Ausgabe 
14.11.1932
 
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6(1 Mit Max°R e"i"nh a r d t, Gerhart Hauptmanns größtem Regisseur, der noch bei der Ausführung derD o rot Hea A n g e r man n hohe Kunstwerke des Lichtes und der (Sprech-) Klange vollbrachte, sind die Aufführungsmöglichkeiten Hauptmannfcher Bühnenwerke nicht erschöpft. Die Versuche Paul Graeners,Hanneles Himmelfahrt als Oper zu gestalten, und Jürgen Fehlings die Armenhausgestalten das totmatte Hannele spukhaft umtanzen zu asten, weisen in d.e Rich­tung ir der Hannele",Die versunkene Glocke ,Schluck und Jan un/'vor allem"die noch selten richtig aufgeführteP i p P a darzustellen sind: nämlich musikalisch und tänzerisch I

Oer Knegskommifsar des Königs.

Roman von Friedrich F r e k s a.

Copyright 1931 by August Scherl, G. m. b. H, Berlin.

(Fortsejzung.)

Wenn es doch immer so bliebe"! seufzte Emma.

Am andern Tage wartete das Kabriolett des Herrn von Bielfeld schon vor der Post, um Heinrich nach dem Gut des Barons abzuholen das eine Stunde von Altenburg entfernt lag. Heinrich traf gegen Abend auf Treben "ein und erfuhr, die Herrschaft auf einige Tage nach Dresden gefahren sei. Ein Diener führte ihn aufs Zimmer. Er machte sich's bequem, erhielt ein gutes Abendbrot und ein Bouteille Wein. Der ungewohnte Genuß machte ihn müde, so daß er fest einschhef.

Am nächsten Morgen machte er in seinem alten Flauschrock und Studentenstieseln einen Gang durch das Schloß und den Garten. Ms er etwa um sehn zurückkam, sah er aus der Terrasse einen alten Herrn in braunem, silberbordürtem Rock stehen, der die linke Faust m bk Huste stützte und mit der Rechten sich über das Kinn fuhr, als prüfe er ^"He?nrich' stutzte, aber der alte Herr prüfte die Rasur ruhig weiter, und seine Miene oersinsterte sich. Heinrich verneigte sich.

Der alte Herr grüßte gemessen zuruck und fragte höflich.Ich habe wohl die Ehre, den neuen Herrn Sekretarius und Bibliothekorius be-

De/bin "ich!" antwortete Heinrich und fragte:Mit wem habe ich ^^Der alte^Herr richtete sich auf, behielt die Faust in der Hüfte, ließ die Rechte hängen und sprach aus breiter Brust:Aurel Flams, Haus­hofmeister in Diensten des Herrn Barons." Alsdann musterte er wieder Heinrich von Kops bis zu Füßen und sagte:Sie sind wohl bisher noch nicht tätig gewesen in Häusern des Adels?

Ist meine erste Stellung! gab Heinrich zu.

"Hab' es mir gleich gedacht!" meinte der Alte.Ich hab s an Ihrer Garderobe gesehen, mein junger Herr Doktor. In solchen Hausern wie in diesem trägt man schon des Morgens Schuhe und Serdenstrumpfe und uni den Hals ein weißseidenes Tuch,ein!"

Derart ausgerüstet bin ich nicht! stammelte Heinrich. , "ßnfien Sie mich Ihr Gepäck sehen!" meinte wohlwollend der Haus­hofmeister. Gemeinsam besahen sie nun, was vorhanden war.Ich werde

der .Justiz" nicht getroffen werden darf. ImPeter Brauer haben wir die Tragikomödie des Halbkünstlers vor uns, dessen Toren- frage auch in allem blauen Dunst wieder sichtbar wird.Schluck und I au" aber ist der höchst komische Sturz des Landstreichers, der im burlesken Traum ein Fürst war.

Gerhart Hauptmanns Tragödien sind nicht Bespiegelungen oder gar Verherrlichungen des Schwächlings. Es sind vielmehr ehrliche Bekennt­nisse des Menschlichen, Bekenntnisse zur Menschenkleinheit, die eben tragischerweise auch im Größten steckt, Bekenntnisse zum Schicksal, das nicht ruht, bis es uns schuldig gemacht hat" und klein kriegt. Und die- enigen, die unter solchem Schicksal stehen, hadern und mühen und ringen und schlagen sich genug.Florian Set) er",Versunkene Glock e",MichaelKrame r",Indipohdi" sind durchaus über­zeitlich von vornherein, sind, gerade im Historischen, offensichtlich Spiege­lungen des Ewigen. Aber auchVor Sonnenaufgang" undEinsame Menschen", bei denen es den Handelnden und Zuschauenden vorkam,als ob was Dumpfes, Drückendes allmählich von ihnen wiche, als ob die übertriebene Spannung zwischen Angst und Fanatismus ausgeglichen fet und ein frischer Luststrom aus dem zwanzigsten Jahrhundert herein­schlage", sind Träger des immer wieder Wichtigen. Und will man es Gerhart Hauptmann, der so viel allgemein Gegenständliches schuf, allzu sehr verargen, daß er in seinem AlterswerkV o r Sonnenunter­gang" einen und noch dazu machtvoll ergreifenden Schrei des ganz privaten Menschen ausstieh?! . , .

Hauptmanns Dramatik schafft in jeder Szene em Drama im Kleinen: mit Auftrieb und Sturz. Ja fogar in den Bühnenwerken, die, auf einem Standpunkt des Ausruhens gewissermaßen, dem Zuständlichen, Roman­tisch-Idyllischen dienen, ist jedes Bild ein Träger des ganzen Form- willens. Hauptmanns Menschen sind keine Puppen (abgesehen natürlich von den absichtlichen Puppen imFestspiel in drutschen Ret- rn e n") und keine Kulissenlarven, sondern warmblütige Geschöpfe in einer begreiflichen Umgebung mit verständlichen Lebensäußerungen. Darum greifen die Schauspieler auch gern zu: sie finden bei Hauptmann selbst in kleinen Chargen, gute Rollen (im besten Sinne des Wortes): diese Rollen sind auch nicht in einem dürren und langweilenden Papierdeut|ch ab gefaßt, sondern sind unmittelbar aus dem Leben gesprochen ... so redet wie Luther sagt,die Mutter im Hause, das Kind auf der Gassen der gemeine Mann auf dem Markte", ... sie sind sprechbar-, und sind doch nicht kleinlich naturalistisch: im Gegenteil, sie sind manchmal gerade im Mundartlichen, rhythmisch unterstromt, wenn z. B. der Fuhrmann Henschel sein Leben überblickt:... da fand ich woll einn Augenblick daß ich mer dachte, nu werd's woll genug fein, nu kann er mer nich mehr vill nehmen dahier. Sehn Se: er hat's doch fertig gebracht. Von Gusteln will ich gar nicht reden ... verliert man a Weib, »erücrt man a Kind Aber nein: ane Schlinge ward mer gelegt und in die Schlinge,

Trostlied der Engel an das arme Hannele.

Von Gerhart Hauptmann.

Auf jenen Hügeln die Sonne, Se hat dir ihr Gold nicht gegeben, as wehende Grün in den Tälern, es hat sich für dich nicht gebreitet. Das goldene Brot auf den Aeckern, dir wollt' es den Hunger nicht stillen, die Milch der weidenden Rinder, dir schäumte sie nicht in den Krug. Die Blumen und Blüten der Erde, gesogen voll Duft und voll Süße, voll Purpur Und himmlischer Bläue, dir säumten sie nicht deinen Weg.

Wir bringen ein erstes Grüßen durch Finsternisse getragen, wir haben auf unfern Federn ein erstes Hauchen von Glück. Wir führen am Saum unsrer Kleider ein erstes Duften des Frühlings; es blühet von unfern Lippen die erste Röte des Tages.

Es leuchtet von unfern Füßen der grüne Schein unsrer Heimat, es blitzen im Grund unsrer Augen die Zinnen der ewigen Stadt.

Oer Dramatiker Hauptmann.

Von Dr. Johannes Günther (GDS.).

Drama heißt auf deutschTat" und ist auch wirklich die Dichtungs­art welche die Tat, die überragende Tat, zum Gegenstände hat das Walten eines Menschen, der nicht mittrottet, der nicht Durchlchni ts- erwartungen erfüllt, fondern der sich überraschend und über das Maß emporhebt, und zwar so weit emporhebt, daß Menschenkrast sich nicht mehr in dieser Höhe halten kann und adsturzen muß, oder dem Neide der Durchschnittsmenschen nicht entgehen kann und von den Kräften der Tiefe mit zähen Anstrengungen gestürzt wird, oder eme gott­gewollte Ordnung schändet und auf das Maß zuruckgefuhrt wird, oder end- kick in törichter Anmaßung erkannt und beschämend gedemutigt wird, im prffpn linh zweiten Fall stehen wir erschüttert und mitleidend vor dem Schicksal des tragischen Menschen, im vierten Fall lachen oder lächeln wir über die Komödie oder Tragikomödie, im dritten Fall wendet sich unsere Anteilnahme von dem eigentlichen dramatischen Menschen ab und wendet lick dem zu der die gottgewollte Ordnung nuederhers eilen hilft. D e D cktunasart die auch noch unter dem nie ganz wegzuleugnenden ?manqe T/Site/bcr 2Iufful)run0S=3eit und des Buhnen-Raurnes

^hnp tirnft unb ohne Entscheidung. Dilettanten gibt es leider sehr viele WüsÄv, «£ä- g

eines muSen - tl>e«ri" ion

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das schlichteste soziale Gebot zu ersuue , ,, wundervoll

zu Mensch" zu bewe sen, d° versagt er da stürzt Angst

reines Mädchen konnte er he'raten, t g geht von dannen, fast 'S »«; ÄSlmmel- un»«Ire» Sol»

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In Hauptmanns DramaE l » ! a m e crI2bt sich über

doch ihre bannende sErllche Macht u d t bt be5 Künstlers, der D,e versunkene <31 o a e innensrohe Natur, aus Konvention aus der dumpfen U n n a tu ri n stark,s es Y hineinstrebt, aber und kleiner Nörgelei m schwmf®n 5? bc5 guten aufgibt, und in mit diesen Uederwindungen auch Bindungen oes wui '»Winter- Sünden hineingerät, die seine Schwungkraft^^ @otte5- eines

M°enschen,b"de'r' sich im "Gegensatz zu ftinem Berus mit deruralten fast SnläV'Ä?** """

hier in der Komödie ist es der Amtsvorsteher ,u ben

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