Ausgabe 
25.10.1937
 
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Unterhaltungsbeilage zum Eichener Anzeiger

! ahrgang 1937 Montag, den 25. Oktober Nummer 85

Eugenik brandet

ROMAN von Honore de Balzac

12. Fortsetzung.

Und so wurde von Tag zu Tag durch seine Blicke, seine Worte das arme INdchen mehr sortgerissen, das sich entzückt der Strömung der Liebe über- [jji und nach ihrer Glückseligkeit griff, wie ein Schwimmer nach dem Zweig der Weide greift, um fich aus dem Fluß zu ziehen und fich am Ufer uszuruhen. Doch trübte fchon der Kummer über die herannahende Tren- ming die fröhlichen Stunden dieser flüchtigen Tage. Jeden Tag erinnerte |e irgendeine kleine Begebenheit an das herannahende Scheiden. So t urde drei Tage nach des Graffins' Abreise Charles von Grandet zum k ericht der ersten Instanz geführt, mit cher Feierlichkeit, die Kleinstädter sichen Handlungen beilegen, um dort einen Verzicht auf die Erbschaft s ines Vaters zu unterschreiben. Schrecklich dieses Ausschlagen der Erbschast, S war wie eine Art Abfall vom Hause. Dann ging er zum Notar Cruchot, um zwei Vollmachten ausstellen zu lassen, eine für des Graffins, die andere fit den Freund, der fein Mobiliar verkaufen sollte. Dann mußte er die nöti- ('n Formalitäten erfüllen, um einen Paß fürs Ausländ zu erhalten. Endlich, (3 die einfachen Trauerkleider ankamen, die er aus Paris bestellt hatte, L'B er einen Schneider von Saumur kommen und verkaufte ihm feine unnötige Garderobe. Diese Handlung gefiel dem alten Grandet aus- uhmend gut.

Ja, du bist der rechte Mann, der sich einschiffen und fein Glück machen Hill", sagte er zu ihm, als er ihn in einem Ueberrock von grobem schwarzem buch sah.Gut, sehr gut."

Ich bitte Sie, zu glauben", antwortete ihm Charles,daß ich mich schr wohl meiner Lage anzupassen weiß." , ,, ,,

Was ist denn das da?" sagte der Alte unb seine Augen wurden lebhaft bim Anblick einer Handvoll Gold, das Charles ihm zeigte.

Ich habe meine Knöpfe und meine Ringe, alle die Ueberflüssigkeiten, li e ich besitze unb bie einen Wert haben könnten, znsammengefncht; aber In ich niemanben in Saumur kenne, wollte ich Sie heute früh bitten, ur..."

Dies abzukaufen?" unterbrach ihn ©raubet.

Nein, Onkel, mir einen ehrlichen Mann zu nennen, ber . . .

Gib es mir, Nesse, ich werbe es oben für bich abschätzen unb dir dann uf ein Centime genau sagen, was es wert ist. Schmuck-Gold , sagte er unb sah sich eine lange Kette genau an,achtzehn- bis neunzehnkaratig.

Der Alte streckte seine breite Hand aus und trug den Haufen Gold weg. Liebe Cousine", sagte Charles,erlauben Sie mir, Ihnen diese be den . i uöpse zu schenken, mit denen Sie Bänder um Ihre Handgelenke befestigen i mögen. Ein derartiges Armband ist augenblicklich sehr modern.

Ich nehme sie ohne zu zögern an, lieber Vetter , sagte sie unb a f ii in einen Blick des Einverständnisses zu.

,Siebe Tante, das hier ist der Fingerhut meinet Mutter, ich habe ihn I tgfältig in meinem Reisenecessaire aufgehoben , sagte Charles und Verreichte Fran Grandet einen hübschen goldenen Fingerhut, den m Ich feit zehn Jahren wünschte. v. , ,,

Ich kann Ihnen nicht genug danken, hebet Neffe , f g Sutter, deren Singen sich mit Tränen füllten.Abends und morgens herbe ich bei meinen Gebeten als inständigstes von allen für S . . lt Reifenden sprechen. Wenn ich sterbe, soll Eugeme Ihnen das Kleinod -ufbewahren.eu ,eunundachtzig Franken fünfundsiebzig Centimes

hert, Nesse", sagte Grandet in der Tür.Aber nm d.t d.e SNühe za iparen, V' zu verkaufen, will ich es dir in Geld auszahlen. . . m Livres.

, Der Ausdruckin Livres" bezeichnet im Küstenstrich d" L°.re, daß dw | ^echs-Franken-Taler für sechs Franken angenommen werden müsi n, _Ichäwagte nicht, Ihnen diesen Vorschlag ö» machen , vu'wettete Harles,aber es widerstrebte mir, meine Schmucksachen m der L-tam, >u> cie wohnen, zu verschachern. Man soll seinef fchuiubw 7 > @e,

iMuuie waschen, sagte Napoleon. Ich danke Ihnen dahc f 3

'©raubet kratzte sich Hinterm Ohr, unb es entstand eine kleine Pause.

Mein lieber Onkel", fuhr Charles fort und (al) ita i"5?unbmcTne trenn er fürchtete fein siartaesühl zu verletzen,meine Cousine uno m We ware7so 'ftem,dlÄ ein kleines Andenken von rn.r nicht zurück- r weisen. Würden Sie die Güte haben, Manlchettenknopfe von rn a^z^ t hmen, die für mich überflüssig geworden sind, sie sollen Ci

armen Jungen erinnern, der fern von Ihnen, sicherlich an die denken wird, die von setzt ab seine ganze Familie sind."

Aber, aber, mein Junge, solltest dich nicht so berauben . . . Was hast du bekommen, liebe Fran", sagte er und wandte fich gierig zu ihr.Ah, einen goldenen Fingerhut, und du, Töchterchen? Sieb an, Diamantagraffen. Gut, ich nehme deine Knöpfe an, mein Junge", fuhr et fort und drückte Charles die Hand.Aber du mußt mir erlauben, dir deine .. . ja . .. liebet* fahrt nach Indien zu bezahlen. Ja, ich ivill dir die Uebersahrt bezahlen. Um so mehr, siehst du, mein Junge, als ich beim Abschätzen deines Schmuck» nur das rohe Gold gerechnet habe, vielleicht kann man noch etwas für bie Arbeit bekommen. Also, wie ich gesagt habe. Ich werbe bir sünszehnhunbert Franken geben ... in Livres; Cruchot muß sie mir leihen, beim hier habe ich nicht einen roten Heller, wenigstens nicht, so lange Perrotet, ber mit bet Pacht im Rückstanb ist, sie mit nicht zahlt. Ach ja, ich werbe mal nach ihm sehen gehn."

Er nahm seinen Hut, zog bie Hanbschuhe an und ging fort.

Sie reifen wirklich?" sagte Gugenie und warf ihm einen von Traurigkeit und Bewunderung gemischten Blick zu.

Es muß sein", sagte et und senkte den Kopf.

Seit einigen Tagen waren Haltung, Benehmen und Sprache von Charles zwar die eines im tiefsten bekümmerten Menschen, der aber, da er ungeheure Verpflichtungen auf fich ruhen fühlt, neuen Mut aus feinem Unglück schöpft. Er seufzte nicht mehr, et wat Man» geworden. Und Eugeniens gute Meinung vom Charakter ihres Vetters erreichte ihren Höhepunkt, als sie ihn in seinen schwarzen Tranerkleidetn aus grobem Tuch herab* kommen sah, die ganz z>i seinem bleichen Gesicht und seiner düstern Haltung stimmten. An diesem Tag hatten auch die beiden Frauen Trauer angelegt und mit Charles einem Requiem beigewohnt, das in bet Pfarrkirche für die Seele des entschlafenen Guillaume Grandet zelebriert wurde.

Beim zweiten Frühstück bekam Charles Briese ans Paris und las sie:

Wie steht's, Vetter, sind Sie mit Ihren Geschäften zufrieden?" sagte Eugenie mit leitet Stimme.

Stelle doch niemals solche Fragen, Kind", bemerkte Grandet.Teufel auch, ich spreche mit dir nicht von meinen Geschäften. Warum steckst du die Nase in die deines Vetters? Laß doch den Jungen in Ruh."

Oh, ich habe keine Geheimnisse", sagte Charles.

Ta, ta, ta, ta, Neffe, du weißt, daß man im Geschäftsleben seine Zunge im Zaum halten muß."

Als die beiden Liebenden allein im Garten waten, sagte Charles zu Eugenie, indem er sie auf die eite Bank zog, wo sie sich unter den Nuß* bäum setzten. , , , ,

Ich hatte mit Recht eine gute Meinung von Alphonse, er hat sich fabel* haft bewährt. Er hat meine Geschäfte mit Klugheit unb Rechtlichkeit ge­führt. Ich habe keine Schulben mehr in Paris, alle meine Möbel sind vorteilhaft verkauft worben, unb er teilt mit mit, baß er für breitaufend Franken, bie übriggeblieben waren, auf ben Rat eines Seekapitäns eine Warenlabung für mich gekauft hat, bie ans europäischen Raritäten besteht, mit denen man in Indien einen großen Verdienst erzielen kann. Er hat meine Frachtgüter nach Nantes gesandt, wo ein Schiff mit Ladung für Java liegt. In fünf Tagen, Eugenie, müssen wir uns Lebewohl sagen, für immer vielleicht, mindestens für lange Zeit. Meine Ladung und zehn- tausend Franken, die mir zwei Freunde schicken, wird ein seht kleiner Anfang fein. Ich kann vor mehreren Jahren nicht an meine Rückkehr denken. Meine liebe Cousine, machen Sie Ihr Leben nicht von meinem abhängig, ich kann umkommen, vielleicht bietet fich Ihnen eine reiche Heirat . .

Haben Sie mich lieb?" sagte sie.

O ja, sehr", antwortete er mit einer Aufrichtigkeit im Ton, bie gleiche Aufrichtigkeit im Gefühl erkennen ließ.

Ich werbe warten, Charles. Gott, mein Vater ist an (einem Fenster", sagt'?sie und stieß ihren Vetter zurück, bet fich genähert hatte, um sie zu

Sie flüchtete in ben HauSemgang, wohin ihr Charles folgte; als sie ihn fah, wich fie bis zum Fuß ber Treppe zurück unb öffnete die Klapptüt, bann, ohne recht zu wisfen, wohin fie ging, kam Eugenie bis zur Kammer von Nanon, ber buntelften Stelle bes Ganges, ba ergriff Charles, der ihr nachging, ihre Hand, drückte fie an fein Herz, faßte Eugenie um die Taille unb zog sie sanft an fich. Sie loiberftanb nicht länger, sie empfing unb gab ben reinsten, zartesten, aber auch ben ewig sie binbenben Kuß.

Liebe Eugenie, ein Vetter ist besser als ein Bruder, er kann dich heiraten. 9?anon unb öffnete die Tür ihrer Kammer.

Die beiden Liebenden flohen erschreckt in ben Saal, wo Eugenie ihre Arbeit roieber aufnahm unb Charles bie Gebete ber Jungfrau im Gebetbuch von Frau Granbet zu lesen anfing.

Ra", sagte Nanon,wir sagen ja alle mal unsere Gebete.

Seitdem Charles seine Abreise angekündigt hatte, war Grandet eifrig bemüht, ihn glauben zu machen, daß er großes Jnteresfe für ihn hätte; et zeigte sich freigebig in allem, was ihn nichts kostete, wollte ihm einen