der Ast

Der« h er men ge- weig lehr, ines ieses und richt, ?en? sagte

Ge­ben mit das

drich und rgert Mus« itten.

war )eute rank- cnen

inst." jarin iende

5 er« irieb« wohl e sich

iches. eiber

irnnk angte einen

und Blau«

kahl Letzte lieren ichen-

drin e wie hatte erzen itzlich. nicht, lt. :! Er e auf scharf tunbe

, geh ihm!"

Aus d ber n bie lie ist eiber. ?" - ruhen ant- |t nur

dann bann

;, daß >ie sah wollte ?" - e Ar- st tot! ite zu ; ber ist du

kann

eben.

SietzenerKmiilieMMer

________Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger

Jahrgang Montag, den Juli Nummersri

Sommermittag.

Von Christian Morgen st er n.

Wiese, laß mich ganz in dein Wohlgefühl versinken, dein legionfältig Sein als mein eignes trinken.

Deine breite Sonnenbrust laß die meine werden,' meine Lust die feine Lust deiner Gräserherden.

Mächtig schwelle mein Gesang bann aus solchem Grunbe, künde Glückes Ueberschwang höchster Sommerstunde.

Brandmeister von Troürenbach.

Von Per Schwenzen.

Droben in Estland, in prächtigen Forsten, lag das Besitztum ber Herren von Trockenbach. Die Trockenbachs waren von altersher eine lustige Sippe gewesen. Vom Urahn, der ben Kreuzschild ber Ordens­ritter als Knappe gegen die Wölfe und Heiden getragen hatte, gingen bie seltsamsten Mären um. Einst sollte er eine Wette geschlossen haben, zwanzig Humpen zu leeren unb so durstig zu bleiben, daß er im Bache schlafen müsse! Er legte sich nach zwanzig Humpen in einen Bergbach nieder, und der Zufall wollte es, daß in dieser Nacht ein Erdrutsch ben Lauf des Baches änderte unb ber Knappe im trockenen Steinbett er­wachte. Er würbe sofort zum Ritter geschlagen und warb ber Stamm- Herr des Geschlechts von Trockenbach.

Wir haben aus der unendlichen Chronik derer von Trockenbach nur diesen einen Moment herausgehoben, um einen Hintergrund zu schaffen, gegen den die wunderliche Schrulle unseres Barons begreiflich scheint.

Der Baron war ein alter, jovialer Herr, ber nach drei Jahrzehnten der Lebenslast, ber Schüttren und Wechsel, im vierten Kraft genug besaß, seine Verhältnisse zu ordnen unb seinen beiben Söhnen ein Erbe zu sichern, nachbem seine schöne, leichtsinnige Frau ihn sterbend gebeten hatte, ben Jungens nicht mehr und nicht weniger zu hinterlassen, als er selber einst empfangen hatte. Die prachtvollen Forste von Zareiken hatte seit Generationen jeder Trockenbach einmal erworben und einmal ver­loren. Soweit wäre alles gut gewesen, und bie Laune des Barons ein Maienwölkchen aber es gab einen festen Punkt in feinem Leben, in bem ihm das Symbol der Ritter- und Mannestugend beschlossen schien bas Brandmeisteramt. Bor bald zwanzig Jahren hatte die Guts­herrentagung des Distriktes dieses Amt und die goldbestickte Mütze dem Baron von Trockenbach verliehen. Die Feuerwehr bestand aus meh­reren Spritzen und den Leuten der Güter und Gehöste.

Kurz vor Amtsantritt des Barons hatte ein riesiger Waldbrand das nachbarliche Gut heimgesucht, dessen Besitzer zu dieser Zeit die gold­betreßte Mütze trug. Es war zwar fast der halbe Wald niedergebrannt, aber ber Branbmeister hatte unsterblichen Ruhm geerntet, Umsicht unb persönlichen Mut bewiesen, unb wahrscheinlich wäre er weit weniger be­rühmt geworden, hätte er den Brand im Keime erstickt. Zudem lag etwas Ordnungsgemäßes schon darin, daß er auf seinem eigenen Besitztum, die Feuertaufe erhielt. Da aber die Satzungen besagten, daß niemand länger als zwanzig Jahre die goldbestickte Mütze tragen durfte, war »an zusammengekommen. Die Wahl war auf den Baron gefallen, und bei einer Festivität mit vielen Gängen und noch mehr Korken wurde . ihm die Mütze überreicht. Und wie der Baron, eine tadellose Erschei­nung in tadellosem Frack, sich von seinem Sessel am offenen Kaminfeuer erhoben und den schwarzen Scheitel mit den Goldtressen bedeckt hatte und den verschiedenen Hoffnungen und Gedanken beredten Ausdruck zu verleihen gedachte, erfüllte ein brenzlicher Geruch das Zimmer. Unter schreck und Gelächter der Runde fingen die Rockschöße des Brandmeisters Feuer und lösten sich in der Nähe des Kamins unb in Anbetracht des Augenblicks in eine flammenbe Ovation auf. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als sich ben Frack vom Leibe zu reißen und zu den brennenden Scheiten auf den Rost zu werfen. Der Brandmeister stand in Hemds­ärmeln da und konnte feine Rede nicht beenden, da das Ereignis ihm ben toten Faden abgefengt chatte und bas Manuskript in der Rocktasche «es Frackes luftig knisterte.

. . Jetzt trug er die Brandmeisterwürde seit neunzehn Jahren, doch zu - 'einem Leidwesen hatte es niemals in seinem Distrikt gebrannt, was man

allgemein als eine Nachlässigkeit empfinden mußte. Er stand mit feiner Mütze da wie eine Großmacht, die sich seit Jahren hinter Dreadnoughts und Tanks verschanzt und nie das Pulver im Felde roch. Und so kam es, daß der gute Baron bei seiner frommen und loyalen Gesinnung im Grunde seiner Seele den roten Hahn auf alle Dächer wünschte.

Die Niedertracht seiner Söhne drückte den Stachel immer tiefer itt die väterliche Brust. Während man auf der Veranda Kasse trank, ver­steckte Fritz die Mütze unter Leinenstücken im Schrank, und ging bann die Sonne rot über Estlands Wälder nieder, so schrie Rolf wie ein Be­sessener aus dem Garten:Feuer, Feuer im Westwald!" Der gute Baron eilte, feine Mütze zu suchend, wetterte, warf alle Schrankfächer durcheinander und erschien endlich mit der Mütze auf der Veranda, sah Gottes Sonne mit einem Kernfluch scheiden, tat die Mütze in die Ecke und den Stock hervor. Das Bild des Ahnen an der Wand sah so strenge, als hätte er nie im Bach geschlafen, der verdienten Züchtigung zu.

Aber bie ftrafenbe Hanb mußte wirklich die Zuchtrute ber Liebe geschwungen haben; denn sie prügelte den Delinquenten nicht nur die Teufeleien aus, sondern so etwas wie Familiensinn unb Kinbesliebe ein. Die Jungens begannen zu fühlen, daß dies mit ber Branbmeisterei ber Lebensschmerz des Papas war.

Vor der Hand geschah aber weiter nicht viel mehr, als daß ber Baron auf der Hasenjagd stolperte, und sich das Wadenbein brach, int Gipsverband bei einem Whisky-Soda auf der Veranda lag, vom Post­boten einen gestempelten Brief empfing, der die Versammlung der Guts­herren zur Neuwahl des Sranbmeifteramtes einberief. Hierauf mixte der Baron sich einen Whisky a la half and half, unb der Brief flatterte über bie Vorfahrt unb Hecke auf den Garfenkies, wo Rolf als Trainer dreier Mistkäfer tätig war, bie immer wieder gegen die Regeln des Wettlaufs verstießen.

Er nahm ben Brief auf und las ihn, als schon die Stimme des, Vaters ihn rief.

Ein Schwamm unb Benzin fanden sich bald, unb da der Plan auch fertig war, so fehlte zumal Wind unb Sonne war nur noch dec Ruck zur Tat, der ihn mit dem Mut ber Sittlichkeit über sein pochendes Knabenherz hinaustrieb.

Schnell war er wieder durch die Dachluke zurückgekrochen, auf Um­wegen durch die Hecke in den Garten geschlüpft, und kam fünf Minuten später durch bie Pforte gelaufen. Er setzte sich auf bie Veranba, ruhig zum Vater, währenb ihm jeder Puls bis in die Kehle sprang. Funken tanzten vor seinen Augen, und er glaubte Knistern im Wind zu fjören.: Du siehst fiebrig aus, Rolf," sagte ber Vater,geh heute früh schlafen, mein Jung." Dann kam es! Die alte Helmine, die seit tausend Jahren Gemüse zog, kam schreiend und gestikulierend gelaufen, Tränen, Schluch­zen, Worte kochten durcheinander, und als einziger verständlicher Brocken aus dem Klagebrei wimmerte bas Wort:Feuer, Feuer!" Die magere Hand wies zum Dachfirst. Der Baron sah auf fein Gipsbein unb er­bleichte. Rolf sprang bie Stufen hinab richtig: sechs Meter breit auf dem Dachfirst tanzte bas Feuer, trügerisch klein im Sonnenlicht. Rolf schlug an ben Gong unb schrie:Vater, bleib sitzen unb stütze dein Bein auf. Lauf zum Verwalter, Helmine, er soll bie Glocke schlagen! Fritz! Fritz!" Unb weg war er. Der Baron sah das, Aergste voraus. Die Hitze hatte den Brunnen getrocknet, das Einzige war der schlammige Enten- tümpel. Er schleppte sich zum Telephon und gab die Alarmworte ans Amt.

Rings auf den Gehöften rissen die Knechte die Pferde aus dem Stall, Kannen und Eimer von den Haken und unter den Eutern der Kühe hervor, die Milch schäumte die Kotrinne entlang. Im Galopp flogen bie Gefährte durch die Alleen.

Von ben Feldern des Gutes Trockenbach eilten die Knechte herbei, die Jungens hatten die Mägde zu einer Kette zum Ententümpel geordnet, die Eimer wanderten. Rolf stand auf. dem First, fast in den Flammen, und leerte Eimer nach Eimer.

Die heißen Ziegel brannten seine Sohlen. Seine Hand blutete. Er hatte zu hastig die Dachluke aufgestoßen, bie zurückfallenb und splitternd seine Hanb zerschnitt. Das Blut aus ben Schnittwunden und ber Enten- schlamm liefert Fritz übers Gesicht, der auf einer Leiter stand und zu­reichte. Die leeren Eimer ließen sie das schräge Dach hinabrollen. Kinder trugen sie zur Kette. Das Poltern ber leeren Eimer verursachte ein schreckliches Getöse, unb der Baron am Telephon glaubte, der Dachstuhl breche zusammen. Rolf stand im Feuer, Blut und Schweiß wie ein heiliger Florian. Seine Augenbrauen waren versengt. Da sah er quer durch das Korn die Wagen von Zareiken kommen. Leitern schlugen an die Dachrinnen, Köpfe, Eimer tauchten auf. Bravorufen. Im ver­zwanzigfachten Wassersturz starb allmählich das Feuer. Während die Knechte noch nachlöschten, kletterte Rolf hinab. Unten standen viele Men­schen unb wuschen unb bewunderten Fritz um des Schlammes und