menJiefcn, und «olo. Wtje# 8« durch 5J{tl treten. @e. achter (Fitl, galten, im EN, beteten, w°üe, kurz
iu können „Linie übet tftiflten sich re Beobnch re Tätigkeit m über die m ein Bej- ia Knnndn; >er Irokesen lch gut neu
, den Tod- itötet. Man i Märtyrer^ in. Einzelne eines Ms Chrisienim bas Gebet ingeborenen in ständiger Is Zauberer. ' lassen und n Teil ihnen ldläuser, als
esetzt waren, )anb einiger
Jeiuitenpater ts. Er lebte lenboot, trug ;rte wie ein wehen erjag1 am Menard romschnelle«, fionar ihnen ■en See oar, imrinbe und zog er jum verscholl im nbianers am
Teil sein» rträftig odet
des Innen ung und de« BorgeW Oberen 6« thin ins * Bejie^nge Brärien,10t .rohen B
-lgl-n ff ilPP'-JS SS* . ou berben
e de? "n jer licsje ßege^ tte" W«
d-l/ *9*
rtft; g iib'L »t ■ik°,
z
Koloradomündung an der Küste von Texas, wo die französtschen Schiffe, die de la Salle und seine Begleiter dorthin gebracht hatten, kurzerhand absuhren und ihre Landsleute im Stich ließen. In Zügen, die an Abenteuern außerordentlich reich sind, suchte de la Salle zum Mississippi zu gelangen und durchzog dabei die Prärien von Texas, deren Indianer zum Teil schon das Pferd von den Spaniern in Mexiko angenommen hatten. Die Begleiter de la Salles machten diesen für all ihm Mißgeschick verantwortlich. So brach unter den Franzosen Streit aus. Auf einem der Versuche, zum Mississippi zu gelangen, wurde de la Salle 1687 von seinen Begleitern ermordet. Sein Werk blühte trotzdem auf. Um 1750 war Frankreich Herr eines Gebietes, das von Labrador im Norden bis zum Golf von Mexiko südwärts reichte und das durch eine Kette von Forts geschützt war.
Alte Musikinstrumente.
Von Dr. Margot Rieß.
Haben Sie schon einmal jemanden ins Bockshorn gejagt? Seit ich ein solches etwas 40 Zentimeter langes schön gewunden in der Berliner Musikinstrumentensammlung in einem Glasschrank liegen sah, kann ich mir nicht mehr vorstellen, wie man das macht — es sei denn auf die Art, in der etwa Christian Morgen st ern aus dem „Zwischenraum" des Lattenzauns einen Architekten ein Haus bauen läßt. Wie dem aber auch [ei: lassen wir uns nicht von dem schweren Geschütz der Fachausdrücke, der Ädio-, Tylo-, Aero-, Membrano- und Chordophone ins Bockshorn jagen, sondern gehen wir dahin, wo man sich den Quellen musikalischen Geschehens nahe fühlt: in eine der bedeutenden Sammlungen alter Musikinstrumente, von denen die 3200 Stücke fassende Berliner Sammlung in der Hochschule für Musik an allererster Stelle steht.
Von den primitiven, aus pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen her- gestellten Klappern und Rasseln, die uns daran erinnern, daß Musik einmal nichts war als rhythmisches Geräusch, bis zu den mit raffiniertester technischer Vervollkommnung hergestellten modernen Klavierinstrumenten ist hier alles dem Typus nach vereinigt und nach Familien geordnet, was nur je dazu gedient hat, Musik, also tönend bewegte Luft, zu erzeugen: Hörner aller Art, aus Metall und auch Glas, dem Horn des Rindes oder dem riesigen Zahn des Walfisches nachgeahmt, Trompeten und Flöten, Glocken, Maultrommeln, Gongs, Zithern, Harfen, Leier, Lauten und ©eigen mit ihren fremdländischen Ahnen und Urahnen, Sackpfeifen, Posaunen, Trommeln, Klaviere und Hausorgeln.
Merkwürdige Visionen tauchen auf: wir fetzen Kamerunneger, auf der Erde hockend, ein Instrument mit Hämmern schlagen, das uns an unsere auf Jahrmärkten erstandenen Kinderklaviere erinnert, die uns die erste Ahnung davon vermittelten, wie man vom Spielen m i t einem Ding zum Spielen a u f einem solchen vorschreitet. Eine Gruppe sübamerikani- scher Männer blasen die Bambusflöte, während ihre linke Hand auf der Schulter je eines neben ihnen stehenden Mädchens ruht, und stellen so einen Liebeszauber dar. Zur Geisterbeschwörung und Dämonenvertreibung dienten manche primitiven Schallinstrumente; aber noch ein Justinus Kerner hat mit dem harmonikaähnlichen Instrument der Maultrommel einen Irren geheilt, und daß das Erklingen der Aeolsharfe, jenes vom Wind zum Tönen gebrachten, passivsten aller Instrumente, die magnetische Heilwirkung verstärke, war noch die Ueberzeugung aller romantischen Aerzte. Die aus dem Gehäuse einer großen Schnecke hergestellte Meermuschel haben antike Schiffe als Signalgeber benutzt. Ms Ruf und Zeichen, oft wie bei den Flöten der Aschantineger zu einer förmlichen Sprach? ausdifferenziert, dienten andere Blasinstrumente.
Manche der alten Instrumente kommen uns so merkwürdig unbekannt- bekannt vor: wir haben sie zwar weder erklingen gehört, noch in ihrer Wirklichkeit schon gesehen. Aber sie begegneten uns doch schon, auf ägyptischen Grabreliefs des zweiten vorchristlichen Jahrtausends, auf denen Harfner und Flötenbläser dargeftellt waren, oder alte ßauteninftrumente in den Händen von Engeln und Heiligen der altitalienischen Meister, ferner alle Arten der zur intimen Hausmusik gebrauchten Instrumente auf den niederländischen Konzertbildern. Man sollte diesen überreichen Besitz alter Musikdarstellungen doch noch viel systematischer für die Le- bendigmachung der Vorstellung alter Instrumente ausnützen. Der Durer- schen Darstellung des Dudelsackpfeifers, der vornehmen Spinettspielerin Jan Steens, dem Himmelfahrtsfresko des Philippo Lipp i m der römischen Kirche St. Maria sopra Minerva, das eine ganz wirkllchkeits- treue Wiedergabe der heute nicht mehr gebräuchlichen italiemichen Triangel gibt, dürfen wir jedenfalls ebenso dankbar sein, wie unsere nur noch mechanische Musik pflegenden Nachfahren „einmal aus Ferdinand Schmutzers Gemälde des Joachim-Quartetts die Art der Handhabung unserer Streichinstrumente ablesen werden. .
Besondere Weihestimmung liegt über der Abteilung der Klaviere die hier reich an Reliquien besonderer Art ist: der schlichte Kielflugel Bachs, iiie Klaviere Mendelssohns, Webers, Klara Sch um a nn s und Meyerbeers stehn dort, der zusammengelegte Reiseflugel 9 r t e b - richs des Großen und ein reich bemalter Mahagoniflugel, besten Besitzerin die Königin Marie Antoinette von Frankreich gewesen fein soll. Daß jeder technische Forschritt im Künstlerischen auch einen ergeb- lidjen Verlust in sich birgt oder bergen kann, zeigt uns z. B. ein Ende des achtzehnten Jahrhunderts erbautes Tafelklavier. Hort ’Tlan, etroa eine Beethooenfonate, so vermißt man freilich letzte Reinheit und vor allem Präzision des Klanges, gewinnt dagegen von den tiefsten orchestralen Möglichkeiten dieser Musik einen auf Mutigen Klavieren kaum voch darstellbaren Eindruck. Wiederum wirkt Mozartsches Figurenwerk ouf dem Spinett viel adäquater als bei unfern für solchen Klangzierat °llzu volltönenden modernen Klavieren. Bedauern muß man es auch, daß heute nicht mehr jene kastenförmigen, auf den Tisch stellbaren Clavichorde, Spinette und Spinettini gebaut werden, die man unter den Arm nehmen und transportieren tonnte wie eine Geige ober sich wie jene leider kurz- -ebige, noch um 18M gebaute „Orphika" als Wandervogelnstrument mit einem Band um die Schulter schlagen konnte. Me sehr käme hier eine Rückkehr zu alten Gepflogenheiten unfern Ansprüchen auf Raumersparnis und leichteste Beweglichkeit aller Dinge entgegen.
Ja, wer wieder die Sehnsucht erlernen will, der gehe in die Sammlung alter Musikinstrumente. Gab es das wirklich einmal als gelebtes Leben, diese beglückende Ausgeglichenheit von Gehalt und Form, diesen selbstverständlichen Anspruch darauf? Vielleicht gibt es da doch so etwas wie eine Wechselwirkung. Musik war eben einmal mehr als eine Angelegenheit einer durch Begabung oder Beruf ausgezeichneten Schicht von Menschen, war allumgebendes Element, Lust des Atmens, Speise des Alltags. Und das Gerät, das dieses Lebenselement erzeugte, mußte sich als kostbares aber doch dienendes Ding oder Möbelstück fein in die Umgebung einpassen. Eine ganze Stilkunde läßt sich tatsächlich von diesen Instrumenten ablesen, von der Bilderfülle und dem prächtig barocken Schwung italienischer Spinette des 17. Jahrhunderts, den feinlinigen Profilen der Bachzelt, den aus Raumnot aufgerichteten Pyramiden-, Lyra- und Giraffenflügeln, den kleinen Nähtifchklavierchen der Biedermeierzeit.
Aber auch andere Jnftrumentengruppen feffelrt uns durch ihre teils kostbare, teils kuriose äußere Gestaltung, so ein elfenbeinernes Signalhorn mit reichem Linien- und Wappenschmuck aus dem Besitz Augusts des Starken, durch Schnitzwerk und Einlegearbeit reich gezierte Lauten, zum Teil mit zwerghaften Tastatürchen versehen, um die durch bas Zupfen ber Saiten angegriffenen Finger ber Spielerinnen zu schonen, damastene und samtene Sackpfeifen. Spazierstöcke, die eine Flöte oder Geige in sich bergen, bilden eine originelle Gruppe für sich, ferner die reizenden kleinen Tanzmeistergeigen, die heuschreckenartig auf dem Arm des Maitre de danse gesessen haben müssen und auch nicht mehr als einen leise zirpenden Tön hervorgebracht haben können. Im Extrem zu solcher Genügsamkeit hat das spätere 19. Jahrhundert, das Schallfülle in erster Linie und technische Erleichterung um jeden Preis anstrebte, in befremdlicher Weise beim Bau ber Geigen herumexperimentiert: aus rohem Eisenblech, aus Neusilber, aus glasiertem Steingut, ja aus zusammengesetzten Streichhölzern stellte man ben Korpus ber Violine her. Daß diese Verbesserungsversuche erfolglos blieben, bedauern wir weniger als das Verschwinden einiger älterer Instrumente, z. B. das der Glasharmonika, jenes verschwebend unwirklich klingenden, ganz aus dem Geiste der Romantik geborenen Instrumentes, dem das einfache Prinzip, angefeuchtete Gläser zum Tönen zu bringen, zugrunde liegt. Manche Instrumente, wie z. B. die Tiroler Riesenzither, wirken allein durch ihre Größe ober absurde Form fast vorsintflutlich auf uns.
Aber solch eine Sammlung ist mehr als ein Raritätenkabinett. Der Dust alter Kulturen steigt vor uns auf, historische, vergleichend-ästhetische, völkerpsychologische Probleme drängen sich heran. Und mit einer gewissen beschämten Wehmut wird uns hier klar, daß es nicht einmal auf einem technischen Teilgebiet des Künstlerischen so etwas wie einen absoluten „Fortschritt" gibt. Daß ein solcher oft nur eine Anpassung an eine veränderte psychische oder soziologische Haltung des Menschen war, daß jede größere Verbreitungsmöglichkeit aber mit einer Minderung der aller- ursprünglichsten, magischen, von Mensch zu Mensch wirkenden Kraft der Musik. Vielleicht gehört eine Mahnung an Bedingtheiten solcher Art zu dem Besten, was wir von dem Besuch einer Sammlung alter Musikinstrumente mitnehmen können.
Zwei wollen zum Theater.
Roman von Hans-Caspar von Zobeltitz.
Copyright 1930 by Carl Duncker-Verlag, Berlin.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
„Soweit man überhaupt glauben, wissen kann: Ja."
„Wie heißt sie eigentlich?'
„Rose."
„Nicht schlecht. Rose. Ist schon in der Theatergeschichte vorhanden. Das schadet nie. Und ber Vorname?"
„Keine Ahnung."
„Aber von ber andern wissen Sie ihn?"
„Wie meinten Sie?"
„Ach so, verzeihen Sie, ich kann's nun mal nicht lassen." Wieder lächelte ber Dicke, biesmal saßen bie Falten um bie Augenwinkel. „Also sachlich: Fräulein Rose. Talent ist ba, gewiß. Sie sagen's und ich [pür’s, und wir finb beide keine Anfänger. Bleibt aber eine verflucht riskierte Sache. Soll ein ganzes Stück tragen und hat nicht für fünf Pfennig Bühnenroutine. Verdammt nochmal. Aber mir fehlt so was." Er schwieg, paffte, sah Büchner an. „Mensch, nun sagen Sie doch mal ein Wort. Raten Sie mir zu ober raten Sie mir ab?"
Büchner stand auf und trat dicht an Fleischmann heran. „Weder bas eine, noch bas anbere, denn ich kenne die Welt: wird es ein Erfolg, ist es Ihre Entdeckung, dann sagen Sie: ,Jch habe sie zwei Berschen sprechen hören, da habe ich's sofort gewußt' — wird es ein Reinfall, dann bin ich an allem schuld. Nein, mein lieber Freund, bie Entscheibung liegt einzig unb allein bei Ihnen."
„Wissen Sie, was Sie finb, Büchner: — Ein gräßlicher Kerl." —: „Danke! Aber ich rate Ihnen boch nicht."
Fleischmann überlegte, sagte schließlich: „Na gut, ich will's versuchen. Ich will Kontrakt mit ihr machen, aber nur auf ein Vierteljahr unb hunbertfünfzig im Monat." -
Er wollte aufstehen, Büchner jeboch legte ihm bie Hand schwer auf bie Schulter. „Nein, lieber Freund, ba ist nichts zu machen. So billig bekommen Sie eine Büchner-Schülerin nicht. Das könnte Ihnen so passen, aber hier habe ich noch ein Wort mitzureden. Ich habe nämlich etwas sehr Altmodisches, vielleicht auch sehr Unpraktisches: Verantwortungsgefühl."
„Sie sind ein komischer Kerl. Aber gut: Ihnen zuliebe sagen wir zweihundert." — „Dreihundert, Fleischmann!"
„Zweihunbertfünfzig."
Büchner zögerte, sagte bann: „Ehrlich, Fleischmann: Kann sie damit leben in Weimar? Ich meine, leiblich anftänbig leben?"
„Sie haben was von ’ner Amme, Kollege. Aber ich versichere Ihnen: sie kann/
„Gut bann. Ich werde die beiden holen.


