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h6e(s Kunde. Hatten doch die nächtlichen Angstgebilde seiner n.wend Io scharfe Züge und solche Lebendigkeit gewannen, daß sie noch reifen Mann in seinen Fieberträumen verfolgten, und selbst am
Taae litt der Knabe unsäglich unter einem ins Krankhafte gestei- Grauen vor allem Häßlichen. Aber auch die trostlosen äußeren a/bensumstände, das harte Wesen des Vaters, der es nicht leiden konnte, die Kinder lachten; das allmähliche Hinabgleiten aus leidlicher E habenbeit zu immer größerer Armut, doppelt drückend unter den Äs’ unb besitzstolzen Dithmarschen Bauern, die den Knaben alle Er- I Krigungen der Verstoßung in die Paria-Kaste auskosten ließen haben °iiiaendlust und Unbefangenheit in ihm ertötet. Und wahrend sich Ernst «ietschel aus der noch armseligeren Enge seines Elternhauses fern twnes bescheidenes Kinderparadies zu retten gewußt hat, dessen selbst I r’ „ife Mann dankbar gedenkt, ließen Hebbel diese bitteren Erkennt- ' ä frühzeitig den Zauberkreis der Kindheit überschreiten.
Dock ein Mann, der niemals Kind gewesen, dem die unbarmherzige Pebensnot den Prägestempel frühreifer Klugheit schon im zartesten Lebensalter aufgedrückt und ihn die Spiele seiner glücklicheren Gefährten mUden gelehrt hat, war der Stendalcr Flickschusterssohn W> n ck e l - mann Kein schneidenderer Gegensatz als die schwere Stickluft der stroh- aedeckten niedrigen Hütte, deren einziger, trüb erhellter Raum zugleich Lrfftatt Schlafkammer und Wohnstube war, und jenes hohe Ideal edl-r Einfalt und stiller Große, dessen flammender Apostel hier emporwuchs. Eine nie gelebte Jugend war der Preis den er dafür gezahlt Mit eisernem Fleiß alle Hindernisse überwindend, die sich dem Besuch C Lateinschule, dieser ersten Stufe auf dem Weg zum Licht, entgegen» Mten suchte er Freitische, fang in Wind und Wetter als Currende- cküler' vor den Türen und bei Begräbnissen und erteilte jüngeren Schülern Unterricht. Seinen kargen Verdienst teilte er mit feinen, bitterste mot leidenden Eltern, und in angstvollem Stöhnen rang sich immer wieder das Gebet von seinen Lippen, daß ihn ihre Armut nicht in Schmach und Schande endigen lassen möge. Bis endlich die Fesseln fielen Md die Sonne Homers auch ihm leuchtete.
Wie schon auf den schwachen Kinderschultern Winckelmanns die Sorge um seinen und seiner Eltern Lebensunterhalt gelastet, so waren es ähnliche Beweggründe, durch die veranlaßt, der Baier Beethovens seinen Sohn bereits im zartesten Kindesalter tagelang, ja selbst m den Nächten mit eherner Strenge an das Klavier bannte, mochte auch ein - mühsam niedergekämpftes Weinen des Kleinen die Begleitmusik zu seinen Uebungen bilden. Es war eine drückende, freudlose Atmosphäre, in der der Knabe, scheu in sich gekehrt, heranwuchs, in der auch die stille, leidende i Mutter das Lachen verlernt hatte und müde dahinwelkte. Mit ihrem
Tode senkten sich die finstersten Schatten der Not auf das verwaiste Haus und feinen einzigen Erhalter, den 17jährigen Ludwig; denn der Datei, immer tiefer in die Bande des Dämons Alkohol verstrickt, mußte feines Dienstes enthoben und gleichsam unter die Kuratel seines Sohnes gestellt werden, auf dem allein nun die Sorge für den kinderreichen Haushalt, die Erziehung der Geschwister und für die eigene Fortbildung im Dienste feiner Kunst ruhte.
Aber wie schwer und niederdrückend auch die frühe Lebensnot auf all diesen sonnelosen Kinderleben gelastet, ein Elternhaus eine Hemmt, und war sie auch noch so armselig, noch so leiderfullt, hatte sie doch schützend und tröstend umhegt. Der Jugend S e g a n t i n i s war auch diese Zu- I flucht verfugt geblieben. Schon der Sechsjährige, der Obhut einer hart um das tägliche Brot ringenden Stieffchwester anuertraut, blieb monate= i lang tagsüber eingefchloffen in einer Dachkammer, allem nut feiner Sehnsucht nach der toten Mutter, dem fernen Vater, gepeinigt von taufend wilden Aengsten, die sich ins Maßlose steigerten, wenn die I Kirchenglocken dröhnten ober eine Ratte durch die Kammer raschAte, und die er vergeblich durch lautes Singen zu bannen versuchte. Wer wagte es, die Seelen quälen dieses hilflosen Kindes, die Minuten zu Ewigkeiten dehnten, nachgrübelnd bis ins letzte durchzuleben. Und dann ! nach einem Fluchtversuch, der dem Knaben den kurzen Gluckstraum der Befreiung und eines Hirtenidylls gebracht, die furchtbaren, wieder von Fluchtversuchen unterbrochenen, verlorenen Jugendjahre in der Mailänder Corrigenden-Anftalt — das sind die PaffionsstaUonen der Ucht- lofen Kindheit Segantinis. ,,, «« «
Waren es im letzten Grunde dunkle, dem menschlichen Wollen entrückte Gewalten, die in schicksalsschwerer Verkettung all diese Kmder- iragöbien gestaltet haben, so hat der bewußt und rücksichtslos [einem Ziele zustrebende väterliche Ehrgeiz, ein Wunderkind aus dem Heinen Anton Rafael Meng s zu bilden, das Kind um des Wunders willen geopfert. Einem (Befangenen gleich wurde er wie feine Gefchwister mit Schlägen und Strafen von frühester Kindheit zum Zeichnen und Malen angehalten. Kein Wort unterbrach die lautlos dahingleiienden, ganz der Arbeit gewidmeten Stunden, und nur zur Nachtzeit durften die Kinder, von deren Existenz man in der Stadt lange überhaupt nichts wußte, Haus unter der Obhut des Vaters verlassen, um frische Luft zu schöpfen. Rafael Mengs hat — dank oder trotz dieser Erziehung — tue höchsten Ehren geerntet, die einem Maler feiner Zeit zuteil werden konnten. Wer aber mochte entscheiden, ob sie ihm eine verlorene Welt des Jugendgluckes zu ersetzen vermochten? ,. . .
Ein Schauspielerkind: Welch romantifcher Schimmer, welch buntes Gewebe von Glanz und Ruhm, von Freiheit und Lebensfreude scheint um dieses Wort zu spielen. Aber die leiderfüllte Tragödie, die sich m Wahrheit dahinter birgt, sie hat Europas größte Menfchenblldnerin, hat Eleonora Düse, diese wundersame Zauberblüte einer durch Generationen auf der Bühne verwurzelten Familie, durchlebt und durchlMen. Nicht freie Wahl, sondern äußerer Zwang, drückend empfundene Schick- [alsgebunbenßeit haben diese figlia del arte zum Theater geführt. jenem Briefe, den sie unmittelbar vor ihrem Berliner Auftreten m Sudermanns „Heimat" an den Dichter richtete, und in dem sie sich selbst der Heldin des Dramas qegenüberfteüt, geht sie mit ihrem Schicksal ins Gericht; „Magda hat 17 Jahre ihres Lebens im elterlichen Haufe znge- bracht. Bei der, die Ihnen schreibt, nichts davon. Mit vierzehn Jahren L Ö°9 man ihr lange Kleider an und sagte zu ihr: Du mußt ~tjeater
spielen." Gibt es eine leidenschaftlichere Anklage gegen' ein Sem Kinds aufgezwungenes, die Jugend vernichtendes Lebensfchickfal als diefes „Du mußt" der Dufe? Als die Vierzehnjährige zum ersten Male die Julm pleite, da stand in müder Schlaffheit ein fcheues, kleines Wesen auf den Brettern, niedergedrückt durch das Bewußtsein der großen Armut, die auf ihm lastete. Denn ihr, die wie ein Zigeunerkind herumge^chleppt wurde, von Bühne zu Bühne, waren Entbehrungen, war selbst der Hunger ein früher Weggenosse; von ihm gepeinigt, eilte sie m das Hospital zur kranken Mutter, um dort heimlich die für sie aufgehobene Suppe zu verzehren. Und als diese einzige Trösterin verschied, da besaß das armselige Komödiantenkind nicht ein paar Saldi für das bescheidenste Trauergewand. Das war die glücklose Kindheit der Dufe, der wenige Jahrzehnte später zwei Erdteile, hingerissen in maßloser Ekstase, zugejauchzt. Sie aber, die große Bildnerin urewigen Menschenleides, chritt still und müde dahin, eine Wissende um den tiefsten Urgrund alles Schmerzes — in ihren Zügen den unauslöschlichen Grameszug jener tragend, denen das Leben die Jugend schuldig geblieben ist.
Regsnstunde.
Von Anton Schnack.
Daß ich müde ward und ganz vertrauert, Ach, der Regen rauscht jo schwer vom Dach, Diese Stunde nimmt kein Ende, dauert. Schwarzes Dunkel kommt in das Gemach Ich bedenke nichts, ich kann nur träumen Und im Träumen ganz versunken sein, Oder in den wurmzerfressnen Truhen räumen, Nach vergilbtem Tand und altem Elfenbein.
Immer hör' ich, wie der Garten rauscht Unterm Regen und verschlafnen Wind. Keiner fitzt bei mir, der mit mir lauscht, Keine Mutter, kein verstörtes Kind.
Ging die Türe? Wer soll sie betreten? Ging das Tor? Von wessen Hand berührt? Unter seinem grauen Stein sind Kröten Und die Spinnen, scheu und aufgeftürt
Schlürft ein Schritt im dunklen Riesengange?
Keiner fände sich jedoch zurecht;
Denn die trübe Dunkelheit ist lange Und die Stufen find vermorscht und schlecht.
Weht ein Atem? Ach, es ist nur Wind, Der mit kaltem Zuge durch die Türe pfeift. Wie es nächtigt! Wie es trostlos rinnt
Und mit Schwermut grausam nach mir greift ...
Wie man Rundfunkredner wird.
Von Frank Warschauer.
Einfach ist es nicht, im Rundfunk zu sprechen! Das merken nicht nur die Vortragenden selbst, sondern oft genug zu ihrem Schaden die Hörer Da sitzt man manchmal vor seinem Apparat und hort einen Vortrag über ein Thema, das einen brennend interessiert. Man gibt sich alle Muhe, dem Vortragenden aufmerksam zu folgen — aber immer wieder schweifen die Gedanken ab, schließlich denkt man sich ärgerlich: ach, wenn ich doch einmal lesen konnte, was der Mann da gesagt hat — man wünscht sich von der Segnung des gesprochenen Wortes, das doch eigentlich verständlicher und eindringlicher sein konnte als jeder Buchstabe, zuruck zum Buck Vielfach können die Gründe für dieses Versagen des Rundfunk- redners fein; vielleicht spricht er die Worte.nichk deutlich aus, so daß es schon rein physisch Schwierigkeiten bereitet, zu verstehen, was er jagt; ober feine Ausdrucksweife ist gewunden und kompliziert, er hat durchaus nickt die Gabe, seine Gedanken auf die einfachste Formel zu bringen, und deshalb gibt er dem armen Hörer dauernd Rätsel auf; oder er benutzt mehr Fremdworte, als notwendig sind; und manchmal kommt es vor, daß alle diese Fehler vermieden sind, auch keine Dialektanssprache stört, und eigentlich eine tiefe Wirkung von dem betreffenden Vortrag ausgehen müßte, aber sie ist dennoch nicht zu spüren. Irgend etwas daran ist verkehrt _ aber was ist das eigentlich? Redner, Hörer und Sendegefell- fchaft'en haben ein gemeinsames Interesse daran, dies möglichst genau zu erfahren, den Mangel zu bekämpfen und wenn möglich, zu befeitigen.
Denn ein Vortrag, dem man nicht folgen kann, ist ein Schlag ins Wasser. Wenn man einen gedruckten Aussatz vor sich hat, und es fallt einem schwer, Teile davon oder das Ganze zu verstehen — bann lieft man ihn noch einmal. Aber das gesprochene Wort des Rundfunks ist im allgemeinen unwiederbringlich verflogen — und wenn eine Wirkung davon ausgehen fall, fo muß sie in dem gleichen Augenblick erfolgen, m dem es erklingt und aus einem Mund in die Ohren der Hunderttaufende. briDa5 Reden im Rundfunk will gelernt fein! Denn erstens find überhaupt nicht viel Leute fähig, auch im gewöhnlichen Leben, sei es in der persönlichen Unterhaltung, in der Schule, im Vortragssaal, in der politischen Debatte, in den Hochschulen gut und zündend zu sprechen. Bis vor kurzem herrschte ja das geschriebene und gedruckte Wort als Hilfsmittel der Verständigung, der Mitteilung und Belehrung an größere Massen von Menschen; es herrschte schon deshalb, weil es praktischer


