Ajtrch

ntdi[ ;i,, an^e et jjj

"de aus d« lub=r. 3eblt r mar.

°r »üchuet!

Ie.6 Fräule» einet W \ °nMchi I", es mit)

"d Ha h Sin Heines 3d; glaubt,

f den Sain hielt in ta die beton» lie anbere ji dem Pelz )i : ittuftrierten nler bet Ifc wenn es |eii e weniger ji tut in Beck he Zeitschch

er, das gq Kreton. & eie gern. & cht. Er h» mal am log r. War's i|r in Sachen ta morgen ei» nd etwas li :t der 61* bauerte N wenn er w ." Er IP»» Und Helsen t»«k

tlci1*'6 geK

worden w , Mutier m e noch R b hinten R iq Säufer® irben n*

- 3 Sie nur I? nn geben « das M - h°"-L rübergehen igenfli* ast nut 2

eereE nb billig*

i( die

, - bem (,n "ki»1"'

«K

15e,

u til!' w i ' »ii 5?>

GiehenerZamilienbMek

Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger

Jahrgang 1951

Freitag, den 6. November

Nummer 87

An die Geliebte.

Von Eduard M ö r i k e.

Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt, Mich stumm an deinem heil'gen Wert vergnüge, Dann hör' ich recht di« leisen Atemzüge Des Engels, welcher sich in dir verhüllt,

Und ein erstaunt, ein fragend Lächeln quillt

Auf meinem Mund, ob mich kein Traum betrüge, Daß nun in dir, zu ewiger Genüge,

Mein kühnster Wunsch, mein einz'ger, sich erfüllt?

Bon Tiefe dann zu Tiefen stürzt mein Sinn, Ich höre aus der Gottheit nächt'ger Ferne Die Quellen des Geschicks melodisch rauschen.

Betäubt kehr' ich den Blick nach oben hin. Zum Himmel auf da lächeln alle Sterne: Ich knie, ihrem Lichtgesang zu lauschen.

Intermezzo in Wien.

Von T. von Schlieben-Crosta.

(Nachdruck verboten.)

Als die ersten Häuser von Wien tief unten sichtbar wurden, überfiel die Baronin H. jene leise Unruhe, die man empfindet, wenn man eine einstmals vertraute Stadt nach sehr langer Zeit wiedersieht. Das Flug­zeug sank nieder wie ein großer, majestätischer Bogel.

Boys bemächtigten sich des Handgepäcks, die Baronin stieg in eines der wartenden Automobile.

Hotel Imperial."

Lim Empfangsbureau begrüßte sie der Direktor.

Die Baronin dankte lächelnd. Sie ging, mit weitausholenden Schritten zum Lift. Ihre Figur war schlank wie die eines jungen Mädchens und um sie war etwas von der natürlichen Einfachheit großer Damen.

Man brachte ihre Koffer. Sie packt« einige Toilettegcgenftünde aus, reinigte ihr Gesicht mit Creme, wusch sich, stellte das Bild ihrer beiden Jungens auf den Nachttisch und klingelte dem Stubenmädchen.

Bitte, Lieb«, seien Sie so gut, noch ein Extrakissen, und ich gehe jetzt fort, die Fenster können offen bleiben."

Als die Baronin wieder auf dem Kärntner Ring stand, schlug irgendwo eine Uhr sechsmal. Sie ging über den Schwarzenbergplatz (ob noch die große Leuchtfontäne funktionierte?) und den Rennweg zur Salesianer­gasse, wo ihre Eltern damals gewohnt hatten.

Das Haus sah noch genau so aus, ein wenig vernachlässigt, wie diese S, arme Stadt. Sie blickte gerührt umher, als erwarte sie jeden iblick ihre armen Eltern aus dem Torbogen treten zu sehen. Ihr Herz bewegte sich in wunderlich sllß-schmerzendem Rhythmus. Irgendwo hier in der Näh« mußte auch die Deutsche Botschaft fein und die feudalen Palais der Strohgasse. m

Sie schlenderte die Straße herunter und machte dem Beloederepark einen Besuch. In den beiden Gartenpalästen waren jetzt Museen unter­gebracht.

Auf der herrlichen Fassade des Oberen Belvedere lag die blasse Sonne des Spätnachmittags und ließ den Stein golden rötlich schimmern.

Hinter der hohen Mauer ahnte man das Kloster der Salesianerinnen und die Türme ihrer Kirche stachen graziös in den kristallklaren Herbst­himmel. Die Baronin ließ sich auf einer Bank nieder. Schön war es hier, das Belvedere, das war wohl echtestes Wien.

Der Kies leuchtete. Bunte Blätter wirbelten ziellos und müde durch die Luft. Ein Herr kam langsam vorüber, blieb stehen. Er war sehr groß und schlank, und als die Baronin sein Gesicht sah, wich bas Blut aus ihrem Herzen. Die Welt versank. Es war alles wieder ein Traum... Sie suhlte ihre Hand «mporgehoben, zwei Lippen brannten auf ihrer kühlen, duftenden Haut, und eine liebe, längst vergessene Stimme |prad).

Sie haben sich gar nicht verändert. Oder doch. Sie sind noch schöner geworden, erkennen Sie mich noch nach soviel Jahren, Eglantme.

Die schöne Fran fühlte ihre Zähne leise auseinanderschlagen.

Natürlich erkenne ich Sie, Rainer. Setzen Sie sich doch.

Sie glaubte, vor Erregung müsse ihr das Herz zerspringen.

...Ich habe nie ausgehört, Sie zu lieben", sagte der Mann und sein hübsches, braunes Gesicht färbte sich dunkler.

Sie sind immer der zauberhafte Traum meines Lebens geblieben. Aber Sie haben sich nie etwas aus mir gemacht.

Die Baronin betrachtete ihn mit einem entsetzten Lächeln.

Wie können Sie das sagen. Sie haben es nur nie bemerkt."

Sie stand auf und zog den Silberfuchs zurecht.

Wenn Sie Lust haben, können wir zusammen essen. Ich bin allein in Wien."

Und mit einer gewissen Hast fügte sie hinzu:Ich reise morgen abend schon weiter. Uebrigens haben Sie sich inzwischen verheiratet, Rainer?"

Nein. Und Sie?"

Oh, ja. Mein Mann ist Diplomat wie mein Vater. Ich habe schon zwei große Jungen. Der älteste ist fünfzehn, ein bildhübscher Bub. Er ähnelt mir ein ganz klein wenig."

Sie lächelte mit wehmütiger Koketterie zu ihrem Begleiter herüber und dachte: Mein Gott, wie habe ich mir einstmals gewünscht, an der Seite dieses Menschen durchs Leben zu gehen.

Hch bin auch schon sechsunddreißig."

Er nickte:Ja, es ist wohl siebzehn Jahre her, feit Ihre Eltern Wien verlassen haben. Sie waren damals auch gerade achtzehn wie üch."

Neunzehn", verbesserte die Baronin.

Nein", beharrte Rainer.Wir waren doch gleichaltrig und ich bin jetzt fünfunddreißig."

Die Mundwinkel der schönen Frau zitterten und sie glitt mit einer etwas^ hastigen Bemerkung über ihren Irrtum hinweg.

Sie mögen recht haben, Rainer. Ich habe mich wohl verrechnet."

Wissen Sie noch, wenn wir uns heimlich auf der Treppe trafen? Sie wohnten unter uns, und wir hatten schreckliche Angst vor Ihrem Herrn Vater."

Die Baronin sah mit grausamer Deutlichkeit jene längst versunkene Zeit vor sich.

Das alte liebe Haus in her Salefianergaffe. Jetzt wohnen ekelhafte Schieber dort. Die alte Gräfin im Parterre vermietet Zimmer. Wissen Sie noch, wir versteckten unsere Liebesbriefe unter dem Läufer vor Ihrer Tür."

Die Baronin dachte: Ich muß irgendetwas tun. Ich sage sonst eine Dummheit. Sie winkte einem Taxi.

Wir wollen zur Siebensterngasse fahren, ich möchte so gern wieder einmal bei Schöner essen."

Als er ihr beim Aussteigen half und sie den zärtlichen Druck seines Arms verspürte, dachte sie: Jetzt bin ich im Paradies meines Lebens.

Er flüsterte ihr zu:Habe ich schon daran gedacht, Ihnen zu sagen, daß ich Sie anbeie, Eglantine?"

Er besprach sorgfältig mit dem Oberkellner die Zusammenstellung der Speisen.

Sie aßen doch immer so gern Sachertorte zum Nachtisch."

So? Sachertorte?"

Sie legte ihr Zigarettenetui auf den Tisch und schob es nervös hin und her. Es trug in der Ecke ein kleines M aus Brillanten.

M sagte Rainer.Warum? Sie heißen doch Eglantine? Eglantine, der schönste Name. So blond, wie Sie selbst."

Sie log und fühlte sich flammend rot werden.Ach, eine Freundin hat es mir geschenkt. Es ist ihr Monogramm. Und erzählen Sie mir, lieber Rainer, was machen Sie?"

Automobilvertretung", erklärte er kurz.Wir machen jetzt alle solche Sachen. Der Erwin ist Versicherungsbonze geworden, die Mizzi tippt auf der englischen Botschaft, die Rita ist vor die Hunde gegangen und der Ferdi hat sich das Leben genommen. Es sind halt die Zeiten, von denen wir sagen, sie gefallen uns nicht."

Seine immer luftige Stimme wurde ernst.

Und Sie, Eglantine? Sind Sie glücklich geworden?"

Sie wich feinem Blick aus.

Nun ja. Was man landläufig so glücklich nennt."

Sie lachte, laut und künstlich, was sie sonst niemals tat. Er bestand darauf, sie müßten noch nach Schönbrunn fahren, zum Kaiserstöckl. Sie tanzten sogar ein paar Mal und die Baronin konnte nicht hindern, fest­zustellen:Ach, Rainer! Einen Mann wie Sie hätte ich heiraten sollen, der jung ist, der sieht, daß ich ein M auf dem Zigarettenetui habe und der mir sagt, daß er mich anbetet."

Als sie im rumpelnden alten Taxi durch die Mariahilferstraße zur Stadt hineinfuhren, küßte er sie, und sie dachte: Meine Seligkeit ist kurz, aber sie ist größer denn alle Seligkeiten.

Sie lehnte den Kopf an seine Schulter, seine Arme wiegten sie in den Himmel.

Siebes. Das Leben ist schnell vorbei. Wir müssen geizig sein mit der Zeit. Was liegt daran, daß du ein paar Tage später nach Italien kommst. Wahrscheinlich sehen wir uns nie wieder im Leben. Ich mach« mich morgen frei und wir fahren nach dem Semmering. Wir werden auf den Pinkenkagel gehen und roten Riebiselwein trinken. Wir werden jung