Ausgabe 
28.6.1935
 
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Nummer 43

Montag, den 3. Juni

Jahrgang 1935

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mrtjt erreichen, mur Aenne tarn an oen zippuim um, emtujuiu^iv Kusine mit höflichen Redensarten. Sie fei in der Stadt. Zweimal oer= suchte er es noch, mit dem gleichen Resultat. Beim dritten Male nach ein paar Tagen teilte ihm der Portier mit, daß die Damen abgereist seien. Wohin, wüßte er nicht. Vielleicht hatte er Befehl, die Adresse zu

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4 Mut, daß Du da bist

ROMAN VON FRIEDRICH EISENLOHR

Copyright 1933 by August Scherl G. m. b. HBerlin

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Hortt schwieg noch immer. Er hatte Mühe, ruhig und nachdenklich zu erscheinen. Innerlich war er seltsam erregt von diesem Vorschlag, ob­gleich er ihn nach den ersten Worten Ludwigs erraten hatte. Mehrmals

hatte er den sesten Entschluß gefaßt, seinen Aufenthalt abzubrechen und

nach Dresden zurückzufahren, nach Hause, wo seine Arbeit auf ihn

wartete. Eine Arbeit, an die er seit Jahren nicht nur seinen Geist und

seinen Fleiß, sondern auch sein ganzes Herz gehängt hatte und die ihn rief in jedem Augenblick, in dem er hier allein war.

Trotzdem war er dageblieben und halte sich in den Tumult mit hineinziehen lassen, den Ludwigs Erfolg und seine gesteigerte Geschäftig­keit ringsum entfachten. War es nur der Gegensatz dieser geräuschvollen und mitreißenden Lebendigkeit zu seinem einsamen und abseitigen Dres- ....... hör ihn ieltaekalten Hatter Oder war nach ein anderer

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Thiett war wütend und stürzte sich in die Arbeit, um alle bösen und erregenden Gedanken zu verdrängen. Die Umbauten in feinem neuen Haus am See gingen ihrer Vollendung entgegen. In den Raumen standen Tag und Nacht glühende Kohlenbecken, um das Austrocknen der erneuerten Teile zu beschleunigen. Man konnte mit der Einrichtung beginnen. Thiele war von morgens bis abends unterwegs und suchte immer neue Stücke aus, die Elisabeth oder ihm besonders gefielen.

Siebener HaniilieiilMer

Unterhaltungsbeilage zum Eichener Anzeiger

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herzigen Weife zu tun wie du heute. Also, du bleibst einfach Hier. Meine Rimmer stehen zu deiner Verfügung. Wenn du Lust hast, laßt du dir deine Bücher kommen, und was du sonst noch brauchst, und arbeitest hier ganz so, als seist du bei dir zu Hause. Rur mußt du mir zwischen­durch auf Lisa aufpassen und auf den Prinzen. Und nicht böse werden, wenn dich das mehr Zeit kostet, als du es jetzt glaubst!"

Rein, mein Lieber. Ich werde btr nicht böse sein. Und Lisa schon gar nicht!" antwortete Hartl mit einem Lächeln.

Gut gut! Jetzt kann ich dir noch was anvertrauen. Ich habe ein naar Schulden gemacht. Den Kredit von Bernau mein ich nicht, auch nicht die zehntausend von Henschke. Das kommt wieder in Ordnung ohne Schwierigkeiten. Sowohl Bernau wie Henschke sind von Grund aus an­ständige Kerle und haben mich gern. Rein, ich hab em paar Wechsel unterschrieben. Man hat es mir nahegelegt, und das ist auch nichts Schlimmes. Natürlich auf fünf oder sechs Monate. Ich werde dir das Geld dafür rechtzeitig von drüben schicken, damit man Ltza nicht damit überfällt Die Termine habe ich mir notiert. Es werden überhaupt noch allerhand Rechnungen kommen in der nächsten Zeit Die weist du dann einfach ab und vertröstest die Leute, bis ich das Notige geschickt habe Dann hat Lisa ihre Ruhe und braucht sich um all diesen Kleinkram nicht zu kümmern. Sie ist darin ein wenig pedantisch und macht sich leicht unnötigen Kummer. Du übernimmst das und läßt nichts an sie heran, was sie aufregen könnte, namentlich in der entscheidenden Zeit, lieber hie Einzelheiten können wir ja noch einmal ausführlich sprechen wenn es nötig ist. Vorläufig dank' ich dir herzlich für dem Ja! schloß Thiele und stand aus. .. ...

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ganz zu entternen geweien war, nuu; ~*'*i*wn , ,,

Bildhauer Martin (dessen Büste an der einen Schmalseite ihren besten Platz gesunden hatte), der Schriftsteller Hubert von Gerber Professor Bernau mit Inge Gras, Doktor Hartl und Billy um die festlich gedeckte Tafel In einem schmiedeeisernen Kranz über der Mitte brannte ei Dutzend hoher Altarkerzen, deren Licht verstärkt wurde von dem der mehrarmigen silbernen Leuchter, die im ganzen Saal stellt warem In dem hohen offenen Kamin verglühten mächtige Buchenfcheite von denen noch ein frischer Stoß in der Grfebaneben oufgefW«mar 3n alten aelchnihtcn Stühlen widmeten sich die Gaste den ausgesuchte Speisen uyd Weinen und erhielten aus ihre bewundernden Fragen vo Elisabeth bereitwillige stolze Auskunft über den herrlichen Göbel,n an der Längswand, über die zwei alten Meister m nL u= die

rechts und links vom Kamin und über ,ede einzelne Kostbarkeit, auf

,!,r D?r Abend verlief in einer heiteren Harmonie und endete zum ersten­mal früh ohne die laute, lärmende Maßlosigkeit, die bisher für all Feste und Gelage bei Ludwig Thiele bezeichnend gewestnwar. Sogdr SS\r^SStvSSl&

Ludwig spürte, was in ihm vorging, und freute sch J ©orte heit. Daß der Bikdhauer nüchtern blieb, sagte ihm> mehr als a

Als man sich nach dem Essen um Elisabeth dem flackernden Kamtn gruppierte, zog Ludwig den Doktor Hartl in eine C .

Ich habe etwas auf dem Herzen, Otto", sagte er, drückte den Freund in einen Sessel und rückte dicht an ihn heran.Es geht alles nach Wunsch. Das Haus ist fertig. Es gefällt mir, und euch allen gefällt es auch. Elisa­beth ist so glücklich wie noch nie. Die Zukunft sieht auch gut aus. In zehn Tagen spätestens muß ich fort. Ich glaube sogar, früher. Eigentlich erwarte ich das Telegramm jede Stunde. Lisa weiß das. Auch du wolltest schon längst wieder heim nach deinem Dresden. Ich habe dich fast mit Gewalt hierbehalten, und jetzt habe ich nach eine große Bitte."

Hartl schwieg abwartend.

Nenn mich meinetwegen einen verdammten Egoisten, der seine oanes/jk pruch nimmt! Das muß ich hinnehmen. Ich pietä^y ist, was ich von dir verlange. Also höre zu: n bleiben. Es ist natürlich noch längst nicht nach außen hin so aussieht. Es mußte ein e wird also noch sehr viel Last und Arbeit Ruhe kommt. Aber gerade jetzt braucht sie dringendsten. In drei bis vier Monaten ver- sein. Ich aber muß fort und kann ihr nicht t du mir und ihr noch ein paar Monate von t du hierbleiben und ihr helfen, wie wir es Ueberleg es dir, Otto! Sag nicht gleich -wwgjjy 5 es für mich heißt, zu wissen, es ist jemand für sie und sie leiden muß. Billy bleibt zwar mir nicht. Sie ist ja im Grunde ein armer ielbft durchzumachen hat. So, und nun sag ige Verantwortung ist, die ich dir damit aus- Z/il\ ichtslose Zumutung! Aber es ist eben immer ,1CUi.u, 0« vtin man in einer solchen Lage flüchtet."

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