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Das rote Osterei.
Don Per Schwenzen.
Es war ein sonniger Ostermorgen, ja wirklich, die Sonne bekannte sich schon voll zum Frühling und der gepflegte Park leuchtete schon in mailichen Farben. Die Kinder tollten mit freudigem und aufgeregtem Zuruf über den kurzen Rasen, kletterten auf Leitern und Gartentischen herum, um die Regenrinne des Geratehäuschens zu untersuchen, durchsorschten die Höhlungen und Winkel im Grottengestein und der kleine Horst war soeben in der Hundehütte verschwunden. Sie suchten Ostereier. Die Mutter leitete mit verheißenden und warnenden Rufen die Eierjagd: „Warm — kalt — warm — heiß — ganz heiß!" und unter Jubelgeschrei hielt eine Kinderhand ein buntes Etwas in die Höhe!
Bon der Veranda verfolgte der Vater und Gatte, Professor Wendler, das Spiel und mit ihm sein Mitarbeiter und Freund Dr. Holm. Dr. Holm verfolgte Überhaupt alles, was Professor Wendler dachte, sagte, tat oder unterlieh. Er war ein idealer Freund und Mitarbeiter. Nur als Wendler damals geheiratet hatte, schien Holm nicht einverstanden. Mochte er nun Angst gehabt haben, daß Wendler durch Frau und Familie von der gemeinsamen Forschungsarbeit abgeleitet werde, oder mochte er ein Wei- berseind schlechthin sein — Wendler hatte das nicht näher untersucht. Außerdem war Holm ja gleich nach seinem Physikum lange im Ausland gewesen, und vielleicht hatte er dort seltsame Erlebnisse gehabt, die ihn verwirrt haben mochten. Sonst — soweit Professor Wendler in den vielen Jahren der Zusammenarbeit zu beobachten Gelegenheit hatte — ronr Dr Holm ein fleißiger, ernster, Vorurteils- und leidenschaftsloser Mann. Außerdem hatte er eigentlich allen Grund, sich über seine, Wendlers, Heirat mit der schönen Sabine Harmer, zu freuen. Denn der alte fierr Harmer, der ihnen damals als Studenten fein gastliches Haus geöffnet hatte, hinterließ eine stattliche Erbschaft. Sabine brachte dieses Vermögen in eine glückliche Ehe und somit ihm und seinem Freunde Holm erst die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Ziele zu verfolgen. Das alles schien Holm offenbar ein Frauenverächter von Natur, allmählich auch richtig zu bewerten, denn in letzter Zeit war es ihm sogar gelungen, einen unbefangenen und herzlichen Ton Sabine gegenüber zu finöen.
Nett, diese kindliche Spielerei, nicht wahr, Holm? — „Reizend. Latz uns" in den Garten hinunter gehen. Auch ich habe ein Ei versteckt. — „Ich weiß, Holm, für die Kinder. Sehr lieb von dir. „Nem, Holm, nicht für die Kinder, für Frau Sabine, komm."
«rau Sabine muß ein Osterei suchen. Die Kinder jubeln, daß die Mutter genau so dumm ist wie ein Kind, das nicht weiß, wo ein Ci steckt. „Kalt — warm — heiß — kalt — warm - heiß — ganz heiß — glühend heiß!" ruft Onkel Holm. Und auf einmal wird es also brennend heiß, daß man es schon beinahe schmecken, riechen und Horen kann wo das Osterei liegen muh, nur sehen kann man es noch mchll Onkel Holm muß -lange rufen, bis er sie fo weit hingelotjt hat — da endlich — hinter der Putte in der Nische des Pavillons, sehr hoch und geradezu gemein versteckt, sindek die Mutter ein festes, rotes El. Es ist ziemlich groß und aus Holz. Es ist von einer verwaschenen, schmuHlg-roten Farbe. Sie kann es aufschrauben. Was mag darinnen liegen? Große Spannung. Was ist das? Die Mutter ist ja so komisch...? Frau Wendler hat ein Etm aus dem Ei genommen. In dem Etui liegt em Ring mit einem Siem. Und ein Zettel, er sieht vergilbt aus. Wie sie ihn liest, macht sie fast erschrockene Augen, blickt hilflos umher, tritt dann an ihren Mann und flüstert ihm CtroDer3üeft setzt auch den Zettel, dann schickt er die Kinder ms Haus. Sagt zu Holm' „Hör mal, lieber alter Freund, bist du eigentlich uber- geschnappt^" Der aber lacht und sagt; er wäre nicht ubergeschnappt und Wendler möge gefälligst den Text des Zettels laut lesen. Das will er nicht aber Holm zwingt ihn lachend dazu, bis auch 5rau ?odme lacht unb es befiehlt Da rückt der Professor an der Goldbrille und liest: „Liebe, ön eb'etet7Lbine° Nimm dkfen^Ring und mein Herz für, immer zum Fruhlingsseste unseres Lebens! Ich hebe dich! Dem Ernst. Hier ist z |,s'nBÄiTÄ
unb was dieser Ring?" Holm nimmt seinem Freund den vergilbten fcg* ä ä
echten Liebeserklärung vor zwanzig Jahren hinterdiese Putte
Das wollten die Eheleute nicht glauben, Frau Sabine Uetz hren1 Mann WWES-SSLM
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auslachen könne. Aber Sabine hatte 3°» ,-m Ohr für Mich chn.ern nur
- ■ Freund Wendler. Ich starb alle Tode d r E serfuch unb ver
- - - ■ ihr euch hinter dem Geratehauschen kutzter. Da
lieb liegen. Bis $eutc. Ich hatte es spater ganz
kämpfen sollte. „Und warum, lieber Holm, fiel Ihnen das fjnifc wieder ein, nachdem dieses Geschenk wunderlicherweise zwanzig Jahre verborgen hier harrte? — „Es gibt Dinge im Leben, die müssen ihr Ende finden. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, diese hoffnungslose Liebe sand viele Jahre kein Ende, obwohl ich das bunte Ei hinter der Putte vergessen hatte." — „Und wie kamen Sie jetzt darauf?" „Das will ich Ihnen jagen, Frau Sabine. Mir fiel der Ring vor ein paar Tagen ein — als ich Ringe kaufte. Da muhte ich Sabine erst das Pfand meiner unglücklichen Liebe finden lassen, ehe ich ein Pfand meiner glücklichen Liebe vergebe. Ich werde mich heute verloben. Meine Braut kommt mit dem Nachmittagszug aus Hamburg. Ich habe sie im Ausland kennen
Siehst du, Holm", rief der Professor, „alter Schwindler, ich habe doch immer gesagt, daß dir im Ausland etwas Fürchterliches zugestoßen fei! Ich gratuliere! Ich wünsche echte Ringe und echte Liebe! Sabine, das war ein Osterei!"
Das Fähnlein der sieben Aufrechten.
Novelle von Gottfried Keller.
(Fortsetzung.)
Als der Verhöbnte sah, daß mit dem fröhlichen Paare nichts anzufangen fei, zog er feine Schreibiasel hervor und schrieb ihre Namen auf. Nun traf es sich zum Unglück, daß er gerade in einem von Ruckstuhls Hausern wohnte und, da eben Ostern vorüber war, den Mietzins noch nicht bezahlt hatte sei es weil er nicht bei Geld war ober weil er des Dienstes wegen die Sache versäumt. Kurz, Ruckstuhls Genius verfiel urplötzlich auf diesen Gegenstand, und er stotterte lachend, indem er gegen den Offizier torkelte. „Bezahlen — zahlen Sie zuerst Ihre Schu — Schulden, Herr Leutnant, e — eh Sie di — die Leute auffdjrcibcn — schreiben! Wissen Sie wohl? Spörri aber lachte noch lauter, schwankte und krebste rückwärts mit dem Kopfe wackelnd, und fistelte: „Be — be, be be — zahlen Sie Ihre Schulden, Herr Leutnant, da — da das ist gu — gut gesagt, gut gesagt.
„Stehen vier Mann auf", sagte jener ruhig, „und führen die Arrestanten auf die Wache! man soll sie augenblicklich scharf einfperren, in drei Tagen wollen wir vorläufig fehen, ob sie ausgefchlafen haben. Werft ihnen die Mäntel über und gebt ihnen die Hofen auf den Zirm. ^Sie Ho Ho Ho - die Ho - Hofen", schrie Ruckstuhl, „die brauchen wir;' da — da da fällt noch wa — wa — was raus, wenn man sie
Ra — ra raus, wenn man sie fch — schüttelt, Herr Leutnant! wiederholte Spörri und beide schwangen die Beinkleider herum, datz die Taler darin erklangen. So zogen sie mit ihrer Begleitung lachend und lärmend durch die Gänge, die Treppe hinunter und verschwanden bald in einem kellerartigen Raume des Erdgeschosses, worauf es fülle mU2[m folgenden Mittag wurde bei Meister Frymann der Tisch ungewöhnlich reich gedeckt. Hermine füllte die geschlissenen Flaschen mit Sechsundvierziger, stellte die glänzenden Gläser neben die Teller, legte schöne Servietten darauf und zerschnitt ein frisches Brot aus der Backerei zur Henne, wo ein altherkömmliches Gastbrot gebacken wurde dos Entzücken aller Kinder und Kaffeeschwestern von Zurich. Auch schickte sie einen sonntäglich geputzten Lehrling zum Pastetenbeck die Maeearoni- pnftete und den' Kaffeekuchen zu holen, und endlich stellte sie auf einem Seitentischchen den Nachtisch zurecht, die Wi uni) Dffleten, das Gleichschwer und die Psafsenmümpfel oder den Gugelhupf. Frymann, der durch die schöne Sonntagsluft angenehm erregt war, entnahm aus diesem Eifer, daß die Tochter feinen Plänen keinen ernstlichen Widerstand leisten wolle, und er sagte vergnügt zu sich selbst: „So sind sie alle. Sobald eine annehmbare und bestimmte Gelegenheit „an sie herantritt, so machen sie kurz ab und nehmen sie beim Schopf!"
Nach alter Sitte war Herr Ruckstuhl auf Punkt Zwölf geladen. Als er ein Viertel nach Zwölf nicht da war, sagte Frymann: „W,r wollen essen; man muß den Musjö beizeiten an Ordnung, gewöhnen! Und als er nach der Suppe immer noch nicht kam, rief der Meister die Lehrlinge und die Magd herbei, welche heut allein essen sollten und teilweise schon fertig waren, und sagte zu ihnen: „Da eßt noch mit, wir wollen bas Zeug nicht angaffen. Haut zu und laßt es euch schmecken, wer nicht kommt zur rechten Zeit, der soll haben, was übrig bleibt!
Das ließen sich die nicht zweimal sagen und waren fröhlich und guter Dinge, und Hermine war am aufgewecktesten und empfand um so besseren Appetit, je verdrießlicher und unluftiger der Baker wurde. „Das scheint ein flegel zu fein!" brummte er vor sich hm; sie horte es aber unb sagte: „Gewiß hat er keinen Urlaub bekommen, man muß ihn nicht voreilig verurteilen!"
„Was Urlaub! Verteibigst du ihn schon? Wie wird der keinen Urlaub bekommen, wenn es ihm darum zu tun ist?
Aeußerst unmutig beendigte er die Mahlzeit und ging sogleich unb qeqen seine Gewohnheit auf ein Kaffeehaus, nur um sich nicht mehr von bem nachlässigen Freier antreffen zu lassen, wenn er endlich tarne. Gegen vier Uh? kehrte er, statt wie gewohnt seine Sonntagsgestllscha t, die: sieben Männer, auszusuchen, nochmals zuruck, neugierig, ob Ruckstuhl sich nicht gezeigt habe? Als er durch den Garten kam, sah Frau Hediger mit Herminen da es ein warmer Frühlingstag war, im Gartenhaus und si? ttanken den Kaffee und aßen die Pfaffenmümpfel und den Gugelhupf und fchienen sehr aufgeräumt. Er begrüßte die Frau, und obgleich ihr Anblick ihn wurmte, frug er sie sogleich, ob sie nichts aus der Kaserne mühte, und ob vielleicht die Schützen einen gemeinsamen Ausflug 9em°3(h glaube nicht", sagte Frau Hediger, „am Morgen sind sie in der Kirche gewesen und nachher ist Karl zum Essen zu uns gekommen, wir hatten Schafbraten, und den läßt er nie im Stich!
„Hat er nichts von Herrn Ruckstuhl gejagt, wo der hm fei?


