mb hoffen über |djau> :t oergeffen mir fragen ntt. Weaa- Zeheimms- äüniffe bei kompliziert ; sein Mo- Persönlich s sich her- uem gebö- eines der jologie des t und den rett wider
et auch der Der Mime, en oder m (eine Aus- * abrollen Net- 8h zchausprelk jeder echle rftanb, i«8 ng, !° «“* aalten M- enbarfteller bedeutende r bei dem mene 8®' in Ka>" der Sei*" en; das M i Nuanre" ■ sind W, if die am pfeln 'd"' Fß e ®1 n
finnige ©rubeleien über das Stück versenkten, so siegte im entscheidenden Augenblick doch die Gewalt des Phantasiebildes, das sich ihnen unvergeßlich eingeprägt hatte.
Noch stärker lebt das intuitive Element in Künstlern, die schon bei der Lektüre des Werks von dem Rausch des Schaffens unwiderstehlich ergriffen werden. Von der großen Heroine Charlotte Wolter erzählt man uns, in welch wilder Erregung sie beim ersten Studium der Rolle gewesen fti. „Plötzlich springt sie auf; sie beginnt zu agieren, zu spielen. Die Handlung zieht an ihrer Seele vorüber; ihre Gebärden verraten, daß sie alles durchlebt. Sie leidet unter dieser Quat des Fühlens, des Ausdruckenmüsfens, Tränen rollen über ihre Wangen, aber noch scheint sie sich nicht im Mittelpunkt der Handlung zu fühlen. Da plötzlich sprühen und blitzen die Augen, die Gebärden werden befehlend, drohend; jetzt zuckt sie auf, der Körper krampft sich zusammen; der Mund öffnet sich und qualvoll langsam entringt sich ein markerschütternder Schrei ihrer Brust — dann sinkt sie ermattet und laut schluchzend aufs Sofa. Lange meint sie und heftig, bis die Krise vorüber ist. Aber den innersten Ge- sühlsgehalt der Rolle hat sie sich nun für immer erobert." Es folgt nur noch die verstandesmäßige Ausgestaltung und Durcharbeitung. Roch momentaner war das Erfassen der Grundstimmung bei M i 11 er w u r z e r. „Ich versenke mich mit aller Sammlung in die darzustellende Dichtung", erklärte er. „Wirkt sie überhaupt auf mich ein, so befällt mich bald ein eigener Zustand, in dem ich die Gestalten, die ich darftellen möchte, leibhaft, greifbar, in allen ihren beschriebenen und nicht beschriebenen Lebensformen nicht vor mir sehe, sondern in mir. Was ich sein soll und wie ich es sein soll, das steht eigentlich mit einem Schlage vor meiner Seele." Solche Künstler haben dann jähe Visionen, in denen plötzlich eine Gestalt völlig fertig vor ihnen auftaucht. Mitterwurzer sah so den Mephisto, dessen Bild sich ihm nie vorher klar gezeigt, als triumphierend stolzen Fürsten der Hölle, während er auf einer amerikanischen Gasispieltournee in Milwaukee zu Mittag aß; die Schroeder-Devrient den Romeo i in aller heldenhaften Anmut, als sie nach der ersten Aufführung erschöpft und zitternd auf dem Sofa lag.
Es gibt Künstler, die den stärksten Impuls des Schaffens erst auf den Proben empfangen, in der anregenden Bühnenatmosphäre. So hat Kainz manche Idee aus den zufälligen Kombinationen und Situationen der Probe geschöpft. Ueberhaupt spielt die äußere Umwelt, die Kulissenluft, spielen Kostüm und Publikum eine große Rolle im Schaffen des Schauspielers. Seydelmann fühlte sich haltlos ohne seine raffiniert ausgeklügelte Maske, und Matkowsky konnte nur ganz Held fein in Stulpenstiefeln, mit dem Schwert in der Faust. Die Requisiten find ein beseelendes, der Applaus ein anfeuerndes Moment. Von der ganzen Umwelt geht eine suggestive Wirkung aus, deren der Schauspieler bedarf, Am sich völlig einzufühlen in die Seele seiner Rolle. Aus dem Phänomen 6er Hypnose hat man dann überhaupt das Rätsel der schauspielerischen „Transfiguration" erklärt. Max Martersteig führt in einem interessanten Buche die wundersame Verwandlungsfähigkeit, die dem großen Schauspieler eigen ist, auf eine Art Selbsthypnose zurück, wobei der Künstler unter dem Eindruck einer ästhetischen Suggestion sein Jchgefühl i nufgibt und ganz in dem Geist und Wesen seiner Rolle aufgeht. Die Schilderungen mancher Künstler, so M i 11 e r w u r z e r s , der Düse, lassen wirklich auf einen solchen Zustand schließen. Von Fleck wird berichtet, er habe bei seinem Spiel nicht selten einem Nachtwandler geglichen: Christine H e b b e l schilderte ihrem Gatten ihre Empfindungen als Lady Macbeth: „Mir war während des ganzen Stückes, als wenn cch die Augen nicht auftun könnte". Es ist also eine sehr komplizierte Mischung von Bewußtem und Unbewußtem, von hypnotischen Zwangs- vorstellungen und reflektierenden Gedankengängen, die im Schauspieler während des Schaffens wirksam sein muß. Rur so lassen sich auch die gegensätzlichen Antworten erklären, die immer wieder auf die Fragen gegeben worden sind: Soll der Schauspieler über der Dichtung oder in ihr stehen, muß er die Leidenschaften des Wesens, das er darstellt, mit- ! ühlen ober nicht?
Im wesentlichen werden diese Fragen durch die Scheidung von vornehmlich reflektierenden und visionären Schauspielern schon beantwortet. Lei Künstlern, in deren Schaffen die Gedankenarbeit überwiegt, also bei Persönlichkeiten wie etwa I f f l a n d oder Talma oder von den Modernen Emanuel Reicher, wird gar leicht ein Ueberlegenheitsgefühl L iber den Dramatiker sich geltend machen. Bei Seydelmann wie Mains hatte man stets den Eindruck, daß sie souveräne Herrscher über I hren Stoff, also auch über die Dichtung waren. Ein Fleck oder Mat- F awsky dagegen ging ganz im Drama auf, tauchte unter in der Stim- I Nungssphäre, die ihn umflutete. Dieses Ausgehen im Geist der Dichtung, I t ie[es ekstatische Sichselbstvergessen und Mitfühlen ist nun von den einen I Us notwendig für den genialen Mimen, von andern aber als seiner | 1 »würdig erklärt worden. R i c c o b o n i, dem auch Lessing zustimmt, | «klärt es für ein Unding, daß der Komödiant, der genau wisse, daß alles r rur Schein fei, wirkliche Empfindungen habe. Sainte-Albine hält t (ine „glückliche Raserei" für unerläßliche Bedingung; ein Schauspieler, E 'er nicht selbst gerührt sei, könne nicht rühren. Diderot hat in seinem 1 '«rühmten „Paradox über die Schauspieler" jeden „fühlenden Mimen" ’t innen Stümper genannt, und der ältere Coque 1 in hat sich ihm I "»geschlossen: als Anfänger sei er einmal hinter den Kulissen vor Rührung jt chnmächtig geworden, aber das fei eine „Jugendeselei" gewesen und jetzt 5 öiütbe er sich schämen, wenn ihm so etwas passiere. Demgegenüber wird 1 ffns aber von manchen der größten Schauspieler erzählt, daß sie ganz I JJ. den Empfindungen ihrer Rollen aufgingen. Wandelte Fleck am i ('argen eines Tages, an dem er abends den Lear oder Macbeth spielte, I surch die Straßen Berlins, bann tag etwas so imponierend Maiejtatisches 1 !*.. seiner Haltung, baß sich die Leute zuflüsterten: „Der Fleck ist schon l ; eilig vom Kopf bis zur Zeh". Rach dem Spiel war der sonst sanfte, || tustnutige Mann häufig noch so in seiner Raserei, daß er sich zu Oe- II Jalttätigteiten hinreißen ließ. Ludwig Devrient konnte Osters den II j«ar nicht zu Ende spielen, weil das Gefühl, das ihn dabei zerwühlte, Wsime Brust zu sprengen drohte. Caroline Bauer berichtet, daß er ein-
beim Todeskamps auf der Bühne wirklich in Ohnmacht fiel und.
mühsam zum Leben erweckt, verwundert sagte: „Ich dachte doch, ich sei gestorben". Rossi wütete als Shylock und Othello hinter den Kulissen fort. Anderseits konnte S a l v i n i mitten aus einem heftigen Streit als Othello auf die Bühne treten, mit einem Schlage völlig verwandelt. Er meinte, er könne jeden Augenblick jede Szene spielen, ohne das Geringste dabei zu fühlen. „Ich habe es ja früher empfunden, als ich die Rolle studierte! Da vollkommen, bis zum körperlichen Schmerz. Aber seitdem ich sie beherrsche, kümmere ich mich um das nicht mehr; seitdem habe ich alles am Schnürchen."
Wie in jeder Kunst, so müssen auch im Schassen des Schauspielers die Sphären des Bewußten und Unbewußten sich in einem glücklichen Gleichgewicht befinden, Phantasie und Verstand eine harmonische Vermählung eingehen und jene wundersame „Traumklarheit", jene „ahnungsvoll dumpfe Hellseherei" erzeugen, aus der allein das Schöne und das Große geboren wird.
Zwei wollen zum Theater.
Roman von Hans-Caspar von Zobeltitz. Copyright 1930 by Carl Duncker-Verlag, Berlin.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Fünf Minuten später saßen sie bei Tisch und futterten alle drei mit gutem Appetit: Tomatensuppe, Schnitzel mit Blumenkohl und einen Reispudding. Gut und duftig war es, die Lina unten in der Küche verstand ihr Handwerk. Auch über Schnitzel und Reispudding hinaus; sie brachte ein Diner zu fünf Gängen für dreißig Personen allein zustande, wenn Roses Gäste bei sich sahen. Prominente aus den Reihen der Lebensmittelindustrie, ebenso wie Prominente aus den Reihen der Kunst und der Wohltätigkeit, denn Mutter Bertha, geborene Lemke, fröhnte gern ein bißchen einem kleinen Mäzenatentum. Sie liebte es, wenn ein Professor an ihrem Flügel saß und eine Sängerin von Ruf daneben stand und Straußsche und Brahmssche Lieder zum Besten gab. Ober wenn eine Ministersgattin a. D. aus ber Kaiserzeit bei ihr bie Vorstanbssitzung bes Frauenvereins zur Beseitigung bes Kinberelenbs abhielt. Sie liebte bas, unb Vater hatte für biete Schwäche immer eine offene Hand.
Sie aßen, unb bas Hausmäbchen, bie fixe Agnes im schwarzen Lüster- kleibchen mit bem Hamburger Häubchen auf bem kurzen Blondhaar, mußte die Schüsseln dreimal anbieten. Viel gesprochen wurde nicht. Vater war müde. Mutter hatte nichts zu berichten. Und ©erlies Welt war den Eltern im Grunde fremd, bie Welt, von ber sie wußten: Tennis, Hockeyklub, Segelsport, Eislauf, Tanztees. Von jener heimlichen Welt bes Kulissenzaubers erfuhren sie ja nichts.
Heule bekam aber Gertie plötzlich einen Schreck. Vater fragte: „Wo warst du denn heute nachmittag?" — „Im Hockeyklub", antwortete sie. — Er stutzte. „So? Ich ließ dort anrufen, es hieß, du seist nicht da. Ich wollte dich bitten, in die Stabt zu kommen." Sie sah zu ihm hinüber: nein, es war kein Verbacht in seinem Gesicht. So fragte sie harmlos: „Um wieviel Uhr war es denn. Satt’?" — „So gegen vier." — „Ach, da war ich schon mit Isa Weiher zum Tee ins ,Union' gefahren. Wir haben da ein bissel getanzt."
Vater Rose ließ sich zum zweitenmal den Reispudding reichen, aß bedächtig seinen Teller leer und nahm dann den Wortwechsel wieder auf: „Komm nachher auf ein paar Minuten in mein Zimmer, Gertie, ich habe etwas mit dir zu besprechen." Fast ernst klang es, und nun blieb doch in Gertie eine Angst: hatte Vater Verdacht, spürte er ihr nach?
Mit nicht ganz reinem Gewissen ging sie nach dem Essen in Vaters Arbeitszimmer. Der saß schon wieder an seinem Schreibtisch unb hatte ein Aktenbünbel vor sich: Zahlenkolonnen, Berichte. Wie fast an jedem Abend. Er wandte sich um, drehte den eichenen Sessel ihr zu unb beutete auf eine Ecke im Klubsofa. „Da fetz' bich hin, Kinb."
„So ernst, Satt'?" Gertie machte ihr unschulbigstes Gesicht.
Er hatte ein Schmunzeln. Grübchen tieften sich in seinen Backen. Das sah so lieb aus, bah Gertie ihm einen Kuß gab. Run war ihr wieber leicht.
„Ernst, Kinb, nein. Aber boch wichtig. Was schenken wir Muttern zum Geburtstag?"
Ja, richtig: Mutters Geburtstag ftanb bevor. Gertie hatte es fast vergessen. Nun ließ sie sich schwer in bie Polster fallen, baß sie wippten. „Ja, Vati', was nur?"
„Deshalb wollt' ich bich eben heute in der Stadt haben. Mal ein paar Läden abfahren. Es wird immer schwerer. Glaubst du, daß Mutter sich noch über was aus der Porzellanmanufaktur freuen würde?"
„Es steht boch schon alles voll, Satt’."
„Oder vielleicht einen neuen Ring?"
„Sie kann ja gar nicht alle tragen, bie sie hat."
„Siehfte, das mein’ ich auch. Aber wie wär’s mit ’ner Bronze?" „Wohin denn stellen, Satt’?"
„Ja, wohin stellen? Aber wie wär' es, wenn du dich für sie malen ließest?"
„Das geht doch nicht in zehn Tagen."
„Na, bann wenigstens photographieren. Recht groß unb einen schönen Rahmen brumrum. Was bentft bu? Uns fehlt eigentlich ein gutes Bilb von bir."
Nun lachte Gertie. „Ach, Satt’, das laß man lieber. Ich mit meiner Stupsnase unb ben Schweinsäugelchen. Nee — nee, lieber nicht. Wenn ich rede, geht ja mein Gesicht noch. Aber so auf ’ner Platte, so starr unb steif, bas ist nichts. Ich muß lachen, Satt’, bann ist mein Gesicht sogar ganz nieblich. Ich kenn’ mich boch. Ader ich kann euch doch nicht immer vom Bild aus angrinsen. Mir fällt schon was anderes für Mutter ein; laß mich mal nachdenken."
So war es eine Weile still zwischen ihnen. Sater steckte sich eine neue Zigarre an, eine von den dicken schwarzen, die der Sanitätsrat auch


