Jftein, um Gotteswillen, nicht', hatte sie geantwortet,Das wäre gewiß das Letzte, was du tätest, Lars!"

Also!" sagte Lars,

Aber du könntest doch mit einem einzigen Wort

Nein, halt endlich deinen Mund, sag ich dir", unterbrach Lars sie, und sang nicht immer wieder davon an! Es sind deine Bohnen md)t siehst du. Und etwas will der Mensch auch für sich allein haben , setz e er mit einem Versuch zu scherzen hinzu,Aber glaub nun auch nicht, daß ich wer weiß wie reich wäre und nur hier herausgezogen wäre, weil ich '' nicht mehr nötig hätte 8u.«betten unb d,e Hande in den Schoß

zu kommen. bo(f), bQ6 id) e5 schaff hatte er ihr geantwortet Also auäl' dich nicht länger damit. Wenn du vielleicht glaubst, daß ich das Geld gefunden und nicht abgeliefert hätte, so bist du auf dem Holzwege, kann ich dir sagen ... Oder meinst du am Ende, daß ich es gestohlen

HSrk endsich auf zu weinen, ihr Heiden. Ihr wißt, Mj kann nun mal keine Tränen sehen." ,

Nein, es war nicht eitel Freude, was für Lena und Lars mit dem Einzuge verbunden war, und wenn Lars sich auch Zeit seines Lebens Gelehnt hatte einmal aufs Land ziehen zu können und ihn die Erfüllung nun auch beinah fassungslos mochte vor Glück, reine Freude sah

bereitete.

"Ach laß mich^'endlich mit deinen Fragen zufrieden", entgegnete er drehte sich mit einem Ruck von ihr ab und schob die Mappe wieher in die Tasche.Woher? Woher? Vom Himmel ist e^nicht gesallen das kannst du mir glauben. Und wenn du ein wenig klug bist, laßt du so wenig jemand etwas davon wissen wie ich, verstanden? Es geht jemand etwas an, sage ich dir, und es wäre gut, wenn du dir das ein für alle- mat {fteln^ Sars^jagte ßena,ich habe nicht eher Ruhe, bis ich weiß"

' stum Teufel nochmal", fuhr Lars auf, und Lena werkte, daß es mit feiner Geduld zu Ende war,kannst du begreifen ober wcht? Ich sage es dir nicht, und du quälst dich gefälligst nicht um Dinge, die dich Nichts

"Nur^langsaml" sagte Lars.Du meinst wohl, ich hätte nichts dazu? t fiier!" rief er und zog in einem plötzlichen Entschluß eine abgegriffene kleine Ledermavpe aus derInnenfeite seiner Jacke.Willst du mal sehen. g roar tlu unu cuqiu/u»./- , ,, .

Fassungslos starrte Lena auf die Geldscheine, die °r daraus hervorzog^jchts' verstand. Außer der Kleie hatte er auch einen Sack Kartoffeln Lars!" rief fie,sag mir endlich, woher du das Geld hast, so arme l _> .

Teufel, wie wir zeitlebens gewesen sind!"

Glaubst du nun, daß wir zurecht kommen werden, he? fragte er, und seine Augen blitzten vor Freude über den Triumph, den er sich

artb6s w/'nicht am Hause etwa. Denn was das Haus betraf und die Ackerstücke die zu seinem Anwesen gehörten, so war er schon zufrieden damit. Das Haus stand so schön hinter seinen Birken und Fahren unter dem weiten schweigenden Himmel und vor dem dunklen Moore mit keiner weichen braunen Erde, und die Zimmer, die wirklich in einer traurigen Verfassung gewesen waren, hatte er ganz gut wieder instand gesetzt^ die Löcher in den Decken vergipst und die Wände ftifch gekalkt. Das eine hatte sogar einen farbigen Anstrichs bekommen und strahlte i einem Blau wie der Himmel nach einem Fruhiohrsregen. Dazu hatte er dem alten Ziehbrunnen neben dem Hause für den abgebrochenen einen neuen Arm gegeben, und Lena konnte das Wasser nun so bequem Heraufziehen, wie sie nur wünschen konnte. Ja, er hatte es sogar unternommen, das Dach instand zu setzen, und as war Arbeit, bei der man mehr verstehen muhte, als Brat zu essen AVer hatte er srllher zu Hause nicht oft genug gesehen, w>e die Dachdeck^ habei 3u Werke gingen. Sogar ein Bund Stroh hatten sie aus oem Hausboden noch vorgefunden, und die ganze Geschichte kostete nur Arbeit UnÖUnb doch'stand^ aller^Freude zuweilen eine fiebernde Unruhe in ihm auf und ein dumpfer Druck legte sich auf seine Gedanken, der ihm die Brust beengte, daß er meinte, nicht mehr Atem schöpfen zu können darunter. Minutenlang konnte er dann mit zufammengezogener Stirn oor sich hinstarren, bis er sich mit einem Ruck wieder ermannte und mit dovveltem Eifer sich wieder an seine Arbeit macht«. Dazu kam die Sorge um Lena, die noch immer vergrämt und wortkarg herumging, als sei ihr seit dem Einzüge in das Haus alle Freude genommen. Ja, rum Teufel was sollte er denn tun? War sie denn blind, daß sie nicht bemerkte, wie herrlich es hier draußen war? Sah sie gar nicht welche Mühe er sich gab, und hatte sie etwa vergessen, wie sie m ber Stadt in ihren beiden Zimmern gehaust hatten und wie sauer er sich uw d

BS S-r. *»« RP.*.

in Ms nächste Dorf fuhr und am Abend mit einem Dutzend Hühner, zwei kleben Ferkeln und einer Ziege zurückkam, schien in der Ueber- raschung des Augenblicks endlich wieder so etwas wie Freude mihr zu erwachen. Es war so neu alles für sie, und wenn sie -wchreichllch ungeschickt war, die Tiere zu füttern und zu versorgen, so verstand Lars es um lo bester Nein darum brauchte sie sich keine Sorge zu machen, und mi't der Zeit würde sie das alles schon lernen. Es war geradezu erstaunlich wie gewandt und schnell Lars solche Arbeiten von der Hnnd gingen unb wie gut er über alles Bescheid wußte und es einzunchttn verstand. Eine Kette für die Ziege, mit der sie über Tag draußen im Grase angepflöckt war, hatte er auch gleich mitgebracht, dazu Korner futter für die Hühner und einen Sack Kleie, und jur die Schweine ein Zentner Gerstenmehl. Und ein Hahn roar unter den Hühnern -in Kerst der seinen Mann stand, ein wahrer Goliath von einem Hahn. Wenn er zu krähen begann, roar man versucht, sich die Ohren zuzuhalten.

Eigentlich ist er ja überflüssig und bringt nichts e.n" erklärte. Lars, und ich habe lange überlegt, ob ich ihn nehmen sollte. Aber weißt d , Lena die Hühner halten sich besser zusammen, wenn ein Hahn unter I ihnen ist und es gibt nicht so leicht Stteit und Beißerei unter ihnen.

I Ja, Lars roarjlug und einsichtig. Es gab so leicht nichts, w°°°n er

Und Feuer lege ich auch an. Dir wird ja der Herd zu ungewohnt sein Jan gehe hin. mein Junge, und such ein paar Handvoll trockenes fioh Da drüben unter den Kiefern liegt genug ... Etwas muß so em Bursche wie du auch schon können. Mach Beine, sage ,ch dir. Und nun

Aber Lena antwortete nicht, hielt die Augen mit Händen verde-N und weinte daß ihr die Schultern zuckten, und da der kleine Jan, von dem Jammer seiner Mutter angesteckt, nichts Besseres zu tun wußte, war er S in Tränen ausgebrochen. Er stand - anders als sonst ein Kind meint steif rote ein Pfahl und schluchzte mit der grämlichen Miene, die zu ihm gehörte, und ohne einen Laut von sich zu geben, m fjch hmein.

3ßena!"9rief Lars und zog ihr die Hände vom Gesicht.So sprich doch onhiirh snm Teufel! Was ist los? Gefällt es dir hier Nicht?

endlich zumTeuseU Ätwijt &naWarum find wir nicht

gleich Heber ausgewandert, he? Ist das ein Haus? Das ift ja uod) 3U einem Stall zu schlecht! Wer dir das vorgemacht hat m't uns hierher zu ziehen der muß es verantworten! Darum hast du auch alles ymier meinem Rücken betrieben, denn du weißt ganz gut, daß ich jemals i dazu gesagt hätte! Nun sieht man doch einmal, wie viel du von uns hältst!

5sBa39finb das für Redensarten!" unterbrach Sars fie..Sdj) bentejni freuft dich wie ich, baß wir hier nun auf eigenem Grurck unb Boben ft2lch"geh mir weg! Eigener Grunb unb Boben! Weiß ich, ob es bem ®rUgänJt M^ÄÖ^roieber bavon an?" antwortete Lars. .Zetzt, wo wir alle Hänbe voll zu tun haben!"

Warum bürste ich bas Haus vorher nicht sehen, he? Ader du wolltest nickt daß ich dir abraten sollte, das roar es! Wenn du ba roenigflens | lelber beine Augen aufgemacht hättest! Hast bu wirklich gefefjen, rote es . in ben Ammern ba hinten aussieht? Und bann - kein Mensch m ber «>ähe feine Nachbarschaft, keine Seele, mit ber man einmal em Wort reben' könnte? Da kann man abenbs nach der Arbeit h'ugehen und sich | mit dem Torshaufen da im Moor unterhalten, nicht wahr? Und rote willst ! bu hier Arbeit kriegen? Das sag mir einmal! Verhungern werben wir hier, alle tnsteinanber, bas unschuldige Kind, unb ich unb bu, das sehe ich deutlich genug voraus!" ...

Arbeit?" fragte Lars.Ich habe hier mehr Arbeit, als mir zuweilen fieb'fem wird, das kann ich dir sagen. Haft du immer noch nicht begrststn, daß ich nicht mehr auf Taglohn gehen will, und daß uns unser Land ernähren soll? Oder meinst du, daß ich nichts von der ^undwirfchaft ve stände? Ich kenne von meiner Kinderzeit her leben Hanbfchlag, kann ich

aSteno wollte sich nicht beruhigen lassen unb brach nun oon neuem in Tränen aus, unb Lars ftanb ba, betreten unb h'lstos. Er konnte Lena nicht meinen sehen, es roar bas Quälenbfte, was es für ihn gab.

.Nun hör boch auf", bat er leise unb strich mit feiner 'chwwl'gen Hand Ihr über bie Schulter.Du siehst bas nicht richtig, Lena. Alles ist mit einem Male so ungewohnt unb neu für bich, baran liegt es. Dewitz, ganz lE werben wir es hier brauhen nicht haben. Aber laß uns boch erst mal anfangen! Wenn wir erst wenig weiter finb unb ein paar Schweine im Koben haben, unsere Kuh ober 'm Anfang em paar Riegen melken unb unsere Hühner uns jeben Tag em Dutzenb Eier legen

Ach, reb nicht!" unterbrach ihn Lena von neuem.Schweme Z,egen, Hübner weißt bu auch, wie wir zu allebem kommen sollen? Ober meinst bu, daß jemand gelaufen kommt und fie uns um Oottesroil.en ins $Nein, 9o dumm bin ich nun boch nicht!" antwortete Lars.

Also!" trumpfte Lena auf.Unb hingehen unb stehlen roirft bu sie "°^Ne'in!""lckhett^Lars.Man geht hin unb tauft fie, siehst bu."

ang^ehen. ^r^T Derftanb, was vorging, unb aus ber Haltung feiner Eltern nur erkannte, bah sie sich zankten, liest jetzt zu feinem ®ater un schlang ihm in Angst unb Hilflosigkeit bie dünnen Arme um die Knie, als wollte er ihn halten, nicht noch einen Schritt weiterzugehen.

Laß los hörst bu?" sagte Lars unwirsch unb schob ihn an bie Seite.

Geh zu deiner Mutter unb sag ihr, daß sie enblich einen Punkt hinter die Geschichte macht. Jeder will nun mal nichts mehr davon Horen, weder im Guten, noch im Schlimmen. So. Basta!

Er machte sich von dem Jungen los und ging ms Haus, war aber kaum drinnen, als sein Zorn bereits wieder zu verrauchen begann.

Wie wäre es, wenn du ,etzt einen richtigen Kaffee kochtest, rter . f mef)r nötig hätte zu aroenen unu in« »;unu= ... »t..

er Lena aus der Tür heraus zu.Ich glaube, daß wir ihn verdient fBnte Wir werden arbeiten müssen, alle beide, das kann ich

hätten Warte ich mache die Kiste auf mit den Kuchensachen. Ich meine, | *_.9 , Qnrin 9rhr h;, Arbeit hier draußen macht mir nun mal / - z ' ... l Xnv rTTi+rt nvirön nfa trh ApftPTTI DQCttC.

^Einen Teil davon werden wir selber pflanzen .sagte er,uickim nächsten Jahre werden wir sowieso alles selber haben und kein Sutter für das Vieh mehr zu kaufen brauchen. Laß mich nur erst mal in Gang tommen^afage ith o ^nb Übersichtlich, wenn er sprach, als wäre alles nur eine niateit für ihn. Aber woher er immer wieder bas Gelb nahm für alles,9 was er zu kaufen unb anzuschaffen hatte, blieb Lena ein Rätsel. Hatten fie nicht bisher froh fein können, wenn er soviel verbient hatte um feine Familie burch die nächste Woche zu bringen? Unb nun schwamm er mit einem Male im Gelbe? Aber sie nahm sich in acht noch einmal roieber bavon zu beginnen, nachbem sie m ber Stille des tetzten Sonntages noch einmal versucht hatte, hinter fern Geheimnis

natten. Waue, iu> u.uu,e .. , . di^",aae°n' Lena. Aber bie Arbeit hier brausten macht mir nun mal

daß noch ein paar Bohnen in ber Tüte waren, als Ich gestern paefte, Vergnügen siehst bu, und wenn bu dich erst ein wenig gewohnt haben iix irf. mich an. Dir wird la der Herd zu ungewohnt \ ".^9 ^8.^ aU(J) (c[{,cr hier draußen zehnmal so viel Freude haben,

wie jemals drüben in ber Stabt."

(Fortsetzung folgt.)