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Auf ein schlummerndes Kind.
Von Friedrich Hebbel.
Wenn ich, o Kindlein, vor dir stehe, Wenn ich im Trauin dich lächeln sehe, Wenn du erglühst so wundervar. Da ahne ich mit süßem Grauen: Dürst' ick in deine Träume schauen, So wär' mir alles, alles klarl
Dir ist die Erde noch verschlossen, Du hast noch keine Lust genossen, Noch ist kein Glück, was du empfingst; Wie könntest du so süß denn träumen. Wenn du nicht noch in jenen Räumen, Woher du kämest, dich ergingst?
Wie es den vier Bremer Stadlmusikanten weiter erging.
Von Wilhelm Scharrelmann.
Was für tapfere Leute die vier Bremer Stadtmusikanten waren, und rite sie sich das Räuberhaus im Waide eroberten, weih alle Welt. Aber ur wenige wissen, wie es ihnen weiter ergangen ist. Denn als sie alles i^rzehrt hatten, was die Räuber zurückgetassen, der Esel keinen Halm fitroh mehr im Hause fand, der Hund den letzten Zipsel Wurst ^oer- fiplungen, die Katze unter den Mausen reinen Tisch gemacht und der jahn kein Körnchen mehr im Hause nachzusuchen brauchte, sah es mit d m guten Leben, das sie bis dahin geführt hatten, nicht gerade mehr fc. m Besten aus.
„Kommt", sagte der Esel da, „warum wollen wir hier am Hungertuch ragen, steht uns nicht die ganze Welt offen? Wenn es euch recht ist, rochen wir uns wieder auf den Weg noch Bremen. Ich bin gewiß, daß noan uns dort mit Ehren empfangen wird."
Der Vorschlag gefiel allen, und sie machten sich noch an demselben Tage auf den Weg.
Mittlerweile war es aber Winter geworden, und der Frost stand im Linde, hart und blank wie klirrendes Glas, so daß es weit und breit weder ttoas zu nagen und noch zu beißen gab und ihnen die Gedärme zu- irnnmenschnurrten, daß es sie im Bauche schmerzte. Zu allem Unglück filjrte ihr Weg sie gegen Abend auch noch ins Teufelsmoor, und da es b; rt in alter Zeit nicht ganz leicht war, sich zurechtzufinden, am wenigsten In Winter, geschah ihnen, was dort auch ebenso klugen Leuten schon passiert [i n soll, sie kamen vom Wege ab und verirrten sich darüber so gründlich, ddh sie schließlich nicht mehr aus noch ein wußten und selbst der Hund, als der kundigste von ihnen, seine Rase vergeblich in den Wind hielt. Sie bl: eben aber guten Mutes und trösteten sich im stillen damit, daß ihnen bin dem Glück, das sie bisher gehabt hatten, schon Hilfe kommen werde.
So fleißig sie aber auch danach ausschauten, begegnete ihnen angesichts dw herandämmernden Nacht weder Mensch noch Vieh. Da nun feine den oiiberen die Hoffnung schmälern wollte, doch noch zu einer Mahlzeit und (item warmen Lager zu kommen, verfielen sie darauf, sich zur gegenseitigen Aufmunterung ein wenig Musik zu machen. Also fing der Hund at zu jaulen, die Katze zu schreien und der Hahn aus Leibeskräften zu itifjen, als fei bereits der Morgen nahe, und auch der Esel versäumte nicht, bis seine zu tun, so daß es jedem, der das Konzert gehört hätte, durch Hurt und Bein gegangen wäre.
„Immerhin können wir hier nicht ganz weit mehr von Bremen fein", tu inte der Esel, als ihnen der scharfe Ostwind die Kehlen genügend gekühlt bitte und sie sich verschnaufen mußten, um nicht ganz außer Atem zu tmunen. „Mir ist nämlich so, als wäre ich hier vor Jahren schon einmal bird) die Gegend gekommen, und wenn mich meine Erinnerung nicht timscht, ist es kein anderer als der Worpsweder Berg, der da vor uns liigt."
Das war vernünftig gesprochen, tröstete aber die anderen nicht sehr, mfc es war zu verstehen, wenn der Hahn, schneeblind und ermattet, Etzlich einen Flügel sinken ließ, hinter den Gefährten zurückblieb und bwn zuries: „Geht in Gottes Namen weiter und kümmert euch nicht um nrf). Vielleicht finde ich einen Baum, um die Nacht darauf zu verbringen. Iber marschieren ist heute abend meine Sache nicht mehr."
Als gute Kameraden wollten ihn die anderen aber nicht im Stiche iiüen, so daß guter Rat zuerst teuer war.
„Komm, Rotkopf", rief der Esel zuletzt und bewies damit von neuem, ia=) er den anschlägigsten Kopf unter den vieren hatte, „spring auf meinen ti (fen, es wird mir nichts ausmachen, dich zu tragen."
Also marschierten sie statt auf vierzehn auf zwölf Beinen weiter mb tarnen besser damit voran als vorher.
Aber auch der Katze saß der Weg fühlbarer in den Beinen als darunter, mb sie dachte: „Warum zwölf Beine arbeiten lassen, wenn acht, dasselbe tjnffen?" sprang dem Hahne nach und begann sich gleichfalls auf des si-ls Rücken den Bauch zu wärmen.
Jetzt fehlt nur noch der Hund", dachte her Esel verdutzt, mochte aber litjt widersprechen und tröstete sich damit, daß er sich für die mühselige Linderung in Bremen schon entschädigen werde. „Die Bremer sind reiche !mte und lieben die Musik über alles", dachte er bei sich.
Mittlerweile war es immer finsterer geworden, und wenn der Schnee, «: der Ostwind bis dahin vor sich hergetrieben hatte, jetzt auch ihre Nasen ilqot mehr kitzelte, so war die Luft doch um nichts sichtiger geworden, und (lüft der Berg vor ihnen war in der Dunkelheit verschwunden, als hätte ir das Meer verschluckt.
Da wurde es selbst dem Hund mit dem Marschieren zu viel, und er i|te sich verzweifelt auf feine Hinterbacken. „Wohin führst du uns nur? les ist ja eine Gegend hier", jappte er und ließ die Zunge aus dem Maule äs.gen, „daß sich selbst Fuchs und Wolf gute Nacht sagen würden, wenn ff« [sich hier begegneten."
.„Wie?" schalt der Esel. „Jetzt noch zu verzagen, nun wir es so gut
wie geschasst haben? Wenn mich meine alten Augen nicht täuschen, steht dort drüben sogar ein Wegweiser! Da kann es uns doch Überhaupt nicht mehr sehlen. Denn wo Menschen zu gehen pflegen, wird für uns erst recht ein Weg (ein."
„Nun, was riechst du?" fragte er den Hund, der zu dem Wegweiser hinllbergelausen war und eben zurückkam.
„Zauder und Spuk", knurrte der Hund, „und das ist das Schlimmste was es für meine Nase gibt.“
„Unsinn!" tagte der Esel. „He, wohin führt der Weg da?" rief eg einer Eule zu, die über das Feld flog und sich soeben verwundert in der Nähe niederließ.
' „Zum Nobiskrug!" antwortete die Eule.
„Ist das ein Räuberhaus?" fragte der Esel und richtete seine DI)red auf. „Denn mit solchen Dingen pflegen wir fertig zu werden."
„Es ist der Krug, in dem die Abgeschiedenen ihre letzte Wegzehrung erhalten, ehe sie in die Ewigkeit hinauswandern", antwortete die Eule und flog davon.
„Siehst du, daß ich recht gehabt habe? Zauber und SpukI" sagte de» Hund und fchüttelie sich.
„Es scheint so", nickte der Esel etwas kleinlaut. „Aber wir brauchen ja dort nicht vorzusprechen. Jedenfalls können wir hier nicht stehenbleiben. Vorwärts! Der Weg geht jetzt aufwärts, wie ich merke, und aufwärts müssen wir, wenn wir den Berg hinter uns bringen wollen. Von dort aus ist es dann nur noch ein Katzensprung."
Und bergan ging es, aber Zauber und Spuk waren wohl doch dabei, denn je höher sie stiegen, um so besser kamen sie voran. Ja, es war, als wenn alle Müdigkeit aus ihren Gliedern verschwunden wäre. Selbst den Hunger spürten sie plötzlich nicht mehr. Hahn und Katze sprangen vom Rücke des Esels herab und marschierten mit neuer Kraft, der Hund hielt feinen Schwanz wieder wie in allen Tagen, und der Esel trabte wie ein Füllen. Dabei tauchte jetzt ein Licht nach dem anderen vor ihnen auf, als läge nun endlich die Stadt vor ihnen, und die Bremer hätten zur Feier ihres Empfanges alle Fenster in den Häusern illuminiert.
„I— a!" brüllte der Esel und sprang in feiner Freude mit allen vier Beinen zugleich in die Höhe. „Denn daß wir nun bald am Ziele sind, kann ja beinahe ein Blinder sehen!"
Nun, am Ziele waren sie auch, wenn auch in einem anderen Sinne als der Esel meinte. Zu beiden Seiten des Dammes, den sie gingen, blaute das Meer der Unendlichkeit, und vor ihnen lagen die schimmernden Höhen, die Zeit und Ewigkeit voneinander scheiden. ,
Traumhaft und in schimmerndem Licht kam der Silberkahn des Mondes gezogen.
„Seht ihr?" rief der Esel selig vor Glück. „Dort schwimmt bereits das erste Schiff, und ich will meinen Kopf darauf verwetten, daß es ein Bremer Segler ist! Nun ist es vorbei mit dem hungrigen Leben! Borbet für immer! Die Bremer sind vornehme Leute, sage ich euch, und wir wollen ihnen eine Musik machen, daß ihnen das Herz im Leibe lachen soll!"
„Hallo!" schrie er über die blaue Flut des Himmels dem Monde zu. „Ist das nicht die Stadt Bremen, die da vor uns liegt?"
„Nun, nun", klang es verwundert zurück. „Jedenfalls seid ihr hier in einem Lande, wo vier so mutige und getreue Gesellen wie ihr den rechten Platz finden werdet.“
Und darin behielt er recht. Denn der Esel steht heute noch zwischen den Fixsternen des Himmels, und wer in seine Sternkarte gucken will, wird ihn auch darin finden! Die Gelehrten streiten sich freilich noch darum, ob es der „nördliche“ oder „südliche“ Esel und ob es der „kleine“ oder „große“ Hund ist, der den Bremern aus ihrem Märchen entlaufen und an den Himmel geraten ist. Aber das ist ja zuletzt nicht weiter wichtig. Jedenfalls sind die vier braven Musikanten heute dort oben und können ihr Licht so über alle Welt hin erstrahlen lasten Denn auch Hahn und Katze blinzeln in Winternächten von dort auf die Erde herab. Ihre Namen sind allerdings in die Sternkarten noch nicht eingetragen Aber was macht das? Eines Tages wird man auch das noch nachholen. Man ist mitunter etwas langsam in solchen Dingen.
Deutsche Musiker der Gegenwart
Von Dr. (Ermin Stoll*.
Karl Höller.
Mit dem 1907 in Bamberg geborenen Karl Höller sind wir bei unserer jüngsten Musikergeneration angelangt. Auch sie ist in ihrer stilistischen Haltung keineswegs einheitlich. Natürlich haben sich alle unsere jungen Komponisten mit den gewaltigen kulturpolitischen Wandlungen auseinandersxtzen müssen, die uns das neue Deutschland bescherte, aber manche von ihnen suchen auf dem von Stravinski und Hindemith gebahnten Wege weiter zu kommen, andere erstreben eine möglichst enge Anknüpfung an den Barockstil und zu diesen beiden Gruppen kommen noch die aus der deutschen Jugendbewegung hervorgegangenen Musiker. Natürlich hat das Gemeinschastserlebnis für alle diese Söhne eines wieder geeinten Volkes eine neue Bedeutung bekommen. Ader Musik ist nun einmal eine Kunst, die auch der Einsamkeit bedarf, und so sucht mancher junge Schaffende abseits von der großen Straße seinen Weg. Zu ihnen gehört Karl Höller. Ein Kenner seiner Kunst sagte von ihm: „Er ist einer der rassigsten Vertreter unserer jungen Generation, aber er schreibt keine „Jugendmusik". Er kennt keine Bindungen an kaden- ziale Begriffe und Tonarten, aber er hat sich nie der „Zwölfton-Reihe" angegliedert. Er ist Süddeutscher, aber er schreibt keine Bauernmusik (wie sein Landsmann-Werner (Egt). (Er kommt von der Bamberger Domorgel und vom gregorianischen Choral, aber er musiziert nicht „katholisch". Er ist Romantiker ..."
Höller stammt aus einer Familie von fränkischen Organisten und Kantoren. Sein Vater saß an der Bamberger Domorgel und weihte seinen Sohn schon früh in die Geheimnisse seiner Kunst ein. Dieser
* Vgl. die Artikel in Nr. 86, 88, 94 des Jahrganges 1938.


