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Nummer 42
Freitag, den 5. Juni
Jahrgang 1956
GiehenerZamilieMMer
Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
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Das Jahr des Herrn
Roman von Karl Heinrich Waggerl
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)t, einen solchen Kramladen zu führen. In dem muß doch ein gewisser Sinn und eine strenge mtz gleichsam alle Bedürfnisse der Menschen nach und Beschaffenheit im Kopfe haben. Zudem sind sie wünschen eine ganz bestimmte Sorte Tuch sr diese, im nächsten Jahr jene, und die andere lcht mehr. Jeden Drahtstift drehen sie hin und nit geriffelten Köpfen? fragen sie. Nicht als ob en, aber die letzten waren geriffelt, die Bauern lmstände an glatte gewöhnen. Und keinem ist es Da kommt einer und verlangt eine Lampe, die n, Excelsior heißt sie. Er ist tief beleidigt, weil ,ipe hat. Jeder Hausierer führt sie, behauptet der wenn sich Agathe nun schleunigst eine Kiste voll in zehn Jahren noch liegen!
trÄem^ein buchen flAMM«, |fc jollte weniger verlöten un tot”äitma ha?'so trübe Augen, oft bleibt sie plötzlich stehen und schaut lanae vor sich hin ins Leere, und was noch schlimmer ist, ste halt sich nicht mehr sauber. Einen ganzen Tag laust sie mit sättigen Strümpfen umher, mit einer schiefgeknöpsten Schürze. Das alles will der Kramerm
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machst dir so viele Mühe, sagt sie einmal, laß es lieber. Es hat keinen Pinn aus mir wird ja doch nichts mehr.
Ach, die Krämerin muß zuzeiten ihre ganze Geduld zusammennehmen. Oft hat sie schon etwas Deutliches auf der Zunge, und vielleicht wäre so ein Wort heilsamer für Monika als alle Geduld. Aber Agathe
Dasiir ^macht^sie dem Pfarrer einen Besuch, ja, sie, das verlorene Schaf. Seit Jahren kommt sie nicht mehr zur Beichte und lebt, wie sie »c ’(ethft für out hält, nun aber sitzt sie plötzlich m der Stube des
Las i|t ja Vie ürunst, diese weitläusige und vielfältige Sammlung von Dingen so einzurichten, daß sie sich in Wochen und Monaten allmählich verkrümelt und erneuert. Dieses Bündel Teesiebe, und hier diese Schachtel mit tausend Perlmutterknöpfen, wer im ganzen Dorf braucht denn jemals so eine Unmenge von Sieben und Knöpfen? Und dennoch finden alle ihren Käufer, Agathe weiß es beinahe auf Die Stunde zu sagen, wann sie ihre Teesiebe los sein wird.
Es wäre wunderbar, denkt David, wenn er sich nun mächtig ins 9euq legte und alles im Laden verkaufte! Dann käme die Krämerin heim und fände nur leere Regale und schlüge die Hände über dem Kops zusammen. O Gott, würde sie sagen, hat also doch jemand emge- brochen? Aber David lächelte nur und zöge einen riesigen Sack unter dem Ladentisch hervor, der wäre bis an den Rand mit Geld gefüllt, mit lauter blanken Silberstücken...
Es kommt ja auch schon jemand, der Vorstand.
Holla sagt er, ist der Krämer wieder aufgestanden? Er will eine Rolle Kautabak, — bitte sehr! Unb ba „ .
noch ein Paket Malzkaffee, sagt er, die geringere Sorte. .
Gut, aber David kann leider keinen Malzkafsee finde ein Stück Kernseife sein? Die wäre zur Hand.
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bem Üabentisch unb mustert seine Reichtümer, bie Wurste unb Speckseiten neben Laternen und Kalberstricken und Mistgabeln an der Decke. Die Gläser mit Zuckerwaren, die Regale voll von Töpfen und Geschirr, die unzähligen Laden und Fächer, Schachteln und Dosen. So ungefähr muh es in Gottes Werkstatt ausgesehen haben, als er die frischgefchaffene Welt einrichtete. Es ist alles da, was es an Gütern und Genüssen auf ber Erbe gibt. Willst bu einen Rosenkranz, — hier ist ein Bunb Rosenkränze in allen erbenklichen Sorten. Willst bu etwas Irdischeres, eine
-S1 - nanssA TSeifpiel, auch die kannst du haben, Peitschen- mctaQy t, Blumensamen und Filzpantoffeln.
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""Ach freilich, weil David den Punkt vergessen hat! Mit einem Punkt dazwischen ist alles in Ordnung.
Bei anderen Kunden ist der Handel weniger leicht zu schlichten als beim Vorstand. Es erscheint die kleine Franziska von den Weberleuten Bis zur Rase ist sie in ein großes Wolltuch geknotet ein grauer Knäuel der auf dünnen Filzbeinen läuft. Franziska bohrt die Hand durch ihre Hüllen und läßt zwölf Groschen aus der geballten Faust auf den Laden- t'^Wäs'willst du denn haben? fragt David.
Kannst^du"nicht reden? Sag doch, was du heimbringen sollst!
Finsteres Schweigen. Franziska zieht die Hand wieder in ihr Ge- ^"Da??u^wUd ^Ewigkeit nichts, man muß die Sache von einer andern Seite her anpacken. Wenn David der Reihe nach auf alle Dinge zeigt, die es im Laden gibt, dann wird sich ja schließlich das Richtige ^"^Jst es also eine Erbswurst? Eine von diesen Kuhketten?
Vielleicht ein Paar Schuhriemen? Oder dieser Topf Marmelade?
Auch nicht. Franziska folgt dem Finger Davids mit den Augen, aber sie bleibt stumm.
hNen'den'Laden unb bie Mutter, verstehst bu, bie vor allem!
Was? sagt Davib aufgeregt, verreisen willst bu? Wohin benn, bleibst bU 5Rur6 über' ben Sonntag, ich besuche jemanb. Du kannst in meiner Kammer schlafen, bamit'bu alles horst, unb abends legst^du den, Ba ken vor, und wenn vielleicht jemand embrechen will, ja, dann weiß ich nicht, was du tun sollst, am besten ist, du beüft. . ,
Wen besuchst du denn? fragt David dazwischen. Den Schleifer.
Ja, den Scherenschleifer, du Dummkopf. Den beirate td) bann
Auch Monika erfährt nichts Genaueres, bie Krämerin macht eben einen Besuch, was ist baran so merFrourbig? Sie war ja schon immer so rasch unb unberechenbar in ihren Entschlüssen. Ich will einmal anbere Luft riechen, sagt sie, ihr langweilt ^mich, weiter nichts.
Unb in ber Morgenfrühe reift sie wirklich °b. Seltsam steht bie Krämerin aus, nicht schlank und behend wie sonst, sondern eher wie eine dicke Zwiebel in der sechsfachen Hülle der Decken und Tücher und mtt dem Gekräusel von Federn auf ihrem Hut. Sogar der, Gaul wendet den Kopf und betrachtet sie verwundert, aber dann spurt er am ersten Zügelruck, daß es doch die Krämerin ist. in ftal.s unb
Gegen Abend übernimmt David die Schlusselgew snfnrrjnecbt Laden Vieles war er schon in seinem Leben, Glöckner und P^knecht Einsiedler unb Klaubaus, aber Krämer war er noch nie. Er steht hinter


