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Da plötzlich springt der totgeglaubte Krieger mit einem Satz auf die -süße, krabbelt das Ufer heraus und hält mit ärgerlichem Geschrei eine i iijtenbe Hand ausgestreckt. Was geschehen sei, frage ich. Nun, was meint I jir wohl, war geschehen?
Dieses: der schneidige kleine Köter — bestimmt der tapferste aller fiinbe, die je in den Straßen Londons herumgelausen sind — war, wie ic schon erzählte, ins Flußbett hinuntergetaucht, weil er dort den Löwen erborgen wußte. Mit einem Mut, der mir noch jetzt unglaublich erst eint, war Pip dann schnurstracks auf die grimmige Bestie losgefahren utb hatte sie mir nichts dir nichts in — den Schwanz gebissen. Dann htte sie das getan, worin Hunde unter allen Tieren nicht ihresgleichen h.ben: sie hielt fest, was sie gepackt hatte, mochte sich der Löwe noch so m strengen, sie abzuschütteln. Gar nichts anhaben konnte er ihr; denn f.ljr er herum, sie zu packen, rannte sie, fest in seinen Schwanz verbissen, ite Kreise mit.
Während Pip die Aufmerksamkeit des Löwen auf diese Wiese ablenkte, tar der Massai herangekrochen und hatte seinen Speer der Raubkatze itten ins Herz geschleudert.
Nun ist es bei solchem Kampf oft schwer, hinterher genau festzustellen, imr den eigentlich tödlichen Speer uerjanbt hat. Unb so will es denn der Ziauch, daß die Mähne als die begehrte Siegestrophäe demjenigen zu- gßprochen wird, der als erster den Schweif des Löwen zu packen bekommt. !:r Massai war aber bei diesem Bestreben statt auf den Löwenschwanz üf Pip gestoßen, die zäh an ihrem Posten ausharrte, weil sie nicht «rußte, ob der Löwe schon tot war.
Und Pip war wütend. Was fiel dem Menschen ein, ihr die Beute (Upenftig zu machen? Das gab's denn doch nicht! Und als der Schwarze ngeftüm auf seinem Vorhaben bestand, biß sie ihn einfach in die Hand itib packte ihren Löwenschwanz von neuem.
Im Massai-Kraal herrschte an dem Abend eitel Freude und Jubel: Huin der böse Feind war tot. Aber auch Neid und Eifersucht regten sich, ’.er sollte die Siegestrophäe, die Mähne des Löwen, erhalten? Der Ihme Krieger, dessen Speer das Herz des Löwen durchbohrt hatte, machte ; Mprud) darauf. Andre erhoben Einspruch. Einer versicherte hoch und f. Ng, daß sein Speer, zwei Sekunden früher geschleudert, den Löwen : durchbohrt und dabei höchstwahrscheinlich schon seinen Tod verursacht bibe. Der verwickelte Fall konnte nicht in der üblichen Weise gelost wer- b-n- denn keiner hatte das Fell des Opfers auch nur ungerührt. .
Endlich brachten sie die Sache vor den Häuptling, einen würdevollen Stann der entschieden etwas von einem Salomo an sich hatte. Geduldig j bitte er sich die Darstellung aller Antragsteller an. Dann erinnerte er f an das alte Gesetz ihres Stammes: gehörte die Mähne nicht dem der V ds Löwen Schweif gepackt hatte? Und wer war das in diesem Falle? War i dis nicht der kleine Hund, den der weihe Master „Pip" nannte, der aber Mhrstheinlich eines größeren Namens würdig war, eines Namens, 0er Stut und Tapferkeit bedeutete, — ja — „Simba , der Lowe, so solle der t=ine Hund fortan heißen: denn ihm gebühre der Ruhm des Sieges Hier den König der Tiere, ihm gebühre auch die Mahne. Und fo geschah e.. Von Stund an war Pip „Simba" — der Löwe.
Das Fähnlein der sieben Aufrechten.
Novelle von Gottfried Keller.
(Fortsetzung.!
Er ging zurück und um schneller vorwärts zu kommen, lief er auf einem ksitenwege längs der Straße. Dort stand eme Heine Schenke deren Haber einige magere Tännchen vor die Ture gepflanztz einige Tische mb Bänke aufgestellt und ein Stück Leinwand über das Ganze gespannt bäte, gleich einer Spinne, die ihr Netz dicht bei einem großen Honig-, tofe ausbreitet, um die ein’ und andere Fliege zu sangen. In diesem Snusdjen sah Karl zufällig hinter bem trüben Fester eme go dene snhnenspitze glänzen; sofort ging er hmem, und siehe da! seine lieben L ien saßen wie von einem Donnerwetter hingehagelt m der niederen l! S ube, kreuz und quer auf Stühlen und Banken unb hingen b,e Haup- hhr, und in der Mitte stand Frymann nut ber Fahne unb (« te. 1! „Sunttum! Ich tu’s nicht! Ich bin ein alter Mann unb will mir nicht ' fit ben Rest meiner Jahre ben Makel ber Torheit unb einen Ueber- 11 n men aufpfeffern lassen!"
Und hiermit stellte er die Fahne mit einem kräftigen Aufstoß ln eine i üte. Keine Antwort erfolgte, bis ber vergnügte Wut kam unb ben Mm »erhofften Gästen eine mächtige Weinflasche obgleich im
Schrecken noch niemanb bestellt hatte. Da goß Hedigerem> Glas voll II tat zu Frymann hin und sagte: „Alter Freund! Brudermann! da trink einen Schluck Wein und ermanne dich!" .
Aber Frymann schüttelte den Kopf und sprach kein Wort mehr, hu großer Not saßen sie, wie sie noch me barm gesesien alle Putsche, llfenterreDolutionen und Reaktionen, die sie erlebt waren Kinderfpiel jigogen diese Niederlage vor ben Toren bes Varabieses. heim!"
II „So kehren wir in Gottes Namen um unb sah"" Meder heim! ■ legte Hediger, welcher befürchtete, baß bas Schicksal sich doch noch gegen I ih menben könnte Da trat Karl, welcher bislang unter ber Ture gellt nben, vor unb sagte fröhlich: „Ihr Herren, gebt mm bie Fahne! Ich
II hnge sie unb spreche für euch, ich mache mir nichts daraus.
II Erstaunt sahen alle auf, unb ein Strahl ber Erlösung unb Freude b tzte über alle Gesichter; nur der alte Hediger sagte streng „Dul. m
1 ] timmft du hierher? Und wie willst du Gelbschnabel ohne Erfahrung 'S (in: uns Alte reden?" , m ... <nnr=
Doch rings erscholl es: „Wohlgetan! Vorwärts unentwegt! Vor Unarts mit dem Jungen!" Unb Frymann selbst gab ihm die Fahne, ||hmn eine Zentnerlast fiel ihm vom Herzen unb er war froh die alten |l| fr-eunbe aus ber Not gerissen zu sehen, in bie er sie h ST • B ! ad vorwärts ging es mit erneuter Lust; Karl trug die F h H Ih b stattlich voran unb hinten sah ber Wmt betrübt nach bem ent Ulaminbenben Trugbild, bas ihn einen Augenblick getauscht ^te. ^Rur U ß'diger war jetzt finster unb mutlos, ba er nicht zweifelte, st ip-rbe sie hoppelt tief ins Wasser führen. Doch sie hatten schon ben Platz
betreten; eben zogen bie Graubündner ab, ein langer Zug brauner Männer, und an ihnen vorbei unb nach dein Klange ihrer Uuujit mar» chierten die Alten so taktfest als je durch das Volk. Nochmals mußten ie auf der Stelle marschieren, wie der technische Ausdruck sagt, wenn man auf demselben Flecke bie Bewegung bes Marsches sortmacht, ba brei glückliche Schützen, welche Becher gewonnen hatten, mit Trompetern unb Anhang ihren Weg kreuzten; boch bas alles, oerbunben mit bem heftigen Schießen, erhöhte nur ihre feierliche Berauschung, und endlich entblößten sie ihre Häupter angesichts des Gabentempels, ber mit feinen Schützen schimmerte unb auf besten Zinnen eine bichte Menge Fahnen flatterte in ben Farben ber Kantone, der Städte, Landschaften unb Gemeinben. In ihrem Schatten stauben einige schwarze Herren unb einer bavon hielt ben gefüllten Silberpokal in der Hand, die Angekommenen zu empfangen.
Die sieben alten Köpfe schwammen wie eine von der Sonne beschienene Eisscholle im dunklen Volksmeere, ihre weißen Härlein zitterten in der lieblichen Ostlust und weheten nach der gleichen Richtung, wie hoch oben die rot und weiße Fahne. Sie fielen wegen ihrer kleinen Zahl und wegen ihres Alters allgemein auf, man lächelte nicht ohne Achtung und alles war aufmerksam, als ber jugendliche Fähndrich nun vortrat und frisch unb vernehmlich biefe Anrebe hielt:
„Liebe Eibgenossen!
Wir finb ba unser acht Mannli mit einem Fahnli gekommen, sieben Grauköpfe mit einem Jungen Fähnbrich! Wie ihr seht, trägt jeher feine Büchse, ohne baß wir ben Anspruch erheben, absonberliche Schützen zu sein; zwar fehlt keiner bie Scheibe, manchmal trifft auch einer bas Schwarze; wenn aber einer von uns einen Zentrumsschuß tun sollte, so könnt ihr barauf schwören, baß es nicht mit Fleiß geschehen ist. Wegen bes Silbers, bas wir aus eurem Gabensaal forttragen werben, hätten wir also ruhig können zu Hause bleiben!
Unb bennoch, wenn wir auch keine ausbünbigen Schützen finb, hat es uns nicht hinter bem Ofen gelitten; wir finb gekommen, nicht Gaden zu holen, fonbern zu bringen: ein bescheibenes Becherlein, ein fast unbescheiben fröhliches Herz unb ein neues Fahnli, bas mir in ber Hanb zittert vor Begierbe, auf eurer Fahnenburg zu wehen. Das Fahnli nehmen wir aber wieher mit, es soll nur seine Weihe bei euch holen! Seht, was mit golbener Schrift barauf geschrieben steht: Freundschaft in der Freiheit! Ja, es ist sozusagen die Freundschaft in Person, welche wir zum Feste führen, die Freundschaft von Vaterlands wegen, bie Freundschaft aus Freiheitsliebe! Sie ist es, welche diese sieben Kahlköpfe, bie hier in ber Sonne schimmern, zusammengeführt hat vor breißig, vor vierzig Jahren, unb züsammengehalten burch alle Stürme, in guten unb schlimmen Zeiten! Es ist ein Verein, ber keinen Namen hat, keinen Präsibenten unb keine Statuten; feine Mitglieber haben roeber Titel noch Aemter, es ist ungezeichnetes Stammholz aus bem Walbesbickicht ber Nation, bas jetzt für einen Augenblick vor ben Wald heraustritt an die Sonne des Vaterlandstages, um gleich wieder zurückzutreten und mit zu rauschen und zu brausen mit ben tausend andern Kronen in der heimeligen Waldnacht des Volkes, wo nur wenige sich kennen und nennen können unb doch alle vertraut unb bekannt finb.
Schaut sie an, biefe alten Sünber! Sämtlich stehen sie nicht im Gerüche besonderer Heiligkeit! Spärlich sieht man einen von ihnen in ber Kirche! Aus geistliche Dinge finb sie nicht wohl zu sprechen! Aber ich kann euch, liebe Eibgenosten! hier unter freiem Himmel etwas Seltsames anvertrauen: so oft bas Vaterlanb in Gefahr ist, fangen sie ganz fachte an, an Gott zu glauben; erst jeher leis für sich, bann immer lauter, bis sich einer bem anbern verrät unb sie bann zusammen eine wunberliche Theologie treiben, bereu erster unb einziger Hauptsatz lautet: Hilf bir selbst, so hilft bir Gott! Auch an Freubentagen, wie ber heutige, wo viel Volk beisammen ist unb es lacht ein recht blauer Himmel barüber, verfallen sie roieberum in biefe theologischen Gebauten unb sie bilben sich bann ein, ber liebe Gott habe bas Schweizerpanier herausgehängt am hohen Himmel unb bas schöne Wetter extra für uns gemacht! In beiben Fällen, in der Stunde der Gefahr unb in ber Stuube her Freube finb sie bann plötzlich zufrieden mit ben Ansangsworteu unserer Bunbesversafsung: Im Namen Gottes bes Allmächtigen! unb eine so sanftmütige Duldsamkeit beseelt sie bann, so widerhaarig sie sonst sind, daß sie nicht einmal fragen, ob der katholische ober ber reformierte Herr ber Heerscharen gemeint sei!
Kurz, ein Kind, welchem man eine kleine Arche Noah geschenkt hat, angefüllt mit bunten Tierchen, Männlein unb Weiblein, kann nicht vergnügter barüber fein, als sie über bas liebe Vaterländchen sind mit ben taufenb guten Dingen barin vom bemoosten alten Hecht auf bem Grunde feiner Seen bis zum wilden Vogel, der um feine Eisfirnen flattert. Ei! was wimmelt ba für verschobenes Volk im engen Raunw, mannigfaltig in feiner Hantierung, in Sitten unb Gedäuchen, in Tracht unb Aussprache! Welche Schlauköpfe unb welche Monbkälber laufen ba nicht herum, welches Ebelgewächs unb welch Untraut blüht ba luftig burcheinanber, unb alles ist gut unb herrlich unb ans Herz gewachsen; beim es ist im Vaterland! x
So werden sie nun zu Philosophen, den Wert ber irbtfdjen Dinge betradjtenb unb erroägenb; aber sie können über bie rounberbare Tat- fache bes Vaterlandes nicht hinauskommen. Zwar sind sie m ihrer Jugend auch gereift unb haben vieler Herren ßänber gefehen, nicht voll Hochmut, fonbern jebes Lanb ehrenb, in bem sie rechte Leute fanben; doch ihr Wahlspruch blieb immer: Achte jebes Mannes Vaterlanb, aber bas deinige liebe! , ,, _
Wie zierlich unb reich ist es aber auch gebaut! Je nahet man es ansieht, befto reicher ist es gewoben unb geflochten, fchön unb bauerhaft, eine preisroürbige Hanbarbeit!
Wie kurzweilig ist es, baß es nicht einen eintönigen Schlag Schweizer fonbern daß es Zürcher unb Berner, Unterroalbner unb Neuenburger (Braubünbner unb Basier gibt, unb sogar zweierlei Basler! Daß es eine Appenzeller Geschichte gibt unb eine Genfer Geschichte; biefe Mannigfaltigkeit in ber Einheit, welche Gott uns erhalten möge, ist die rechte Schule der Freundfchaft, und erst da, wo die politische Zulammen- gehörigkeit zur persönlichen Freundschaft eines ganzen Volkes wird.


