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Sicfiener^amilieiiblätter
Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
Jahrgang <955 Montag, den 2. Oktober Nummer 76
Abschied.
Von Eduard M ö r t k e.
Unangeklopft ein Herr tritt abends bei mir ein: „Ich habe die Ehr, Ihr Rezensent zu sein." Sofort nimmt er das Licht in die Hand, Besicht lang meinen Schatten an der Wand, Rückt nah und fern: „Nun, lieber junger Mann, Sehn Sie doch gefälligst mal Ihre Nas' so von der Seite an! Sie geben zu, daß das ein Auswuchs ts." „Das? Alle Wetter — gewiß!
Ei Hasen! ich dachte nicht, All mein Lebtage nicht, Daß ich so eine Weltsnase führt im Gesicht!" Der Mann sprach noch verschiedenes hin und her, Ich weiß, auf meine Ehre, nicht mehr: Meinte vielleicht, ich sollt ihm beichten. Zuletzt stand er auf: ich tat ihm leuchten.
Wie wir nun an der Treppe sind, Da geb ich ihm, ganz froh gesinnt, Einen kleinen Tritt, Nur so von hinten aufs Gesäße, mit — Alle Hagel! ward das ein Gerumpel, Ein Gepurzel, ein Gehumpel! Dergleichen hab ich nie gesehn, All mein Lebtage nicht gesehn Einen Menschen so rasch die Treppe htnabgehn!
Das Abenteuer am Donnerstag.
Von Ludwig v. W o h t
Wenn mir einer vorher gesagt hüte, ich würde an einem ge- rotffcn Donnerstag mit 'nem Taschentuch im Mund und 'nem kalben Pfund schwarzer Farbe int Gesicht in 'nem Taxi über den Wroadway fahren, — dein hätte ich wahrscheinlich eine gelangt.
Und es kam doch so, denn — aber ich will lieber mit dem An- iimg anfangen.
Also, ich heiße Vivian Sanders, Pin einundzwanzig Jahre crlt, mein Haar ist rötlich blond (absolut echt, bitte!» und meine Beine nnd erstklassig — wenigstens sagt man mir das so oft, daß ich cs nun langsam glaube.
Leider strebt meine Nase zu sehr nach oben, als daß es bei mir nur klassischen Schönheit langen würde.
Wenn Sie jetzt aber denken, daß ich an der Bühne bin, Tanz- tiir( oder kleine Rollen oder so, dann sind Sie schief gewickelt.
Ich bin Stenotypistin.
Mutter ist bei der Bühne, als Garderobiere.
Ich hätte Ma gern erspart, auf ihre alten Tage noch zu ar- »eiten, aber sie will absolut selbständig sein und nicht von mir ab- i "ingen.
Außerdem sagt sie, wenn man einmal Thcaterluft gerochen hat, -wmmt man freiwillig nicht mehr davon los.
Na, also, ich komme eines Mittags nach Hause, ist unser kleines Wohnzimmer mit Menschen ungefüllt.
. Wic ich näher hinsehe, sind außer Mama nur zwei, aber was üir zwei.
Viereckige Schultern, viereckige Schuhe, viereckige Bewegungen, mrz und gut, Polizei.
Und Ma heult wie ein Schloßhund.
Die Beiden drehen sich um, wie ich reinkomme.
»Wer ist das?" fragt der eine.
»Meine Tochter", schluchzt Ma.
»Was wollt Ihr denn hier", fragte ich.
«Haussuchung", sagt der Inspektor.
»Ihr habt wohl zu lange in der Sonne gelegen? sage ich.
„ »Lasscuse die Sorte Bemerkungen", sagt er. „Damit machenses lief) besser. In der Garderobe von Mrs. Lorini ist 'n Schmuck- i"ck gestohlen worden und außer Ihrer Mutter hat niemand ■«tritt."
, »Das ist doch idiotisch", schrei ich. „Wenn Ma 's auf Schmuck gesehen hätte, dann hält' sie fünftausendmal Gelegenheit dazu -stabt in den zwölf Jahren, die sie Garderobiere tst. Wird dte '«rriere nich mit sechzig anfangen--" . „
»Haltense den Mund", sagt der Idiot. „Ich hab mein Auftrag.
. Na, ich tröste Ma, so gut ich's kann, sic jammert, fte überlebt ■IC Schande nich, die Beiden suchen unsere zwei Zimmer ab, und
stecken ihre dicken Finger in Mas ordentlich aufgeräumte Schubladen.
„Ich überleb's nicht", stöhnt Ma.
Im gleichen Moment bekomm' ich einen Schreck wie noch nie im Leben — ich denke, ich fall' um, so packts mich.
Neben der alten Kommode steht Mamas große schwarze Henkeltasche, die sie jeden Tag mit ins Theater nimmt.
Die Thermosslasche ist noch drin, und die Hälfte vom Abendbrot.
Aber noch etwas anderes tst drin, etwas Blitzendes, Funkelndes ...
Die beiden Detektive suchen jetzt den Schrank ab, sie wenden uns den Rücken zu.
Ich bücke mich, hab' das Funkelnde in den Fingern, steck's in den Ausschnitt und richte mich wieder auf.
Sie drchn sich nicht um —.
Mir flimmert's vor den Augen.
Fast eine halbe Stunde lang suchen die Beiden noch, dann gehen sie endlich.
„Tut mir leid, Ma'm, war unsere Pflicht. —"
Wie sie weg sind, hol' ich das Zeug aus meinem Ausschnitt raus, und Ma fällt fast in Ohnmacht.
„Nun denk mal ganz scharf nach, Ma —" sag ich ruhig. „Jemand muß dir das in die Tasche gesteckt haben. Wer war gestern außer dir in der Garderobe von Mrs. Lorini?"
' Aber Ma braucht eine Weile, bis sie soweit ist, daß sie nachdenken kann.
„Außer mir nur Miß Sittaford", sagt sie schließlich. „Aber die ist mit Mrs. Lorini dick befreundet —"
„Schwer vorstellbar für den Richter, daß Miß Sittaford den Schmuck von Mrs. Lorini ausgerechnet in deine Handtasche praktiziert", sag ich kopfschüttelnd. „Hat sie denn was gegen dich?"
„Nicht das Geringste", jammert Ma. „Ich hab ihr nie was getan — ich hab überhaupt nie jemand was getan, ich —"
„Ruhig, Ma, ruhig —"
„Wenn mir nur dieser gräßliche Schmuck schon auö dem Haus wär —"
„Dafür laß mich nur sorgen —" sage ich.
Nun wäre es ja sehr einfach und bequem gewesen, den Schmuck cinzupacken und als Paketchen an Mrs. Lorini zu schicken, mit der Post.
Aber ich wußte: immer würde ein wenn auch vielleicht unausgesprochener Verdacht an Ma kleben bleiben.
.Sie hat's gut versteckt, so daß die Polizei nichts bei ihr gefunden hat. Aber dann hat sie's doch mit der Angst gekriegt, konnte so ein großes Stück wohl auch nicht verkaufen, also hat sie's anonym zArückgeschickt.'
So ungefähr hätten die Leute gesagt.
Und für Ma wäre das Leben zur Hölle geworden.
Also mußte ich mir was andres ausdenken ...
An diesem Tage ging Ma begreiflicherweise nicht ins Theater.
Sie lag mit Fieber im Bett.
Aber i ch ging hin, wenn auch nicht offiziell.
Ich hatte, mir ncn alten Hut von Ma aufgesetzt, und mich anders zurechtgcmacht als sonst — was eigentlich gar nicht nötig war, denn man kannte mich im Theater nicht.
Aber sicher ist sicher.
Ich wußte, es war verdammt gefährlich, was ich tat.
Wie es mir dann gelungen ist, erstens unbemerkt hinter die Bühne zu gelangen und zweitens in die Garderobe der Lorini, weiß ich nicht mehr.
Es war während ihrer großen Szene im ersten Akt, wo sie zwanzig Minuten lang auf der Bühne stehen muß — das hatte ich aus Ma rausgekriegt.
Ich leg den Schmuck an ihren Frisiertisch und will schleunigst machen, daß ich rauskomme, als — die Türklinke niedergedrückt wird.
Ich kann gerade noch hinter der langen Gardine am Fenster verschwinden.
„Komm solange hier rein —" sagt eine Frauenstimme.
Schritte.
Die Tür fällt zu.
„Du bist total verrückt, Vera", sagt eine" Männerstimme, „wenn man uns hier sieht —"
„Unsinn. Ich bin mit der Lorini befreundet genug. Außerdem muß ich dir erklären, wie das passiert ist —"
„Da gibt's gar nichts zu erklären —"
„Hör lieber zu. Also ich hab den Schmuck schon in der Hand, als die alte Kuh, die Sanders rcinkommt. Ich laß das Zeug


