintritt in das neue Jahr völlig. Riesige Schneemassen trieben über die Scholle und begruben das Haus vollkommen. Nur mühsam hielten die „Hansa"-Männer einen engen Gang ins Freie offen. Bei dem heftigen Sturm war ein Aufenthalt außerhalb des Hauses unmöglich. Lange, bange Nächte folgten aufregenden Tagen, wenn die Scholle über Grund strich und jeden Augenblick in Trümmer gehen konnte. Mit vieler Mühe hatte man Seinen zu den Booten gesteckt, um sie im Notfall finden zu können. Als schließlich die beiden Steuerleute von einem Rundgang heimkehrten und berichteten, daß ein mächtiger Teil der Scholle abgebrochen und das Eisfeld nur noch die Hälfte seines früheren Umfanges hätte, packte jeder feine wertvollste Habe und ein Stückchen Brot zusammen. Voll von Ungewißheit wartete man darauf, vielleicht im nächsten Moment zu einer schrecklichen, nutzlosen Flucht gedrängt zu werden, denn einem solchen Sturm und Wetter waren auch die Boote nicht gewachsen.
Nach vier Tagen der Spannung wurde es wieder stiller. Die Schiss- brüchigen gruben sich aus und drangen ins Freie. Eine Bucht, mit wilden Bergen umsäumt, hatte die „Hansa"-Männer aufgenommen. Mächtige Eisberge hielten die Scholle gefangen, die nun auf den achten Teil ihres früheren Umfanges zufammengefchmolzen war. Die Boote waren meterhoch verschneit und lagen wie festgewachsen auf dem Eise. Es war unmöglich, Proviant und Lebensmittel an Land zu schaffen. Der Schnee- sturm, der bald wieder losbrach, ließ den Schiffbrüchigen auch keine Zeit, Betrachtungen über ihre Rettun'g anzustellen.
Unter den wuchtigen Schlägen des Sturmes hob und senkte sich die Scholle, wütende Eismassen rannten einander an, Wasser gurgelte aus den Spalten hervor. Zusammengedrängt rutschten die Schiffbrüchigen zu den Booten, jeden Augenblick bereit, mitansehen zu müssen, wie die Kameraden von den tobenden Elementen verschlungen werden.
Doch noch immer widerstand die Scholle der Gewalt der Natur. Schwächer und fchwächer wurde endlich die Dünung, und die schon Tod- geweihten wagten sich wieder ins Hans. Furchtbar hatte jeder in diesen drei Tagen gelitten. Jener hatte die Nase, dieser die Hände oder Füße erfroren. Völlig erschöpft, vermochte kaum einer dem andern zu helfen. Aber draußen "heulte der Sturm schon wieder weiter und trieb undurchdringliche Schneemassen vor sich her. Im Morgengrauen des nächsten Tages verliehen die Schiffbrüchigen erneut fluchtartig das Haus. Noch hatte der Letzte nicht die Tür erreicht, da barst der Boden der Hütte, die Wände schwankten und drohten zu fallen, durch die Bodenspalte drang Waffer ein. Vor dem jagenden Schnee und dem Heulen des Sturmes suchten die „Hansa"-Männer Schutz unter den Bootssegeln. So lagen sie tagelang offne allen Schutz im Schnee, hungrig, durchnäßt und fast erfroren. *
Die Scholle hatte die Sturmtage noch schlechter überstanden. Nur 360 Schritte maß sie jetzt im Umfang. Von Stunde zu Stunde machte ein Mann die Runde. Flaschen, alte Kleider und Bretter hatte man als Marken ausgesteckt, um zu erfahren, wenn an einer Stelle das Feld ins Brechen käme. Schwankend trieb die Scholle aus der Bucht, der man den Namen „Schreckensbucht" gegeben hatte, hinaus in die offene See. In den nächsten Tagen wiederholten sich die furchtbaren Stürme. Zwischen mächtigen Schollen treibend, rannte das Eisfeld gegen gewaltige Eisberge an, hob und senkte sich, krachend und berstend brach ein Stuck der Scholle nach dem anderen auseinander und versetzte die „Hansa"-Männer in Angst und Schrecken. Tag und Nacht standen sie auf der Wacht, stündlich bereit, die Flucht in die Boote zu wagen und sich dem Meer anzuvertrauen. Aber noch immer war dieser Augenblick nicht gekommen
Der Küste war man meistens sehr nahe. Am 7. Mai 1870 nur die Scholle bis zum 61. Grade sühwärts getrieben, im ganzen 243 Meilen, was etwa einer (Fntfernuna von Stambut nach Berlin entspricht Die Schiffbrüchigen muhten, daß die Südspitze Grönlands mit der von Deutschen geleiteten Kolonie Friedrich-thal nicht fern sein konnte. Nach kurzer


