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Don Matthias Claudius.
Der Säemann säet den Samen,
Die Erd' empfängt ihn, und über ein kleines
Keimet die Blume herauf —
Du liebest sie. Was auch dies Leben
Sonst für Gewinn hat, war klein dir geachtet, Und sie entschlummerte dir!
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Was weinest du neben dem Grabe, Und hebst die Hände zur Wolke des Todes Und der Verwesung empor?
Wie Gras auf dem Felde sind Menschen
Dahin, wie Blätter! Nur wenige Tage
Gehn wir verkleidet einherl
Der Adler besuchet die Erde,
Doch säumt nicht, schüttelt vom Flügel den Staub, und Kehret zur Sonne zurück.
Das Vorbild.
Zeugnis vom beispielhaften Leben.
Von Franz Schauwecker, GDS.
Das Beispiel eines in sich von Geburt bis zum Tode geschlossenen Lebens, das geeignet wäre, Vorbild zu sein, ist mir aus eigener Erfahrung und Bekanntschaft nicht gegenwärtig. Wohl aber sind mir in liefern oder jenem Menschen Taten oder Verzichte begegnet, die mir Deswegen vorbildlich erschienen sind, weil sich in ihnen eine Haltung affenbarte, die anderen Menschen gleichfalls zu wünschen wäre, jenen andern, welche diese Haltung eben nicht gehabt haben Gleichzeitig aber »erhielten sich jene in dieser Beziehung vorbildlichen Menschen in andern Beziehungen durchaus nicht vorbildlich, so daß sich die Beispielhaftigkeit nur auf Teilbezirke eines menschlichen Lebens erstreckte.
Um es gleich vorwegzunehmen: die Vorbildlichkeit des Verhaltens besteht in der unbedingten und bewußten Erfüllung eines entscheidenden Bekenntnisses, das ein Mensch durch Leben, Denken ober persönliche Artung vor sich selbst abgelegt hat. Anders gesagt: das beispielhafte Leben ist ein heroisches Leben. Seine Taten werden nur durch Verzichte erkauft. Und seine Verzichte tragen die Taten in sich. Jeder, der opfert, tut eine lat. Und in jeder Tat verbirgt sich ein vorausgegangenes Opfer.
Ich lernte einen Mann kennen, der auf dasjenige Glück verzichtete, bas durch Geld und Selbstbestimmung zu haben ist, weil er seine durch Krankheit und Schicksal um Vermögen und Beruf gebrachten Eltern in einem einigermaßen erträglichen Leben erhalten wollte. Er verzichtete beswegen auf die Ehe mit einem Mädchen, das er liebte, und auf das tigene Glück. Die Eltern wußten davon nichts, und sie haben es auch nie erfahren, weil er gewiß war, daß sie dies Opfer niemals angenommen hätten. Dies war insofern beispielhaft, als darin der Verzicht auf das t igene Wohlergehen beschlossen war, zum Besten von Menschen, henen l jener innerlich unauflöslich verbunden war. Von einer andern Seite könnte das Mädchen kommen und die Frage stellen: „Wie denkst du über bas Unglück, das dadurch über mich gekommen ist?" Hier scheint mir bie Härte gegen sich selbst, der Verzicht auf das eigene private Wohl- ! rgehen sehr maßgeblich zu sein. Die Zweischneidigkeit des Geschehens »ird hier sichtbar.
Es sind mir in meinem Leben eine Reihe von Menschen — Männer, Jünglinge, Frauen — begegnet, in deren Verhalten gegenüber dem Leben iich jeweils eine Haltung ausprägte, die mir in diesem bestimmten Fall vorbildlich zu sein schien.
Da ist zuerst der Beginn des Menschen, das Kind. Die Naturnähe 'eines Daseins, die völlige Unbefangenheit seines Lebens tragen das in lief;, was dem späteren Menschen von Tag zu Tag mehr verloren geht and darum von Tag zu Tag nachher wiederum neu erworben werden muß: die Sicherheit der Entscheidung, bas Tun ohne Wahl, die Instinkt - gegebenheit des Handelns. Ein Kind irrt nicht, denn es hat in (einer ' Unschuld, — „Unschuld" in einem ganz tiefen Sinn gefaßt — keine Wahl. Darin gleicht es dem Tier, das aus einem endgültig verlorenen Paradies ber vollkommenen Gewißheit des Triebes kommt und deshalb in einer gewandelten Welt zugrunde gehen muß. Das Kind geht nicht zugrunde, aber es muß den schweren Schritt der Wandlung vollziehen.
Diese Beispielhaftigkeit beinah jeden Kindes ist beneidenswert, ohne baß der Neid hier den Charakter des Negativen haben kann. Man * rtennt das Kind an und weiß, daß es ein Zustand ist, der einmalig ist, ein glücklicher Naturzustand. Und man weiß, daß wir nicht mehr u einem glückseligen Naturzustand bestimmt sind. Das ist vorbei. Auf uns warten andere Dinge: Arbeit, Tat, Opfer, Ziel, Schmerz, $ampf, Haß, Liebe, Sieg und Niederlage.
Ich entsinne mich eines zweiten erzieherischen Erlebnisses, das der Beobachtung entspringt. Auf einem Spazierwege kam ich an einem Bauernhause vorbei. Dor dem Hause war ein großer Haufen von Reisig «ufgeschichtet. Auf diesen stachlichen und hohen Hügel kletterte ein Kind ton zwei Jahren mit der stummen Beharrlichkeit, die einem Kinde in liefern Alter zu eigen zu fein pflegt. Daneben stand eine alte Bäuerin itnb beobachtete die ebenso hartnäckigen wie erfolglosen Versuche des Kindes mit unbewegtem Gesicht. Sie ließ das Kind nicht aus den Augen, tber sie zeigte keine besondere Sorge. Das wunderte mich, und ich fragte I unmittelbar: „Haben Sie keine Angst, daß das Kind sich beschädigt?! | Sehen Sie denn nicht —?" Die Bäuerin antwortete, ohne den Kopf zu i «wegen, ohne eine Miene ihres gleichmäßigen Gesichtes zu verziehen: ,-Es lernt." »
Diese Antwort ließ mich verstummen. Ich nahm sie z«r Kennknk und nahm sie mit nach Hause. Sie ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben als ein Beispiel eine« zwar harten, aber gesunden Erziehung, die freilich nicht jedes Kind vertragen wird. Indessen scheinen mir die Söhne eines kräftigen Volkes einer gewissen Härte zu bedürfen. Das Leben ist nicht weich. Dreck ist weich.
Beispielhaft — allerdings nicht vom Standpunkt des Musterschülers — scheint mir ein ehemaliger Klassenkamerad zu sein, der als guter Schüler einmal in den Verdacht geriet, mit einem präparierten Zettel gemogelt zu haben, während in Wirklichkeit ein neben ihm sitzender Schüler der Schuldige war. Er stellte die Verwechslung nicht klar, sondern nahm alles auf sich, um des andern willen, mit dem er befreundet war. Und dann ging der wirkliche Schuldige hin und gab sich selbst an, obwohl er sich dadurch schwer schadete. Beides war für jeden von ihnen als Kind und Schüler ein Opfer und eine Tat zugleich, durchaus ebenbürtig mancher Handlung eines Erwachsenen. Die äußerlich geringere Tat eines Kindes birgt innerlich vielleicht mehr an Qual und Entschluß, und darin liegt der Wert.
Beispielhaft ist bas Verhakten eines Arztes, der im Kriege in einer Cholerabaracke unter Dransetzung seines Lebens seinen Dienst versah. Er setzte sich aufs Spiel, um viele zu retten. Beispielhaft ist bas Leben der Frontsoldaten, bie ohne persönlichen Ruhm, ohne Erwartung bes Dankes abseits in Dreck und Qual ihren Dienst an ber Nation erfüllten, und bas mitten in ber glühenbsten Jugenb, ber ein Recht auf Rausch und Sorglosigkeit, auf Freude unb Leben nicht abzufprechen sein bürste. Es war bie Zeit, in ber es nicht ohne Vorbilblichkeit war, baß — ich sah es im Beginn bes Jahres 1915 — ein alter Mann mit weißem Haar, vielleicht ein Kämpfer von 1870, beim Anblick ausmarschierenber Jugenb vor biefer Jugenb den Hut abnahm unb ihr Platz machte. Statt vieler Beispiele sei nur ein einziges gegeben: vor einem Angriff fah ich einen Soldaten, in eine Schulterwehrecke des Grabens gedrückt. Er starrte mit einer sonderbaren Haltung bes Körpers in bie bröckliche Wand aus Wurzeln und Sand, unb als ich ihn näher betrachtete — ich war sein Nachbar —, sah ich, daß er von einem inneren Schluchzen gepackt war. Bald danach begann der Angriff. Einer der ersten im feindlichen Graben war jener Soldat. Obwohl er zwei Schüße erhielt, blieb er und war nicht zu bewegen, nach hinten zu gehen. Er war beispielhaft tapfer. Später fand ich den Mut ihn zu fragen, warum er damals eigentlich nahe am Weinen gewesen sei. Er wurde sehr verlegen, und schließlich sagte er mir: „Ich habe Angst gehabt." Diese Ueberroinbung ber Todesangst scheint mir vorbildlich zu fein. Ich begreife es, und es ist verständlich, daß jemand Angst vor der Angst hat, und es ist nachahmenswert, durch diese dicke Mauer, in jenen Raum vorzustoßen, der frei ist und nun nach ber Ueberroinbung bas Höchste, bas Letzte, bas Aeutzerste ermöglicht.
Den stärksten Hintergrund für ein beispielhaftes Leben wird nicht der Ruhm bieten, sondern vielmehr das Schweigen, die Unbekanntheit, weil hier jeder Anreiz fehlt, weil hier alles ganz um feiner selbst willen vor sich geht unb keine Verlockung den Egoismus spornt. In diesem unbekannten Heroismus bes verlorenen Postens, der vorgeschobenen Stellung, der völligen Einsamkeit, in der nicht Beifall jubelt ober gelobt ober gedankt wird — hier kommt es ganz unb gar auf bas unbestechliche und wahrhaftige Innerste eines Menschen an, und gerade diese Taten und diese Opfer bringen die kraftvollsten und durch den Verzicht größten Offenbarungen bes uns Möglichen am reinsten in bas Licht eines sehr einsamen Tages. Es sind die Deutschen, bie biefe unbeachtete Tat um bes Zieles willen vollziehen, bie sie im Grunbe genommen nur um des Wesentlichen willen tun, weil es so befohlen ist, ohne zu fragen, ohne zu reden, nur weil nichts andres übrigbleibt, weil es notwendig ist. Beispiel: an der Front hatte es vom August 1918 keinen Zweck mehr zu bleiben, denn der Krieg war verloren und war auf keinen Fall mehr zu gewinnen, aber es hatte einen Sinn zu bleiben, nämlich den einzigen glaubensmähigen Sinn: Deutschland. Und darum wurde geblieben, unb biejentgen, welche blieben, waren die eigentlichen Kämpfer unb Vorposten in bie Zukunft. Sie sinb unbekannt. Es ist vielleicht ber Chauffeur Müller, ber Dreher Meyer brei, ber Rechtsanwalt Lehmann vier, ber Zollinspektor Schmibt sechs. Ich weiß es nicht. Er weiß es vielleicht selbst nicht mehr. Er hat es vergessen. Es ist nicht seine Art, baoon zu reben ober baran viel zu benfen. Aber morgen wirb es fein Sohn fein ober der Sohn feines Nachbarn, den er nur von Ansehen kennt.
Mag es nun ber Solbat in der Schlacht sein, die Mutter, die für ihr Kind schweigend duldet, der politische Mensch, der für seine Idee in bie Verbannung geht — immer wirb hier ein Kampf gegen bumpfen Wiberstanb aufgenommen, immer ist es ber kämpferische Mensch, ber um des Glaubens willen sich opfert, und indem er sich hinstellt, zugleich handelt. Die Vorbildlichkeit des Handelns trägt immer den Charakter des Heroischen in sich. Dieses Heroische ist im Grunde nicht allein eine bloße Haltung, sondern sie ist von einem Sinn, von einem Glauben erfüllt.
Heute, wo wir die Nation im ganzen Volk als die sichtbarste Gestalt wirkender Mächte empfinden, werden wir die Vorbildlichkeit am reinsten und eindringlichsten in diesem Nationalismus erblicken. Die heroische Haltung als der Ausdruck dieses Nationalismus ist ein objektiver Idealismus, der ohne Hegel undenkbar ist. Gestalten wie Eckehard, Luther, Friedrich II. von Preußen, Heinrich VI., der deutsche Kaiser, Goethe, Nietzsche, Bismarck, verleiblichen diese deutsche und preußische Haltung im Religiösen, im Politischen, im Künstlerischen, in der Weisheit. Es sind die mächtigsten Vorbilder deutscher Menschlichkeit und bes Dienstes an Deutschlanb-Preußen. Es waren innerliche Menschen unb sie verkörperten ihre Innerlichkeit im Werk, in der Tat, in ber Macht, beren jegliche Innerlichkeit bedarf, wenn anders sie dasein und wirken will
Die Vorbildlichkeit kann heute der Sieg eines Mannes sein, morgen der Gang in die Verbannung. Wir könnten sie in einem Kinde finden und in dem vielleicht rechtzeitig verzichtenden Verhalten eines alten Mannes. Wir werden sie in klarster, verbindlichster, unzweideutigster Form von dem Menschen fordern müssen, der Führer der großen Ein-


