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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
ahrgang M5 Zreitag, den 3(. Mai Nummer 42
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ROMAN VON FRIEDRICH EISENLOHR
Copyright 1933 by August Scherl G m. b. H Berlin
(Forgetzung.)
„Allerdings!"
„Also, was ist mit dem Geld?"
„Wieviel brauchen Sie?"
„Sagen wir: fünfzigtausend."
Der Agent erschrak. „Das wird nicht gehen, Thiele. Ist auch wohl «cwaltig übertrieben. Zehn Mille könnte ich Ihnen zur Not verschaffen, ltber fünfzig? Ausgeschlossen!"
„Dann also zehn. Wann kann ich sie haben?"
„Das wird nicht so schnell gehen, wie Sie glauben. In acht bis zehn lagen. Aber ich warne Sie! Es wird Sie teuer zu stehen kommen, heutzutage. Zinsen und noch allerhand andere Spesen."
„Wenn schon! Also Sie machen das für mich — ich kann mich daraus rerlassen?"
„Wenn es fein muß ..." c
„Es muß! — Morgen, Henschke!" Er reichte dem Agenten die Hand «nd wurde von ihm bis zur Treppe begleitet.
,Aus Wiedersehen, Thiele — und machen Sie keine Dummhetten! tonnte Henschke sich nicht enthalten, beim Abschied hinzuzufügen
Thiele lachte ihn aus und ging zu seinem Wagen. Professor Bernau vohnte am Reichskanzlerplatz, und zwar in einem Atelier mit Nebeu- täumen — einer Wohnung, die durch ihre Weitläufigkeit, ihren eigen« willigen, aber geschlossenen Stil der Jnneneinrichtuiig und ihren Dach- «arten, von dem man halb Berlin überblicken konnte, berühmt war. Da tr selbst als leitender Architekt diesen Häuserkomplex vor einigen Jahren gebaut hatte, war die Wohnung schon im Entwurs nach seinen persönlichen Wünschen angelegt und entsprechend möbliert worden. Seine Buro- täume befanden sich im Parterre des gleichen Hauses, durch einen Fahrtuhl mit der Privatwohnung verbunden. , £ , . . ,,
Als Ludwig das Büro des Architekten betrat, fiel ihm sofort der hellblonde Schopf Inge Grafs in die Augen, die, über ein niederes stählernes Tischchen gebeugt, eifrig eine Schreibmaschine bearbeitete. Rechts unb Links von ihr waren zwei junge Leute mit der Ausführung von Bauplänen mit Zirkel und Reißschienen hinter beweglichen Zeichenplatten beschäftigt.
Inge sprang auf und kam ihm entgegen.
, Sie Herr Thiele...!" jagte sie etwas verwirrt. „Herr Professor Bernau ist oben. Ich glaube, er hat eine Konferenz. Ich werde Sie f .Tun Sie das, mein Kind! Diese Konferenz wird nicht so wichtig lein'. Wir werden gleich sehen! Es wäre nett von Ihnen, wenn Sie mir den Fahrstuhl öffnen wollten."
, Einen Augenblick, bitte!" fügte Inge eifrig und hob den Hörer ihres Telephons ab. Die beiden jungen Leute waren aufmerksam geworden und -pichten hinter ihren Reißbrettern hervor nach dem Sd)au(pie er.non !>etn in allen Zeitungen die Rede war. Thiele nickte ihnen leutse.ig zu unb trat neben Inge, die sich mit Bernau verband. , . ..
„Geben Sie her!" befahl er, nachdem sich der Architekt o-meldet hatte, unb nahm ihr den Hörer aus der Hand: „Hallo, Bernau Du solltest doch m mir herauskommen ... Keine Ausreden! Du hast es nur versprochen Da es sehr eilig ist, hole ich dich ab... Das kleine reizende Fraule,n,h^r leigte etwas von einer Konferenz .? Jetzt "'n halb drei Uhr^... Er l'ärie einen Augenblick auf die Antwort und lachte dröhnend. „Schon ... lehr schön. Allo du kommst gleich herunter und fährst mit mir hinauf Ich habe auch noch etwas anderes mit dir zu besprechen. Ich warte ljicr "
Er legte den Hörer auf die Gabel und sagte zu Inge noch immer lachend: Die Konferenz oben ist abgebrochen, und man btt e Sie, M ebenfalls fertigzumachen, um den Herrn Professor zu begleiten. Wir Wen nach Nikolassee. Heute aber dienstlich, mein Kind!
Oie beiden jungen Leute lächelten verständnisvoll hinter ihren Pulten. Inge errötete unter den Blicken Thieles und eilte hinaus. Th.ele ging iummend im Büro auf und ab. ___. _..
Gleich darauf kam Professor Bernau durch die Zve'te Tur herein. Er reichte Thiele die Hand und sah sich nach femei f^reMnn um..
„Sie macht sich gerade fertig. Denn sie kommt selbstoerstandlm; mit. Da du das am Telephon vergessen hast. hab' id) es fo an^bn®‘r y .
„Du bist wohl der Ansicht, hier sei nichts zu tun? "ersuchte der Lrchi i rett zu widersprechen. „Nachdem sogar deine .Konferenz abgesagt ist...!
„Du scheinst ja glänzender Laune zu sein!" lenkte Bernau rasch ab und wies mit den Augen auf die beiden Angestellten.
„Ich habe auch allen Grund dazu. Sieh her!" Thiele zog den Vertrag mit Grolrnan aus der Tasche und reichte ihn dem Architekten. Bernau überlas ihn und stieß auf die vollzogenen Unterschriften.
„Gratuliere!" rief er. „Das ist ja schneller gegangen, als man erwarten konnte!"
„Ebenso schnell muß es jetzt mit dem Haus gehen. Verstehst du? Darum komm' ich her."
„Also los!" sagte Bernau. Inge stand in Hut und Mantel an der Tür und folgte ihnen, als sie zum Wagen gingen.
„Sie sollen es trotzdem wissen!" sagte Thiele zu Inge beim Einsteigen und blinzelte schadenfroh. „Er hatte gar keine Konferenz. Aber er ist in dem Alter, in dem man um diese Tageszeit etwas Ruhe braucht. Nur ein Viertelstündchen ober so. Vorläufig bringt er es noch nicht fertig, Ihnen das einzugestehen!"
„Du bist ein notorischer Schurke!" sauchte Bernau aus dem Fond des Wagens.
„Keine falschen Töne! Uederlaß die lieber uns Komödianten! lachte Thiele und setzte sich ans Steuer. —
Sie fuhren in Nikolassee zuerst zum Waldwinkel, um Elisabeth abzuholen. Sie schrie auf, als Thiele ihr den Vertrag zeigte. Aber er ließ ihr keine Zeit, ihrer Freude Ausdruck zu geben, sondern führte sie fast mit Gewalt zum Wagen, in dem Bernau und Inge Gras sitzengeblieben waren. r , ,. ,,
Jetzt hatten sie nur noch einige Minuten zu fahren, bis sie vor dem Haus angelangt waren, das Thiele ausgesucht hatte. Er kannte den Besitzer, einen alten Herrn von fünfundsechzig Jahren, früheren Ingenieur ber Allgemeinen Elektrizitätswerke, ber sich nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst hier zur Ruhe gesetzt hatte. Da er in der gegenwärtigen wirt- schastlichen Krise einen guten Teil [eines Vermögens wieder eingebüßt hatte, suchte er vergeblich nach einem Käufer für seinen schönen Besitz, der bis zum See hinunterreichte unb dort sogar einen besonders guten Strandplatz mit Bootshaus unb Anlegesteg umschloß.
Thiele hatte schon vor längerer Zeit mit ihm verhandelt, war aber nie über unverbindliche Abmachungen hinausgekommen, da ihm immer wieder das Geld, auch zur kleinsten Anzahlung, fehlte.
Heute aber wurde er sehr bald mit ihm einig. Der Preis für Grundstück und chaus war spottbillig, wie Bernau Elisabeth zuraunte, nachdem der alte Herr ihn zögernd genannt hatte. Thiele jagte sofort zu und vereinbarte mit Bernaus Hilfe alle notwendigen Einzelheiten über den notariellen Kaufvertrag.
Dann machten sie einen Ruudgang durch das ganze Haus, und Thiele gab dem Architekten seine Anweisungen: Diese Wand hier im Erdgeschoß mußte niedergelegt werden. Eine Halle sollte hier entstehen, mit schönen alten Bildern und monumentalen Möbeln geschmückt: mit breiten Flügeltüren und Stufen hinab zur Allee, die in gerader Linie bis zum See geführt werden sollte. Ein Speisesaal sollte es werden, wie in einer alten Burg. Hierher ins Arbeitszimmer den Renaissancetisch, der als Schreibtisch dienen sollte, und dorthin an die ganze Längswand dis zur halben Höhe die verzehnfachte Bibliothekl Dort jenes kleines Zimmer nach der Seite mit Ausblick in den Garten würde Elisabeths privates Reich werden .. Oben die Schlafzimmer, außen miteinander verbunden durch eine breite Veranda unb innen durch ein ganz in weißem Marmor gehaltenes Bad Unb hier das sonnigste Zimmer im ganzen Haus, nach Süden g-stegen, würde das Reich des Prinzen werden, mit einer angrenzenden kleinen Stube, in der später die Wärterin Unterkunft finden konnte. Es war reichlich Platz vorhanden im Haus, auch noch für Billy und die Dienstboten, Chauffeur, Köchin und Gärtner... .
Doch bas Wichtigste tarn erst zur Sprache, als sie alle bet dem alten fietrn der von der Aussicht auf diesen Verkauf wie verjüngt schien, beim Kaffee saßen: Alle Wünsche Thieles sollten in wenigen Wochen erfüllt sein Denn am ersten April mußte er nach Hollywood. Bis dahin mußte alles in Ordnung fein, damit er selbst noch Elisabeth in das neue Haus führen könnte Professor Bernau lachte zuerst, wie über einen gewagten Scherz mußte aber bald erkennen, daß es Thieles vollkommener Ernst war Trotz Elisabeths vorsichtigem Einspruch bot Thiele dem allen Herrn noch eine Abfindungssumme für den Fall, daß er so bald wie möglich ausziehen und in die Stabt übersiedeln würde. Er verpflichtete sich, ihm sogar eine hübsche kleine billige Wohnung zu besorgen — ganz, wie er es wünschte. Als er die Einwilligung erhalten hatte, verabschiedete sich Thiele, um drüben in (einem Waldwinkel noch vor dem Abend den Archi- teften gefügig zu machen. . .
Du siehst die ganze Sache ist nicht fo schwierig und langwierig, wie du sie hinftellst. Man muß nur wollen! Und ich will nun mal! Alles übrige ist mit Geld abzumachen. Also brauche ich zunächst Geld und Kredit. Das Nötigste habe ich mir schon besorgt. Das übrige mußt du mir verschaffen, Bernau!"


