Ausgabe 
11.11.1938
 
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marL aina nicht anders, Angela, es sind wirklich sehr seltene und edle Gundel Man kann ihnen nicht solchen Mist umbinden. Angela, ich bin {ehr verrückt, schimpf mich doch, Angela!" , ...

Warum soll ich dich schimpfen, Christine, du kannst doch nicht ""^Da"nn muß ich sorgen, daß wir hier herouskommen! Ich habe |d)11 ®cnnbbu j?tz? noch'fluchen würdest, müßte man dich wirklich Sl)n- ^^hr"Ln7,eL N Ls, Sm"die H^d ihrer Freundin und suhr I fidi mit der fremden Hand über das Gesicht. . ...

Angela", sagte sie,glaube nur Gutes von mir! Ich muß mir jetzt "^Christin? hätte"viele Wege zu gehen. Merooen stellte ihr seinen Waoen zur Verfügung, einen schweren Acht-Zylinder-Wagen mit einem ausaezeickneten Fahrer. Sie fuhr vor den Geschäften vor bei denen sie damals hatte arbeiten lassen, als das Geld keinen Wert hatte. Sie verbandelte ruhig und sachlich mit den Geschäftsführern.

Sehen Sie ich will Ihnen hier für Ihren kleinen Empfangs,alon ein "Bild malen, es wird genau in den Raum paffen, ein Franlen- bildnis Sie können überall erzählen, es wäre von der Enkelin von Ruck- ?äsch glauben Sie mir, das macht sich gut. Heber den Preis brauchen mir gar nicht zu sprechen, ich weiß, wie das heute ist. Liefern S e 3Einern6' eleganten Schuhgeschäft versprach sie ein schönes Pastell­bild. Der Inhaber erklärte, darüber ließe sich reden, aber es' mufete bann natürlich das Schuhwerk, und was damit zu tun hatte, besonder

CHristine^ lächeite, sie lächelte jetzt immer: ..Selbstverständlich können mir das machen, es kommt gar nicht darauf an. Aber fünf Paar Schuhe b'as« iX duich 'm. |ie t««W« «ldir Stl.ib.r, «»»>,<.

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®er arm nach drüben kommt oder zumindest arm aussieht, Hai schon verloren. Ich will durchaus nicht verlieren!"

"Du «JA ett. 3m übrigen bitteich dich,

das" Therna nstcht Ihr zu berühren. Ich habe verschiedene Themata °^Es'w^°?°chcht "leicht, mit dieser neuen Christine fertig zu werden Sie^bedankte sich in einem sehr liebenswürdigen,f/^ °u Beveridge, sie s aber'S W schön" aber leider reiht

teUe5,1%te$^Seyw 7ach En?l°nd, nach Heresord Castle auf ^°CH°rift5e° malte dazwischen an den be^teUthe|npr®;lbnmin;5^Xe£ Sie bat Milotti oft, die Leinwand zu grundieren, damit es schneuer 9*n9ffis ist eine Fabrik von Kitschbildern, mein Lieber, aber wir.schrei­ben" tapferRucktasch" darauf. So gut ich Großvater kenne, wird oben ." sie wurde einen Augenblick ernst,zwischen seinen himm liicken Wolken lachen und mich verstehen."

Sie ließ zunächst die Möbel, die auf dem Speicher lagerten, alle einpacken; außerdem jedes Blatt und jedes Stück Leinwand, das ,e hie Hand des Großvaters berührt hatte ... woxia»h.

Die Kleider wurden fertig, die Schuhe waren geliefert. Wasche un Strümpfe verschwanden in den Koffern. Die Bilder waren' gemalt

Meröven traf sich mit ihr. Sie aßen zusammen in einem kleinen eOffLi?tineriieb1ebra?tam essen, und Merooen liebte es, ein gutes Mahl zusammenzüstellen. Sie hatte abgelehnt, ihn am Abend zu tr<^2(m Abend, Meroven, wenn man zusammen ist, und man ißt gute Dinge und man trinkt einen guten gelben Wem, und man trinkt viel leidit auch ein Glas Sekt, Merovenl dann beginnt man von seinen Träumen zu sprechen, und das soll man nicht, Meroven, wenn man drei ^'nd^^h grQU Christine, Sie sind doch noch so entsetzlich jung!

".Entsetzlich ja, jung nicht!" sagte Christine. -Ebenfalls mochte ich mich nicht am Abend mit Ihnen ohne meinen Mann treffen.

Wir werden uns ja bei der Uebersahrt genug aussprechen tonnen , sagte Meroven,auch des Abends."

' a (Schluß folgt.)

November. >

Bon Ruth Schaumann.

"Jetzt geht es mir wieder gar nicht gut. Man tauft keine Dilder 5 mehr hier in Deuifchland und ...

"Ach'wir^wölle^^uchören! Waren Sie einmal drüben in Amerika?" "3*n fast jedes Jahr einmal in Reuyork. Wir haben ,a nut ziemlicher Mühe unsere Werft wieder aufgebauh wir, haben uns spe­zialisiert es wird Sie nicht interessieren, Tankdampfer.

Christine blieb wieder stehen. Man sah schon den^Haupteingang vor dem die Freundin mit dem Auto wartete:Meinen «le, Herr Meroven,

«*» ",:n *»*%*«; er i(t eine merkwürdige Frau geworden. Sie hat tolle Augen, unerhört mei chl -h Augef hch ie! Man sollte sich in acht nehmen, so v.el hm- dnzusehenl Sie hat wunderschöne Beine, Und sie hat eme Stimme, d.e "7sKhm!Ä an, als ob Sie Maler wären und ich nicht Malerin", '°^°Jch"will"Jhnen sagen, Frau von Milotti ... Ist Ihr Mann übrigens ^^RAn! Vielleicht einmal ursprünglich. Sie waren Oesterreicher und bann Preußen. Ganz blond, ganz blauäugig. Aber was wollten Sie a8elIia man hat wenn man von Europa kommt, in Amerika wenig Chancen, obwohl sie dort augenblicklich in Gelb schwimmen, eie spre­chen englisch?"

"All'o°mit°fem^ämen Rucktasch können Sie natürlich drüben etwas anfänqcn es ist ein Weltname, und es hängen wohl über em Dutzend Bilder Ihres Herrn Großvaters drüben in den Galerien und m e n paar Palästen. Wenn Sie es richtig anfangen, konnten «>e Crfo g

hatte hier einmal eine kurze Zeit einen Gefellschaftsersolg und Cin^a9s°fönn?eU^Ren. ffien^nIs^nen recht wäre könnte ich Ihnen sogar etwas helfen, nämlich ich könnte Ihnen die Passao^e verbilligen und Ihnen drüben ein paar Empfehlungen geben. Haben Sie noch Lil- ber2ßir haben°noch dn Bild und eine ganze Anzahl von Zeichnungen.

"Möbel und ^ine "Palette.^ Christine wurde jetzt wirklich rot, als sie STlaÄ TÄgen. Angela rief schon,von weitem:Wo bleibst du, Christine? O mein Gott, sind das Tiere!

Christine reichte Meroven die Hand:Es ist Schicksal .sagte sie,.,ich nehme Ihre Hilfe an! Wollen Sie morgen zu uns herauskommen?

Christine^stelltf'vor. Meroven half die Hunde unterbringen, was nicht leicht war. Christin« kletterte mit den beiden hinten auf den Notsitz und fegte die Arme um die mächtigen Nacken.

Meroven sah dem Wagen nach. Die großen, merkwürdigen Hunde, köpfe und dazwischen ein blasses Frauengesicht mit großen Augen und ""TKslV?»»X"Ä'-m»ich»l' mll »«"»oydlLln Kurfürstendamm zu halten. Sie flieg aus und nahm die beiden Hunde mst in den Laden. Sie rief in der Ladentür zuruck:Hab keine Angst, 1"& 'XrmnÄnilir»urM. 61. N» >«« -unk.6«. Halsbänder, sie hatten prachtvolle Seinen, und Christine besah noch zwei

Durch der Tür beschlagene Scheiben Bettelt schon das Eichhorn bang, Bunter Vögel wirres Treiben Spricht von Hunger statt Gesang. Unser Knabe bringt drei Fische, Ehe Frost den See zerscherbt.

Doch dem Brot auf unferm Tische Ist ein Kreuzbild eingekerbt.

Und es hängt im Korngeslecht« Ihm ein gleiches an der Wand. Warum legst du deine Rechte Zagend mir zur linken Hand? Wohl: der Winter naht als Schweigen, Und im Schweigen kommt der Tod, Doch Vertraun bleibt unser Eigen Und ein Kreuz in unserm Brot.

Die Stadt.

Eine Parabel von Albrecht Schaefser.

Ein Geist ergriff und entführte mich in eine glänzende Stadt von der er mich wissen liefe, daß sie auf einem Stern soundsovielter Große im Bilde der Plejaden gelegen sei. Allda wanderten wir umher und ich begann ein Staunen, wie ich es nicht gekannt hatte, zu empfinden b um Anblick der nicht zu beschreibenden Erhabenheit jener Bauten, der Maze stüt jener Brücken, des ruhigen Pompes jener Tore der Aschwungenen Großartigkeit der Straßen und der ruhmvollen Weite gärtnerischer An- lagen..Hier sah ich Bildwerke aus mir unbekannten Sternen und Me­tallen von strahlender Farbigkeit und von einer Schone einem Ernst und einer Großherzigkeit ihres gemeißelten Lebens, daß der Atem mir '1 och'bin 'Andacht''1)er(unlen vor der Statue eines Jünglings ober

Geniusses. Der mir der Inbegriff des Göttlichen zu fein schien sah ich ein Menschenpaar kommen, dessen weibliche Gestalt die männliche wider ihren Willen herbeizuziehen schien; und widerwillig erhob der Mann seine Augen zu dem Marmorgott. Er fiel aber im Augenblick wie vom Blitz getroffen dem Weibe zu Füßen und vsef unter strömenden Tranen. Ich bin nicht würdig, zu sehen! Ich bin mcht würdig, zu leben! Kannst du Geliebte, das Leid vergeben, das ich über dich gebracht habe, o erlaube daß ich bereue, erlaube, daß ich mich bessere, nur entziehe mir deine Liebe nicht, und lafe uns noch einmal von vorn anfangen

Ihre Auaen voll glücklicher Tränen weideten dankbar emporgehoben in den stillen Zügen des Marmors, während ihre Hande den Knienden liebkosten. Ich konnte, während mein Führer mich zum Weitergehe veranlaßte, mich der Bemerkung nicht enchalten, daß dies diewunde - barste von allen Städten sei, in der die Bildwerke Jollen Emslufe auf die Seelen hätten, daß diese sich wandelten und zerknirschten

Wir gelangten indessen auf einen kleinen Platz von überaus woh tuenden Verhältnissen. Um eine Art Rednertribüne war eine Anzahl