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Er ist ein großer und vielersahrener Mann, weit über meterlang, klagen und hossärtigen Gesichts, grün und silbern gewandet. Die großen Hauen Augen gehen sest und kühl durch die trüben Wirbel der Schmelz- msser wie durchs Unsichtige des schweren, nahrungsträchtigen Wassers ter Nordsee. Im Strom ist er zu Haus und im Meer. Er kennt die Herr- Weiten und Gefahren beider Wasserreiche. Er ist ohne Furcht und ohne lltbermut, und läßt die Tuge und Nächte, Gezeiten und Jahre in großer Striae die Flanken seines mächtigen Leibes hingleiten.
alles."
„Habe keine Zeit! Bis die lebendig wird! Oh!'
Der Lachs dreht bei und rudert langsam das Tal hinein. Als er gegen Abend wiederkommt, hockt die Anemone allein und behaglich aus dem Dach und ist sehr lebendig. Ihre Buntheit ist wieder da, und die seinen
Geräumig und sicher! Für viele Monate hat er das wieder standen.
Der Lachs versteht, daß es hübsch sein mag, in solcher dösen. Da kommt der Mann wieder halb heraus, zeigt panzer, schaut behaglich aus der Tür um sich, und legt
Wachsendes Licht.
Von Hedwig Forstreuter.
Licht wächst aus langer Nacht, Tropft von den Himmelswänden ein Feuer, angefacht von unsichtbaren Händen.
Da muß nach starrem Schweigen der Saft der Bäume steigen, er braust und zieht hinan.
O ungestümes Quellen in fiebernd dumpfen Wellen: Das Tor ist ausgetan!
Erfüllt der Jahreskreis! Schlafdorn hat uns gestochen, nun ward der Bann gebrochen, zerschmolzen rinnt das Eis. Tau rinnt von Haselzweigen verweht in schnellem Neigen, ein Hauch weht himmelan. Der Glanz verwehter Tropfen will an den Boden klopfen: Das Tor ist aufgetan!
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Oer Meerpilger und der Eremit.
Von Joses W e n t e r.
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„Nicht schlucken! Keine Freude! Dummkopf!" sagt der Lachs.
„Verstehst du nicht!" Behutsam und geduldig hält er die Freundin Dach gepreßt. Vielleicht kommt sie bald zu sich. Dann hockt sie von allein.
„Zu was brauchst du sie?" fragt der Lachs.
„Es ist so Brauch bei uns!"
„Ein netter Brauch!" höhnt der Lachs. .
Hst er!" sagt der Eremit. „Gib acht, wenn sie lebendig wird! Ihr» Würmer machen schönes klares Wasser vor meiner Tür. Ich rieche weithin
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„Du bist mir zu groß! Trau dich endlich!" Die Fühler und Zange tmfr Greisfüße recken sich, und weil sie nichts Verdächtiges gewahren, löst del Eremit seine Saugnäpfe im Gehaus und schlieft heraus. Oh, welche Witt«« rung! Einen Augenblick zuckt das Ruder des Lachses und die graue tf Augen funkeln auf. Aber die Zangen! Ruhig steht der große Fisch oo# dem großen Geharnischten und sieht den grauen, nackten Leib in das neue Haus sich verschliefen. Rücklings verschlieft er sich. Sogleich saugen die Näpfe sich fest. Dann zieht er sich ganz ins Haus hinein, jo daß die scharsen Kanten der Zangen über den Rand hinaus liegen. So ist's gutl
Klauen zurecht. So, jetzt kann das Leben weitergehen!
Aber dann fällt ihm etwas ein. Unruhig glotzt er umher, und die Fühler recken sich nach allen Richtungen. Vielleicht ist er hungrig? Keineswegs! Di« Fühler sind jetzt an das alte, verlassene Haus geraten und tasten das Dach ab. Der Lachs gewahrt eine jener schönen und tückischen Würmerblumen, die vergnügt auf dem Dach des verlassenen Krebsenhauses hockt. Sie hockt kopfunterwärts, und es sieht aus, als gucke sie zu» Tür hinein.
Ho, der Panzerterl futtert dieses brennende Bunte, denkt der Lachs, als die Fühler des Eremiten minutenlang auf der Anemone ruhen und wieder schmeichlerisch sie abtasten. Wahrscheinlich hat er einen Panzermagen, der Kerl! Dann merkt er nicht, was für ein tückisches Ding er da Muckt! Alt genug ist er ja! Der Lachs paßt scharf auf, wie es kommt.
Der Eremit rückt knapp vor das verlassene Haus. Dabei schmeichelt er unausgesetzt der Anemone, der solche Zärtlichkeit zu derb ist. Sie hat alle bunten Würmer eingesackt und hängt wie leblos über der Haustür« Wahrscheinlich erinnert jte sich, was jetzt kommt.
Dann reckt sich eine riesige Zange. Oh, natürlich! So mußte es ja kommen! Die andre saßt den Rand des Hauses, damit es nicht umfalle bei der Gewalttat. Langsam tastet die Zange den Fühlern- nach. Des Lachses Ruder zuckt, unmerklich nur zuckt es. Aber der Schreck ist ihm in den Leib gefahren, als die Zange sich auftat. So gewaltig hat er sich die nicht vorgestellt. Grausam funkeln die grauen Augen, wie diese riesigen Backen sich jetzt um die zusammengesackte Anemone schließen. Wäre die nicht so weich, man hörte das Zusammentlappen. Keineswegs hört man es. So sanft schließt der Panzermann seine schreckliche Waffe. Daun rüttelt er ein wenig. Als die Anemone, die keine Lust zu reifen hat, sich mit allen Kräften an das Hausdach klammert, da hat der alt« Einsiedler so viel Gedulo und biegt und roentetjrie sich Sträubende mit jo sanfter Gewalt, daß sie endlich, halbtot vor Schreck und Schwäche, allen Widerstand aufgibt. Sie schrumpft ein und ist ein Häuschen Elend und Gallert in der riesigen Schere.
„Das ist jetzt das vierte Haus, seit wir beieinander sind! Aber sie vergißt alles." — Der Eremit hält sie beinahe vor di« schwarzen Stielaugen, und der Lachs wartet, ob er sie zerreißen ober ganz in den Schlund stopfen wird.
„Sie brennt im Bauch!" sagt er. Er hat das bei (einer er|ien Meer- sahrt erlebt.
„Dann schluck sie nicht, Dummkopfl"
„Und du?"
Der Panzerkerl antwortet nicht. Er hat etwas anderes vor. Er reckt die Zange hoch aus, daß sie über den First des neuen Hauses hinaus- langt. Oh, er wird sie herumschleudern, die Bunte, denkt der Lachs. Aber so sanft holt man nicht aus, wenn man schleudern will, ist ihm. Der Eremit denkt nicht ans Schleudern. Keineswegs. Mit (einen Fühlern tastet er das Haus ab, und wie er den oberen Rand der Schneckenhöhle findet, setzt er die Anemone aufs Dach, so daß ihr weicher Fuß den Rand um- fasten kann. Aber diese weiche Anemone ist bewußtlos von dem harten Druck der Zange, obwohl der Panzermann, wie er meint, besonders freundlich angegriffen hat. Leblos und schlapp hängt sie über Zangen- und Dachrand und weiß nicht, was mit ihr geschehen ist; und daß der Fürsorgliche ihr wieder einmal eine neue und schöne Wohnung bereitet hat, kommt ihr nicht ins Gedächtnis. .
„Sie vergißt alles! Jetzt muß ich sie halten, bis mir der Arm lahm wird." — Es strengt ihn an. Er ist schlecht aufgelegt.
„Wann schluckst du sie denn?" fragt der Lachs.
„Dummkopf!" , „ _ . ,
Der Lachs weiß, daß es Leute gebt zum Schlucken, zum Spielen und solche, mit denen man Hochzeit hält. Darüber hinaus ist in feiner Seel« kein Wissen um die Lebendigen.
„Du schluckst sie nicht?" .
Fast zwanzigmal hat der stolze und herrische Rheinlachs seine lähr- liye Pilgerfahrt aus dem Vorderrhein getan, wo er ins Leben geschlüpft nur in der weißen kiesigen Nestmulde, die Mutter Lachs jeden Herbst an br nämlichen Stelle durch mehr als zwei Jahrzehnte dort zugerichtet
,[x Um die Widderwende ist der Lachs von seiner Stromfahrt wieder . L. im Meer gelangt, und die Aequinoktialstürm« donnern in die dämmrige Tiife hinab, in der er sich vergnügt, von den Mühsalen der monatelangen
9 Wngfahrt erholt und an den Köstlichkeiten des Meeres schadlos hält für . I bi( Hungerwochen im Strom. Denn es ist uraltes Gesetz seiner Sippe, ’™’j| «ui der großen Reife zu fasten. Di« Hochzeitsfahrt hält Leid und Seele [Wl grdannt.
W**! Seit Tagen kreuzt der Lachs um die Hänge eines riesigen schwarzen Asaltstockes, der aus der Finsternis aussteigt. Von den Riffen und Zacken Ws lieft er kleine Muscheln und fette Krabben, seine Leibspeisen, ab. Dabei erlebt er am Eingang eines schmalen Felsschrundes, der eine sanfte gtM Nulte bildet, die große Klugheit eines Panzermannes. Weil er satt ist, ,t eiu »«hält er vor dem Kerl und schaut ihm zu.
Tüiei' Der ist anfänglich mißtrauisch gegen den großen Fischmann, der vor ti Giöße fast Schatten wirst, und er verschließt sich, so gut es geht. Aber tton ist ihm, daß er doch auch recht gut gewachsen ist, und er reckt eine .Atoll röige Zange aus. Weil der Lachs ein wenig, ganz langsam freilich, und . J mebr aus Gewohnheit, rückwärts geht — oh, nicht einmal um Leibes- Zunj| lirge! —, faßt der Panzerkerl Mut und treibt fein unterbrochenes Ls, A chäft weiter.
L.,,' Er ist dabei, feine Wohnung zu wechseln. Sie ist ihm zu klein gewor- „ii beu. Ja wenn er ein so vollkommen gepanzerter Mann wäre wie die ffiraanbten mit ihren geharnischten Leibern und Schwänzen! Oh, dann ' ’■* siklich brauchte er keine Wohnung! Aber aus irgendeiner höhnischen ftrine ward er kaum halb gerüstet, und die größere Hälfte seines Leibes i|tfo weich und hat zum Unglück noch eine so nahrhafte Witterung, wie fle die Verwandten haben, wenn die jährlich ihre Panzer abrüsten. Die «schliefen sich dann in die finsteren Löcher. Das aber paßt dem Gremien, der ein vergnügtes Geben führt, keineswegs. Also schafft er sich «ne tragbare Wohnung an.
Wochenlang ist er über dem Halbdunkeln kiesigen Grund herumgezogen M hat Ausschau gehalten. Es muß ein besonders großes und schön thrf Iftrehtes Schneckenhaus (ein, wenn es ihm gefallen soll. Es muß leer - 'n W verlassen fein, denn eine rechtmäßige Besitzerin zu vertreiben, gelingt nie Das weiß der Einsiedler aus mancher Erfahrung.
Die Monate, bis er sich entschließt, aus dem alte Hause wegzuziehen, N> sehr ängstigend für ihn. Immer hofft er, es werde noch gehen. Aber eines Tages gewahrt er entsetzt, daß sein nackter Rücken weit zur Tur fytauslugt. Und da kreuzen auch gleich Räuber heran, die die Witterung «lockt. Es ist ein Glück, daß alle diese Kerle da herunten ihre Augen sich fast abgewöhnt Hohen. Und wenn man ihnen nicht gerate vor die fhvarzen Glotzer gerät, merken sie nichts. Aber wittern können sie sein, W das ist die Gefahr. ,
Als der Lachs heranrudert, hat ter Eremit nach tagelangem Suchen ein leeres Haus gefunden. Mit feiner großen Zange hat er es jetzt er- finden und stellt es so vor sich hin, daß er gleich hineinschlupfen kann. Seine langen Fühlhörner reckt er in den leeren schwarzen Schlund und pnift Tiefe und Höhe, und ob da nichts Heimliches sich versteckt. Natur- W Sandhüpfer und Flohkrebse wirbeln in Scharen heraus. Die hotten ihm gerate gefehlt! Aber dem Lachs gefallen sie. Mit weit geöffneter Söüe schluckt er fast die ganze flüchtende glashelle Herde. Das paßt dem SifNer. Dann schickt er die Fühler über die Außenwände. Kein Schwamm, km neidischer Mitsiedler! Ho, man kann es wagen!
„Fahr ob, Fischmann, pack dick!" glotzt er den Lochs an. ,Zch trau nicht! Keinesf alls trau ich dir ft
„Nein!"
„Hast du Freude mit ihr?"
Der Eremit glotzt schwarz auf den Lochs. Er ist sehr ärgerlich, daß er die Halbtote halten muß. Denn wenn er losläßt, sinkt sie zu Grund, weiß Gott auf welche Seite des Hauses. Er muß sie suchen, greifen, und das Kunststück geht von vorn an. „
„Freude? Das siehst du ja, Fischmann, was ich für Freude an


