-1?in Haus!" Jetzt würgte es den kleinen Fuhrmann doch.Die Hand iliun ro.g ." D du Gruni^gütiger! Und womit aufladen, womit Wolf und Mckan halten, wenn sie mal im Laufen waren?

Im Krankenhaus wurde am Abend noch zur Operation geschritten. Vowewittche ward dabehalten. Er jammerte nach feinen Hunden. Fiebernd laq er nachts im Bett. Oft hob er die rechte Hand empor, daß sie gegen Las hellere Fenster stand. Aber er mochte zählen, wie viel er wollte: er war schon wieder zu kurz gekommen. Denn nur vier Finger waren da. Es war schlimm, aber es war zu ertragen. Wenn es nun die ganze Hand gewesen wäre!

Nur über eins kam der kleine Fuhrmann nicht hinweg. Trogen die Bräuche seiner Jugend? War dies die Strafe Gottes? War das Hufeisen wirklich ein heidnisches Zeichen? Das ganze Männlein war in Ver­wirrung geraten. .

Als Bowewittche aus dem Krankenhaus kam, war er noch immer -verwirrt Es gärte in ihm, und er wunderte sich weiter Tag für Tag, und ,alles war fremd und neu. Aber da riefen die Straßenjungen: Bowe- wittche' in der Stadt war er Herr Witt gewesen und das war cheimatslaut. Ein zages Lächeln. Da stand sein Haus, windschief, doch seines eben, und nicht jeder konnte Besitzer sein. Jetzt ward das Lächeln schon kräftiger. Und da:Wolf ... Packan!" Heber das ganze Gesicht ,flinq das Strahlen und die beiden Getreuen stürzten ihm entgegen. Auch das Hufeisen liegt noch auf dem Fensterbrett. Der böse Nagel steckt noch immer drin, und alles wird licht, die Verwirrung weicht. Es war doch «in Glück: wer weiß, ohne das Hufeisen Er schlenkerte die rechte Hand j)in und her. Der Nagel wollte den Tod. Aber das Huseisen hat dies böse Wollen durchkreuzt, es hat gerettet, was zu retten war und so blieb nur ein Finger dem Nagel verfallen! Und ohne die fünf da draußen auf der Schwelle wär' der Pfarrer schwerlich eingetreten. Dann hätt' es kein Krankenhaus gegeben, keine Operation aber auch jetzt die Freude nicht, sondern statt dessen vielleicht den Tod. Bowewittche wirft die Beine, als ob er tanzen wollte. Im Nu ist er draußen.

Grad weht der rechte Weg den Pfarrer her, der den Gesundeten besuchen will. Er sieht ihn an der Schwelle schassen.

Bravo ... das ist rechte Arbeit", ruft er schon von weitem. Er freut sich,"daß das Teufelszeug beseitigt werden soll.

Bowewittche dreht sich strahlend um:Weil ich noch leb' ... jetzt ist das sechste auch fest! Nichts für ungut, Herr Pastor!"

Kling, kling, trifft der Hammer den Nagelkopf, und ein schmales Huf­eisen sitzt seitdem auf der Schwelle neben seinen fünf größeren Brudern.

Katzen und Hu de.

Von vr. E. F e i g e.

Sie leben wie Hund und Katze. Diese gegensätzliche Einstellung yov scheu den beidenmenschlichsten" Haustieren ist kein Zufall hat doch das Geschlecht der Haushunde weit ältere Ansprüche an die Allein­herrschaft im menschlichen Wohnraum als die Katze, dieser verhinderte Lowe. Denn in der Tat stellt sich unsere brave Hauskatze als eine Art verhinderter Löwe in der menschlichen Kultur vor, sie bildet als Ab­kömmling der nubischen Falbkatze ein Löwensurrogat. Denn >hr großer Vetter aus dem Katzengeschlecht hat sicherlich manche Untugenden, di seiner Heilighaltung durch das ägyptische Priestertum gewisse ©djmier g- leiten bereiteten. Diese Herren sanden auch einen Ausweg, indem sie die etwa ums Jahr 2000 v.Chr. Geburt im eigentlichen Aegypten bekannt­gewordene Katze an die Stelle ihres großen Vetters setzten. Die ursprüng­lich löwenköpfige Göttin Bastet wurde in eine katzenkopflge verwandelt, und die Priesterschaft eröffnete eine anscheinend sehr ausgedehute Katzen­zucht bei den Tempeln, wie die von der neugierigen Nachwe t aus­gegrabenen Katzenfriedhöfe beweisen. Damals hatte ? gyp lange Zeit hindurch offenbar auch ein Monopol für die Katzenzucht, erst mit dem endgültigen Niedergang der ägyptischen Macht ge g , die sorgsam gehegten Tiere auch nach dem Abendlande zu bring . freilich ^reizte nicht so sehr der fromme Geruch, den b'e >m ^'enst der Ahnenverehrung stehende Katze in ihrer e »erbreitete, a ein profaner Zweck: sie sollte die diebischen Mause vertilgen. Oo sie dieser Ausgabe mit großem Erfolg nachgekommen ist, geht aus den'Berichte der Chronisten nicht hervon Jedenfalls haben sie dl- vorher beliebt gewesenen Mäusejäger aus dem Mardergeschlecht gründlich verdrai gk Vielleicht hätte man sich nicht so sehr aus die profaneni ® elüfte der Katze verlassen, wäre schon damals im Abendlande die Rattenplage verbreitet gewesen. Denn die Katze ist konservativ geblieben, sie behauptet noch heute ihre Stellung als echtes Haus- und Nachttier, . e Lj . n. noch ihren alten Nahrungegewohnheiten. Obwohl sie 'dre Raubtiereigen­schaft mit dem Hunde teilt, kann sie doch .ihre abweichende Lebens- gestaltung mäst verleugnen, sie ist kem Hetziager der ff . . t[og sondern der schleichenden Lauer- und Baumjager, der die -

Im Vergleich zu dem Hundegeschlecht haben die Katzen^eme ganz andere Rolle in der Natur zu übernehmen gehabt und wanche^alt^ Gewohnheit ist auch unserer Hauskatze erhalten gebl eb würdiges Ueberbleibsel dieser uralten Lebensgewohnhelten der Katze ist die beim Hunde mehr platonische Vorliebe für die gefie

Es mag müßig sein, Heberlegungen darüber anzustcllen W

Krallen hat, um Bäum- zu ersteigen °der °b s'e B°um erste gt, weil sie Krallen hat. Jedenfalls ist aber eine besondere Vorliebe Der s sur gefiederte Nahrung festzustcllen, die sich auch im ^J19 sinne kaum unterdrücken läßt, wenn von einem solchen >m engere ® Überhaupt gesprochen werden tonn; es gibt m br g 3 V

Löwen und Tiger als gezähmte Hauskatzen Und noch» eine,and S sawkeit hat unsere kleine Hauskatze bewahrst das ist ihre geftre ft« A w nung, die dem Hunde bereits fehlt. Dadurch beweist unsere kleine k?tz- ihre Verbindung mit so manchem primitiven . 1 . (önqft

Schleichkatzen Afrikas und Südasiens^ S.e stehen, noch nut den ^langlt °u gestorbenen Stammformen aller Saugetiere > Erdzeitaltern Ja aber auch mit den Ahnen unserer Hunde in sruheren Cr z

selbst mit manchen Halbnffen und nvt den Huftieren etwa unseren Pfer­den und Rindern, s-hl-n uurd) tuji., ulmuii.gs etwas weit zurückliegende, Verwandtschaft die Beziehungen Nicht. Die Hauskatze ist wie jene Formen ein Kind der alten, warmen Tertiärlandschast der Erde, wie wir sie uns heute noch aus den warmen Gefilden des äquatorialen Afrikas vor­stellen können, wo Giraffen, Zebras, Antilopen und Nashorn auch etwas von der verklungenen Herrlichkeit Mitteleuropas überliefern, nicht zu vergessen die Menschenaffen. Die Katze als solche hat somit sicherlich eine ältere Geschichte als der Mensch selbst in seiner heutigen Form, sie hat sogar ihre Unabhängigkeit von dem Laufe der Ereignisse stärker ausrecht­erhalten. In mancher Hinsicht ist sie demnach aristokratischer geblieben. Freilich ganz unberührt ist unser Hauskatzengeschlecht von der mensch­lichen Freundschaft nicht geblieben. Sie hat manchmal ihr altes natür­liches Gewand aufgeben müssen, sie hat Farbenrassen genau wie der Mensch gebildet; man kennt ja die schwarzen, weißen und selbst schwarz- weißroten Katzen, die langhaarigen Angorakatzen und andere, die dem Abwechslungstrieb und der Vorliebe für seltsame Erscheinungen weit entgegenkommen.

Die Katze als Haustier ist in dieser Hinsicht allerdings von unserem Hunde weit in den Schatten gestellt worden, ein Beweis dafür, daß sie nie so populär geworden ist wie der 5)unb und auch in der Wirtschaft unserer menschlichen Vorfahren nie eine so große Rolle gespielt hat. Obwohl die Hunde im naturgeschichtlichen Sinne erst später entstanden sind als die Katze, haben sie doch als Begleiter des Menschen eine weit ältere Geschichte. Der älteste Haushund, eine ziemlich große Form, ist aus Ablagerungen im nördlichen Ostseegebiet bekanntgeworden, die etwa ins 7. Jahrtausend v. Ehr. Geburt zurückzudatieren sind, und hat im Norden Europas und Asiens noch ziemlich unveränderte Nachkommen hinterlassen Zweifellos sind alle unsere Hunde Nachkommen von Wolfen, die in verschiedener Größe ja über fast die ganze Welt verbreitet waren. Merkwürdig ist im Gegensatz zu den Katzen aber der Umstand, daß die Menschheit in allen möglichen Gebieten die Wölfe oder ihre in Hunde verwandelte Nachkommen in ihr Gefolge gezogen hat. Dabei kann man bei den primitivsten Formen der Hundehaltung nicht einmal vonHaus - Hunden sprechen; erst unsere Heberzivilisation hat solche echten Houb- hunde von teilweise zwerghafter Gestalt geschaffen. Es ist ganz auffällig, daß sich der älteste Haushundfund auf das Ostseegebiet bezieht, wo wir in den frühesten Zeiten Fischer- und Jägerstämme zu vermuten haben. Ein Gegenstück dazu bildet der ursprüngliche amerikanischeHaus -Hund, der noch heute primitive Küsten- und Fischerstämme begleitet, wie auch di- nordischen Renntiernomaden und Fischervölker ziemlich unveränderte Nachkommen jener ältesten Zahmhunde mit sich führen. Ihnen dient der Hund ja nicht nur als Gefährte, sondern auch als Nahrungstier. Außer­ordentlich früh muß der Hund somit in die mensch'iche Gemeinschaft hineingewachsen sein, konnte er sich doch sogar in dem sonst ganz abge- jchlossenen Australien als einziges Säugetier verbreiten und dort inmitten der Beuteltierwelt lange Zeit ein Rätsel bilden. Diese Erscheinung ist aber nicht mehr so auffällig, seit wir den Hund als ältesten gezähmten Begleiter des Menschen kennengelernt haben, und zwar nicht nur wie etwa die Katze als Begleiter eines örtlich beschränkten Menschen­stammes sondern fast aller Menschenstämme, der Nordländer sowohl wi­der Malaien, der Neger ober der eingeborenen Amerikaner, die euro­päische Haustiere erst nach dem Eindringen der Spanier kennenlernten und doch schon zahme Hunde besaßen. Zu einem schmerzlichen Erlebnis wurde den alten amerikanischen Kulturstaaten der Hund erst durch den unerbittlichen spanischen Kriegshund, dem zusammen mit dem Pferde und der Feuerwaffe der Sieg über die weit gräheren Fnkayeere zuzu- schreiben a[f0 zweifellos weit ältere Anrechte auf die menschliche

Gefolgschaft als die Katze, und es ist darum nicht wunderbar daß er sie als lästigen Eindringling empfindet und sich mit ihrem Dafein noch keineswegs so abgefunden hat, wie mit den anderen Haustieren. Aber noch etwas anderes lehrt uns der Hund. Seine Verbreitung bei allen Völkern der Erde, scheinbar ohne jeden Zusammenhang untereinander, deutet auf eine altererbte Bekanntschaft hin. Bei fast jeder anderen Haus­tierart weisen die Völker Abwandlungen je nach ihrer neuen Heimat aus. Der Hund allein findet sich im australischen Gebiet sowohl wie ,n Ame­rika und Afrika, bei dem Nordländer sowohl wie bei dem Südländer. Damit weist er auf das frühe gemeinsame Erlebnis des Menschen­geschlechts hin und zeugt für die ursprüngliche Einheit des spater kaum weniger als das Hundegeschlecht aufgespalteten Menschentums.

Oie pariser.

Roman von Alfred Bock.

(Forlietzung.i

Den Abend draus geht mein Ellerknenn über ben Teufelsgrunb. Hnd kommt ein schwarzer Kerl auf ihn zu. Hnd hält ihm ein dick Buch unter b'e Du hMtnbqcfternt meine Kunst gebraucht, hier schreib' deinen Namen herein.' Der Ellerknenn ritzt sich ben Arm auf unb schreibt: .Jesus Christus der da war, ber da ist und fein wird in alle Ewigkeit, 2Iuf einmal tut ber Deubel bann bas war ber schwarz Kerl em Krisch unb fliegt in bie Luft. Das Buch hatf er vergessen. Da standen nu all bie Leut drin, bie sich ihm verschrieben hatten. Die mehrsten hat mir mein Ellerknenn genennt. Wo ber Deubel sich emal beige,djmiert hak da hält bie Freunbschast in ber Regel bie Prob' bis auf Kinber unb Krn- bestinber. Unb bie fein alleweil noch im Ort."

Die Pariser begehrten bie Namen zu wissen. Der Schiwwerkäsper aber ertlärte, er werbe sich hüten, aus ber Schule zu schwatzen. Da fei ihm fein Ducke! viel zu lieb

In Paris" sagte ber Buschur erheitert,war in unferm Haus eilt Schneider nartiens Blanc. Dem seine Sag' war, er tat nur an em Deubel glauben. Das wär' seine Frau. Das war em bitterbos Stuck. Und ging als auf den Mann los, daß er sich vor lauter Angst unter den Tisch verkroch."