r Kor^ sseuer königs ihrer ihres laßen, ebung

^egenr ig er- >üttet« feinen

i über 3 und nbän- ungen Bafel* is der fiel es jeder

f dem ungen Hödel. Profil

i den Hand d der

(3 egen sänge

sicher änger j Oieser h der erzten , nur i

König l

Ende

einem noch

hatte.

Ulken.

dem iahen agen«

ober ist es kann. Sieh'

dem nger» ichkeit Bager kriege eascht. nthob i mit lfing,

er* Kiene ines» den bern, Für­

st.)

i an- , um Men- ir zu ilden- iylich Man nben mben emp- lichen r bil» arm» nfen, ehört stoss«

und der Süßere« Form einer Dichtung haften zu bleiben. Bei Sek Musik dagegen sind Wir geradezu gezwungen, wenn wir ein Musikstück spielen, in des Künstlers Lande zu gehen; das Werk enlsteht durch uns in diesem Augenblick neu, so wie wir es in die Welt stellen, so ist es für uns und jene, die uns Mhören. Hierzu liegt die außerordentlich be­reichernde und beglückende Kraft eines seelenvoUen Musizierens.

Die Musik ist einerseits die konservativste aller Künste, andererseits ist sie mehr ais alle anderen auf das jeweilige Gegenwartsempfinden angewiesen. Sie ist die konservativste Kunst einmal hinsichtlich ihrer Technik. Rur in langen Kämpfen hat die Musik ihr Ausdrucksmittel er­worben. Bon der Einstimmigkeit zur Mehrstimmigkeit, von der Entwick­lung eines der Wesenheit der Menschenstimme nachgebildeten, jede ein­zelne Stimme als ein Individuum behandelnden polyphonen (Welklang-) Satzes zur harmonischen Auffassung, in der zu einer beherrschenden Me­lodie aus der Fülle des gesamten Tonmateriales die bereichernde Aus­malung gewonnen wird, und von dieser Stufe aus wieder zu einer neuen, mehr geistigen Polyphonie, in der das einzelne thematische Motiv als Ausdrucksmittel für ein Geistiges verwertet wird, ist ein ungeheuer weiter Weg. Es ist ein ganz wunderbarer, von keiner anderen Kunst ge­botener Anblick, wie in der Musik von der einfachen Melodielinie aus allmählich die Erweiterung auf Vielstimmigkeit, wie die Verbindung von Instrument und Singstimme und bann wieder die Entwicklung der In­strumentalmusik als solcher langsam gewonnen und gemehrt wird; wie die Fähigkeiten der Instrumente gesteigert werden, wie mit einem Worte vor den Komponisten ein immer anwachsendes Material gehäuft wird, mit dem er nach Belieben schalten kann. Es geht eigentlich nichts verloren in der Musik, verhältnismäßig schnell kann der Folgende sich alles zu eigen machen, was seine Vorgänger erworben haben, und bann geht er weiter und mehrt den Besitz, nur der Geist, in dem er es tut, entscheidet, die Technik ist hier in einem Maße Schulfache, eroberungsfähig, wie in keiner anderen Kunst.

Die Musik ist eine Welt für sich, mit ihren eigenen Mitteln, mit ihren eigenen Gesetzen. Diese musikalische Welt dient zu zwei grundverschie- denen Tätigkeiten, die allerdings niemals so scharf gesondert sind, wie es das Wort nun feststellen wird. Man kann diese beiden Richtungen scheiden durch die WorteMusik als tönende Form" undMusik als Ausdruck". Die sinnliche Well des Tones und der durch Ton und Rhyth­mus zu gestaltenden Form als Selbstzweck auf der einen Seite, auf der anderen die Musik als Seclensprach:, als reinstes und ausdrucksvollstes Mitteilungsmittel des menschlichen Innenlebens. Beide Wege führen zu unerschöpflichen Schönheiten, aus beiden können wir Höchsts Beglückung durch Kunst erleben.

Der Musik fehlt das Geistige; sie drückt nur die seelische Empfindungs- Welt aus mit rein seelisch zu erfassenden Mitteln. Wenn unsere Seelen also nicht in Mitschwingung versetzt werden, so empfinden wir nichts, und so entsteht Leere.

Die Musik verlangt die feinste Art des Hörens. Es handelt sich dabei einerseits, wenn auch weniger, um die Schärfe des Hörens, d. h. die Fähigkeit, möglichst kleine Tonunterschiede wahrzunehmen, andererseits hauptsächlich um die Frage, was wird vom Ohr als Wohlklang emp- funden. Hier haben wir nun die merkwürdige Tatsache, daß alle Be- reicherung des musikalischen Materiales zunächst als unangenehm, als hastlicher ober doch störender Lärm empfunden wurde. Gegen einen M o« Zart, ja gegen Rossini find genau so gut die Vorwürfe der Lärm- musik, der Diffonanzhäufung erhoben worden, wie gegen Wagner und Richard Strauß. Gerade weil für die musikalische Tonwelt kein Vor­bild in der Natur draußen ist, weil diese Tonwelt ganz für sich geschlossen ist, wird unser Verhältnis zu ihr nur bestimmt durch das, was in dieser Welt bereits errungen ist. Unser Gehör muß gewöhnt werden, und zwar durch die Musik für Musik, andere Hilfsmittel gibt es da nicht. Für eine neue Klangverbindung ober Klangfolge in der Ausik können wir nur durch das Anhören dieser Klangverbindung ein ®efül)l bekommen. Wenn in der Dichtung an die Stelle einer ibeaiifti» Ichen Schilderung die realistische, Später bie naturalistische tritt, so bleibt für alle diese Fälle das Mittel der tatsächlichen Welt draußen zum Ver­gleich, zur Gewöhnung. Wenn ein Musiker eine ganz neuartige Akkord- Verbindung aufstellt, so mutet er unseren Ohren etwas zu, was diese vorher niemals haben empfinden können, wofür sie sich nirgendwo anders einstellen. Aber wir gewöhnen uns daran, und zwar fo fehr, safe dieses selbe zunächst so widerspenstige Gehör nach einiger Zeit das l)on findet, was es vorher verurteilt hat, ja noch mehr, es vermißt diese neuartigen Klänge dort, wo sie nicht sind. Die frühere Musikveraltet" für die Hörweise. Aus diesen Gründen gibt es nirgendwo mehr Einseitig» ** und Parteigeist als in der Musik. Je mehr das Reich bei musika- üfchen Technik erweitert worden ist, um so schwieriger ist dessen volle Beherrschung, nicht nur für den schöpferischen und ausübenden Musiker, sondern auch für den genießenden. Die Vernunft gebietet uns, dafür borge zu tragen, daß unser Genußvermögen und unsere Aufnahmefähig­keit möglichst vielseitig und umfasiend feien.

Musik ist neben der Religion die vielleicht tiefste Aeußerung fee« k'sihen Lebens, kann wie kaum eine andere Kunst jeweils von den brei- testen Massen ausgenommen und genossen werben, ist wenigstens in Deutschland zu den meisten Zeiten mit dem gesamten Leben des Volkes inniger verwachsen als eine andere Kunst. Unsere Ausgabe muß also sein: Die Menschen durch gute Musik zur tzuten Musik zu erziehen, ihnen nur gute Musik zuzusühren, dafür zu sorgen, daß sie sich nur mit guter »<ufir beschäftigen, dem Volk im weitesten Sinne die Schätze der Musik- Jn Zugänglich zu machen, ihm dadurch die Anregung zu eigenem en nfen unö eigenem Handeln für das Beste der schönen Kunst, der Musik zu geben.

Richt nur Kunst ins Volk zu geben gilt es, sondern sie aus diesem S, ? heraus zu entwickeln. Nirgendwo ist das leichter als bei der 3«u(if, Die Anlagen sind da, sie bedürfen nur der Pflege Die Schule, sie Gemeinde, das Haus und die Kirche haben hier eine herrliche Auf- flao« zu erfüllen. In langsamer, stetiger Arbeit wird es gelingen, un» Krem Volke erneut wirkliche musikalische Kultur zu bringen.

3m Lande der Bojaren.

Von E. v. Ungern-Sternberg.

Vor dem Weltkriege war Bukarest eine Siadj von etwa 350 000 Ein­wohnern, eine lebensfrohe Stadt mit auffallend schönen Frauen, mit Cafes, in denen es vortreffliche Kuchen gab, mit sehr viel Zigeunermusik, umsponnen vom Zauber des Orients. Die Rumänen nannten ihre Haupt­stadt gerneein kleines Paris". Heute zählt Bukarest fast eine Million Einwohner, es ist nicht mehr ein kleines, sondern ein großes Balkanparis geworden, es paßt nur schlecht in. seine äußere Hülle hinein, es ist zu eng für die Fülle von Menschen geworden. Die Straßen wimmeln von Spaziergängern, überall treffen wir die sonnen- und eingebrannte Figur des Bauern. Alles Mischt sich .m Stadtbild und belebt sich gegenseitig Die vornehmen Leute sehen aus wie überall, bann kommt ein typisch rumä­nisches Bürgertum, bann stoßen wir auf viele arbeitbesorgte Gesichter, bie uns baran erinnern, daß Rumänien kein Jnbustrieland ist. Obwohl sie durch bie Enteignung ihrer Riefengüter schwer getroffen sind, brücken die Bojaren in ihren zahlre.chen kleinen Palästen dem Bukarester Leben einen besonderen Stempel auf, sie geben den Ton an, und man unter­wirft sich ihrer Führung. Der Hof bildet die Krönung.

Die Rumänen sind ein Volt von vielen Ahnen, und wenn seine Ver­treter auch reine Lateiner sein wollen und den lateinischen Schwefter- nationcn zugezählt zu werden wünschen, wenn im Altertum dorische Fürsten das Land regierten und röm.jche Cäsaren ihre Leg onen dort seßhaft machten, so sind die Rumänen dennoch ein Mischvolk mit starkem flawischem Einschlag; davon legt auch ihre Sprache Zeugnis ab Ein rumänischer Paß bedeutet keineswegs, baß man einen Rumänen vor sich hat, bie echten Rumänen selbst legen gegen biesen Polizeiaberglaube,i Verwahrung ein, und es fällt ihnen nicht ein, bie Hunberttausenbe von Deutschen, Ungarn usw., bie durch die Friedensdiktate rumänische Staats­bürger wurden, als Rumänen zu bezeichnen. Auf den ersten Blick scheinen die Bukarester ein leichtsinniges und aufgeräumtes Volk zu fein. Ver­gnügen herrscht überall. Einen großen Teil des Tages verbringt annn im Cafe; in der Nacht flimmern die Kabaretts, in denen blond^deutfch« Tänzerinnen unter den Klängen einer Z geunerkapelle zur EMnerunz von Franzosen, Griechen und anderen Ausländern die Beine hochrycrfen, aber im allgemeinen ist dasVergnügen" in der rumänischen Haüvistadt doch maßvoll organisiert.

Im Kap.te!Velgnügungen" gilt heute vielleicht Berlin als die Der« giiügungsjuchr gste, wenn auch nicht als die vergnügteste Stadt, aber n'.djt nur Berlin, sondern alle die Großstädte des Westens bieten riesige Men- > gen standardisierter Amüsements. Dort wird alles mit riesiger Intensität betrieben, eine Vergnügung übertrumpft die andere, aber dabei fehlt die | Freude am Leden selbst. In Bukarest reichen sich Vergnügen und Früh» I chkeit die Hand. Der Jazz ist hier niemals Alleinherrscher gewesen, man hört gerne süße, weiche Melodien, und in den ösfenilichen Lokalen muß man für einen Foxtrott eine Steuer bezahlen. Aber das Gespenst der Langeweile und der Uebersättigung findet keinen Eingang Li die rumä­nische Hauptstadt, der Zauber der Sorglosigkeit liegt über den meisten Gesichtern, man ist noch nicht gezwungen, den dienenden Wert der Arbeit zu überschätzen, man ist glücklich im Gefühle zu leben.

Die Legende schreibt die Gründung Bukarests einem Hirten Bucur zu, nach einer anderen Auslegung jedoch stammt der Name der Hauptstadt vonBueurie" (Freude) aus der Zeit Miceas des Alten (1387), der hier aus Freude über einen, Sieg über die Türken ein Schloß erbaute und eine Ansiedlung gründete. Bukarest hatte Jein wechfelvolles SchMal. es bildete seit dem 14. Jahrhundert den KriegMchaupIatz fremder Heere, iür« xfen, Slawen, Albaner sind über den BodM von Bukarest dahingHzogen, und alle hinterlassen dort einen GebraücD;ünd eine UeberlieferuAg. 3n öen Volksliedern mit ihrem mitreißendM-Tcmperament klingen alle diese Ueberlieferungen wie ein Traum naß). Auch Pest und Erdbeben haben Bukarest heimgesucht, dann folgte die phantastische Zrit der Phanariotenherrschaft, in der der walachisch? und moldauische< sten- thron von der Pforte an die meistbietenden Günstlinge versteigert wurde (in den Jahren 1716 bis 1821 wurde der Thron 36mal gewechselt), und jeder dieser Fürsten regierte nicht zum Wohl des Landes, sondern für das Heil seiner eigenen Tasche. Die Rumänen sind an dieser Mißwirt­schaft nicht zugrunde gegangen, und das ist ein Zeichen großer Lebens­kraft und Lebensbejahung im Volke. Bukarest entwickelte sich und wuchs und wurde zu einer der schönsten Städte Europas. Man kann monu­mentale Bauten und Paläste bestaunen, den König-palaft an der (Talea Dictoriei, das Parlamentsgebäude, das Nationaltheater, das Athenäum, einen Prachtbau mit großen Sälen für Konzerte und Veranstaltungen; aber ähnliche schöne und schönere Paläste gibt es auch in anderen Groß­städten, typischer sind die Miniaturpaläste und kleinen Schlösser der Bojaren, die auch noch außen durch ihre Wohnungen ihre bevorzugte Stellung bekunden wollen und die sich fast souverän in ihren Häusern fühlen. Von einer gepflegten, märchenhaft anmutenden Schönheit sind die Bukarester Parks. Da ist der ausgedehnte VolksgartenCism giu', ferner der ParkCarols 1.", der Botanische Garten mit feinen Teichen und Blumenbeeten. Wenn sich die Abendröte oder der Mondschein über die Gärten breitet und wenn irgendwo die rumänischeSoina" in ihrer tiefen Schwermut erklingt, fo glaubt man, in ein Traumland versetzt zu fein, und kommt erst zur Besinnung, wenn man wieder in den Groß- stadttrubel der (Talea Vletoriei versinkt. Das rumänische Volkslied, dis Soina" hat ihren Ursprung in der Schalmei des Karpathenhirten. Sie ist ein Lied, in dem die Sehnsucht jener zwanzig Generationen roiber« klingt, die auf den Bergen,hinter denen die wunderbare Sonne des Orients untergeht", gelitten haben. Auch die moderne rumänische Musik sucht ihre Melodien in den Sorsschenken, in denen der Z geuner noch immer die Kobda, ein guilarrenähnliches Musikinstrument, schlagt und in denen die Mädchen noch immer denHora Reigen" tanzen

Bukarest ist die Stadt der Gerüchte, politischer Leidenschaften und mancher Jntrignen. Wie alle Balkanvölker heben die Rumänen die große und die Heine Politik, aber man schart sich weniger um ein Programm als um dir Person bes Führers, man ist leidenschaftlich, und man kenirt