Kauf fÄt fte nuTüiwJ äagemeine Dinge, weil der-eichte Plnuder- , n den sie dabei anschlugen, es zulieh, daß sie sich unterhielten, wahrend I -ffich mit ihren Blicken auch noch anderes sagten: wi« viel Gefallen ■ t aneinander fanden, wie gut es war, wie schon, einander anzufesien, "inander zu reden, im gleichen Rhythmus des Danzes dahinzu«
Kleiner Markt.
Don Georg Schwarz.
Kleiner Markt für kleine Leute, Rettich, Schnittlauchund Spinat. Later Griesgram, Mutter Grämlich Kaufen dort sich den Salat.
Biel Geschacher, viel Gegacker
Um ein kleines Häuptlein Kraut. Endlich kommt ein Kaus zustande, Und die Marktfrau ist erbaut.
Fällt ein Regen, stiichtet alles •
Eilig unter Dach und Fach.
Spatzen warten in der Rinne
Tauben auf dem Kirchendach.
Kleine Mond-Tragödie.
Dan Hans Breiteneichner.
Schuld an dem unglücklichen Ausgang dieser Geschichte tragen allein jene, die sich mit Dorliebe über die Rolle des Mondes lustig machen, die er in althergebrachter Weise im Leben der Liebesleute zu spielen hat.
feiten.
.Ich möchte Sie gern« nach Hause bringen"/ bat Axel, bevor er «ffi auf ihren Platz zurucksührte. . . ... ...
.Das geht nicht", sagte Steffi, „ich kann meine Freund« nicht allein
Sie tanzten dann nur noch ein einzigesmal an diesem Abend mitein« lli«r. Sie unterhielten sich gerade über ein Buch, das sie beide gelesen hl'-en, das sie beide ablehnend beurteilten; da sagte Steffi unvermittelt. Senn Sie sehen, daß ich von meinem Platz weggehe Axel, und ein iachentuch in der Hand trage, ist das ein Zeichen für St«.
.Axel nickte. „Ich danke Ihnen, Steffi. Und es tut mir Jeib, datz Sie meinetwegen von Ihren Freunden fortstehlen müssen.
, Aber auck) Axel nahm Steffis wegen eine Lüge auf sich. „Sei» mir «litt böse", entschuldigte er sich bei seinen Kameraden, „aber ich bin >o ^be, ich muh früher schlafen gehen heute."
i Steffi wartete schon auf ihn. ... .,
Ks ist kalt", sagt« sie, aber in ihrem Blick lag viel freudige Warwe. ...Wohin müssen wir gehen?" fragte Axel, und als er wusste, “W wohnte, bedauerte er: „Da sind wir aber rasch K'4..
„ Dann aber entschlossen sie sich doch noch zu einem kleinen Umwegs r führte durch «inen Park, und Steffi und Axel gingen Hand in Hand Mam die breite gerade Strafte entlang.
sprachen fast kein Wort. „, ,,
®in Wunder war daran, sich zu erfüllen. Der Glanz ihrer Augen, da
Sowohl Steffi als auch Axel waren in Begleitung mehrerer Saune« T<ii‘ii. Es bauerte also eine Weil«, bis beide es so einrichten konnten, txr. sie plötzlich und wie zufällig voreinander standen.
Wie geht es Ihnen, Olga?" fragte Axel. Es war einer feiner be- »«»rteften Tricks, unbekannt« Mädchen mit irgendeinem Vornamen euisprechen, um damit den Anschein einer Verwechslung zu erwecken, Irrm Ausklärung dann zu der gewünschten Bekanntschaft führen wurde.
Ich heiße Steffi — und wie heißen Sie?" fragte Steffi ganz einfach. Wollen wir tanzen?" lächelte Axel, und er war ein wenig beschämt, «s er überhaupt versucht hatte, dieses Mädchen so einfältig anzureden. Bein Name ist ein Bilderrätsel", fuhr er dann fort, während er schon ie ersten Schritte mit Steffi tanzte.
.Ich will raten", erwidert« Steffi neugierig.
Axel zeigte auf seine Achsel.
Steffi lachte laut auf: „Axel!" . ,.
.Nichtig", nickt« Axel. „Sie sind «in sehr kluges Mädchen.
„Das dürfen Sie nicht sagen", wehrte Steffi ernft ab.
। „Aber «s ist so. Sie hätten ja auch denken können, daß ich Schulter feel* verteidigte sich Axel nachdrücklich.
Heber diese neue Albernheit singen sie dann gleichzeitig an zu lachen. ir über allaemein« Dinge, weil der le
Sie hieß Steffi.
i Sein Name war Axel. ’ „ . 1
Und beide hatten ihr achtzehntes Lebensjahr muh nicht vollendet. Cijsis Haar« waren gelockt. Ein wahrer Wirbel kleinster und zierlichster Lechen rollte von ihrem Nacken auswärts bis zum Scheitel — ein Siuber modischer Frijeurkunft. Auch Steffis Fingernägel verrieten — sk mären weder zu lang, noch zu grell — die gepflegte junge Dame.
Kleid, das sie trug, hatte eine persönliche Note. Dies alles soll Epn, daß Steffi nicht nur ein junges, ein sehr schönes, sondern auch «in keineswegs altmodisches Mädchen war, und dasür, daß sie zudem «ch über eine klare und praktische Lebensaustasiung versügte, sorgt« jsi Vater in dessen Baubüro sie als eine tüchtige Kraft geschätzt roijr.
Axel war groß und in so ziemlich allen Sportarten bewandert. Er er stets in bester Laune, lachte viel, und nur wenn er über feine »Mrer gebeugt dasah, hatte sein Gesicht jenen Ausdruck, der besagt«, di- zu dieser Stund« ein junger Mann gewissenhaft und ehrgeizig auf jeiie Zukunft bedacht war.
Steffi und Axel sahen sich zum erften Male auf einem Wohltätig« tHIsfeft mit anschließendem Tanzvergnügen, und schon der erste Blick, bei sie tauschten,' sagt« ihnen, daß sie sehr gern auch miteinander reden
Elle Lächeln In ihren Gesichtern zeigte, daß Ihre Herzen an diese» unber glaubten und bereit waren, es zu empfangen.
Verzaubert schien auck) die Welt ringsum. Es war ein Wintertag ohne Schnee; unter einem sternenklaren Himmel spannten sich hauchdünn«, matlfilbeme Dunstschleier von Baum zu Baum, ließen die vielen kahlen Zweige in einem tiefdunklen Schwarz und mit fast unwirklicher Schärfe sich abzeichnen.
Da blieben Steffi und Axel zum erstenmal stehen.
Steffi hatte ihr Gesicht erhoben, ihre Lippen leicht geöffnet
„Siehst du den Mond, Axel?"
Der IDlonb war ein« leuchtende Silberscheibe, und Axel wandte ihm, «in wenig bestürzt, jein Gesicht zu.
„Ja, der Mondi" saate er, und feine Wort« verrieten eine groß«, peinliche Verlegenheit. „Wir haben Vollmond, und so ein Vollmond ist etwas Schönes", bemüht« er sich fein wirkliches Empfinden zu überdecken.
Inzwischen hatten sie angefangen, wieder weiterzugehen. Da erkannte auch Steffi, daß es dumm gemefen war, den Mond anzustarren und auch noch von ihm zu reden, obwohl sie dabei an etwas ganz anderes gedacht hatte.
„Wie oft ist eigentlich Vollmond, Axel?" Durch diese sachlich«, klar gestellt« Frage versuchte Steffi, alles wieder gutzumachen.
„Das wissen Sie gar nicht, Steffi", meinte Axel mit gespielter Verwunderung. „Astronomie ist zusällig mein Steckenpferd. Passen Sie einmal auf! Der Mond ist ein um die Erd« kreisender Himmelskörper. Sein« mittler« Entfernung von der Erd« beträgt dreihundertvierund« achtzig Kilometer, sein Durchmesser dreitausendvierhundertfechsunbsiebzig Kilometer."
„Das wissen Sie alles auswendig?" (taunte Steffi Axels Stimme hatte sich gefestigt. „Ich kann Ihnen noch mehr über diesen Mond dort oben jagen", fuhr er fort. „Zum Beispiel, daß er keine Luftatmosphäre besitzt, so wie di« Erde, und dann, ja, daß er nicht einmal aus eigener Kraft leuchtet, sondern sich sein Licht von der Sonne borgen muß; ist das alles nicht seltsam, Steffi?" Steffi nickte. Sie waren etwas ruscher gegangen als zuvor, und inzwischen vor Steffis Haus angekommen.
„Aber wie ost Vollmond ist, haben Sie mir noch nicht gesagt?" fragte Steffi noch einmal zögernd.
„Diese synodische Umlaufzeit des Mondes, das heißt von Vollmond zu Vollmond, beträgt neunundzwanzig Tage, zwölf Stunden und ... Da stockte Axel. „Verdammt, jetzt weiß ich es nicht mehr, wie viel« Minuten? Liber Sie dürfen mir deshalb nicht böse sein, Steffi. Im übrigen steht alles über den Mond in jedem Lexikon. Schlagen Sie bitte die genaue Zahl der Minuten dort nach. Steffi, wollen Sie, ja?"
Steffi versprach es. Und sie verabschiedeten sich. Und dann schleppte Steffi den schweren Lexikonband „Kabale bis Mütze" an ihr Bett. MU lauter Stimme begann sie zu lesen: „Der Mond ist ein um die Erde kreisender Himmelskörper ..."
Große schwere Tränen rollten über ihre Wangen.
Noch einmal fing fie an: „... der Mond ... der Mond ...
Da zuckte es um ihren Mund.
. er hat mich nicht einmal geküßt."
Zu gleicher Zeit stand auch Axel über das Lexikon gebeugt, und auch er wußte, daß zwischen feiner und Steffis Siebe nun für immer der Mond stehen würde.
Der lebendige Wolf.
Don Eduard Neinacher.
Diese Leseprobe wurde dem neuesten Buche des kürzlich mit dem Johann-Peter-Hebel-Preis ausgezeichneten Dichters Eduard Neinacher entnommen, das unter dem Titel „D e r ft arte Beilstein. Eine schöne elsässische Lügengeschichte erschienen ist. (Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart«Berlin.) Mit dieser Geschichte hat Neinacher die beliebte literarische Gattung der Schwankerzählungen und Lügengeschichten um ein lustiges Stück bereichert.
Der alte Beckstein erfuhr in der Wirtschaft, was fein Sohn mit den zwei starken Männern angestellt hatte, und schalt ihn deswegen nicht Übel zusammen, als sie sich am andern Morgen beim Ausmisten im Stalle wiedersahen. Denn er sagte: „Wie hätte es dir ergehen können du Lecker, wenn die zwei nun stärker gewesen wären als du! Beckstein hängte den Kopf w,e es sich gehört, wenn man vorn Vater gescholten wird aber sn feinem struppigen Herzen hatte er doch keine Neue nicht. Im Gegenteil, der Kamm begann ihm so zu schwellen, daß er kein größeres Bedauern hatte als die allgemeine Aussterbung der Riesen, die es doch 'n vordenk, lieben Zeiten noch auf dem Nideck und sonst gegeben habe. Mit solchen zu balgen, meinte er, hätte doch die Mühe gelohnt. Und manchmal eiterte er aus die alte Pappel, welches der höchste Baum von ganz Utt- wecker war, und schaute im Lande umher, ob nicht ein Riese kommen wollte. Es zeigte sich aber nie einer. „ „ ,
Mt einmal! Es zeigte sich doch einer, wenn auch nicht mit Kops und Füsien. Dieser hieß auch nicht gortinbras, Heun ober Loge, er hatte einen ganz bescheidenen Namen, der da lautet: Hunger Dabei machte er sich aber in der ganzen Gegend, und besonders bei den Beilsteimschen, so breit, daß ihnen die Bäuche hohl zusammenschnurrten Wenn ihr wissen wollt, welcher Abstammung dieser Riese war: sein Vater hieß „Regen zur unrechten Zeit", und feine Mutter „Mißjahr . Und mit biefen bre en, SBater Mutter unb Sohn, vermochte auch Beckstein nicht Muhle zu spielen, und ob er Ringe ober Achten aus Eisenftangen bog, rührte fie nicht: des- wegen liehen sie weder Brotlaibe noch Rinken vom Himmel fallen. Es waren ganz unüberwindliche Riefen. ~
Dazu gab es noch einen grausam falten Winter. Run hatten sie zwar ftoU genug — bas wächst ja auch zum Glück nicht in einem Jahre —, aber von der Wärme kann ber Mensch nicht (eben, wie jeher weiß ber es schon einmal versucht hat. Als nun Beckstein eines Morgens bas fum«


