Ausgabe 
30.8.1935
 
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Nummer 59

Zreitag, den 2. August

Jahrgang 1955

Seine Kraft

< « bewußt wurde, wenn es dem Starken wie bem Schwachen gleicherweise

Neitall sollte. von äußeren Dingen betört. Händel empfand niemals

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itiÄ eine Oper,kompomerien, Äderen

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k^ege war gelegt unb zweiten Spielzeit, als Handel

auf einem ßanbgut Burlingtons von ben Anstrengungen bes ftd) noch auf (rntpn b:e ;n Dresben freigeroorbenen berühmten

.Bimnuiten Menlck-nmenj,°n an M Kon^c^uchan

^"^°ch wünsche Ihnen ba eine gute Unterhaltung in der Pausenzeit zwischen Hänbel unb fjänbet!"

Was wollen Sie damit sagen?" .... ~ ,,

Daß Bononcini ein bißchen Zurückbleiben rotrb beim Opernschreiben.

Burlington schien den Augenblick jetzt für richtig zu halten, zu wel- chem er eiwas vorschlagen konnte, was ihm, dem Gönner beider Kom­ponisten, als der Ausweg erschien, um ihren Wettkampf vor der Gemein- *)Clt, BtebeT^er" Händel, das ließe sich an Hand der gleichen Aufgabe besser und gerechter beurteilen, als wenn die Tondichter zu verschiedenen Qeiten stofflich ungleichwertige Textbücher in Angriff nehmen.

ä Niemals werden zwei Komponisten auf die Minute genau ein und dasselbe Textbuch zu vertonen beginnen!"

Vielleicht aber jeder einen anderen Teil desselben Buches?

Händel sah groß in die Augen des Lords, nach welchem auch die anderen schauten. Burlington schmunzelte und sprach dann weiter.

rzch nannte einmal Ihr Wirken, Händel, gemeinsam mit anderen -Direktoren Kraftmessen. Es wäre doch die reinste Probe aus Kraft, wenn

n Jahren weltlichen Ehrgeizes leicht Aerger, wenn stch gestellt wurde. Und das geschah nun, als der Erfolg fand wie in der vorigen SpielzeitRa- ingen zuerst und bald das ganze Opernpublikum Parteien: Hänbel unb Bononcini. Es nahm bald Arenakämpfe an, vor denen Bononcini Monate t hatte. Nun zeigte es sich, damit war er wohl denfalls als Händel, der bei den Herren der erhob und scharfe Bedenken aussprach:

>a angezettelt wurde, ist ein Mistkäferauslaus! Ich damit, oder unser Haus leidet Schaden!" große Vorteil für die Royal Academy, daß nach

Raunen durch die Stadt, phantastisch unb ber norbischen Art nicht an­gemessen: ber Kastrat sei seiner Stimme nach ber Sohn einer Göttin... 9 Der tiefste Blick auf bie Erstaufführung besAstarto geschah aus Hänbels Augen. Der erkannte am Rausche bes Publikums, baß dieses lein Entzücken zu teilen vermochte unb baß es sich der Gefahr nicht rul 0 ..... ..ha.» CAmnAon nlpffhprmptie

Bononcini"verstanb"'s, Hs'der Niederlage seiner Landsttute Stimmung für sich ZU schaffen. Er schürte unb schürte. Ein Aufsatz erschien kn 7iner ^nbL^Zestung, in dem den hohen Wohllauten unb em- ftrömenben Melodien des Südens bas Lob gesungen würbe. Als Muster war ben Lonbonern Bononcinis OperAftarto" angepriesen, deren Schönheiten mit den Maßen der Seligen, nicht mit denen der gewohn- licken Musikkritik gemessen werden mühten. Für Gesangssterne, wie st iikber nächsten Spielzeit am Himmel der Royal Academy leuchten wur­den biete keine andere Oper Aufgaben wie dieses göttliche Werk...

Händel las- er wußte, Bononcini, der im Umgang sehr geheimnisvoll Hanoei ms, u w'- hervor, ober er hatte überhaupt

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Gießener Samilicnblätter

Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger

-r aber sie müssen boch nicht zum Haber führen!

meine Herren, von Bononcini nicht dasselbe^ver-

)b er es aushalten wirb, auf die Dauer tm Wei -

WWW schreiben? Bei zwei Parteien müßte ber Spiel-

pmn aoweiyieinv veietzl fein."

Ja eben! Spielen wir einmal Hänbel unb einmal Bononcini!

Die abweisenbe Aeußerung Lorb Bingleys erhielt eine beutliche

Ban» e & bem il»« rauf1 »hN!

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ff--»»»ss'iEÄJ Zwei Sanger. Er wußte, was es h'^f für 3urücffet)rte. Aber in London zu gewinnen "°ch-h- Handel m b,e v - mit biefem

anderen zu verdrängen. Er hatte felbst aucy^eme neu abhängig

konnte nicht vom E^olg de^.R d st .^3^ ginq weiter, machen. Das Leben, auch )er :nun 1 H , einftubiert werden.

Der andere kam an die Keilje. ,,Mnl« i- Trommeln schlagen,

Bononcim ließ vor der Erstaun > g bc waren auf dem als Händel hätte rühren tonnen. 21 f ®ncini ,ejgte sich nicht so Plan, um in London Lärm M wachem B vorher Nummern

verschlos en w,e Handel. Er gab-in ® 1 KP M '^Eches Geschenk wie ausAstarto" zum besten und sem Cellosp-el em ayn ließ

bie Stimme ber Sänger seines Lanbes. ... «na5 aber ber Oper feines Werkes Gehalt süß und wallende fd) ejn ereignj5 jm Kreise Bononcinis am besten zur Werbung die , - 9$ Dort sang

allerhöchsten Adels, in des Herzogs eine Arie aus Bononcinis

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° ^nnn'nclni tat mit nur Ariosti war erkrankt und konnte nicht. Hanoei schMg als dritten Mann eine Begabung aus dem Orchester vor Filippo Maiiei den bie ßonboner ehr gern mochten. Nun bestellte tue Gesell idiaft bas Textbuch Unter ben Angeboten, bie alsbalb gemacht würben, a^ll Hänbel am besten einMuzio Scevola". Bononcini war emver- ftnnhen unter d7r Bedingung, sich den Akt aussuchen zu dürfen der ihm zufaqte Es war der zweite. Händel wählte den dritten und dichtete sich mlWas er vorschrieb, war die Frist ber Vertonung, sechs Wochen. Inh mas er erbat mir bas Ehrenwort ber beiben Mitarbeiter nieman- hem vor ber Aufführung zu verraten, welcher Akt ber ihre fei. Er erhielt bas Ehrenwort Aber Bononcini war leicht geneigt, es zu brechen. Ih lag daran daß Landon genau wußte, wann feine Musik erklang und "«Das'hätte ^Lonbon "auch" ohne die eifrige Vorankündigung gemerkt, der ehrgeizige Italiener neben der öffentlichen bes Opernhauses Äb ^Durch biefe unredliche und felbftfüdjtige Aufreizung des Pub'- fums mS das Vorhaben der Gefellfchaft, einen südlichen WetE kawvf dreier Talente an einer Koppel zu veranstalten. Mehr als nach ny mären bie Leitungen biesmol bereit, it)n unb