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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
Jahrgang 1(955
Zreitag, den 22. September
Nummer 75
Herbstnacht.
Von I. G. von Salis-Seewts.
Der Mond, umwallt von Wolken, schwimmt Im feuchten Blau der Luft,-
Der Forstteich, matt versilbert, glimmt Durch zarten Nebelduft:
Die Glut, vom Hirtenkreis umwacht, Verschwärzt, entflackernd, rings die Nacht,- Eintönig rollt vom Brunnenrohr Der Waflerstrang, der sich verschlürft,- Und zarte, graue Schatten wirft Schräghin das Kirchhoftor.
Das Netz der Zuggewölbe schwillt Zum Zelt des Blitzes auf,- Der Mond, in Wettergrau gehüllt, Verschied nach halbem Lauf. Des Irrlichts bläulich siecher Schein Erlischt im Torf am Tannenhain.
Des Zeigers Goldblatt blinket matt, Umflort von feuchtem Nebelrauch, Und ängstlich zuckt im Erlenstrauch Sein letztes dürres Blatt ...
Peter Cornelius als deutsches Vorbild.
Zum ISO. Geburtstage des Malers.
Von Dr. Georg Kuhn.
Es gibt Künstler, die nur als Schatten unter uns fortleben, aber als glühend verehrte Schatten, deren gewaltige Umrisse zu einem kostbaren Vermächtnis ihres Volkes geworden sind. Ihre unmittelbar lebendige Wirkung ist von ihrer Zeit gleichsam auf« kieiogen worden,- sie haben die notwendige Grundlage gelegt für das Wirken der Kommenden, und so ist ihr Schaffen eingegangen in unzählige Werke, in denen es nur der Kenner als ein mit- «oirkendes Kraftfluidum spürt. Zu diesen Meistern müssen wir wohl Peter Cornelius rechnen. An seinem 100.Geburtstage wurde er als der „größte Maler seines Jahrhunderts" gefeiert. Heute, da die malerische Kultur in Deutschland so reich entfaltet ist, möchten wir ihm den Namen des Malers, d.h. des Künstlers der Farbenwirkung, überhaupt absprechen, denn er selbst sah ja tn der Farbe nur eine „sinnliche Verführung", die von den heiligsten Aufgaben der Kunst ablenkt. Die gewaltigen Freskenwerke, die er in München ausführte und in Berlin plante, sagen mit ihrem komplizierten Inhalt, dessen Vorstellungskreise uns Fremd geworden sind, der großen Menge nichts mehr. Was von ihm lebt, das sind einige Schöpfungen des glücklichen Augenblicks, in denen der tiefste Gehalt seines Wesens den stärksten und volks- iumlichsten Ausdruck fand, so seine „F a u st"-Jllustrationen oder ber Karton der „Apokalyptischen Reiter". Immer wieder 'st eine Neuentdeckung seiner Kunst prophezeit worden. Herman htntm glaubte, daß im neuen deutschen Reich seine Zeit von Keuem anbrechen werde, und auch heute wieder wird man jeden« mlls sagen dürfen, daß dieser Hohepriester einer idealen Kunst, dieser grimmige Feind jedes Naturalismus und Materialismus -um Kronzeugen alles dessen angerufen werden, darf, was von Rutschen Künstlern in ihrem tiefsten Wollen erstrebt wird. Dem «bietenden Zauber seines Wesens hat man sich auch in der Epoche nicht verschließen können, in der man von seinen Idealen am weitesten entfernt war. Ein Beweis dafür ist ein Erlebnis, das Cornelius G u r l i 11 in seiner bekannten „Geschichte der deutschen Tunst im 19. Jahrhundert" erzählte. Er betrachtete mit Schülern «ie Kartons von Cornelius, die damals in der Berliner Natw- «algalerie hingen, und wollte das Veraltete dieses Stils auf- weisen. Aber cs kam anders: „Wie der Meister mir ins Konzept nneiufuhr, wie im Hinsehen aus der kühlen Zeichnung ein ge- «attiaer Geist aufwuchs, den man nicht mit jenem Tagesgeschmack "essen darf, unter dessen Macht jeder von uns steht! Er ist tot «nd ich lebe! Das war der einzige Vorteil, den ich über ihn 'Prana. Aber der Tote erwacht, wenn man ihm durch ferne Werke indurch in die Seele schaut. Da wirkt noch eine Kraft, die nicht
begraben wurde, die nur von einem Großen ausgeht, einem Unsterblichen ..."
„Nächst dem Dreigestirn Lessing, Goethe und Schiller hat im Reiche der Kunst niemand so großen Anteil an der Entstehung, Stärkung und Vertiefung des nationalen Geistes als Cornelius. Der Wiedergewinnung einer spezifisch deutschen, unserer tiefsten Eigentümlichkeit entsprechenden männlichen Kunst knüpft sich durchaus an seinen Namen. Sein Verdienst ist es, mitten in der tiefsten Erniedrigung unseres Volkes, unter dem schmachvollen Joch der Fremdherrschaft nicht verzweifelt, sich vielmehr erst recht auf das eigene Wesen besonnen zu haben. Er hat die unterbrochene künstlerische Entwicklung da wieder angeknüpft, wo sie einst abgerissen worden war." Mit solchen Worten feierte Friedrich Pecht, der noch einer seiner Schüler war, die Bedeutung des Mannes, in dem die deutsche Kunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Reformator und Führer gefunden. Dabei mutz man sich tn die Erinnerung rufen, daß mit dem Ende des 18. Jahrhunderts jene große Kunstentwicklnng, die von der Renaissance bis ins Rokoko sich lebendig auswirkt, ihr Ende erreicht hatte, daß das bildnerische Schassen in der höchsten Blüte der deutschen Geisteskultur auf einen kläglichen Tiefstand herabgesunken war. Goethe selbst, der in der Nachahmung der Antike die einzige Rettung erblickte, zeichnete bei seinem Preisausschreiben die charakterlosen klassizistischen Werke aus und wollte von der inneren Glut der unbehilflichen Versuche des jungen Düsseldorfer Künstlers Peter Cornelius nichts wissen. -Dieser aber war schon früh in seinem Innersten von der jungen Bewegung der Romantik ergriffen worden, die die Keime einer neuen deutschen Welt in sich Barg und im germanischen Mittelalter die Ahnen des eigenen Wesens entdeckte. In der Sammlung gotischer Bildwerke, die die Brüder Boisseröe zusammengebracht hatten, erlebte er das Wunder einer Kunstoffenbarung, das fein eigenes Werk entscheidend bestimmte. Aus der starken Vaterlandsliebe, dem glühenden Franzosenhaß der Zeit der Freiheitskriege erwuchs ihm das Bewußtsein, daß er berufen sei, dem herrschenden Zeitgeist den Krieg zu erklären und seinem Volk eine neue Kunst zu geben. „Wenn die Freiheit, die jetzt gewiß und wahrhaft errungen werden wird, würdig genossen und den künftigen Zeiten gesichert werden soll", schrieb er 1813, „so muß der Genius der Nation durchdringen in allen Dingen bis zum untersten Glied. Die Vorsehung hat mir einen großen Wirkungskreis angewiesen. Möge es ihr gefallen, daß ich nur einen Stein zu den Grundfesten eines deutschen Kunsttempels lege, so werde ich nicht vergeblich gelebt haben!"
Sein Streben „nach Dürerscher Art" die Welt glühend und streng zu sehen", fand den ersten vollendeten Ausdruck in seinen Bildern zu Goethes „Faust", die eine offene Kriegserklärung an die süßliche Weichheit des damaligen Kunstempfindens waren. „Albrecht Dürers Randzeichnungen habe ich von dem Tage an, da ich mein Werk begann, in meiner Werkstätte", schrieb er an Goethe darüber. „Damals, als ich das Wesen dieser Kunstgattung zu ergründen strebte, schien es mir nötig, in einer Zeit, da man so gern alle Höhen und Tiefen ausgleichen möchte, nicht im Mindesten mit dieser schlechten Seite unseres Zeitgeistes zu kapitulieren, sondern ihm streng und mit offener Stirn den Krieg anzukündigen." Der urdeutsche Gehalt der Goetheschen Dichtung ist hier am stärksten unter all den unzähligen Faust-Illustrationen gestaltet, zugleich ein Werk geschaffen, das ganz den frischen und zarten Duft der deutschen Romantik atmete, während in den allein vergleichbaren Zeichnungen von Delacroix die dumpfe Dämonie der französischen Romantik waltet. Mit diesem Protest gegen den Klassizismus trat Cornelius für die nordische Ausdruckskunst ein, und wenngleich er sich in feiner späteren Laufbahn von diesem Ideal scheinbar weit entfernte, so ist das Germanische doch der beste Teil seines ganzen Schaffens geworden.
Als er dann in Rom sich der Bewegung der sogenannten Nazarener anschlotz, die in dem Stil der Frührenaissance ein verwandtes Empfinden ahnten, da rang er darum, den uralten Traum der deutschen Kunst nach Vereinigung von Nord und Süd zu verwirklichen. „Ich glaube fest: Ein deutscher Maler sollte nicht aus seinem Vaterlande gehen!" schrieb er an einen Freund. „Der Aufenthalt hier, wie schön er auch ist, ich halte ihn nur für vorbereitend. Welschlands Herrlichkeit hat mir das Vaterland nicht aus der Brust gelacht." Er erkannte nun, daß das Nationale nicht im Stofflichen, sondern in der geistigen Durchdringung, der persönlichen Auffassung liegt „So wie Goethes „Tasso" zwar in Italien spielt, und sein glücklicher schöner Himmel über ihm weht, und das Werk doch an sich selbst in seinem innersten Wesen deutsch ist", schreibt er, „so hoffe ich, soll's mir auch mit meinem Werke


