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Unterhaltungsbeilage zum Giehener Anzeiger
Jahrgang 1952 Montag, den |Z. Oktober Nummer 81
Herbst.
Don Theodor Fontane.
Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün, Reseiden und Astern sind im Derblühn, Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht. Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.
Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht — Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt! Banne die Sorge, geniehe, was frommt. Eh' Stille, Schnee und Winter kommt.
Die Geschichte von den Glühwürmchen.
Von Wilhelm Weldin.
Der „Klub der Glühwürmchen" ist in keinem offiziellen Adreßbuch von Denver (Col.) zu finden. Wäre er aber doch zu finden, müßte seine Legende folgendermaßen lauten:
„Klub der Glühwürmchen: Bereinigung gewisser lichtscheuer Individuen, die aus den Taschen fremder Leute leben. Der Klub umfaßt nach den letzten Aufzeichnungen zwanzig „Glühwürmchen" (Mitglieder), die sich hauptsächlich auf den sog. Taxameter-Trick spezialisiert haben und ausschließlich nach Anbruch der Dunkelheit arbeiten. Daher der Name (siehe oben). Sitz des Klubs: unbekannt. Randbemerkung: Auf die Aushebung dieser Vereinigung wurde von der Metropolitanpolizei Denver (Dol.) eine Belohnung von 5000 Dollars ausgesetzt."
Zu den wenigen Leuten, denen der Sitz der „Glühwürmchen nicht unbekannt war, gehörte Big Ben Hollaway. .
Big Ben Hollaway drückte sogar eben in diesem Augenblick aus die in weitgehendem Maße unoffizielle Hauptklingel des Klubs in dem schäbigen, halb verfallenen Vorstadthaus.
„Well?" fragte eine Stimme aus dem Dunkel.
,^wsi mal zwei ist fünf. Es lebe die Gerechtigkeit.
Die Tür öffnete sich sofort und lautlos, als hätte Big Ben Hollaway die Chiffre eines Vexierschlosses eingestellt, lieble Dünste schlugen Ben entgegen: Spelunkengeruch. Das mit „Millefleurs" diskret getränkte Seidentüchlein an die Nase gepreßt, eilte Big Ben durch einen dunklen Korridor, klappte ein paar lautlos sich in den Angeln drehende Türen auf und zu, bis er plötzlich in einem kleinen Lift stand.
Als der Lift im zweiten Stockwerk hielt, war von dem Slum-Geruch nichts mehr zu merken. Ein goldbetreßter Page öffnete -das Schachtgitter, Big Ben stand in dem elegantesten Grillroom, den ganz Denver aufzuweisen hatte. t . ra
Bei seinem Eintritt verebbte plötzlich das leise Summen des Gespräches, nur das verborgene Grammophon spielte weiter einen sentimentalen argentinischen Tango. , , , , _ . ... ,
„Tag, Boys!" sagte Big Ben und ließ sich in einen Fauteuil fallen.
„Einen Cocktail!" . ...
„Neuigkeiten?" fragte Jim, die Krähe, lakonisch.
Big Ben zündete sich bedächtig eine schwere Havanna an, blies einen Rauchring in die Lust und sah ihm gedankenvoll nach. „Schon von einem Mann namens Simon Ashley gehört?" fragte er dann.
„Niemals. Was los mit ihm?" . ™ .
„Soll der größte Spezialist im Taxameter-Trick sem. Neuyorker Praxis. Klasse!"
» Jim, die Krähe, zuckte gelangweilt die Achseln. .
.Dieser Jim Ashley", fuhr Big Ben unbekümmert fort, „ist m Denver! Well, Jim, in Denver. Und nicht, um seine ^°"te zu besuchen-
Fünf Gesichter wandten sich Den zu. „Guter Gott — Konkurrenz.
„Konkurrenz!"
"Bei den weiten!" bestätigte Big Ben. „Heute erst sind Copper- Mine-Aktien Jeder um zwei Punkte »°^^n Ganz Colorado hat m Copper-Mine spekuliert. Was soll aus uns Taschendieben werden,. wenn die Menschen mit leeren Brieftaschen herumlaufen? Die Regierung müßte etwas zur Behebung der Krise tun!
„Schöne Bescherung", bemerkte, Jim, die Krähe, trocken. „Wie hast du das von diesem Ashley erfahren?",,
„Wie man eben Dinge erfährt."
J^J^Krähe, die noch in keiner Lage ihren Gleichmut verloren chatte, erholte sich zuerst von dem Schlag. „Unsinn! Wahrend Ben, der Waschlappen, sich aus Hiobsbotschaften spezialisiert, ^ben shrliche Arbeitstiere wie ich, ganz andere Informationen gesammelt. Hort den Wort
laut dieses Telegramms, Boys: ,Mehlsack Littletown 5.40 aufgegeben stop ankommt Denver 11.30 -nachts!' Was sagt Ihr setzt?"
„Mehlsack?" fragte Big Ben zerstreut. „Was geht mich ein Mehlsack an?!"
„Das heißt, daß Queenly, der Getreide'mann, heute nacht hier ankommt. Laßt diese Chance nicht aus, Boys! Jetzt schon gar nicht! Wir werden dem Neuyorker Jungen schon zeigen, was wir können! Aushungern werden wir -ihn! Nichts soll für ihn übrigbleiben! Ben hat heute Außendienst, Ben wird diese Sache biegen. Gemacht?"
„Gemacht!"
Hyppolite Queenly, Roggen, Hafer, Weizen (nur) en gros, entstieg punkt 11.30 Uhr dem Transkontinentalexpreß.
Vor dem Bahnhof trat ein Chauffeur aus ihn zu.
„Wohin darf ich Sie fahren, Sir?"
„Carlton-Hotel!"
Hyppolite Queenly bestieg das Coupe -des Taxameters. Er hatte die Tür kaum geschlossen, als der Wagen so rasch anfuhr, daß Hyppolite augenblicklich mit dem Gesicht nach vorn in den Rücksitz flog und einige Sekunden hilflos in dieser wenig dekorativen Stellung verweilte.
Als er wieder ausblickte, sah er direkt in die Mündung eines Revolvers.
„Setzen Sie sich anständig hin", sagte Big Ben Holloway. „Ihr Anblick ist -eine Herausforderung für dezente Leute."
Hyppolite Queenly, Roggen, Hafer, Weizen en gros, starrte den unerwarteten Fahrtgenossen mit offenem Munde an. Sein Blick glitt von der dunklen Gestatt in der Ecke des Wagens zur drohenden Mündung des Revolvers und wieder zurück. Einen Augenblick suchten Qu-eenlys Augen nach der Tür ... dann schien er sich eines Besseren zu besinnen.
„Was wünschen Sie?" fragte er gefaßt.
„Vor allem, daß Sie sich ganz ruhig verhalten. In diesem Falle garantiere ich Ihnen, -daß Sie heule noch ins Carlton kommen werden. Andernfalls kann -ich nicht dafür garantieren. Delikat ausgedrückt. Ich -denke, Sie verstehen?"
„Ich verstehe. Was wünschen Sie noch?"
„Wie geschäftlich Sie sind!" sagte Big Ben Holloway, der eine Schwäche für delikate Umgangsformen hatte, vorwurfsvoll. „Ich hatte da letztens einen peinlichen Verlust in Copper-Mine, Sie verstehen ... eklige Zeiten jetzt ... ich möchte diesen Verlust ausgleichen ... Sie haben gewiß eine hübsche, fette Brieftasche bei sich, nicht? ... Eine goldene Uhr, vielleicht, eine Tabatiere ... aus Schecks würde ich übrigens lieber verzichten. Das Inkasso ist so umständlich."
Hyppolite Queenly griff wortlos in seinen Reisemantel, zog Brieftasche, Uhr, Tabatiere und reichte sie Holloway. „Erledigt?"
„Einen Augenblick, Sir!" Holloway klappte die Brieftasche auf, sah prächtige Tausender, prüfte die Uhr und Tabatiere im Schein vorüberhuschender Lichter.
.^Zufrieden?" fragte Queenly lakonisch.
„Vollkommen! — Sie gestatten noch eine kleine Formalität?"
Big Ben Holloway? geschulte Finger tasteten sekundenlang Qu-eenlys Taschen ab. „Danke!" sagte er bann. „Wünschen Sie mir noch weiter Gesellschaft zu leisten, oder ziehen Sie es vor, ins Carlton zu fahren?"
„Letzteres wäre mir lieber."
Big Ben klopfte an die Scheiben. Der Wagen hielt.
„Etwas einsam, diese Gegend hier, aber Sie finden in der dritten Straße links einen Polizeiposten. Er wird Ihnen den Weg weisen. Gute Nacht!"
Eine halbe Stunde später hielt der Wagen vor Hollaways Klub. Die „Glühwürmchen" waren noch alle beisammen, das Grammophon spielte, zwei befrackte Kellner servierten exquisite Cocktails.
Die „Glühwürmchen" bildeten sofort erwartungsvoll um Big Ben Holloway einen Kreis.
Den griff lächelnd in seine Brusttasche. Plötzlich hörte er zu lächeln auf. Seine Finger durchwühlten alle Taschen. Schließlich kehrte er das leere Futter heraus.
Keine Brieftasche. Keine goldene Uhr. Keine Tabatiere.
Nur in Big Bens eigener, vollkommen entleerter Geldbörse eine Visitenkarte mit em paar flüchtig hingekritzelten Worten: „Freut mich, Ihre Bekanntschaft gemacht zu haben! Simon Ashley P. D. Q."
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„I am so happy . . ." quakte das Grammophon. „I am sooo ha-a-appy ...!"
Der fünfgliedrige Vorstand der „Glühwürmchen" saß, unter einer Rauchwolke vergraben, in weichen Klubsauteuils.
Einen Augenblick herrschte beklommenes Schweigen. In dieses Schweigen fiel das leise Surren des Lifts.
„Mr. Simon Ashley!" kündigte der goldbetreßte Page mit unbewegter Miene an.


