Nummer 50
Montag, den 18. April
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-Som diesen, der auszog, um zu essen. Ein Märchen von Walter Sten ström. Copyright 1932 by I. L. A. Wien.
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Elfenlied.
Von Eduard M ö r i k e.
Bei Nacht im Dorf der Wächter rief: „Elfe!"
Ein ganz kleines Elfchen im Walde schlief — Wohl um die Elfe! —
Und meint, es rief ihm aus dem Tal Bei seinem Namen die Nachtigall, Oder Silpelit hält' ihm gerufen. Reibt sich der Elf die Augen aus. Begibt sich vor fein Schneckenhaus Und ist als wie ein trunken Mann, Sein Schläflein war nicht voll getan, Und humpelt also tippe tapp Durchs Haselholz ins Tal hinab, Schlupft an der Mauer hin so dicht, Da sitzt der Glühwurm, Licht an Licht. „Was sind das Helle Fensterlein? Da drin wird eine Hochzeit fein: Die Kleinen sitzen beim Mahle Und treiben's in dem Saale; e Da guck' ich wohl ein wenig ’nein! — Pfui, stößt den Kopf an harten Stern! Elfe, gelt, du haft genug?
Guckuck! Kuckuck!
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Weg zum Fuchs.
' Na Gott fei Dank, daß man endlich etwas in den Magen kommt", sagte der Riese. „Ich komme, um dich auszufressen. Du bist erste, was ich seit sieben Jahren zu kosten kriege."
„Ich bin aber doch so zäh!" sagte der Fuchs.
„Ach was! Ich habe gute Zähne", antwortete der Riese. „Mache keine Ausflüchte! Jetzt fange ich mit deinem langen Schwanz an!"
.Warte ein bißchen!" sagte der Fuchs. „Ich könnte dir verraten, der Wolf wohnt. Der ist viel größer als ich und schmeckt viel besser. „Nun, so sag' wo er wohnt!" rief der Riese.
„Was nützt das, wenn du mich doch auffressen willst?" „
, Wenn du mich zum Wolf führst, so werde ich dich eben nicht fressen.
Und so kam der Riese zum Wolf. „Jetzt fresse ich dich auf", sagte der Riese, „mache nur feine Ausflüchte! Ich bin so hungrig, daß mir
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Als er ein Weilchen gesucht hatte, stieß er auf einen Kohlkopf. „Ein Glück, daß ich dich gefunden habe", sagte der Niese. „Viel bist du ja nicht für einen hungrigen Magen, doch du kannst ja immerhin dazu taugen, den Appetit zu reizen." „Warte ein bißchen!" sagte der Kohlkopf, „ich kann die einen viel fetteren Bissen zeigen. Wenn du mir heilig und teuer versprichst, mich nicht aufzufressen, will ich dir verraten, wo der Hase wohnt." Das dünkte den Riesen ein guter Vorschlag, und so ging er denn zum Hasen. . r
„Jetzt fresse ich dich aus", sagte der Riese. „Ich bin so hungrig, daß mir der Magen kracht."
, Dann brauchst du wohl einen fetteren Braten als einen armen Hajen", jagte dieser. „Wenn du mir heilig und teuer versprichst, mich nicht zu fressen, will ich dir zeigen, wo der Fuchs sich aufhält."
Und der Riefe versprach, und der Hase lief voran und zeigte ihm
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der Magen kracht!" , , s »
„Bist du so hungrig, dann würde dir em Bar aber bejjer munden, sagte der Wolf, „soll ich dir verraten, wo der Bär wohnt?"
„Nein, jetzt habe ich die Geschichte satt", sagte der Riese, ^vom Kohlkopf zum Hasen, vom Hasen zum Fuchs, vom Fuchs zum Wolf! Jetzt bin ich genug herumgelaufen, nun fange ich btt deinen Hinter- Jtinga da nützt wohl fein Sträuben", sagte der Wolf. „Aber dann erzähle ich dir auch nicht, wo der Bär wohnt mit seiner dicken Frau und seinen zwei großen Kindern."
Hat er eine dicke Frau und zwei große Kinder?" fragte der Riese und traute sich nachdenflich hinter dem Ohr. „Das macht ja vier Baren.
„Ja freilich", sagte der Wolf, „das macht vier Bären, und einer fetter als der andere." , ,,, ™ .
„Vier Bären!" sagte der Riese. „Und alle sehr fett! Wenn du mir "sagst, wo sie wohnen, werde ich dich nicht ausfressen."
„Dann laß mich los", sagte der Wolf.
Das tat der Riese. „Wenn du zuerst tausend Schritte mit der Sonne und dann doppelt so viele Schritte gegen die Sonne gehst, bann triffst du den Bären", sagte der Wolf, und dann schob er ab
Tausend Schritte mit der Sonne und dann doppelt so viele Schritte gegen die Sonne, ich muß mich niedersetzen und Nachdenken , sagte bcr fRiefe
Aber wieviel er auch nachdachte, er konnte nicht herausbekommen, wie er gehen sollte, und da fragte er die Elster um Rat. „Das ist eine köstliche Geschichte", kicherte die Elster. „Ich kann dir schon zeigen wie du tausend Schritte mit der Sonne und dann doppelt so viele Schritte gegen die Sonne gehen sollst. Aber wohin du dann kommst, das kann ich nicht sagen. Das hängt ja ganz davon «b, wo die Sonne germide steht und wie lange Schritte du machst. Ra, da hat dich der Wolf schon brangefriegt!“ lachte bie Elster unb flog bavon, um die Gelchichte ihren Nachbarn zu erzählen. Aber der Riese merkte, daß er geprellt war, und nun wurde er furchtbar zornig.
Wenn ich den Wolf erwische, freße ich ,hn sofort auf der soll mir" nicht entkommen. Und den Fuchs fresse ich auch und den Hasen ebenfalls unb den Kohlkopf erst recht. Wenn ich mich so von einem zum anbern schicken lasse, bann kriege ich ja nie etwas zu essen.
Unb so ging der Riese, um den Wolf zu uchen
Unterdessen saß der Kohlkopf da und plauderte vergnügt mit sich selbst „Das habe ich gut gemacht! Ich sitze hier und habe solche Angst, daß der Hase kommt und mich aussrißk. Und anstatt dessen kommt der Riese Aber ich schicke ihn zum Hasen, und ,etzt kann ich m Frieden wachsen und dick und fett werden. Jetzt brauche ich mich nicht mehr vor ^"ätber^ im selben ^Augenblick tarn der Hase und fraß den Kohlkopf auf.
Ich weiß schon, du hast mir den Riesen geschickt jagte der Hase. Jetzt esse ich dich zur Strafe auf. Hei! ijopfafa! (Es ift eine Suff, zu zu leben jetzt bin ich satt und brauche mich nicht vor dem Fuchs zu fürchten, 'den hat der Riese aufgefreffen "
Aber da kam schon der Fuchs unb hatte ihn beim Kragenl
iehenerZamilienbljitter
Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
ahrgang 1952
tniffeM brau*1 ioldkiM - Innen i* scheu be» » man«
Älirrcn . tmye tuet, er lumie \u uivi uu, um.mi " trfimiprf mnrhen
lefprengt '■ buchte, unb bann war er auch vorn Schuster angeschmiert worden,
siiefel angezogen und war nach Aegypten spaziert, das em s h f Lind ist. Und da hatte er einmal nach Herzenslust gegessen-Wir ttminen i auszählen, was er aß. Es ist ganz lustig, es zu Horen. Zuerst aß er einen großen Elefanten, dann ah er zwei gewaltige Fluhpserde vom Strande des Nils und drei fette Krokodile von demselben Or e. mn °h er sieben hohe Dattelpalmen aus einer Oase in der Wüste und dann ftnf Stück Feigenbäume. Und nach all dem aß er
ägyptischer Heuschrecken, dicke, grüne Heuschrecken, die noch Konsek ^^'Da^war es wohl nicht verwunderlich, daß der Riese nach einer solchen ^Jetzt bin ich'aber so satt, daß ich nie mehr zu essen brauche", sagte t?r Riese zu sich selbst, der Dummkopf nieder
Und bann ging er nach Hause und legte sich nach dem Essen n edem Ms vier Jahre vergangen waren begann der Riese wieder b 9 B erben, aber er verstanb es nicht sogleich, er glaub i , nieder zu essen brauchte. „Mir scheint, ich bin nicht recht ge|unö , P'8«ber als fünf Jahre vergangen waren, merkte, derRiese daß er
Aber man weiß ja, wie manche Schuster ^^' ^s^re^ii können N. Das wird im Handumdrehen fertig fein, sagen Re jum i 15ei|p ei, <3er in einem Tage oder in zwei Tagen oder nächste W ch. bje •ärgeren drei und vier Tage ober sogar zwei, drei W ch ,
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• iejen noch immer nicht fertig, unb nun hatte ber . f f
'«hre nichts zu essen bekommen. „Jetzt kann ich aber nicht h S r arten", sagte der Riese. „Kann ich auch nicht bis nach Aegypten sp i cren, so muß ich eben in den nächsten Wald gehen unb essen. 3rg ‘troas Brauchbares werde ich schon finden."
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% &1'- ' Her zuerst mußte er seine Siebenmeilenstiefel zum Schufte l ) - ,
fd) neue'Sohlen machen zu lassen. Die alten waren schon ganz durch- ,1-bedch» felaufen, das kann man sich denken. raah> her
- ’ßgöcn ■ ' „Ich will versuchen, sie in einem Jahr fertig zu machen , jagte 0
Ja, jetzt kommt die Geschichte vom Riesen, der auszog, um zu eßen. Er war so hungrig, der Riese, daß ihm förmlich der Magen krachte. ; über er hatte auch schon sieben runde Jahre N'afts gegessen das klingt, «s ob es gar nicht wahr wäre. Sieben runde Jahre! Senfe nur, wie litte Tage 'im Jahr vergehen und wie viele Sttmden leben Tag.
Der Riefe war ein Dummkopf, will ich euch verraten, er hatte sich «"gebildet, er könne so viel auf einmal eßen daß "Nie mehr M essen
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