Der Gendarm war wesentlich stärker.
ffor- der Gendarm h'^lt namucy
•sxmivftx “ s
trt fpäter 1t mürbe, ar nichts, leedenholl umbaute, ihn, trotz- Jas große buchendem ms nichts
Menschen, v.t 'unnte, wenn man
f ,N«ei, Ml unb 0(ä wündj-en, vielmehr ödendem :r, trank. 5 Leiden, ^tlanden, ”1«, weil hatte er er ward er nie er- ter. Stuft rteinifcher r Hügel.' Künstler-
chterlichen t war er, Er malt« ler fernem mit dem der Hand, n all den irden, Hal ■forflt, daß s und die Zrunkdent- nft wurde, im Fuß- ,H!er ruht Apelles.' stagdalena, t über fei” ete Ä nie. Es ifi je in Mal
in müffea. en ®ewj wird heuil dem N VerehrMS 5 und d<” gegen fei” andiefe« und fei* tefte.W stemmt » w«mS?<r' men Ws
Has a””i Das
,t werde”
«fS»
X>f
6*‘S
>
.ft»1 |e'"y-' fei” w
. An d-r
Sx au, »l8 *U«
Vie Mutter wider den Tod.
Don Franz Kart Ginzk«y.
Copyright 1932 by I. L. A. Wien.
3n meinem Tiroler Kriegstagebuch steht mit dem Dalum vom 13 August 1915 vermerkt: „Man hat mich au fge fordert, Zeuge der 216= leferung sämtlicher Kupferkessel im Faffatal zu jein. Damit verschwindet, l?m Gesicht der Zeit nach, ein ehrwürdiger Gegenstand, der kaum jemals -eiedererjcheinen wird. Ich begab mich in Begleitung eines Oberleutnants, ,nes Finanzbeamten, eines Schatzmeisters und eines Gendarmen in einem ! lenftauto von Ligo die Fassa nach Moena. 2luf dem kleinen, offenen tzmtz vor dem Gasthaus ,Lur Post" sammelten sich die Leut« haus- lummerweise. Nirgends gab es Widerspruch, es ging alles glatt. Manche irr Bauern nahmen für Kessel und Geschirr bis zu hundertfünfzig Kronen in. Binnen kurzem wurden Taufende von Kronen ausbezahlt.
Hier bricht die Aufzeichnung ab, ich hatte keine Gelegenheit mehr, das Leiter« nachzutragen, und es schien mir auch später -nicht nötig; ich nutzte, ja, es werde mir, was sich weiterhin zutrug, dauernd im Ge- l-jchtnis bleiben, der Stimmung und dem Geschehnis nach. Ich will es tun, nach nahezu siebzehn Jahren, hier wieder erstehen lassen.
Wir sahen also vor einem Tischchen, das wir mitten auf den Platz ^stellt hatten. Es war an einem jener Hellen, ein wenig kühlen Dolo- mtennachmittage, die kein Reisender vergißt, der sie jemals erlebte. !>-i« nahen Wiesenhänge sahen wir mit Krokus übersät, darüber die Wucht ler schwarzgrünen Wälder, und höher darüber die strahlende Sella, Hermelin des Neuschnees um di« königlichen Schultern. Unaufhörlich u«r= nahmen wir das sanfte Grollen ferner Geschütze, eine wunderliche Sprache in dieser auf Erhabenheit und Frieden gestellten Natur.
Da ein ziemlich lebhafter Wind ging, hatten wir faustgroße Steine tuf die Hausen von Banknoten gelegt, damit sie uns nicht entflögen, i esterreich hatte heute nicht nur Kriegstag hier, es hatte auch Geschäfts- iig. Es kaufte den Bauern ihr Kupfer ab, denn es benötigte dieses zu nancherlei notgedrungenen Zwecken, vor allem zu guten Führungs- ingen für feine Granaten und Schrapnells. Es kaufte, das heißt, es »ar den Leuten befohlen worden, was immer sie an altem oder neuen kupfer besäßen, an diesem Tage zu Tal zu führen. Und jedermann nutzte, es gäbe hier keinen Widerstand.
So kamen also di« Männer und Frauen, fast durchweg alte Leute, leim di« Jugend stand ja im Feld, aus ihren Berghofen herab und -rächten aus den Küchen mit, was sie dort an Kupfer besessen hatten, -mneist ihre großen Wasserkessel mit dem eisernen Bügel, Urvakrhaus- int, oft mit altem gravierten Zierat versehen zum Abschied noch blank icscheuert in der Sonn« wehmütig blinkend. Man konnte Wohlhabenheit cn Armut wohl unterscheiden, j« noch der Last, die jeder trug, und inige mochten auch reich sein, denn sie fuhren ihr« Kefsel m vollge- i,denen Karren zu Tal. v . ra ... „„„
Der Schätzmeister hantierte an der Waage und rief das Gewicht aus.
Das Geschäft ging flink, aus Gramme kam es nicht mehr an es ling nach der Masse. Der Finanzbeamte zahlte dar, gutes^Geld, neues 4eld, damals noch siegreiches Geld. Den Dauern kam der Preis, den sie irhielten, offenbar phantastisch hoch vor, sie strichen ihn zufrieden ein. So war Zufriedenheit auf allen Seiten.
Berge von Kesseln, Kannen und Topfen begannen sich vor uns auf- iutürmen, und nun wurden sie in Körben n eme nabehegenb« Scheune -«bracht. Dort aber begann jetzt ein grausames Morden Der Schmied les Ortes, ein Riese, schlug mit dröhiiendem Hammer auf alles em G«= t-alt, Bestimmung, Nützlichkeit, das hatte alles jetzt keinen Sinn mehr es oertete nur mehr der Stoff. Und den galt «s voni Eisen zu tren en und ton allem, was sonst nicht Kupfer war. Die Schlage gingen hart und das
UnV«s schien jetzt als horchten die Bauern auf. üßas marb mit |»bem Streich hier nicht zerschlagen I Gewohnheit, stille Berbundenhcit, las Herdglück vieler Geschlechter. Das Gelb auf Disch erschien
ms jetzt als etwas Kaltes, Feindliches; es war noch ^ad)tig, g tz,
'S bis immer ist, aber zugleich auch fremd und lebensleer, und bie Bauern, die nun mit ihrem Kupfer noch an di« Reihe kam , f )
-ie Banknoten wohl an, doch sie nickten mcht mehr ^z .
Das Hämmern ward indessen immer wilder der »es «um Immer klagender, den hochgewachfenen Schmied in der Scheune schie^ -in Taumel blindwütiger Zerstörung erfaßt zu Haden, h ^. ^.(b
mberes tat als feine Pflicht. Und so gab er uns fein uHes. toimwito les Krieges ab, der auch zerstört, aus Psticht !°J . 9 iamit ein Neues irgendwie aufzubauen.
hä
□ar, als verspürten sie dieses Dröhnen, Hieb auf Hieb, w,e tottjiage au; gr Heim, auf ihr Glück, auf ihr eigenes Pand. -kin-mBeamte brüllte, Jndesfen ging die Waage auf und nieder, der 8 ron3n0fen auf bem bnn sonst hätte man ihn nicht vernommen und die »antnoten^auf Dem u(d) nahmen zusehends ab. Es den ^Tisch herum, und man
Menschen, die halbe Gemeinde woh um d M q d Drohen- lunnte, wenn man wollte, etwas Enttäuschtes ^uoeies, ^
«es in den scharfgeschnittenen ^'/-^mitten des üärmes eine Helle, [ Und da horten wir nun plotzl'ch mmitl n <x,naana des Ortes I !Iaflenbe Frauenstimme. Es ^'iuedn^von e'ncm Gendarmen geführt. I U. Bon dort kam eine alte Bäuerin vo . n* $u uns
| Er zog sie ein wenig unsanft mit sich fort, si« roe,8erK 4 i --eranziikommen.
Doch half ihr das wenig
Der Zusammenhang schien uns [ 'n der freigebliebenen Hand einen | l*or nicht «ergeben. "... ~
I hon freilich nicht angehen taffen.
Der Widerstand des Weibes aber, so wollte uns nun erscheinen, war doch tiefer, elementarer, als ob es ihr lediglich um den Kessel ginge. Es war nicht Klage um Besitz allein, was wir aus ihrem Weinen und Schreien zu vernehmen glaubten, es waren Töne einer seelischen Angst, einer Qual bes' Herzens, die wir uns nicht zu deuten wußten.
Die Szene war uns, der kleinen Kommission, nicht angenehm. Der ohnehin ein wenig peinliche Auftrag, den Leuten ihr Besitztum gewaltsam abzukaufen, wär« besser in Ruhe zu Ende gegangen.
Inzwischen stand der Gendarm vor uns, das Handgelenk der schreienden Alten noch immer umklammernd. Sie wars uns feindselig« Blicke zu. Wir konnten nicht verstehen, was sie uns weinend zurief: Der Gendarm verdeutschte es uns:
„Sie will den Kessel nicht h-ergeben, denn sie fürchtet für ihren Sohn."
Wir sahen ihn verständnislos an.
„Ihr Sohn dient nämlich brühen bei den Italienern", fuhr der Gendarm fort. „Sein Vater ist Reichsitaliener. Sie fragte mich: „Was geschieht mit dem Kessel?" — „Wir brauchen das Kupfer für di« Granaten", antwortete ich. Da fing sie gleich zu -schreien an: „Ich geb' ihn nicht her, Ihr schießt mit den Granaten auf meinen Sohn!" Da konnte ich nichts anderes tun, als sie verhaften." So schloß" achselzuckenb der Gendarm. Wir merkten ihm an, daß fein Dienst ihm diesmal nicht leicht iel. Jndesfen suchte die Frau, sich immer lebhafter erregend, den Kessel an sich zu reißen. Sie, die Wehrlose, Schwache, gänzlich Ohnmächtige, sie hatte, daran war nicht zu zweifeln, hier plötzlich ihren eigenen kleinen, törichten Krieg erklärt gegen den großen, donnernden Krieg der beiden erbitterten Reiche. Sie schien von ihrer tollen Idee durchaus besessen, -diese Mutter, und schien auch bereit, für sie sich zu opfern.
Mir aber war es, als stünde in diesem Augenblick, als stünden wir alle auf einer Bühne, im Vordergrund die tragische Gestalt der Mutter, daneben wir, die Mithandelnden, dahinter der Chor bes Volkes. Und bann geschah es plötzlich, daß auch -dieser nicht unbeteiligt blieb. Wir hörten zunehmend erregte Rufe aus der Schar der Bauern: „Gebt der Mutter den Kessel zurück!"
Wir sahen uns an und nickten uns -dann verständnisvoll zu.
„Wird wohl das Gescheiteste fein", sagte der Oberleutnant.
„Auf den einen kommt es nicht mehr an", meinte der Schätzmeister.
„Wir haben -ohnehin mehr, als wir erwarteten", bestätigte der Finanzbeamte.
„Also lassen wir sie laufen", schloffen wir gemeinsam.
Da ließ der Gendarm die Hand der Alten los und beutete ihr an, fie könne nun wieder heimkehren mitsamt ihrem Kessel.
Sie -sah uns einen Augenblick wie entgeistert an, dann schrie fie etwas, was offenbar ihr Dank fein sollte, und lief eilig mit ihrem Äcffd fort.
Die Menge teilte sich vor ihr und ließ sie schweigend durch, wie etwas Unantastbares, die Mutter des „feindlichen" Sohnes. Man hörte ihr Weinen und Schluchzen noch von weitem, da fie in Hast jenen Wiesenhang hinan lief, der ganz mit Krokus bestandep war, worüber -dann die fchwarzgrün« Wucht der großen, schweigenden Wälder aufftieg, um die sich schon die Schatten des Abends breiteten.
Di« strahlende Sella trug nun keinen Hermelin mehr um die königlichen Schultern. Sie hatte sich ganz in den Purpur des scheidenden Tages gehüllt und schien nun wie ein Sinnbild unirdifcher Ferne und Erhabenheit, die unser bißchen menschlicher Zwiespalt und Wahnwitz nicht weiter berührte.
Oer Kriegskonirniffar des Königs.
Roman von Friedrich F r e k s a.
Copyright 1931 by August Scherl, G. m. b. H., Berlin.
(Fortsetzung.)
Der Baron war ganz außer sich. Er lief im Spiegelsaal des Schlosses auf und nieder und barmte: „Was für ein entsetzliches Unglück! Wie tann der König nur die Verwegenheit besitzen, in Friedenszeiten m Kursachsen einzumarschieren? Er wird Europa gegen sich haben! Und wir, die wir hier Besitzungen haben, werden die schrecklichsten Leiden erdulden!
Der General von Kleist machte seinen Besuch. Der Baron nahm ihn aufs freundlichste auf und erlangte den Vorzug, daß seine Briefe durch preußische Kuriere besorgt wurden.
Heinrich wartete auf Schreiben von der Mutter und von feiner Braut. Aber als erstes kam ein Dokument der Universität Leipzig, bas ihm den Erfolg seiner Dissertation mit dem Rang eines Doctoris phdosophiae bestätigte. Darüber freute sich der Baron fast mehr noch als er selbst. Sodann kam die Nachricht von seiner Braut, sie wäre im Braunschweig,- (eben zum Besuch eines Bruders der Pfarrerin, der dort als herzoglicher Amtmann angefteUt mar. Endlich meldete die Mutter von der Unruhe, die in Solberg nach Ausbruch bes Krieges entstanden fei, und daß Friedrich Wilhelm sich freiwillig bei der preußischen Garde gemeldet hätte; er hielte es nicht aus, im Frieden durch den Forst zu gehen, wahrend draußen marschiert würde. . , , ,
lieber diesen Brief sprach Heinrich mit dem Baran und fragte, ob es nicht auch seine Pflicht sei, sich freiwillig zu melden.
Der Baron erwiderte, bei seiner gelehrten Bildung und seinem Alter wäre das eine Torheit. „Aber da Sie mehrere Sprachen sprechen der Feder mächtig sind und sich aufs Rechnungswesen verstehen, will ,ch Ihnen gern gute Empfehlungen an eine der bedeutenden Persönlichkeiten im Hauptquartier des Königs geben. Vielleicht kommen Sie als Sekretär unter oder werden sonst in der Intendantur verwandt.
Heinrich griff mit Freuden zu, und im Dezember begab er sich, mit Empfehlensschreiben reichlich ausgestattet nach Dresden. Di« Baronin hatte ibn in ihrer Güte mit Wäsche und anderen Utensilien versorgt Das ersparte Geld von hundertzwanzig Talern wurde vom Kameralrat des Barons in gutes Gold umgewechfelt. ' _
Gleich nach dem Heiligen Christfest tarn Heinrich in Dresden an. Die ganze Stadt wimmelte von preußischen Soldaten; die Uniformen waren


