rmomttii lutifilkt
Snrüta das [leit
figert 8t be, W .ucdfilbn- streaßn t.
Erzeug« usgefoii?, muß iw nijt W luftleere beit« Ü luftleerer n prattifi te triftig
Sprengt i mir w jefa|# r Spn* )ie bei $i! >n tön®1 e bie I» mpft *
! Änd, '«5.5« rennuna empfej, 1 einry 8uit j« !Wch täte ein r beibti en.“ t biefent ne mtr[, nn sch,, inehme«
Sünftel nur nad) m Diimi ie gartet Den Ii|| moifön Zimm rab abgt
frechen Augen durch den ganzen Wagen nach Ohren suchten. Er schrie auf „Afrikaansch", und es war oft zu hören: „Die Duitschersl" das hieß die Deutschen. _ , ,
„Sie haben Glück", sagte der Konsul. „Jetzt erleben Sie auch gleich am ersten Tag in Südwest etwas von der Politik. Es ist der Abgeordnete M. des Parlaments in Windhuk."
Der Schweizer seufzte: „Ich wollte, die Deutfchen hätten wieder das Land. Es war anders als jetzt."
' Am nächsten Morgen war draußen noch immer dieselbe Landschaft von Steinen, Sand und Dürre. Einsame Maulesel bekrochen sie, nach Futter forschend. Einsame Berge aus nacktem Gestein standen umsprüht von dem Zauber und Rätsel des afrikanischen Lichtes. Die Flüsse und Bäche stossen von dürrem Sand, zahllos die Erde durchfurchend, stumpf auf Wolken wartend, und boten dem fremden Auge in einer hexenhaften Unheimlichkeit das Unvermögen dar, ihren Zweck zu erfüllen.
Gegen Abend, als wir uns Windhuk näherten, bezog sich der Himmel mit schweren Wolken, und hinter einem Felsengebirge sah man im Sonnenuntergang sich Wunder und Segen eines schweren Regens vollziehen. Gott wird der Welt freundlicher gesinnt in diesen Landstrichen. Wohl sind nach wie vor die Flüsse trocken, aber die Steppe hat etwas von dem letzten Regen ausgenommen und läßt Grasbüschel und Laub an den Akazien grünen. Viehherden pressen sich in Kralen oder verlieren sich dem Wasser und Futter nach weit über das Land. Die Berge sind ein steinerner Zauber, blau, wie ein Märchen, entsteigen sie dem steinichten Land. Marmor, Halbedelsteine und Erze dringen aus ihnen sichtbar ins Licht des Tages. Höhlen bewahren uralt« Erzählungen — wie die Buschleute erzählen — mit Zeichnungen von Jagden, Schmausen und Tänzen, Menschen und Tieren ... Kuduhirsche und Gazellen wechseln zum Wasser, das der Farmer hinter einem Damm aufgefangen hat. Der Leopard jagt sie. Ein Löwe hat ein Rind geschlagen... Vielleicht denkt der Farmer an die weich geschwungenen, in fettem Grün prangenden Auen des Bodensees ... vielleicht aber auch an die unermeßliche Freiheit der afrikanischen Steppe.
Der Kampf der Tertia.
Erzählung von Wilhelm Speyer.
Alle Rechte beim Rowohlt Verlag, Berlin W 35.
II.
Noch zur Zeit der Abendkapelle ahnte niemand im Schulftaat, daß die Tertianer eine ganz große Angelegenheit vorhatten. Nur ein Umstand wurde allgemein beachtet, bald aber wieder vergessen. Der Große Kur- ürst nämlich schickte zu dem Mexikaner Pedro Caballero, einem Jungen I der Untertertia. (Wir nennen die unfern der Kürze halber Tertianer, obwohl es sich um Ober-Tertianer handelt. Sie waren aus allen Schulgattungen des Landes zusammengestellt; sie waren aus allen Bevolke- rungsschichten gesammelt, — Söhne ganz armer, mittel-armer klem- I bürgerlicher, wohlhabender und reicher Eltern, — und sie befanden sich I auch in mancherlei unterschiedlichen Lebensjahren. Da waren kaum B>er- I zehnjährige, wie Borst, und andere, wie Lüders, die hart an sechzehn I streiften!) Diesem Pedro nun legte man einen Zettel vor, auf den man I einen Satz wie aus der Fibel aufgeschrieben hatte. Pedro Caballero las ihn nut funkelnd-spöttischen Augen. Aber der Spott verging ihm, denn der Große Kurfürst war ihm gegenüber von einer geradezu drohenden I Höflichkeit. , ... , „ , . _ ...
I „Wir möchten dich nur bitten, uns diese fünf Worte ms Spanischs I zu übersetzen! Aber richtig!"
Pedro leckte die Bleistiftspitze mit der breiten mexikanisch wilden Zunge I ab und schrieb den verlangten Satz darunter. Er veränderte noch zwei
1
iirt
ere . ig, ns . W aber * , auert« .: t ; aiE!
(bjiwij* n Siii* batl"ir: mit |e»
Draußen ist Wüste. Man versteht zunächst nicht, daß Menschen auf i vn Besitz solchen Landes eisersüchtig jein können. Trostlos ... trostlos ... Jin rötlicher Sand, den die Kalaharisteppe vom Norden herdrangt, ist Zon einem fluchenden Himmel statt mit Regen mit fauftbuten Sternen äberaossen worden. Eine Glutflut steigt von ihnen auf, bie der Zug in eine Fahrt hineinreißt und in die Abteile füllt. Selbst die Zugluft ist I cnqend wenn man den Kopf durchs Fenster steckt. Steingebirge, knö- | ■bern häufen totes Gebein der Jahrtausende auf.
Ich grabe mich in die Landkarte. Ueberall find Flusse mit Namen >i ihr eingezeichnet. Wir Überqueren sie, streifen sie. Aber es schwimmt nur trockner Sand in ihnen. Einer heißt: Fischsluß. Ein anderes Sirom- □ett ist wie von unsichtbaren, erstarrten Wasserkatastrophen zu Trümmern von sandumwelltem Gestein zerspengt. ..
Mer in vielen Namen treten wie zu einer Beschwörung das Gespenst nid die Sehnsucht der Gegend auf: Kalkbrunnen, Kockeiquelle, Neubrun- nen Seeheim. . Wo aber ist das Wasser, das diese Quellen, Brunnen und' Seen speist? Eine kleine Euphorbienart: Milchbüsche genannt wie mus der Erde ragende Bündel magerer grauer Finger. Niedrige Aloe- valmen mit aufgequollenen, kurzdicken Stämmen vereinen sich ab und zu zu einem schütteren, gnomenhaften Wald. Trotz der Dürre sollen sie lausend Jahre alt werden. Ein graues, beinloses Grün gespenstert aus Milchbusch und Palme über die Erdhaut aus Sand und Stein. Und immer »Dieber die vergeblichen Gräben der entleerten Betten von Bächen und Flüssen. Man nennt sie hier „Riviere", ein Wort, in Sudwest so häufig zu hören wie bei uns in der Inflationszeit das Wort: Kurse.
I Wenn es regnet", sagt der deutsche Farmer an unserm Tisch, bann ,inb"sie so voll Wasser, daß sie die Bahn hier kaputtreihen. Bis zum Meer . kommen sie nie. Sie versickern und verdunsten... Aber es hat seit zwei Jahren hier nicht mehr geregnet... seit siebenhundertdrelhlg Tagen!
Ein« Station: Einsam. Zwei, drei Weihe mit großen Filzhuten Eine uerreilenbe Farmersamilie. Hellhäutige Hottentotten eilen aus Hutten herbei, die wie Hausen von Lumpen und Blechstücken aussthen. Die Weiber tragen über den Kopf aufgetürmte Tücher und lange, hoch in »er Taille geschürzte Kleider, die eine Karikatur der «uropaiscyen Mode der siebziger Jahre sind. Ihre Kinder betteln am Speisewagen um Brot, lärmend balgen sie sich um jedes Stück, das hinausfliegt. Weshalb gibt man einem Schwarzen nie etwas in die Hand? Immer wird es vor ihm auf den Boden geworfen.
Ein Mann steigt zu uns. Ich höre bald em Gespräch übet Rinder, bie einer in der Nahe hat. „Was fressen sie denn, wenn es zwei Jahre nicht mehr geregnet hat?" frage ich. .
„Ah, sie haben genug bei mir!" antwortet er. Es wird mir erklärt, daß" kommt ein Regen, er ein rasches, wildes Wachstum von Grasbüscheln aus dem scheinbar toten Boden treibt. Das Gras trockne hier im Süden in den Büscheln zu Heu und bewahre jahrelang Nahrkrast für ine Tiere Landeinwärts gebe es auch, manchmal Akazienbusche, die gutes
Worte. , .......
„So ist es besser", sagte er und, nachdem man ihm vielmals mit Blicken aus wahrhaft eiszeitlich drohenden Augen gedankt hatte, schritt er in feinem schlendernden Cowboygang davon. Doch im Rücken spurte er einen ganzen unmexikanischen Schauder. „Es nutzt mir gar nichts, daß ich der Stärkste in meiner Klasse bin. Wenn ich ein Wort nur von dieser Uebersetzung verrate, so werde ich am nächsten Frei-Nachmittag fünfzig Minuten lang hintereinander verhauen."
Eine halbe Stunde später schickte bie Obertertia einen außerordentlichen Bevollmächtigten zur Unterfetunba, ber für eine wichtige und unaufschiebbare Arbeit um den Schlüssel zum chemischen Laboratorium bitten sollte. Wenn es sich um die Obertertia handelte, pflegte die Unterfetunba gern Schwierigkeiten zu machen. Denn die Untersekunda war pedantisch, korrekt, streng sachlich und gerecht. Sie tat sich auf diese Charakterelgen- schäften etwas zugute. Sie zeigte sich also bereit, den Schlussel ö^m Laboratorium herauszurücken, wenn man ihr angeben wurde, welch eine unaufschiebbare Arbeit man dort noch am Abend zu verrichten hätte. Die Tertianer zeigten wiederum dieselbe verdächtige Höflichkeit wie zuvor.
„Wir wollen einen blutroten Kleister aufrühren, der uns ein- ^Die"untersekunda wußte nicht recht, ob das wörtlich ober bildlich iU verstehen war. Es war eine Antwort wie aus der Offenbarung Jo- Hannis. Mißmutig sah man sich das Gesicht des Abgesandten an. Gern ging man einem Konflikt mit der Tertia aus dem Wege wenn er nicht unbedingt nötig war. Man rückte also mit dem Schlüssel heraus, wobei man mit gerunzelter Stirne bemerkte, daß man jede Verantwortung ablehnen müsse, salls Dr. Wunder später schelten werde.
Dann senkte sich Dunkelheit über das Land. Die letzten Spaziergänger und Liebhaber der Frühsommernächte wurden von den Präfekten in die Betten getrieben. Bald lag tiefe Stille über dem Haus, über dem Guts- Hof und den Aeckern unten, und über den Lehrerhäusern oben im Walde.
Doch den Feinfühligen unter den Schülern war es nicht verborgen geblieben, daß irgendeine Spannung in der Luft lag und daß sie wieder einmal von der Tertia ausging. Nur war es noch ungewiß, ob sich die Explosion schon morgen oder erst in den nächsten Tagen entladen werde. Man sprach darüber, zumal in den Sälen der Untertertia.
Laub hätten... ^ ... » ., a, m u t, t
Man trinkt Bier. In Gibeon hält der Zug längere Zeit. Am Bahnhof ist ein Friedhof, in dem deutsche und südafrikanische Soldaten zusammenliegen. Es hat ein ernstes Gefecht hier stattgefunden, 1915. 3m Zuge sitzt, spricht, trinkt Deutscher, Bur, Engländer zusammen. Der Sand, den die fahrenden Räder aufreißen, filtert herein, gewürzt mit der trocknen Glut. Ferne Staubhosen lösen sich aus der Erde und steigen geneigt und drehend verschwedend wie spiritistische Erscheinungen. „Dustdevils nennt sie der Engländer - Staubteufel... Ab und 8u fiefct man eme kleine Herde von Springböcken davonjagen und wieder stehenbleiben und sich vorwitzig
„Ich habe wieder was für Sie gefunden , sagt der ^."^^"DraÄn mich zu einem Tisch, an dem ein alter Mann bei einer Flasche „Draten- berg" einem der in Transvaal wachsenden weißen Weine, sitzt.
iä iss iwu™ vtJÄS' formt hier im Süden an der Grenze der Kap-Kolome. Er 'f e,n zer, der aus St. Gallen kam. Er spricht von feiner Farms) 3um erstenmal begreife ich die für europäische Augen kaum faßbaren Ausmaße afrikanischer Farmen. Er besitzt dreihigtausend Hektar Land. Das sind neunzigtausend bayerische Tagwerk, und bei uns am Bodensee konnte man gegen fünfzigtausend Stück Großvieh darauf halten. (Sem Schwiegersohn, em
hundert Stück Kleinvieh, und er löst aus dem Verkauf von Milch und Butter 1500 Mark im Monat. Davon bestreitet er die Ausgaben und Dom Rest lebt er Denn an den Verkauf von Vieh ist fetzt nicht zu denken. Bei der Dürre ist es zu mager, und in Südafrika, basber e>"ö'ge Abnehmer ist, hat es dies Jahr Regen gegeben; das V>eh ift dort fett, und XTtS’.Ä'Ä MU« -- <». fr«»».
einem Mann zusammengekommen, der lange vor des Entdeckung durch den Deutschen Stauch dort von dem Vorhandensein von Diamanten wußte. Es war ein englischer Schiffskapitän, der auf der Reede bei Angra Peguena dem späteren Lüderitzbucht, ankern mußte, um einen fÄlGann an'ßanb zu bringen. Sie haben diesen mder. Sand aeieat da sie sahen daß es zum Sterben kam. Und im Todeskampf yar der Steuermann mit beiden Händen sich tief in den And verkralll un darin herumgeschlagen, bis man ihm die Hande '" die Taschen tmang um ihnen Rübe xu geben. Als man ihn nachher zum Begräbnis ricyie und aus oa fand' man in den Taschen Dianmantem Der Kapllan wall nach London fahren, um Kapital aufzutreiben, und ^t dem Farmer Anteile angeboten. Aber der hat sein Gluck nicht zu nutzen verstanden u muß nun bis zum Verrecken im Sande Kühe Ssshen, wie er sich aus drückte, indem er [eine erste Flasche Wem leerte un z entstanden
Es war in dem kleinen Speisewagen em großer Krach entstanden, der unser Gespräch störte. Eine rostige tnattenge roanbte
Rucken überschrie den Lärm des 3uges trnmer Pn0“ernn^re•ti[^.d,lä™^°tl)e mich um und sah einen abgemngerten alleren Mann, pathet ch armend, in eine Gruppe von Sitzenden hineinschreien, wahrend zugleich sei
I gfrj * te 'M


