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Unterhaltungsbeilage Zum Gießener Anzeiger
Jahrgang V>2() Montag, den 8. April NummerÄ
Rothäute.
Von Paul Woran ö*).
Sie haben Landkarten aus Büsfeihüute gemalt; mit zinnoberroten Fußtapsen waren daraus die Wildpfade eingezeichnet, die durch die Coloradoküste führen.
So schafften sie das Gold Kaliforniens herbei.
Ihr Anblick macht einem heiß und kalt. Wie die hageren, nackten Oberkörper über den breiten Gürteln aus Weißsuchsfelien aussteigen!
Sie hören alle Geräusche und riechen mit ihren dünnwandigen, aus Hartholz geschnitzten Rasen die Nationalität, das Alter und das Geschlecht jedes Fremden. Ihr Leben ist hocherhaben über Kirchen und Banken.
Und man weiß nicht, wann sie schlafen, Ihre Ruder, die breitblättrigen Pagajen, führen sie mit so sparsamen Bewegungen, daß sie dabei die Handflächen kaum von den schmalen Hüften heben Jahrhunderte der Entbehrung haben sie geläutert, verdünnt, entmaterialisiert. Sie haben keine Taschen.
Auch wenn sie Geschenke annehmen bleiben ihre Hände unbeweglich.
Sie tonnen nicht mehr jagen, noch können sie essen, noch sich verteidigen.
Und sie sterben.
Der Giftfalter.
Von Friedrich S ch n a ck.
Bei meinen Forschungen über das Leben der heimischen und fremdländischen Tag- und Nachtfalter, niedergelegt in meinem Buche „Das Leben der Schmetterlinge", trieb ich in einer staatlichen Bibliothek ein uraltes Schmetterlingsbuch auf, das ein spanischer Gelehrter der Universität Satamanta versaßt hatte. Der Gelehrte, ein Arzt, war damals sehr berühmt und in jeder Weise ein Mann von Verdienst. Er hatte bedeutende und schwierige Reisen unternommen, und auch eine Geschichte der spanischen Ueberseeländer geschrieben, die er aus eigener Anschauung kannte. In seinem Werk, dessen Titelblatt leider zerstört war, sanden sich mancherlei staunenswert exakte Beobachtungen einiger gekerbter Tiere, besonders der Käfer und Schmeteirlinge, daneben aber auch, wie es der Geist der Zeit liebte, viel Wunderliches und Legendenhaftes, zum Teil heute völlig Unverständliches.
Der Gelehrte hatte vor allem seine Liebe den amerikanischen Schmetterlingen geschenkt, denen er in den Urwäldern und Tälern nachgezogen war, und er sparte in seinen Aufzeichnungen nicht mit der Wiedergabe von tausend Gefahren, Abenteuern und gutgemeinten Märchen. Was für Seltsamkeiten wußte er zum Besten zu geben! So fand ich denn auch unter seinen verschnörkelten, hochgelahrten, mit willkürlichen Bezeichnungen und lateinischen Brocken gespickten altspanifchen Abhandlungen eine kurze, merkwürdige Kunde. Freilich war dies mehr eine verschleierte, ungewisse Andeutung, als ein sachlicher Bericht. Sie sprach von einem giftigen Schmetterling.
Aufsehnerregend: ein giftiger Falter!
Zwar hatte der spanische Gelehrte und Arzt diesen giftigen Schmetterling nicht selbst in den überseeischen Wäldern ausgestöbert, er stützte sich vielmehr auf die ihm unbezweifelbare Mitteilung eines spanischen Offiziers, der mit Fernando Cortez ein Jahrhundert vorher zur Eroberung des mexikanischen Reiches ausgezogen ivar. Wie der «oldat in feinem Tagebuch und den Meldungen an den kommandierenden General sich ausließ, sollen durch den Anblick ober durch die Berührung eines über allen Maßen schönen Schmetterlings eine Anzahl der Krieger blind geworden sein und keine Kunst der Aerzte sei imstand gewesen, den Erkrankten das Sehvermögen wieder zu geben. Da die Schmetterlinge, wie der spanische Gelehrte weiter ausführte, auf ihren großen Schwingen Farben trugen, gleich den Farben und Zeichnungen der Schlangen, habe M im spanischen Heer das Gerücht verbreitet, die kazikischen Priester ! hätten diese unglückbringendeu Falter in die Dickichte der Wälder hinein- gezaubert, um das siegreiche Heer mit Gift und Blindheit zu schlage«.
*) Autorisierte llebertrngyng w Mix« », H «ll LL d LH- W hl-
War diese Schmetterlingsgeschichte nun auf die Leichtgläubigkeit eines wenig gebildeten Offiziers zurückzuführen, oder auf die Wahnvorstellungen erschreckter, von allen Tücken eines fremden Landes gepeinigter Soldaten, es war wunderbar genug, daß nach der Eroberung des Goldreiches Mexiko und nach dem Tod der Priester, die sich in ihre eigenen Obsibianschwerter stürzten, keine jener gefährlichen Faller mehr zu Jeben waren, weder in den weiten und tiefen Wäldern, noch in den herrlichen Gartenanlagen der eingenommenen Hauptstadt.
Sicherlich ein aztekisches Märchen, umgewandelt und weitergegeben, dachte ich und brachte das spanische Buch wieder zurück in die Bibliothek. Aber die Geschichte ließ mich nicht los. Eines Tages arbeitete ich in einer ausländischen Klosterbibliothek, um in den Chroniken einiger längst verstorbener Missionare nachzuforschen. Die geistlichen Brüder waren im siebzehnten Jahrhundert in die indianischen Urwälder gegangen, wo sie dem Christentum eine Stätte bereiten wollten. Bis auf zwei hatten sie den den Martertod erlitten.
Der ältere der beiden war zurückgekommen, weil sein Alter den Beschwernissen des Außendienstes nicht mehr gewachsen war, und er hatte sein Ordensstandbuch in der Bibliothek abgeliefert. Vor seiner Heimreise war der jüngere an einer Tropenkrankheit gestorben.
In seinem Klosterbuch erzählt der ältere Bruder die Geschichte des- jüngeren. Wir hatten, war da zu lesen, unsere Hütte und die kleine Kapelle unweit eines Teiches am Rand des Waldes gebaut, vielleicht hundert Schritt von dem Indianerdorf Urkalet entfernt. Eines Tages kam ich von einem Krankenbesuch zurück, der mich zu der Squaw eines Häuptlings geführt hatte, und fand in der Hütte meinen Bruder krank vor. Er tag, eingewickelt in feine Kutte, auf dem Feldbett und starrte mich mit seinen kastanienbraunen Augen, weitaufgerissen und voll schmerzhaften Glanzes, ohne Regung an.
„Was ist los?" meinte ich erschreckt.
„Bruder, bist du da?" fragte er mich wie im Fieber. — „Freilich bin ich da," antwortete ich, „du siehst mich doch!" „Ich sehe dich nicht", erwiderte er. „Ich höre dich nur." — „Du siehst mich nicht?" redete ich ihn an, näher tretend und seine heißen Hände ergreifend. — „Wie sollte ich auch, lieber Bruder!" entgegnete er. „Ich bin blind!" — „Du bist blind?" rief ich erschrocken. „Wie ist das möglich?"
Auf feinem Gesicht erschien ein krampfhaftes, krankhaftes Lächeln, das mir das Herz; zerschnitt. „Bruder," sagte er, „ich werde nie wieder dein Angesicht sehn, und unsere kleine, liebe Kirche . Ach, ich werde dis Bäume nicht mehr sehen, die ich so liebe, nicht den Fluß, über den wir fuhren, als wir hierher tarnen. Ich werde den Klosterhof in der Heimat nicht mehr sehen ..."
„Aber, aber ..stotterte ich. „Du hast Fieber, das vergeht!" — „Ich glaube nicht," antwortete er, „es ist nicht anders, wie ich dir sage." — „Mein Gott, du siehst wirklich nichts?" — „Gar nichts, sehe ich! Nichts!" — „Wie ist das geschehen", stammelte ich. „Deine Augen sind doch ganz unverändert, es ist nichts an ihnen zu sehen.
„Ich habe ..." begann er, und sank plötzlich ohnmächtig auf fein Lager, ohne daß ich Näheres erfahren hätte. Nachts verzehrte ihn ein schlimmes Fieber und am Morgen war er so schwach, daß er sich nicht ohne meine Hilfe aufrichten konnte.
Er wurde von Stunde zu Stunde kränker, ich mußte ihn füttern uni» ihm zur Hand sein, immer mehr schwand er dahin, und war auch wirklich völlig blind. Ich zergrübelte mir das Gehirn, wie konnte meinBruder erblinden, und welche Krankheit hatte ihn heimgesucht.
Aber in der dritten Nacht erfuhr ich es. Er redete irr und phantasierte. Doch mitten in sein Irrsein zuckten die Blitze lichter Augenblicke. Sekunden der Bewußtheit. Aus diesen Bruchstücken des Wachseins setzte sich mir sein Geheimnis zusammen.
Und so war es: An jenem Nachmittag, gegen drei Uhr, wollte er aus dem Jndianerdorf heirngehen, um etwas aus der Hütte zu holen. Ec- war ein wundervoller Tag, die hellste Sonne schien, der Himmel leuchtete in einem abgründigen Blau. Mein Bruder kam zu dem Teich, darauf sich keine Welle regte, so still war die Luft: er kniete nieder, um einen Krug Wassers zu schöpfen: da sah er im Wasser einen Schein gespiegelter Farben jäh aufhuschen, seltsam tief und zauberhaft, wie er deren noch nie gesehen hatte. Er wunderte sich. Was sind das für herrliche Farben, die ihm. da entgegenschwebten. Offenbar aber waren sie gar nicht im Wasser, so nah glänzten sie ihm doch so fern. Plötzlich spürte er, wie sich sein Haar bewegte, es war ihm lang gewachsen, wir hatten unsere Schere verloren. Wiewohl kein Windhauch sich rührte, bewegte sich fein Haar, so, als wollte es sich aufrichten. Er fuhr zurück und sah mit einem Schlag vor seinem Gesicht, dicht vor feinen Augen, einen Schmetterling von der Größe eines Vogels. Mächtig wirkend wie ein Blitz war der Eindruck, so daß mein Bruder grell geblendet die Augen schließen mußte. Was hatte er gefehlt? Was war das nur? Er hatte auf den Flügeln des Falters Farben ge- sehn, die es nicht gibt, giftige Farbe», höllische Farben. Diese Farben- ftrahlL» hatten ihm in die Pupillen gestochen, als wären seine Augen


