Ausgabe 
26.7.1929
 
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Und sehen Sie," bemerkte Yser der Herzog kebhast,das ist es fa, rong ich bei Ihrer spannenden Erzählung immer deutlicher fühlte, dieser köstliche Pan hier auf dem Kameo, 'dieser große Pan, trägt unverkenn- »ar die Züge des alten Herrn vom Frauenplnn in Weimar, wie er sie damals hatte, als er in der Blüte seiner Jahre in Italien seine Wieder­geburt feierte, die Sie in Ihrem herrlichen Bilde verewigt haben!"

Die Fuggerei.

Bon Dr. Hedwig F i f ch m a n n.

In der vornehmen, teppichgedämpften Halle des zum GasthofZu den drei Mohren" umgewandelten Augsburger Patrizierhauses zeigt mn noch heute dem gläubigen Fremdling den Kamin, in dem einst nach einer dem Bürgerstolz schmeichelnden Sage ein Sproß des reichen Fuggerhauses den Schuldschein des armen deutschen Kaisers Karl in Flammen hat aufgehen lassen. Aber von der wahrhaft königlichen Tat dieses königlichen Kaufmannsgeschlechtes, das einen Kaiser von fuggeri« [djen Goldes Gnaden geschaffen und ihm hatte schreiben dürfen:Es ist auch bekannt und liegt am Tage, daß Eure Kaiserliche Majestät die römische Krone ohne meine Hilfe nicht hätten erlangen können" von der königlichsten, weil menschlichsten Tat kündet nicht dieser selbstbewußte Brief, nicht jener Marmorkamin, sondern die segensreich durch die Jahr­hunderte fortwirkende Stiftung Jakob Fuggers des Reichen: die stille Stadt der Armen, die Fuggerei.

Wer vorbei an Meister Elias Holls ragendem Wahrzeichen Augs­burger Größe, dem stolzen Rathausbau, und dem weithinspähenden Per­loch, dem alten Wachtturm, hinabsteigt, in die einst durch ihre zahlreichen und schönen Gärten weithin berühmte Jakobervorstadt, dem öffnet sich plötzlich in der Reihe der bescheidenen Bürgerhäuser ein zum Eintritt verlockendes Tor, der Eingang zu einer seltsam fremden, gegenwarts­fernen Welt. Hier scheint die Zeit stillgestanden zu haben gleich den hasten­den Autos und den knarrenden Pferdefuhrwerken, die vor dieser Türe holt machen müssen, stillgestanden seit jenen Tagen, da laut einer mit dem Fuggerwappen geschmückten lateinischen Jnschrifttafel die Brüder Ulrich, Georg und Jakob Fugger diesen wohltätigen Bau errichtet hoben, da sie erwogen, sie seien zum Besten des Gemeinwesens geboren und verdankten ihr großes Vermögen nur dem allgütigen Schöpfer." Und doch: wie gegenwartsnah, wie aus den Sargen unserer Tage geboren, erscheint uns wiederum diese aus dem Jahre 1519 stammende Stiftung, | der erste tatkräftige Versuch, der Wohnungsnot der Armen in einer Zeit ! des steigenden Hauszinses energisch zu steuern, ihnen menschenwürdige i Heimstätten für ein so geringes Entgelt zu schaffen, daß ihnen gerade \ noch das drückende Bewußtsein erspart blieb, van der Gnade eines Reichen umsonst ihre Behausung empfangen zu haben. Denn Jakob ' Fugger, in Wahrheit die treibende Kraft dieser Schöpfung wie der eigent­liche Begründer des Weltruhmes feines Hauses, der uns so fest und willensstark aus den Bildnissen Hans Holbein des Steileren mb 1 Burgkmairs entgegenblickt, wußte ebenso groß im Geben wie int I Erwerben zu sein. Rühmte doch Mit- und Nachwelt einmütig seine | Magnifizenz, durch die er im ganzen Reich und an allen Höfen in großes Ansehen gekommen, da er nicht, wie etwa Geizwänste pflegen, seinen Reichtum in Kisten verschlossen, sondern Herr, nicht bloß Hüter desselben gewesen ist." Wie tief er die Rot der 'Armen mitempfunben, dafür zeugt auch der Vorschlag, den er einmal den Augsburger Rats- herren wenn auch erfolglos unterbreitet hat: man möge eine Ein­richtung treffen, durch die der Scheffel Roggen den gemeinen Mann auf ewige Zeiten nicht mehr als einen Gulden kosten sollte.

Und aus diesem weitblickenden, der Leiden feiner Zeitgenossen wie jener künftiger Geschlechter gleichermaßen gedenkenden Geiste heraus, stiftete er, der erste deutsche Renaissancemensch, hart an der Grenze des Mittelalters die noch heute vorbildliche erste soziale Kleinsiedlung Deutsch­lands, die in 53 Häuschen 106 bedürftigen, unbescholtenen Familien Wohnstätte gewährte und gewährt. Der jährliche Mietzins betrug einen Gulden und wurde von einem Einwohner, der über alte gesetzt war, ein- gcfammelt, so daß das Bewußtsein eines in sich geschlossenen Gemein­wesens, einer Stadt in der Stadt, dadurch verstärkt wurde. Doch diente, wie Gras W o 1 s r a d t von Waldeck, der im Jahre 1547 zum Reichs­tag nach Augsburg gekommen war, in seinen kulturhistorisch so wert­vollen Tagebuchaufzeichnungen bemerkt, dieser Betrag nicht zum Nutzen der Fugger, sondern er wurde erhoben, damit die Häuser aus der ange- snmmelten Summe einstmals instandgehalten werden könnten, wenn kein Fugger mehr leben würde. Darüber hinaus aber hat Jakob Fugger durch reiche Zuwendungen in seinem Testantent für feine Schöpfung gesorgt, wie auch spätere Glieder des ruhmreichen Handelshauses ihre tatkräftige Fürsorge der Fuggerei zugewandt haben, insbesondere Markus Fugger, dem die kleine Stadt ihr eigenes schmuckes Kirchlein mit Benefiziat, einen öffentlichen Brunnen sowie ein Schulhaus zu verdanken hat. Doch noch eine andere -Leistung wurde, dem Geiste jener Geist entsprechend, die sich nicht nur für die leibliche, sondern auch für die seelische Wohl­fahrt ihrer Schützlinge verantwortlich fühlte, den Bewohnern der Fug- gerei auferlegt: die Verpflichtung, täglich ein Vaterunser, ein Ave-Maria und ein Kredo zu beten, die sich als ein seltsamer 'Anachronismus im Verhältnis von Grundherrn unb Mieter ebenso wie der niedrige, heute mit 4,12 Mark für eine ganze und 2,06 Mark für eine halbe Wohnung bemeßene jährliche Mietzins hinübergerettet hat durch die Jahrhunderte.

Nun, sie scheinen sich bei diesen Bedingungen recht wohl zu fühlen, die Bewohner dieses Miniatur-Städtchens, das sich mit seinen blitzsauberen Häuschen um sechs Straßen aufbaut. Diese weisen ebenfalls ein selt­sames Kuriosum keinen Bürgersteig auf. Wozu wäre er auch auf dieser Insel der Glücklichen nötig, da doch jede das Leben des Bürgers bedrohende Verkehrsgefahr vor den vier Toren zuriickebbt? Hell und lustigl sind hier die Gäßlein trotz ihrer Enge, denn keine himmelstürmen- dett Wolkenkratzer machen einander das Licht streitig; einstöckige Ge­bäude, häufig mit der Giebelscite der Straße zugekehrt, drängen sich nicht ramngeizig aneinander, sondern lassen gern einen kleinen Zwischenraum grgen den Nachbar frei, der aber nicht fo weit ist, daß er ein friedliches

Schwätzchen von Fenster zu Fenster, hinter den btütenweitzen Vorhängen hervor und über die liebevoll gepflegten Blumentöpfe hinweg, unmöglich machen würbe. Fröhlich hebt sich bas Grün bes an den Häusern empor­rankenden wilden Weins von dem weißen Verputz der Wände ab, und wem es gelingt, einen Blick ins Innere dieser mit sorgendem Besitzerstolz verschlossenen, mit altmodischen Klingelzügen versehenen Puppenheim­stätten zu werfen, der kann wohl auch einen verträumten Gartenwinkel erschauen, in dem sich, achtsam betreut, ein bunter Blumenflor ebenso genügsam wie feine Pfleger auf engstem Raume zusammendrängt. Jeder kennt hier jeden, und das Leben scheint geradeso gleichmäßig und ruhig dahinzuplätschern wie das Wasser des zierlichen Brünnlein; in dem an prächtigen Figurenbrunnen, wie dem berühmten Herkules-, Augustus- und Merkurbrunnen, so reichen Augsburg, durfte auch dieser kleinen Stadt in der Stadt der wasser- und melodiespendenden Quell nicht fehlen. Immer im gleichen Rhythmus, im gleichen Tonfall springt fein dünner Strahl, Glück und Leid begleitend, durch die Jahrhunderte.

Und noch tönt fein vergangenheitsfchwere Träume um uns webendes Raunen im Ohre nach, da wir hinaustreten aus dieser verzauberten Welt in die jetzt so lebenerfüllt erfcheinende Vorstadt. War es nicht gestern erst, da dort durch das trotzige Jakobertor der siegreiche Schwe­denkönig Gustav Adolf an der Spitze seines Heeres eingeritten, Furcht und Schrecken vor sich verbreitend? Und war es nicht eßegeftern, ba jener noch trübere Tag heraufdämmerte, an bem sich groß unb klein, alle, benen die Fuggerei Heimstätte war, und noch unzählige andere durch die gleiche Trauer Verbundene zusammenscharten, um dem letzten Zug ihres hochherzigen Wohltäters zur selbstgeschaffenen Kapelle bei St. Anna zu folgen? Dort, an dieser ersten, den freien Geist der Renaissance auf deutschem Boden atmenden Stätte, ruht dieser große und doch fo warm mit den Mühseligen und Beladenen empfindende Tatenmensch. Zu einem ewigen Monument des aus bem neuen Zeitgeist machtvoll emporgewach- tenen Fugqergefchlechtes war sie bestimmt. Doch bas schönste unb un­vergänglichste Denkmal, bas sich Jakob Fugger der Reiche geschaffen, den Ruhmesglanz seines Hauses überbouernb, bas finb die armen kleinen Häuschen braußen in ber Vorstabt von St. Jakob.

Südlicher Mittag.

Von Anton Schnack.

Der Erwartung bin ich gegeben. Daß bas Blau sich spaltet, Wenn ber Mittag über bem Berg der Reben Mit schweigsamen Feuern waltet.

Ruhlos ber Fisch am Grunde gleitet Mit eiskaltem Glanze.

Weiß hat der Meerwind ein Segel gebreih!

Kaum rührt sich die Pflanze.

schien, betete einige

Himmel unb Meer sind eins.

Alles ist Licht.

'Aus der Platte des knisternden Steins Blickt glühend ein Göttergesicht.

Die Judenbachs.

Ein Siftengemälbe aus dem gebirgiglen Westfalen.

Bon Annette v. Droste-Hülshofs.

Wir sprangen aus und liefen, was wir konnten in Gottes Romen gerade aus, unb wie es hämmerte, waren wir wirklich auf dem rechten ^Jokwnnes^'schien noch vor der Erinnerung zu schaudern, und der Gutsherr dacht7 an seinen seligen Kapp und dessen Abenteuer am Hcerser Hange.

(Schluß.)

Alles hin, alles tot!" seufzte Johannes.

Am Abend, als es dunkel geworden war unb ber Mond sah man ihn im Schnee auf dem Kirchhofe umherhumpeln; er bei keinem Grabe, ging auch an keines dicht hinan, aber auf _ schien er ans der Ferne starre Blicke zu heften. So fand ihn der For­ster Brandis, der Sohu des Erschlagenen, den die Gutsherrschast ab­geschickt hatte, ihn ins Schloß zu holen.

Beim Eintritt in das Wohnzimmer sah er scheu umher, wie vom Licht geblendet, und bann auf den Baron, der sehr zusammengefallen in seinem Lehnstuhl saß, aber noch immer mit den Hellen Augen und dein roten Käppchen auf dem Kopfe wie vor achtundzwanzig Jahren, neben ihm die gnädige Frau, auch alt, sehr alt geworben.

Nun, Johannes," sagte der Gutsherr,erzähl mir emmal recht ordentlich von deinen Abenteuern. Ader," er musterte ihn durch die Brille,du bist ja erbärmlich mitgenommen m ber Türker!

Johannes begann: wie Mergel ihn nachts von der Herde ab geru­fen und gesagt, er müsse mit ihm fort.Ader warum lief ber dumme Cnqe beim® Du weißt doch, daß er un chuldig war? Johannes sah?or süh nieder:Ich weiß nicht recht mich dünkt es war »egen Holzgeschichten. Simon hatte so allerlei Geschäfte; mir stgte nichts davon aber ich glaube nicht, baß alles war, wie es fein sollte. Was' hat denn Friedrich dir gesagt?"Nichts, als baß müßten sie wären hinter uns her. So liefen wir bis Heerfe, da war es noch dunkel unb wir versteckten uns hinter das große Kreuz am Kirchhofe, bis es etwas heller würbe, weil wir uns vor ben Stein« Brüchen am Zelterfelbe fürchteten, unb wie wir eine Weile gesessen hatten, hörten wir mit einem Male über uns schnauben unb ftampfen unb sahen lange Feuerstrahlen in ber Lust gerabe über bem Heerser